Denkschrift Bürgergesellschaft 2012


Bürgerengagement braucht mehr Unabhängigkeit von Politik und Verwaltung.

Bürgerengagement und gemeinnützige Organisationen erfahren eine steigende gesellschaftliche und wirtschaftliche Bedeutung. Auf lokaler und kommunaler Ebene sind ehrenamtliches und bürgerschaftliches Engagement zunehmend einem hohen Nachfrage- und Erwartungsdruck ausgesetzt. Bürgerschaftliches Engagement soll noch viel mehr leisten als bisher.

Je stärker Politik und Verwaltung aber versuchen, Bürgerengagement zu lenken, desto mehr befördern sie die Abhängigkeit bürgerschaftlichen Engagements von Staat, Parteipolitik und Verwaltung und schwächen die Eigenkräfte der Bürgergesellschaft.

Um die Potenziale und Ressourcen sowie den Eigensinn und die Eigendynamik von bürgerschaftlichem Engagement und organisierter Bürgergesellschaft für unsere Gesellschaft effektiver und effizienter zur Entfaltung zu bringen ist es nötig, Restriktionen und Bürokratie im Steuer- und Zuwendungsrecht abzubauen, mehr Eigenkapital der Bürgergesellschaft zu erheben und langfristig Selbstverwaltungsinstitutionen aufzubauen.

In der Fortsetzung der Denkschrift Bürgergesellschaft "In eigener Regie" aus dem Jahr 2009 laden die Autoren ein zu einer konstruktiven Diskussion über das Verhältnis von Bürgerengagement, Politik und Staat.

Aktive Bürgerschaft (Hrsg.): Denkschrift Bürgergesellschaft. Autoren: Holger Backhaus-Maul, Stefan Nährlich, Rudolf Speth. 2. aktualisierte Auflage. Berlin 2012, 26 Seiten. ISBN 978-3-934738-22-5

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