Neues Spielfeld für NGOs? Nationalstaaten und NGOs in der transnationalen Politik


Christiane Frantz

Die Debatte um die Globalisierung und die transnationale Politik beleuchtet den Aktionsraum, den die Nichtregierungsorganisationen (nachfolgend NGOs) im Kontext der globalen bzw. transnationalen Systemveränderungen in der Weltpolitik einnehmen: "Neues Spielfeld für NGOs?" - das Bild bietet Raum für Assoziationen: NGOs, die auf einem neuen Spielfeld agieren, also nicht auf dem bekannten weltpolitischen Spielfeld der staatlichen Akteure; NGOs, die als neue Akteure auf einem bekannten Spielfeld auftreten. Ob sie dabei als Mannschaft gegen die staatlichen Akteure oder als Akteure in gemischten Teams antreten und mit welchem Ziel, bleibt zunächst offen. Diesen Fragen wird sich der Beitrag in der Entwicklung von Thesen zuwenden. Erschließt damit an die Begriffs- und Kontextklärung zu NGOs und Global Players und die Entwicklung des internationalen Systems vor dem Hintergrund der Globalisierung und Transnationalisierung (Albrow 1998) im vorliegenden Band an. Folgende Fragestellungen sollen das Erkenntnisinteresse leiten: 1. Welcher Spielraum eröffnet sich für die NGOs gegenüber den Nationalstaaten? 2. Wie hat sich das Spielfeld vom Ausgangspunkt der Überlegungen der modernen Staatenwelt bis zur Perspektive der Globalität verändert? 3. Welche Rollenverteilung zeichnet sich zwischen NGOs und staatlichen Akteuren unter den Bedingungen der Globalisierung ab?

Der vorliegende Beitrag soll das im Titel projizierte Bild neu ausleuchten: Welches Spiel wird im globalen Zeitalter von welchen Akteuren nach welchen Regeln in welcher Rollenverteilung auf welchem Spielfeld gespielt?