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Bürgerstiftungs-Benchmark

 

Der Bürgerstiftungs-Benchmark zeigt die Top-Ten-Bürgerstiftungen in Deutschland im Vermögenswachstum, bei Spendeneinnahmen und in der Projektförderung. Den Gremien bietet der Benchmark eine Orientierung für die Entwicklung ihrer Bürgerstiftung und das strategische Management. Interessierte Stifter, Spender und Öffentlichkeit erfahren, was Bürgerstiftungen leisten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

Top-10-Vermögenswachstum

Top-10-Vermögenswachstum

 

Langfristig Stiftungsvermögen aufzubauen, ist eine der zentralen Aufgaben von Bürgerstiftungen. Die Top-Ten-Bürgerstiftungen im Vermögensaufbau haben im Jahr 2015 insgesamt 17,5 Millionen Euro neues Kapital dazugewonnen. Sechs Bürgerstiftungen haben ihr Stiftungskapital um jeweils mehr als eine Million Euro gesteigert, fünf weitere Bürgerstiftungen um mehr als eine halbe Million Euro. Zustiftungen von 500.000 Euro in einem Jahr reichten nicht mehr aus, um zu den Top-Ten-Bürgerstiftungen im Vermögensaufbau zu gehören.

Spitzenerfolge lassen sich nicht jährlich wiederholen. Gleichwohl waren vier der zehn erstplatzierten Bürgerstiftungen im Vorjahr bereits unter den Top-Ten. Die Bürgerstiftung Gütersloh, die BürgerStiftung Hamburg, die Bürgerstiftung Hannover und die Bürgerstiftung Unna konnten sich in beiden Jahren in der Spitzengruppe platzieren. Die Bürgerstiftung Hellweg-Region war in den letzten Jahren schon sehr erfolgreich im Vermögensaufbau, im Jahr 2015 ist sie nun unter den Top-Ten. Die Bürgerstiftungen Braunschweig und Kreis Ravensburg waren bereits mehrfach in der Spitzengruppe vertreten.

Bürgerstiftungen treffen vor Ort auf unterschiedliche Möglichkeiten zum Beispiel hinsichtlich der Anzahl potenzieller Stifter. Diesen Unterschieden trägt der Benchmark Vermögenswachstum 2015 (pro Kopf) Rechnung. Hier wurden die Zuwächse beim Grundstock- und Treuhandvermögen in Bezug zur Bevölkerungsanzahl im Einzugsgebiet der jeweiligen Bürgerstiftung gesetzt. Punkten konnte hier vor allem die Juist-Stiftung, deren Zustiftungen im Jahr 2015 umgerechnet über 80 Euro pro Kopf der knapp 1.800 Einwohner ausmachten.

Die Bensberger Bürgerstiftung und die Bürgerstiftungen Unna und Gütersloh sind diejenigen Bürgerstiftungen in diesem Benchmark, die sowohl nach absoluten Zahlen als auch relativ zur Bevölkerung ein erfolgreiches Jahr beim Vermögensaufbau verzeichneten. Von den zehn Erstplatzierten waren die Bürgerstiftungen Unna, Gütersloh, Nindorf und Norden auch schon im Vorjahr unter den Top-Ten.

 

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Top-10-Spendeneinnahmen

TOP-10-Spendeneinnahmen

 

Neben dem langfristigen Vermögensaufbau werben Bürgerstiftungen Spenden zur zeitnahen Mittelverwendung ein. Spenden sind neben den Erträgen aus dem Stiftungskapital für Bürgerstiftungen eine wichtige Finanzierungsmöglichkeit ihrer Arbeit. Die Top-Ten-Bürgerstiftungen haben 3 Millionen Euro an Spenden eingeworben. Mehrheitlich lagen die Spendeneinnahmen zwischen 160.000 und 360.000 Euro, die erstplatzierte BürgerStiftung Düsseldorf konnte Spendeneinnahmen von über 620.000 Euro erzielen. Im Benchmark Spendeneinnahmen punkteten vor allem die Fundraising-Profis. Unter den Top Ten sind die Bürgerstiftungen Hamburg, Düsseldorf, Hannover und Braunschweig zum sechsten Mal in Folge vertreten. Auch die Bürgerstiftungen aus Berlin, Bielefeld und Fürstenfeldbruck konnten bereits im Vorjahr die Spitzengruppe erreichen.

