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Rubrik Ausland: bürgerAktiv - Nachrichtendienst Bürgergesellschaft

 

 

Ungarn/USA

Aufschub für Soros-Universität

Die von dem in Ungarn geborenen US-Milliardär George Soros gegründete und finanzierte Central European University (CEU) in Budapest bekommt ein Jahr länger Zeit, die Auflagen für ihren Weiterbetrieb zu erfüllen. Im Frühjahr 2017 hatte die ungarische Regierung die Hochschulgesetze so verändert, dass der Weiterbetrieb unter anderem an die Gründung einer "Stammuniversität" in den USA gekoppelt wäre. Dagegen demonstrierten anschließend in Budapest rund 70.000 Menschen, und die EU-Kommission leitete Vertragsverletzungsverfahren gegen Ungarn ein - auch wegen eines Gesetzes, das die Tätigkeit von ausländisch finanzierten Nichtregierungsorganisationen in Ungarn einschränkt. Die CEU hat nun eine entsprechende Zusammenarbeit mit dem Bard College in New York unterzeichnet, allerdings sind noch weitere Auflagen zu erfüllen. Dafür ist jetzt Zeit bis zum 1. Januar 2019.
Der 87-jährige George Soros, der sein Vermögen mit Währungsspekulationen gemacht hat, unterstützt über seine Stiftung "Open Society Foundation" in Ungarn und andernorts zahlreiche zivilgesellschaftliche Organisationen, die sich für Demokratie, Menschenrechte und Minderheitenschutz einsetzen. Im Oktober 2017 meldeten US-amerikanische Medien, dass er 18 Milliarden US-Dollar an die Stiftung übertragen habe. Schätzungen zufolge beträgt sein aktuelles Vermögen 23 Milliarden US-Dollar.

www.zeit.de/politik/ausland/2017-10/ungarn-central-euro...
www.zeit.de/wirtschaft/2017-10/george-soros-ungarn-usa/...
www.manager-magazin.de/finanzen/alternativegeldanlage/g...

Ausgabe 183 Oktober 2017

China

Stifter gibt Millionen an US-Bildungsforscher

Der chinesische Milliardär Charles Chen Yidan vergibt den Yidan-Preis, den weltweit höchstdotierten Bildungspreis, an die Psychologie-Professorin Carol S. Dweck von der Stanford University (USA) und an Vicky Colbert, die Gründerin und Direktorin der Fundacion Escuela Nueva (Stiftung Neue Schule, Kolumbien). Beide bekommen ein Preisgeld von jeweils 3,9 Millionen US-Dollar. Dweck wird für ihre Theorie und Konzepte zur Formbarkeit von Intelligenz ausgezeichnet, Colbert für ihr lernzentriertes und zugleich kostengünstiges Schulmodell, das in vielen Ländern eingesetzt werden könne. Charles Chen Yidan ist Mitgründer des chinesischen Internetunternehmens Tencent, das unter anderem einen Messenger-Dienst betreibt. Er hat seine Stiftung gegründet, um weltweit die Bildung zu verbessern. Den Yidan-Preis hat er im vergangenen Jahr erstmals und international ausgeschrieben.

www.yidanprize.org/en/index.php

Ausgabe 182 September 2017

Mittel- und Osteuropa

Zivilgesellschaften in Bewegung

Die zivilgesellschaftlichen Strukturen in den zentral- und osteuropäischen Staaten sind höchst unterschiedlich ausgeprägt. Beispielsweise ist in Slowenien, der Slowakei, Tschechien und Kroatien weit mehr als die Hälfte der Bürger Mitglied in einer zivilgesellschaftlichen Organisation, während es auf dem West-Balkan (Bosnien und Herzegowina, Kosovo, Montenegro und Serbien) nur um die 20 Prozent sind. Das korreliert mit der Anzahl der zivilgesellschaftlichen Organisationen wie auch mit dem Anteil ehrenamtlich Engagierter, nicht aber mit Befunden zum Vertrauen in staatliche und zivilgesellschaftliche Organisationen. Diese Erkenntnisse finden sich in der Studie "Civil Society in Central and Eastern Europe: Challenges and Opportunities" von Peter Vandor, Nicole Traxler, Reinhard Millner und Michael Meyer, die auch die einzelnen Länder mit ihren zusammen 128 Millionen Einwohnern betrachten. Beispielsweise beobachten sie, dass in Kroatien und Slowenien zivilgesellschaftliche Organisationen dort einspringen, wo der Staat sich aus der Versorgung zurückzieht, gleichzeitig jedoch weniger Fördermittel fließen. Ein anderer Trend ist der Rückzug ausländischer Geldgeber, wenn mehr EU-Mittel fließen. Die Studie wurde von der österreichischen ERSTE Stiftung in Auftrag gegeben und an der Wirtschaftsuniversität Wien durchgeführt.

www.erstestiftung.org/blog/civil-society-in-central-and...

Ausgabe 182 September 2017

Türkei

Viel Druck, wenig Förderung

Der Rahmen für die Entfaltung zivilgesellschaftlicher Aktivitäten in der Türkei ist mangelhaft und keine Weiterentwicklung erkennbar: So lassen sich die Ergebnisse des "The Civil Society Environment in Turkey 2016 Report" zusammenfassen, der von der Europäischen Union und dem Balkan Trust for Democracy im Rahmen des Projekts "Balkan Civil Society Acquis - Strengthening the Advocacy and Monitoring Potential and Capacities of CSOsâ€Â herausgegeben worden ist. Jenseits der auf den Putschversuch folgenden Repressionen fehlen in der türkischen Gesetzgebung Rechtsformen für zivilgesellschaftliches Engagement; die rechtlichen Regeln zielen vor allem auf Einschränkungen zivilgesellschaftlicher Betätigung und drohen Strafen an. Orte und Dauer für Zusammenkünfte werden eingeschränkt. Steuerliche Begünstigungen gibt es nur für wenige Organisationen, und es fehlen insgesamt Förderungen für die Entwicklung und das Wachstum zivilgesellschaftlicher Organisationen in der Türkei.

www.tusev.org.tr/usrfiles/images/MM2016TurkeyReport.pdf

Ausgabe 181 August 2017

USA

Amazon-Chef bittet um Ideen für wohltätige Zwecke

Der Gründer und Anteilseigner des Versandhandelskonzerns Amazon, Jeff Bezos, hat auf Twitter um Anregungen gebeten, wofür er spenden könne. Er wolle kurzfristig und direkt Menschen helfen, an der Schnittstelle von Nothilfe und bleibender Wirkung, erklärte er, und grenzte sich damit von den Strategien anderer Milliardäre wie Mark Zuckerberg ab, die langfristige und strukturelle Ziele wie etwa die Ausrottung von Krankheiten postuliert haben. Bezos' Vermögen wird auf mehr als 80 Milliarden US-Dollar geschätzt, im weltweiten Milliardärsranking konkurriert er mit Microsoft-Gründer Bill Gates um Platz 1. Bislang hat Bezos punktuell gespendet, aber weder eine Stiftung gegründet noch die Absichtserklärung Giving Pledge unterzeichnet, in der reiche Menschen bekunden, 50 Prozent ihres Vermögens spenden zu wollen.

twitter.com/JeffBezos/status/875418348598603776/photo/1
www.sueddeutsche.de/wirtschaft/amazon-chef-hilferuf-von...
www.washingtonpost.com/outlook/what-if-philanthropy-isn...
www.nytimes.com/2017/06/15/business/media/jeff-bezos-am...

Ausgabe 180 Juli 2017

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