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Rubrik Panorama: bürgerAktiv - Nachrichtendienst Bürgergesellschaft

 

 

Zweischneidig

Tagelöhnerjob als gute Tat

Mit einem eintägigen Job für einen Obdachlosen hat eine Dachdeckerfirma in Großbritannien von sich reden gemacht. Wie am 22. August 2017 das Magazin Stern berichtete, lud das Team den Mann ein, einen Tag auszuhelfen. Der Mann willigte ein. Auf Facebook schwärmte Firmenchef Murray: "Ich habe noch nie jemanden so glücklich bei der Arbeit gesehen", und berichtete stolz: "Ich habe ihm was von Burger King zum Mittag besorgt." Der obdachlose Mann, "John", habe 15 Pfund - umgerechnet rund 16 Euro - als Lohn gefordert, doch die Kollegen hätten den Hut rumgehen lassen, und so sei John schließlich mit 70 Pfund von dannen gezogen. "Niemand, der arbeiten möchte, sollte auf der Straße leben", schlussfolgerte Murray. Doch da kommt man mit einem Tagelöhnerjob nicht weit, auch wenn er gut bezahlt wird.

www.stern.de/wirtschaft/job/nachbarschaftshilfe--ueberp...

Ausgabe 181 August 2017

Urteil

Turnierbridge ist kein Sport, aber gemeinnützig

Nicht alles, was anstrengt, ist Sport, aber Gemeinnützigkeit geht auch ohne Sport: Diese oder ähnliche Erkenntnis wird gestärkt durch das Urteil, das der Bundesfinanzhof zu Jahresbeginn fällte, als ein Dachverband von Bridge-Vereinen in Deutschland von der Körperschaftssteuer befreit werden wollte. Turnierbridge, so der BFH in einer Pressemitteilung im Frühsommer 2017, sei weder ein Sport noch eine "privilegierte Freizeitbeschäftigung" wie etwa Tierzucht. Die Abgabenordnung, die die Zwecke auflistet, die als gemeinnützig gelten, sei vollständig, Ähnlichkeiten weiterer Aktivitäten könnten nicht ins Feld geführt werden. Dennoch kam der Turnierbridgeverband zu seinem Ziel: Sport hin, Sport her, Turnierbridge fördere die Allgemeinheit auf materiellem, geistigem oder sittlichem Gebiet ebenso wie es Sport tue und deshalb könne die Förderung der Turniere als gemeinnützig anerkannt werden (BFH-Urteile vom 9. Februar 2017, V R 69/14 und V R 70/14).

www.bundesfinanzhof.de/content/29-2017
www.haufe.de/steuern/rechtsprechung/bfh-pressemitteilun...

Ausgabe 180 Juli 2017

Kommentar

Die wundersame Welt der Abgabenordnung

Fördern Grillen, Tischfußball oder eben Turnierbridge die Allgemeinheit? Immer wieder landen solche Fragen vor Gericht und auf den Meldungsseiten. Heiteren Gemütern bieten sie sicherlich einigen Unterhaltungswert. Auf der Arbeitsebene betrachtet, schüttelt allerdings mancher den Kopf, darunter Stefan Nährlich von der Stiftung Aktive Bürgerschaft. "Muss das alles so sein?", fragt er in seinem Kommentar. Ständig neue Debatten um die Zwecke, die ein Verein oder eine Stiftung haben muss, um gemeinnützig zu sein, 16 Bundesländer und ihre Behörden als Entscheider - das schreit geradezu nach Vereinfachung, meint er.

www.aktive-buergerschaft.de/buergergesellschaft/komment...

Ausgabe 180 Juli 2017

Spenden

Nur 1 Cent

Die Zahl der notleidenden Menschen auf der Welt steige, und viele Deutsche fragten sich, wie sie helfen könnten. Ihnen zumindest könne geholfen werden, ist in einer Pressemitteilung des Unternehmens PPRO Group zu lesen: Man habe tausend Bundesbürger gefragt, ob es ihnen recht wäre, bei jeder ihrer bargeldlosen Zahlungen automatisch einen Cent für einen guten Zweck zu spenden. Etwas mehr als die Hälfte der Befragten bejahte den Vorschlag. Hochgerechnet, so die PPRO Group, käme man so auf 117 Millionen Euro. Eine schöne Summe. Da wäre nicht nur dem Wunsch zu helfen Genüge getan, sondern auch dem Wunsch, die bargeldlosen Zahlungswege ins Gespräch zu bringen. Zu deren Anbietern gehört übrigens die PPRO Group, hatten wir das schon erwähnt? Offen ist noch, welche Notleidenden sich über die Spenden freuen könnten. Wohin jetzt mit der Kohle: vielleicht ein Thema für die nächste Umfrage?

www.presseportal.de/pm/117582/3659894

Ausgabe 179 Juni 2017

Deutschlandstipendium

Kreative Interpretation

Kreative Perspektivenfindung lautet offenbar das aktuelle Motto der Bundesbildungsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka (CDU) beim Deutschlandstipendium: Es überzeuge "immer mehr Menschen" und sie freue sich, "dass die Hochschulen das Deutschlandstipendium immer stärker strategisch nutzen und immer mehr Studierende von dieser Förderung profitieren", schwärmte sie. Doch bei faktenorientierter Betrachtung hätte eher der Bundesfinanzminister Grund zur Freude: Von den eingeplanten 48 Millionen Euro konnten nur 32,7 Millionen ausgezahlt werden, mehr Mittel wurden nicht abgerufen von den Hochschulen. Denn diese müssen private Geldgeber finden, die bereit sind, monatlich 150 Euro an begabte Studierende zu zahlen. Dann legt die Bundesregierung weitere 150 Euro drauf. Mit dem Deuschlandstipendium wollte Wankas Vorgängerin Annette Schavan (SPD) ab 2011 zehn Prozent der Studierenden fördern. 2016 erhielten jedoch nur 0,9 Prozent der Studierenden das Stipendium. Die Verwaltungskosten des Programms liegen bei 20 Prozent.

www.spiegel.de/lebenundlernen/uni/deutschlandstipendium...
www.deutschlandstipendium.de/de/3239.php

Ausgabe 178 Mai 2017

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