Aus anderen Ländern
World Giving Index 2011: Länderranking der Wohltätigkeit
Die USA waren 2011 die wohltätigste Nation weltweit und haben sich damit um vier Plätze nach oben geschoben, an die Spitze des Länderrankings "The World Giving Index". Der Index vergleicht jedes Jahr die Wohltätigkeit in insgesamt 153 Ländern, basierend auf den Daten aus der Befragung Gallup’s Worldview World Poll. Auf den Plätzen 2 und 3 folgen Irland und Australien. Deutschland steht auf Platz 26. Schlusslicht ist Madagaskar. Das Ranking hat die Londoner Charity Aid Foundation (CAF) veröffentlicht.
www.cafonline.org/publications/2011-publications/world-giving-index-2011.aspxAusgabe 119 Januar 2012
NGOs genießen Vertrauen
Nichtregierungsorganisationen (NGOs) genießen weltweit mehr Vertrauen in der Bevölkerung als Regierungen, privatwirtschaftliche Unternehmen oder Medien. Das ist dem Edelman Trust Barometer 2012 zu entnehmen. In einigen Ländern wie China oder Indien erreichen sie mit bis zu 79 Prozent Zustimmung bei den Befragten besonders hohe Werte. In einigen Ländern ist allerdings das Vertrauen im Vergleich zum Vorjahr gesunken, darunter in Deutschland von 55 Prozent auf 48 Prozent. Besonders an Vertrauen verloren haben in vielen Ländern Regierungen und Banken.
trust.edelman.com/trusts/trust-in-institutions-2/ngos-remain-most-trusted/Ausgabe 119 Januar 2012
Schweiz: Jeder Dritte ehrenamtlich tätig
Ein Drittel der Schweizer leistet Freiwilligenarbeit. Das hat das Bundesamt für Statistik (BfS) in der Studie "Freiwilligenarbeit in der Schweiz" ermittelt. Darin sind einerseits institutionalisierte Tätigkeiten erfasst, etwa die freiwillige Tätigkeit für einen Verein, der rund 1,3 Millionen Schweizer nachgehen. Andererseits bezieht die Studie auch informelle freiwillige Arbeit ein: Rund 1,2 Millionen Menschen in der Schweiz betreuen Kinder oder pflegebedürftige Personen in der Familie oder bei Bekannten. Männer üben ihre Ehrenämter überwiegend in der institutionalisierten Form aus, Frauen sind eher informell tätig. Im Durchschnitt nehmen sich die Schweizer Freiwilligen einen halben Arbeitstag pro Woche für ihre ehrenamtlichen Tätigkeiten. Als Motiv geben sie Spaß an der freiwilligen Arbeit und den Wunsch zu helfen an. Das BfS hat Daten der Schweizerischen Arbeitskräfteerhebung (Sake) und den Freiwilligen-Monitor der Schweizerischen Gemeinnützigen Gesellschaft ausgewertet.
www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/themen/20/22/publ.Document.149968.pdfwww.nzz.ch/.../schweiz_freiwilligenarbeit_bevoelkerung_1.13279669.html
Ausgabe 118 Dezember 2011
USA: Debatte über Kennziffern bei Wohltätigkeit
Kann man die Wirkung wohltätiger Arbeit messen wie einen Unternehmenserfolg? Dieser in den USA geführten Debatte hat das Wall Street Journal eine Plattform geboten. Die Befürworter, Charles Bronfman und Jeffrey Solomon von Andrea and Charles Bronfman Philanthropies, argumentieren, dass die Erfolgskontrolle und die damit verbundene Planung sowohl den Bedürfnissen der Spender gerecht würden als auch der Sache dienten, weil sie die Effizienz steigerten. Als Vertreter der Gegenposition wendet Michael Edwards, Senior Partner der New Yorker Anwaltskanzlei Demos, ein, dass dann gesellschaftlich wichtige Projekte unberücksichtigt blieben, die herkömmlichen Ansprüchen an Effizienz nicht genügen könnten.
online.wsj.com/...thejournalreport_0Ausgabe 118 Dezember 2011
International: Civil Society Index - Bewertung von Zivilgesellschaften
Die Stärke der Zivilgesellschaft liegt weniger in ihren Organisationen als vielmehr in informeller Partizipation und neuen Formen des Online-Aktivismus. Zu diesem Schluss kommt das internationale Netzwerk CIVICUS: World Alliance for Citizen Participation in seinem Projektbericht "Bridging the Gaps. Citizens, Organizations and Dissociation" vom August 2011. Zivilgesellschaftliche Organisationen (CSOs) seien "disconnected from many citizens, and particularly from new and informal forms of participation and activism" wie sie etwa im Arabischen Frühling zum Tragen kamen. Sinnvoll sei es daher, Koalitionen zwischen neuen, informellen Vereinigungen und etablierten CSOs zu schließen. "Working as hub organisations, CSOs need to be both challenged and supported to improve their outreach, refresh their participation bases and help join together a disconnected civil society to achieve greater impact", so CIVICUS. Mittels des Civil Society Index (CSI) bestimmt CIVICUS seit 2003 Stärken und Schwächen von nationalen Zivilgesellschaften weltweit. Bewertet wird eine Zivilgesellschaft anhand standardisierter Indikatoren in den vier Dimensionen Struktur, Umfeld, Werte und Einfluss (impact). In der zweiten CSI-Projektphase 2008-2011 erstellte CIVICUS gemeinsam mit Partnern vor Ort und gefördert unter anderem vom United Nations Development Programme (UNDP) Indizes für 35 Länder in Lateinamerika, Europa, im Nahen Osten, Afrika und Ostasien. Der Bericht sowie weitere Publikationen - etwa ein Begleitband zu Methodologie und Daten des CSI oder eine UNDP-Analyse von Instrumenten zur Bewertung von Zivilgesellschaften - sind online veröffentlicht.
www.civicus.org/.../civil-society-index-key-findings-from-2008-2011www.civicus.org/what-we-do/cross-cutting-projects/csi
www.beta.undp.org/.../CS%20Assessments_Conceptual%20Analysis.pdf
gaportal.org/sites/default/files/UNDP_Civil_Society_Guide.pdf
Ausgabe 117 Oktober 2011
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