Wirtschaft
Verbraucher Initiative zeichnet CSR-Engagement aus
Die Verbraucher Initiative e.V. hat Markenhersteller zu ihrem "Nachhaltigkeitsengagement" befragt und 30 Unternehmen für ihre Bemühungen ausgezeichnet. Zusammenfassend stellte die Initiative fest, dass die Unternehmen vor allem im eigenen Haus soziale und ökologische Aktivitäten durchführen. In den Lieferketten gebe es jedoch noch oft Verbesserungsbedarf. An der Befragung teilnehmen konnten Unternehmen aus den Branchen Nahrungs- und Genussmittel, Textilien und Schuhe, Möbel, Bau- und Heimwerker-Material, Informations- und Komunikationstechnologie sowie Gesundheit und Körperpflege. Unter anderem wurden Henkel, die Deutsche Telekom und Unilever ausgezeichnet.
Die Ergebnisse sollen den Verbrauchern helfen, wenn sie beim Einkauf ein nachhaltigeres Unternehmen bevorzugen möchten, erklärte der Bundesvorsitzende der Verbraucher Initiative, Dieter Schaper. Die Kategorien der Befragung stehen auf der Internetseite der Verbraucher Initiative, die sich allerdings nicht allzu tief in die Karten schauen lässt: Wer die Kategorien anklickt und die konkreten Kriterien sehen möchte, nach denen bewertet wurde, muss sich mit ein paar Beispielen zufrieden geben.
Der Fragebogen wurde vom Öko-Institut erarbeitet. Das Umweltbundesamt und das Bundesumweltministerium haben das Projekt unterstützt.
www.nachhaltig-einkaufen.de/unternehmens-check/unternehmens-check2
www.nachhaltig-einkaufen.de/unternehmens-check/kriterien/kriterien2
www.nachhaltig-einkaufen.de/unternehmens-check/kriterien
Ausgabe 119 Januar 2012
Schulung für Unternehmen gegen Korruption
Unternehmen, die im Ausland tätig sind, müssen sich immer wieder vor Korruption und Bestechung schützen. Das ist vor allem für kleinere und mittlere Unternehmen ein Problem. Wie sie sich verhalten und somit auch ihrer gesellschaftlichen Verantwortung gerecht werden können, will das Schulungsinstrument RESIST zeigen. Es handelt sich um einen Leitfaden mit Praxisszenarien, der im Internet abrufbar ist. RESIST wurde von der Internationalen Handelskammer (ICC), Transparency International, United Nations Global Compact und World Economic Forum Partnering Against Corruption Initiative realisiert. Es liegt jetzt auch in deutscher Fassung vor.
www.icc-deutschland.de/.../RESIST_Broschuere_German.pdfAusgabe 119 Januar 2012
Banken unterstützen Forderung nach gemeinnütziger Ratingagentur
Die EthikBank, die Triodos Bank und die GLS Bank haben erklärt, dass sie die Kampagne der Deutschen Umweltstiftung für eine europäische nachhaltige Ratingagentur unterstützen. Die Kampagne wird bereits von rund 450 Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft getragen, darunter Heiner Geißler, Ernst Ulrich von Weizsäcker und Erhard Eppler, meldet die Deutsche Umweltstiftung.
www.deutscheumweltstiftung.de/...unterstuetzen-gemeinnuetzige-ratingagenturAusgabe 119 Januar 2012
"Pro Bono" fordert mehr gemeinnützige Rechtsberatung
Führende Wirtschaftsanwälte möchten die gemeinnützige, unentgeltliche Rechtsberatung in Deutschland fördern. Deshalb haben 16 internationale Anwaltssozietäten in Frankfurt am Main die Initiative Pro Bono Deutschland e.V. gegründet. Die gemeinnützige Rechtsberatung friste in Deutschland noch ein Schattendasein, sagte Christian Bunsen, Sprecher von Pro Bono Deutschland. Die Initiative will nun einerseits die deutschen Anwälte darüber informieren, wie sie jenseits ihrer Tätigkeiten im Rahmen von Beratungs-, Prozess- und Verfahrenskostenhilfe unentgeltlich tätig werden können. Darüber hinaus beabsichtigt Pro Bono, sich gegenüber der Politik für bessere Rahmenbedingungen für gemeinnützige Rechtsberatung in Deutschland und Europa einzusetzen.
www.presseportal.de/...-pro-bono-deutschland-e-v-gegruendetprobonoforum.eu/agenda.html
Ausgabe 118 Dezember 2011
Studie: Verbraucher legen Wert auf Moral
Werte und Moral haben eine hohe Bedeutung für die Bundesbürger, doch sie vermissen moralisches Handeln in Politik und Wirtschaft. Das ist die Quintessenz der MoRAL-Studie, die das RAL Deutsches Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung e.V. veröffentlicht hat. 64 Prozent der Befragten sagten, dass moralisches Verhalten im Alltag wichtig sei. Besonderen Wert legten sie auf Ehrlichkeit, Verlässlichkeit und Rücksichtnahme. Allerdings glauben nur 6 Prozent der Bevölkerung, dass Moral von der Politik oder Wirtschaft vermittelt wird. Das RAL Institut vergibt Gütezeichen. Für die Studie wurden 40 qualitative Tiefeninterviews durchgeführt und 1.000 Menschen befragt.
www.ral-guetezeichen.de/moral-studie.htmlAusgabe 118 Dezember 2011
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