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Rubrik Gesellschaft: bürgerAktiv - Nachrichtendienst Bürgergesellschaft

 

 

Mittelmeer

Retter müssen aufgeben

Militärische Übergriffe, beschlagnahmte Schiffe: Sechs Nichtregierungsorganisationen haben im August 2017 ihre Rettungseinsätze für Flüchtlinge auf dem Mittelmeer zumindest vorübergehend einstellen müssen. Ein Schiff der spanischen Organisation "Proactiva Open Arms" war von der libyschen Küstenwache mit Warnschüssen bedroht worden. Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen stellte daraufhin die Rettungsfahrten ein, ebenso die deutsche Hilfsorganisation Sea Watch. Die libysche Regierung hat erklärt, in einer nicht näher umrissenen "Such- und Rettungszone" keine ausländischen Schiffe ohne besondere Erlaubnis mehr zu dulden. Die italienische Regierung ließ ein Schiff der deutschen Seenotretter "Jugend Rettet" beschlagnahmen. Italien fordert, dass die Hilfsorganisationen einen Kodex unterzeichnen, in dem sie unter anderem erklären, nicht in libysche Gewässer zu fahren und nicht mit Schmugglern zu kommunizieren sowie italienische Polizisten an Bord zu lassen und die Menschen, die sie gerettet haben, nicht mehr an andere Schiffe weiterzugeben. Doch den Medienberichten zufolge hat ein Teil der Organisationen diesen Kodex unterzeichnet. Die Geflüchteten werden nun von der libyschen Küstenwache aufgegriffen und nach Libyen zurückgebracht - mit technischer und finanzieller Unterstützung der EU und Italiens.

www.zeit.de/politik/ausland/2017-08/seenotrettung-fluec...
correctiv.org/echtjetzt/artikel/2017/08/03/private-seen...
www.taz.de/Fluechtlingshilfe-im-Mittelmeer/!5436108/
www.epo.de/index.php?option=com_content&view=article&id...
www.epo.de/index.php?option=com_content&view=article&id...

Ausgabe 181 August 2017

Kommentar

Die neuen politischen Akteure

Im Konflikt mit Libyen und den Anrainerstaaten der EU über die Rettung von Flüchtlingen auf dem Mittelmeer stehen Nichtregierungsorganisationen einmal mehr vor der Frage, wie politisch sie agieren wollen. Denn die Drohungen und Übergriffe der libyschen Küstenwache erschweren oder verhindern die Rettung der schiffbrüchigen Flüchtlinge. Die Proteste dagegen und die Entscheidung, Rettungsboote trotz der Gefahr wieder auslaufen zu lassen, macht die Organisationen zu politischen Akteuren. Konsequent wäre, wenn sie diese Rolle akzeptieren und entsprechende politische Verhandlungsstrategien entwickeln, meint Dr. Rudolf Speth, Politikwissenschaftler und Privatdozent an der Freien Universität Berlin, in seinem Kommentar.

www.aktive-buergerschaft.de/buergergesellschaft/komment...

Ausgabe 181 August 2017

Wikimedia

Mehr Anerkennung für digitales Engagement gefordert

Menschen, die sich ehrenamtlich für den digitalen Zugang von Informationen engagieren - namentlich auf der Internetplattform Wikipedia - erfahren zu wenig Wertschätzung in Deutschland. Das hat Wikimedia Deutschland e.V. in ihrem im Juli 2017 veröffentlichten Positionspapier "Stärkung des digitalen Engagements" kritisiert. Digitales Engagement müsse gleichberechtigt mit herkömmlichen Formen wie Sport- oder Umweltvereinen anerkannt werden. Die Stiftung fordert, flächendeckend ein schnelleres Internet einzuführen und im Sinne der Inklusion die digitalen Kompetenzen weniger internetaffiner Nutzergruppen zu fördern. Möglichst viele Inhalte sollten frei zur Verfügung gestellt werden, zumal, wenn aus Steuermitteln produziert. Wikimedia wünscht außerdem mehr Forschung über die Bedingungen für digitales Engagement und staatliche Förderprogramme.

blog.wikimedia.de/2017/07/26/position-zur-staerkung-des...

Ausgabe 181 August 2017

Patenschaften

Manches wächst ihnen über den Kopf

Ankommenspatenschaften für Geflüchtete erlauben einen niedrigschwelligen Einstieg in das ehrenamtliche Engagement und erreichen daher neue Zielgruppen. Insofern haben sie die Erwartungen erfüllt, resümiert die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen (bagfa) e.V. in ihrer Evaluation, die sie nach einem Jahr Laufzeit im Juli 2017 veröffentlicht hat. Mehr als die Hälfte der befragten Paten berichtete allerdings über Sprachprobleme, 44 Prozent nannten Zeitprobleme als Schwierigkeit und rund ein Drittel war unsicher über die eigene Rolle und die Erwartungen der Geflüchteten, und was zu tun oder zu lassen sei. Auch interkulturelle Missverständnisse und das Verhalten von Behördenmitarbeitern oder dem Personal in Unterkünften wurde als Schwierigkeit benannt. Befragt wurden knapp 2.000 Paten, geantwortet haben rund 400. Die Patenschaften sind Teil des Anfang 2016 gestarteten Bundesprogramms "Menschen stärken Menschen" des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Die bagfa gehört zu den Trägern. Die Ankommenspaten zeigen den Geflüchteten die Stadt, machen sie mit dem Alltag und der Infrastruktur vertraut.

www.bagfa.de/fileadmin/user_upload/dateien/materialien/...

Ausgabe 180 Juli 2017

G20

Engagement von Wissenschaft und Gesellschaft

Mehr als 2.000 Menschen haben nach Angaben der Veranstalter in Hamburg am 5. und 6. Juli an dem Alternativgipfel im Vorfeld der G20-Konferenz der Staats- und Regierungschefs teilgenommen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Aktivisten und Politiker befassten sich in Podiumsdiskussionen und Workshops mit Freihandel, Klimawandel, Migration und Steuerpolitik. Rund 70 Organisationen hatten den Alternativgipfel veranstaltet, darunter Stiftungen, Initiativen, das globalisierungskritische Netzwerk attac e.V. Der Soziologe und Präsident der Hertie School of Governance in Berlin, Prof. Dr. Helmut Anheier, hat zusammen mit John Burns von der University of Hongkong und Jack H. Knott von der University of Southern Carolina vorgeschlagen, die widersprüchlichen Entwicklungen des politischen Rahmens für zivilgesellschaftliches Engagement in den G20-Staaten zu untersuchen. Die Regierungen sollten dafür eine Kommission einsetzen und die deutsche G20-Präsidentschaft diesen Prozess einleiten.

solidarity-summit.org/
www.g20-insights.org/wp-content/uploads/2017/07/civil-s...

Ausgabe 180 Juli 2017

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