Identität in Bewegung
Autor: Sebastian Haunss
Identität in Bewegung. Prozesse kollektiver Identität bei den Autonomen und in der Schwulenbewegung
Aus der Reihe: Bürgergesellschaft und Demokratie 19, VS Verlag für Sozialwissenschaften, 2004.
291 S. Br., ISBN 3-8100-4150-5, EUR: 29,90
Bewegungsforschung und Identität
Die Arbeit geht von der Hypothese aus, dass Prozesse kollektiver Identität einen wesentlichen Einfluss auf die Mobilisierungsfähigkeit sozialer Bewegungen haben. Es geht darum, zu untersuchen, welche Auswirkungen Dauerhaftigkeit, Flexibilität, Inklusivität und Exklusivität kollektiver Identitätskonstruktionen auf Art und Dauer des Engagements der AktivistInnen haben. Im Fokus steht insbesondere die Verschränkungen von Politik und Alltag, da dort, wo Bewegungshandeln und Alltagshandeln der AktivistInnen ineinander übergehen oder miteinander konfrontiert werden, Prozesse kollektiver Identität eine besonders wichtige Rolle spielen. Wie diese Prozesse in sozialen Bewegungen ablaufen, welche Formen sie annehmen und aus welchen Elementen sie sich zusammensetzen wird für die Autonomen und die Schwulenbewegung anhand einer Mikro-Diskursanalyse ihrer Bewegungs-Zeitschriften untersucht.
Aus dem Inhalt:
Ansätze und Theorien in der Bewegungsforschung - Das Konzept "Kollektive Identität" in der Bewegungsforschung - Szenen und soziale Bewegungen - Die Autonomen - Profile einer Bewegung - Konstruktion und Fragmentierung kollektiver Identitäten in der autonomen Bewegung 1988-2001 - Die Schwulenbewegung - Prozesse kollektiver Identität in der zweiten Schwulenbewegung - Prozesse kollektiver Identität bei den Autonomen und in der Schwulenbewegung: ein Vergleich
Zielgruppe:
SoziologInnen
BewegungsforscherInnen
PolitikwissenschaftlerInnen
Über den Autor:
Dr. rer. pol. Sebastian Haunss ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachbereich Politikwissenschaft der Universität Essen.