Fachmedien


Alliance: Arabische Stiftungen nach dem Frühling

Wie werden Stiftungen in den arabischen Ländern sich künftig positionieren? Was können sie aus den Erfahrungen mit den gesellschaftlichen Umbrüchen in den mittel- und osteuropäischen Staaten lernen? Wie sollen sie auf die gesellschaftlichen Prozesse in den arabischen Staaten reagieren? Mit diesen Fragen beschäftigt sich Atallah Kuttab, Gründer und Vorsitzender der SAANED for Philantropy Advisory und Gründer des Arab Foundations Forum sowie des Arab Human Rights Fund. In seinem Beitrag "Which way now for Arab philanthropy?" im Alliance Magazine (Vol 16, Number 4, December 2011) listet er die Herausforderungen für die Stiftungen auf: von der Verankerung vor Ort über das Verlangen der Bevölkerung nach Transparenz bis zur Rolle der Frauen und der Integration in die Demokratisierungsprozesse. "Being responsive to people’s needs requires philanthropy to leap forward in sync with society. If it moves at its own pace, it risks becoming irrelevant. If it moves too fast, it risks on the one hand being accused by popular movements of seizing control of the agenda or on the other being accused by governments of being political’”, schreibt Kuttab.
- Das Alliance Magazine hat außerdem seine fünf meistgelesenen Artikel des vergangenen Jahres frei zugänglich gemacht.

www.alliancemagazine.org/en/content/which-way-now-arab-philanthropy
www.alliancemagazine.org/en/content/gates-benevolent-dictator-public-health
www.alliancemagazine.org/en/content/how-much-difference-it-making
www.alliancemagazine.org/node/3699
www.alliancemagazine.org/node/3795
www.alliancemagazine.org/node/3756

Ausgabe 119 Januar 2012

Stiftung&Sponsoring: Steuerbefreiung durch Bundesfinanzhof

Sind steuerlich begünstigste Nonprofit-Organisationen an Personengesellschaften beteiligt, die sich nur der Vermögensverwaltung widmen, so müssen sie künftig für die Einkünfte aus dieser Beteiligung keine Steuern mehr zahlen. Das hat der Bundesfinanzhof entschieden (BFH, 25.5.2011 - I R 60/10), berichtet der Berliner Rechtsanwalt Dr. Chistoph Mecking in Stiftung&Sponsoring (Ausgabe 6/2011, Dezember 2011). In seinem Beitrag "Abkehr vom Gepräge" erläutert er Einzelheiten und Hintergrund des Urteils und schreibt: "Dieses Urteil schafft Rechtssicherheit. Es erweitert das Universum von Anlageformen für Nonprofits und hat damit erhebliche Bedeutung für die Praxis der Vermögensverwaltung gemeinnütziger Körperschaften."

www.stiftung-sponsoring.de/...gewerblich-gepraegten-personengesellschaft.html

Ausgabe 119 Januar 2012

Die Stiftung: "Zukunft der Zivilgesellschaft" - Themenschwerpunkt

Der Wehrdienst ist abgeschafft, das zivilgesellschaftliche Engagement der Zivildienstleistenden dagegen soll möglichst umfangreich erhalten bleiben. Dafür hat die Bundesregierung 2011 den Bundesfreiwilligendienst eingeführt. Was bedeutet das für das Verhältnis zwischen Staat und Zivilgesellschaft? Wie ernst ist es dem Staat wirklich mit der Förderung zivilgesellschaftlichen Engagements? Diese Fragen stellt Gregor Jungheim sich und anderen in seinem Beitrag "Ein Bufdi macht noch keine Zivilgesellschaft" in Die Stiftung (Ausgabe 6/11, November 2011). Sehr kritisch äußert sich Berit Sandberg von der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin über die Politik der Bundesregierung: Sie nehme die Zivilgesellschaft "an das staatliche Gängelband" und grenze Initiativen mit politischem Anspruch aus. Engagementpolitik verstehe die Bundesregierung nicht als Demokratiepolitik - sie konzentriere sich lieber "auf die netten ehrenamtlichen Helfer", so Sandberg. Stiftungen sollten besser eigene Wege gehen, schlussfolgert denn auch Jungheim. Sein Artikel ist einer von drei Beiträgen zum Themenschwerpunkt "Zukunft der Zivilgesellschaft".

www.die-stiftung.de/magazin/archiv/jahrgang-2011/62011.html#c228

Ausgabe 118 Dezember 2011

WZB: "Abseits in der Zivilgesellschaft" - Erwerbslose wenig engagiert

Erwerbslose sind zahlenmäßig eine große Gruppe. Doch in der Öffentlichkeit treten sie selten als Akteure auf. Sie sind relativ schwach organisiert und üben kaum politischen Einfluss aus. Warum das so ist, analysiert Britta Baumgarten vom Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) im neuen WZBrief "Abseits in der Zivilgesellschaft" (WZBrief Zivilengagement 04/Oktober 2011). Arbeitslose sind demnach eine sehr heterogene Gruppe. Wer nicht langzeitarbeitslos ist, sucht zunächst individuelle Lösungen, um die Erwerbslosigkeit möglichst schnell zu beenden. Die Fluktuation unter den Ewerbslosen ist hoch. Nur wenige Erwerbslose definieren sich überhaupt über ihren Erwerbsstatus. In zivilgesellschaftlichen Strukturen sind Erwerbslose nur schwach eingebunden, und sie sind auch kaum Ziel des gesellschaftlichen Engagements, so Baumgarten.

www.wzb.eu/de/news/arbeitslose-keine-lobby-und-kaum-engagiert

Ausgabe 118 Dezember 2011

APuZ: "Der diskrete Charme des neuen Bundesfreiwilligendienstes"

Warum führt die Bundesregierung nach der Abschaffung des Wehrdienstes den Zivildienst fort? Die Nachfolgeinstitution, der Bundesfreiwilligendienst, muss nun mit dem Freiwilligen Sozialen Jahr und dem Freiwilligen Ökologischen Jahr der Länder konkurrieren. Holger Backhaus-Maul, Stefan Nährlich und Rudolf Speth haben genauer hingeschaut in ihrem Beitrag "Der diskrete Charme des neuen Bundesfreiwilligendienstes", erschienen in Aus Politik und Zeitgeschichte (ApuZ 48/2011). Sie stellen fest: Neben den offensichtlichen praktischen Gründen – bereits eingestellte Haushaltstitel – möchte der Bund nicht den Ländern das Feld der Freiwilligendienste überlassen.

www.bpb.de/.../Der_diskrete_Charme_des_neuen_Bundesfreiwilligendienstes.html

Ausgabe 118 Dezember 2011

<<< frühere Nachrichten anzeigen >>>