Engagementquote
Die Engagementquote, also der Anteil der sich engagierenden Bevölkerung, variiert von Studie zu Studie besonders stark: je nach Definitionen, Konzeptionen und Erhebungsmethoden kommen Engagementquoten von 18% (AWA Allensbach-Institut 2008) bis 52% (Eurobarometer 2006). Die niedrigeren Prozentangaben gehen von einer engen Definition des bürgerschaftlichen Engagements aus, d. h. meist die Übernahme eines Ehrenamts oder einer Funktion im institutionellen Rahmen. Die höheren Prozentangaben beziehen auch neue und informelle Engagementformen im privaten Umfeld mit ein.
Die Engagemententwicklung nach dem SOEP und dem Freiwilligensurvey
1985 23% -
1988 25% -
1999 29% 34%
2002 28% -
2004 - 36%
2005 31% -
2007 30% -
2009 - 36%
Während der Anteil der institutionellen Ehrenämter stabil bleibt, steigt der Anteil kurz- und mittelfristiger Engagements weiter an.
Das Sozio-Oekonomische Panel (SOEP) des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) ist eine seit 1984 jährlich durchgeführte Wiederholungsabfrage.
Das Freiwilligensurvey des Bundesfamilienministeriums wird alle fünf Jahre durchgeführt. Nach 1999 und 2004 sollen die aktuellen Daten des Surveys von 2009 im Jahr 2010 erscheinen. Erste Zahlen wurden im Februar 2010 veröffentlicht.