Editorial
Liebe Leserin, lieber Leser,
im Fokus dieser Ausgabe steht die Debatte über "The Giving Pledge", das Spendenversprechen US-amerikanischer Milliardäre, von dem wir in der Juli-Ausgabe berichteten. In den Medien entzündete sich eine hitzige Debatte über den Vorbildcharakter der US-Milliardäre, die mindestens die Hälfte ihres Vermögens für das Gemeinwohl geben wollen: Von "großartiger Impuls" bis "obszön" reichten die Reaktionen. In einer ausführlichen Presseschau versammeln wir noch einmal die wichtigsten Beiträge (> Presseschau). Stefan Nährlich, Geschäftsführer Aktive Bürgerschaft, fragt in seinem Kommentar, ob die Superreichen das geeignete Referenzmodell für privates Engagement in Deutschland sein könnten (> Gesellschaft).
Eine Analyse zur lange eher zurückhaltenden Spendenbereitschaft für die Flutopfer in Pakistan lesen Sie in der Presseschau. Das Bundesministerium der Finanzen (BMF) kündigte nun erneut, wie schon nach dem Erdbeben in Haiti, ein vereinfachtes Nachweisverfahren für Spenden an (> Politik und Staat).
Aktuelle Zahlen und Fakten zum Engagement in Russland belegen die relative Schwäche der dortigen Zivilgesellschaft, die mit dem Rücktritt der Menschenrechts-Beauftragten Ella Pamfilowa Ende Juli 2010 nochmals einen schweren Schlag erlitt (> Aus anderen Ländern).
Ermutigend ist demgegenüber das Interview mit Kazim Erdogan, das Bernadette Hellmann und Bodo Wannow für den Rundbrief Bürgerstiftungen mit dem Gründungsmitglied der Bürgerstiftung Neukölln führten (> Aus den Bürgerstiftungen).
Wir wünschen Ihnen daher wie stets eine anregende Lektüre!
Elena Philipp
Redaktionsleiterin "Aktive Bürgerschaft aktuell"
Dr. Stefan Nährlich
Geschäftsführer Aktive Bürgerschaft e.V., V.i.S.d.P.
Ausgabe 104 August 2010
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