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Rubrik Gesellschaft: bürgerAktiv - Nachrichtendienst Bürgergesellschaft

 

 

Spenden

Etwas mehr Information über die Wirkung

Große Spendenorganisationen informieren inzwischen etwas besser über die Wirkung ihrer Aktivitäten als noch vor zwei Jahren, meldet das Beratungshaus Phineo gAG als Resultat einer Befragung von 50 Organisationen. 54 Prozent von ihnen informierten "sehr gut oder herausragend" über ihre Arbeit, so Phineo. In der Vorläuferstudie vor zwei Jahren waren es nur 36 Prozent. Aktuell schnitt die Kindernothilfe e.V. am besten ab. Noch immer mangele es allerdings der Berichterstattung darüber, was mit den Spendengeldern konkret bewegt werde, an Systematik, so Phineo. Auftraggeber der Untersuchung "Wirkungstransparenz bei Spendenorganisationen 2016" war das Nachrichtenportal Spiegel Online.

www.phineo.org/themen/spendenorganisationen-im-test

Ausgabe 173 November-Dezember 2016

Tafeln

Bundesregierung finanziert "HeimatTafel"

Der Andrang geflüchteter Menschen bei den Tafeln macht Qualifizierung für die ehrenamtlichen Helfer nötig. Außerdem werden die Tafeln zu Anlaufpunkten für die Geflüchteten und können integrieren. Mit 399.000 Euro finanziert deshalb in den kommenden drei Jahren das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft das Projekt "HeimatTafel" des Bundesverbands Deutsche Tafel e.V. Von dem Geld können die Tafeln unter anderem Sprach- und Weiterbildung für Flüchtlinge finanzieren, Kochkurse für Flüchtlinge oder interkulturelle Kochgruppen oder Schulungen für Helfer, die die Geflüchteten beraten möchten.

www.tafel.de/presse/pressemitteilungen/detailansicht/ar...
www.tafel.de/fileadmin/pdf/HeimatTafel/Faltblatt_heimat...

Ausgabe 173 November-Dezember 2016

Foodwatch

Neue Struktur

Die Verbraucherorganisation Foodwatch e.V. hat sich eine neue, zweigliedrige Struktur gegeben, wie sie am 7. November 2016 meldete: Neben Foodwatch Deutschland e.V. koordiniert ab April 2017 die neue Unterorganisation des Vereins, Foodwatch International, die gemeinsamen Aktivitäten der nationalen Büros, die es in Deutschland, den Niederlanden und Frankreich gibt. Ziel sei, eine unabhängige europäische Verbraucherrechtsorganisation aufzubauen. Foodwatch wurde 2002 vom ehemaligen Greenpeace-Geschäftsführer Thilo Bode gegründet und seitdem von ihm geführt. Bode übernimmt jetzt die Leitung von Foodwatch international. Nach eigenen Angaben hat die Organisation derzeit 20 feste Mitarbeiter (davon vier in Teilzeit) und verfügte 2015 über einen Etat von rund 2,8 Millionen Euro, großteils aus Spenden und Förderbeiträgen.

www.foodwatch.org/de/ueber-foodwatch/aktuelles-ueber-fo...

Ausgabe 173 November-Dezember 2016

Arbeitsrecht

Streit bei Transparency International

Bei der Nichtregierungsorganisation Transparency International gibt es intern Streit um die Rechte der Arbeitnehmer. Im Zuge von Personalabbau versucht der Betriebsrat in Deutschland, einen Wirtschaftsausschuss zu gründen, um mehr Informationen zu bekommen, berichtete die Rechercheorganisation Correctiv. Das Management von Transparency lasse nun gerichtlich klären, ob die Organisation ein Tendenzbetrieb sei. Das würde Kündigungen erleichtern und die Gründung des Wirtschaftsausschusses wäre verboten. Lucas Olo Fernandes, seit Ende November 2016 Interimsgeschäftsführer bei Transparency International, bestätigte am 14. Dezember 2016 gegenüber bürgerAktiv die gerichtliche Klärung und ebenso, dass die Organisation Kosten sparen und voraussichtlich Personal abbauen muss, weil die englische Regierung ihre finanzielle Unterstützung ab 2017 einstellt.

correctiv.org/recherchen/stories/2016/11/18/im-clinch-m...

Ausgabe 173 November-Dezember 2016

Erster Social Impact Bond

Mit Zinsen zurück

Mit dem Modellprojekt "JumP - Jugendliche mit Perspektive" ist der erste Social Impact Bond in Deutschland erfolgreich abgeschlossen worden. Das meldete Ende September das Bayerische Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration. Social Impact Bonds funktionieren so, dass private Geldgeber ein soziales Projekt finanzieren. Ist es erfolgreich, erhalten sie die Investition vom Staat verzinst zurück; erreicht das Projekt die zuvor definierten Ziele nicht, bleiben die Investoren auf ihren Kosten sitzen. In Augsburg ging es darum, mindestens 20 benachteiligte Jugendliche, die bis dato von Bildung und Hilfsprogrammen nicht erreicht wurden, für mindestens neun Monate in Ausbildung oder Arbeit zu vermitteln. Nach Angaben des Ministeriums gelang dies bei exakt 20 Jugendlichen. Insgesamt hätten 69 an den Maßnahmen im Projekt teilgenommen, allerdings hätten nicht alle die Kriterien erfüllt, die für die letztendliche Bewertung ausschlaggebend waren, und einige seien zu spät vermittelt worden, um die neun Monate während der Projektlaufzeit zu erfüllen.
Das Projekt lief von September 2013 bis Dezember 2015. Die Vereinbarung schloss das Ministerium mit der Juvat gemeinnützige GmbH, die eine Tochtergesellschaft der Benckiser Stiftung Zukunft ist. Vier Projektpartner vor Ort setzten die Maßnahmen um. Geldgeber waren die BHF-BANK-Stiftung, die BMW Stiftung Herbert Quandt, die Eberhard von Kuenheim Stiftung der BMW AG und die BonVenture gGmbH. Sie erhalten jetzt 250.000 Euro zurück - das sind die vorgestreckten Mittel, die sie der Juvat gGmbH zur Verfügung stellten, und drei Prozent Zinsen.
Die bayerische Arbeitsministerin Emilia Müller (CSU) bezeichnete in ihrer Mitteilung zum Projektabschluss den Social Impact Bond als "vollen Erfolg" und Bayern als "Vorreiter bei sozialer Innovation". Man prüfe derzeit, inwieweit ein neuer Social Impact Bond in Bayern aufgesetzt werden kann, hieß es auf Nachfrage der Aktiven Bürgerschaft aus dem Ministerium. Besondere Vorteile des Modells seien die Messbarkeit der Wirkung, die großen Freiheiten in der Projektumsetzung und die Risikoverlagerung auf die privaten Investoren. Die Universität Hamburg werde demnächst die Ergebnisse einer weitergehenden Prozessevaluation vorlegen. Social Impact Bonds sind erstmalig in Großbritannien bei der Resozialisierung von Häftlingen aufgelegt worden, brachten allerdings unmittelbar nicht die gewünschten Ergebnisse (bürgerAktiv berichtete).

www.stmas.bayern.de//presse/pm1609-344.php
www.benckiser-stiftung.org/content/5-blog/76-ziele-erre...

Ausgabe 172 Oktober 2016

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