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Rubrik Ausland: bürgerAktiv - Nachrichtendienst Bürgergesellschaft

 

 

Griechenland

Hilfsorganisationen müssen Spenden versteuern

Griechische Hilfsorganisationen müssen ihren Grundbesitz und ihre Einnahmen - darunter auch inländische Spenden - versteuern. Auf die daraus entstehenden Belastungen haben die SOS-Kinderdörfer aufmerksam gemacht. Allein 2016 hätten die Kinderdörfer in Griechenland 165.000 Euro Steuern gezahlt. Ausländische Spenden seien jedoch nicht steuerpflichtig.

www.presseportal.de/pm/1658/3796762

Ausgabe 184 November-Dezember 2017

Argentinien

Einreiseverbot für NGO-Vertreter zur Welthandelskonferenz

Die argentinische Regierung hat 60 Vertretern von 18 Nichtregierungsorganisationen (NGO) die Akkreditierung zur Teilnahme an der Ministerkonferenz der Welthandelsorganisation (WTO) vom 10. bis 13. Dezember 2017 in Buenos Aires entzogen, obgleich die WTO ihnen zuvor die Akkreditierung gewährt hatte. Üblicherweise halten sich die gastgebenden Länder an die WTO-Akkreditierung und lassen die NGO-Vertreter einreisen. Die argentinische Regierung führte Sicherheitsgründe ins Feld und erklärte, sie habe nach Protesten von Regierungen und Organisationen im Nachgang 18 Personen doch wieder zugelassen.

www.deutschlandfunk.de/wto-gipfel-in-buenos-aires-ngo-a...
www.epo.de/index.php?option=com_content&view=article&id...

Ausgabe 184 November-Dezember 2017

Ungarn/USA

Aufschub für Soros-Universität

Die von dem in Ungarn geborenen US-Milliardär George Soros gegründete und finanzierte Central European University (CEU) in Budapest bekommt ein Jahr länger Zeit, die Auflagen für ihren Weiterbetrieb zu erfüllen. Im Frühjahr 2017 hatte die ungarische Regierung die Hochschulgesetze so verändert, dass der Weiterbetrieb unter anderem an die Gründung einer "Stammuniversität" in den USA gekoppelt wäre. Dagegen demonstrierten anschließend in Budapest rund 70.000 Menschen, und die EU-Kommission leitete Vertragsverletzungsverfahren gegen Ungarn ein - auch wegen eines Gesetzes, das die Tätigkeit von ausländisch finanzierten Nichtregierungsorganisationen in Ungarn einschränkt. Die CEU hat nun eine entsprechende Zusammenarbeit mit dem Bard College in New York unterzeichnet, allerdings sind noch weitere Auflagen zu erfüllen. Dafür ist jetzt Zeit bis zum 1. Januar 2019.
Der 87-jährige George Soros, der sein Vermögen mit Währungsspekulationen gemacht hat, unterstützt über seine Stiftung "Open Society Foundation" in Ungarn und andernorts zahlreiche zivilgesellschaftliche Organisationen, die sich für Demokratie, Menschenrechte und Minderheitenschutz einsetzen. Im Oktober 2017 meldeten US-amerikanische Medien, dass er 18 Milliarden US-Dollar an die Stiftung übertragen habe. Schätzungen zufolge beträgt sein aktuelles Vermögen 23 Milliarden US-Dollar.

www.zeit.de/politik/ausland/2017-10/ungarn-central-euro...
www.zeit.de/wirtschaft/2017-10/george-soros-ungarn-usa/...
www.manager-magazin.de/finanzen/alternativegeldanlage/g...

Ausgabe 183 Oktober 2017

China

Stifter gibt Millionen an US-Bildungsforscher

Der chinesische Milliardär Charles Chen Yidan vergibt den Yidan-Preis, den weltweit höchstdotierten Bildungspreis, an die Psychologie-Professorin Carol S. Dweck von der Stanford University (USA) und an Vicky Colbert, die Gründerin und Direktorin der Fundacion Escuela Nueva (Stiftung Neue Schule, Kolumbien). Beide bekommen ein Preisgeld von jeweils 3,9 Millionen US-Dollar. Dweck wird für ihre Theorie und Konzepte zur Formbarkeit von Intelligenz ausgezeichnet, Colbert für ihr lernzentriertes und zugleich kostengünstiges Schulmodell, das in vielen Ländern eingesetzt werden könne. Charles Chen Yidan ist Mitgründer des chinesischen Internetunternehmens Tencent, das unter anderem einen Messenger-Dienst betreibt. Er hat seine Stiftung gegründet, um weltweit die Bildung zu verbessern. Den Yidan-Preis hat er im vergangenen Jahr erstmals und international ausgeschrieben.

www.yidanprize.org/en/index.php

Ausgabe 182 September 2017

Mittel- und Osteuropa

Zivilgesellschaften in Bewegung

Die zivilgesellschaftlichen Strukturen in den zentral- und osteuropäischen Staaten sind höchst unterschiedlich ausgeprägt. Beispielsweise ist in Slowenien, der Slowakei, Tschechien und Kroatien weit mehr als die Hälfte der Bürger Mitglied in einer zivilgesellschaftlichen Organisation, während es auf dem West-Balkan (Bosnien und Herzegowina, Kosovo, Montenegro und Serbien) nur um die 20 Prozent sind. Das korreliert mit der Anzahl der zivilgesellschaftlichen Organisationen wie auch mit dem Anteil ehrenamtlich Engagierter, nicht aber mit Befunden zum Vertrauen in staatliche und zivilgesellschaftliche Organisationen. Diese Erkenntnisse finden sich in der Studie "Civil Society in Central and Eastern Europe: Challenges and Opportunities" von Peter Vandor, Nicole Traxler, Reinhard Millner und Michael Meyer, die auch die einzelnen Länder mit ihren zusammen 128 Millionen Einwohnern betrachten. Beispielsweise beobachten sie, dass in Kroatien und Slowenien zivilgesellschaftliche Organisationen dort einspringen, wo der Staat sich aus der Versorgung zurückzieht, gleichzeitig jedoch weniger Fördermittel fließen. Ein anderer Trend ist der Rückzug ausländischer Geldgeber, wenn mehr EU-Mittel fließen. Die Studie wurde von der österreichischen ERSTE Stiftung in Auftrag gegeben und an der Wirtschaftsuniversität Wien durchgeführt.

www.erstestiftung.org/blog/civil-society-in-central-and...

Ausgabe 182 September 2017

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