Verbände und Demokratie in Deutschland


Hrsg.: Annette Zimmer / Bernhard Weßels

Verbände und Demokratie in Deutschland

Aus der Reihe: Bürgerschaftliches Engagement und Nonprofit-Sektor 5, Verlag Leske + Budrich, 2001.

370 S. Kart., ISBN 3-8100-2957-2, EUR 30,90 / SFr 55

Der Band befasst sich mit den Wechselbeziehungen zwischen Interessenvermittlung und Demokratie in Deutschland. Als Lehrmaterial für Veranstaltungen zur Verbandsforschung, zum Korporatismus und zur Internationalisierung von Interessenvertretung ist er besonders zu empfehlen.

Im Zentrum des Bandes steht das Verhältnis von Interessengruppen und Demokratie in Deutschland. In theoretischen und empirischen Beiträgen wird der Frage nachgegangen, ob und wie Verbände, Gewerkschaften, Kirchen und soziale Bewegungen in Deutschland Einfluss genommen, Themen besetzt und die Politik vorangebracht haben. Neben verschiedenen sektoralen und verbandsbezogenen Analysen zu Gewerkschaften, Kirchen, kommunalen Spitzenverbänden und neuen sozialen Bewegungen wird die Verbändeforschung selbst einer Analyse unterzogen, die Funktion und Bedeutung der Interessengruppen für das "Modell Deutschland" betrachtet und die Bedeutung der zunehmenden Internationalisierung und Europäisierung der Interessenvermittlung für die Demokratie untersucht. Die Beiträge werden eingerahmt durch eine Gesamtbetrachtung der Bedeutung der Interessengruppen für die Demokratie in Deutschland seit 1945.

Aus dem Inhalt:
Annette Zimmer/Bernhard Weßels, Interessenvermittlung und Demokratie: Eine zentrale Agenda!

Zur Bedeutung Mitgliederbasierter Großorganisationen in der Bundesrepublik: Gewerkschaften, Kirchen, Genossenschaften

Wolfgang Schroeder, "Konzertierte Aktion" und "Bündnis für Arbeit": Zwei Varianten des deutschen Korporatismus Klaus Armingeon, Zwei Organisationsprobleme der deutschen Gewerkschaften im internationalen Vergleich Ulrich Willems, Bedingungen, Elemente und Effekte des politischen Handelns der Kirchen in der Bundesrepublik Deutschland Rolf Greve, Genossenschaften: Entwicklung und Bedeutung

Verbandsarbeit konkret behandelt am Beispiel der Kommunalen Spitzenverbände, des Bauernverbandes, der Wohlfahrtsverbände und des Deutschen Juristinnenbundes Werner Reutter, Kommunale Spitzenverbände und Demokratie Sybille Stöbe-Blossey, Verbände und Sozialpolitik: Das Beispiel der Jugendhilfe Dieter Wolf, Deutscher Bauernverband: Einfluss und Rechtsbefolgung Cornelia Fischer/Matthias Freise, Der Deutsche Juristinnenbund - Geschichte, Struktur und rechtspolitische Arbeitsschwerpunkte

Soziale Bewegungen als Atkeure von Interessenvermittlung Roland Roth, Die "bewegte" Bundesrepublik. Zur Bedeutung sozialer Bewegungen im deutschen Modell der Interessenvermittlung Dieter Rucht/Jochen Roose, Zur Institutionalisierung von Bewegungen: Umweltverbände und Umweltprotest in der Bundesrepublik Deutschland

Die supra- und internationale Dimension der Interessenvertretung und -vermittlung Rainer Eising, Assoziative Demokratie in der Europäischen Union? Annette Zimmer, NGOs - Verbände im globalen Zeitalter

Bernhard Weßels, Schlussbetrachtung: Einblicke - Ausblicke: Interessenvermittlung und Demokratie

Über die Herausgeber:
PD Dr. Bernhard Weßels, Wissenschaftzentrum Berlin für Sozialforschung, Abteilung "Institutionen und sozialer Wandel" und Fachbereich Politik- und Sozialwissenschaften, Freie Universität Berlin
Dr. Annette Zimmer, Professorin am Institut für Politikwissenschaft, Westfälische Wilhelms-Universität Münster