Der Benchmark Spendeneinnahmen 2015 (pro Kopf) berücksichtigt die unterschiedlichen Möglichkeiten hinsichtlich der Anzahl potenzieller Spender bei den jeweiligen Bürgerstiftungen vor Ort. In diesem Jahr lag die Spendeneinnahme bei den Top-Ten-Bürgerstiftungen zwischen 3,40 Euro und 10 Euro pro Einwohner, bei der erstplatzierten Bürgerstiftung Nindorf sogar bei fast 17 Euro. Hier setzt sich die Spitzengruppe zwar mehrheitlich jedes Jahr neu zusammen. Aktuell sind aber vier von zehn Bürgerstiftungen auch im Vorjahr unter den Spitzenreitern gewesen. Neben den Erstplatzierten des Vorjahrs, die auch in diesem Jahr - mit getauschten Rollen - den Benchmark anführen (Bürgerstiftung Nindorf, Juist-Stiftung), sind auch die Bürgerstiftung Sparneck und Urschelstiftung - Bürger für Nagold wieder unter den ersten Zehn vertreten. Die Bürgerstiftung Nindorf schaffte es inzwischen zum sechsten Mal in Folge in eine Spitzenposition.

 

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Top-10-Projektförderung

TOP-10-Projektförderung

 

Mit der Durchführung eigener Projekte und der Förderung anderer gemeinnütziger Organisationen erfüllen die Bürgerstiftungen ihren Stiftungszweck. Die Top-Ten-Bürgerstiftungen in der Projektförderung 2015 haben gemeinnützige Projekte mit insgesamt 6,5 Millionen Euro gefördert, gut 1,5 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Große Fördersummen setzen bei den deutschen Bürgerstiftungen meist hohe Spendeneinnahmen voraus. Dementsprechend sind im Benchmark Projektförderung viele Bürgerstiftungen vertreten, die sich auch im Benchmark Spendeneinnahmen platzieren konnten. Genau wie im letzten Jahr führen die Bürgerstiftungen aus Hamburg, Paderborn, Braunschweig und Düsseldorf das Benchmark an. Neu im Kreis der großen Projektförderer sind in diesem Jahr die Bürgerstiftungen Vreden, Hannover, Schwerte und Jena.

Legt man die Ausgaben für die Förderung von Projekten auf die Bevölkerungszahl im Gebiet der jeweiligen Bürgerstiftung um, gewinnt der Begriff „Stiftung von Bürgern für Bürger“ noch einmal an Bedeutung. Aufgrund der erhaltenen Zuwendungen können die beiden erstplatzierten Bürgerstiftungen gemeinnützige Projekte vor Ort umgerechnet mit mehr als 20 Euro pro Einwohner fördern. Insgesamt ist diese Kategorie durchlässiger, da es nicht auf die absolute Höhe der Projektförderung ankommt. Gleichwohl positionierten sich in diesem Jahr sechs Bürgerstiftungen, die auch im Benchmark des Vorjahres schon dabei waren: die Bürgerstiftungen Juist, Nindorf, Schwerte, Paderborn, Hanstedt und Bad Westernkotten. Neu ist die Bürgerstiftung Vreden als Erstplatzierte sowie die Schwäbisch Haller Bürgerstiftung, die Bürgerstiftung Warmbronn und die Bürgerstiftung Windhagen.

 

Benchmark Projektförderung 2015 - Druckversion herunterladen (ca. 1097.68 KB)


 

 

 

 

 

 

 

 

Der Bürgerstiftungs-Benchmark

 

Als Benchmark bezeichnet man eine vergleichende Analyse mit einem festgelegten Referenzwert. Für den Bürgerstiftungs-Benchmark wurden alle vor dem Jahr 2015 gegründeten Bürgerstiftungen berücksichtigt, die ihre Daten zur Verfügung stellten. Somit lag bei allen Bürgerstiftungen ein volles Geschäftsjahr zugrunde. Berücksichtigt wurden bei dem Benchmark Vermögensaufbau Zuwächse im Grundstock- und Treuhandvermögen. Die Kategorie Projektförderung umfasst Mittel für operative und Förderprojekte. Daten zur Bevölkerungszahl der Gemeinden, kreisfreien Städte und Kreise Deutschlands wurden von den Statistischen Ämtern des Bundes und der Länder (aktuelle Version der Regionaldatenbank Deutschland) übernommen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Für Bürgerstiftungen

 

Möchten Sie wissen, wie Ihre Bürgerstiftung im Vergleich zum bundesweiten Durchschnitt dasteht oder welchen Platz Ihre Bürgerstiftung einnimmt?

Sie planen die Ziele für das nächste Jahr und wollen wissen, wie sich vergleichbare Bürgerstiftungen entwickelt haben? Haben Sie andere Fragen?

Rufen Sie uns gerne an oder schicken Sie uns eine E-Mail. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Auskünfte nur an aktive Gremienmitglieder der im Bürgerstiftungsfinder verzeichneten Bürgerstiftungen geben. Die Benchmark-Grafiken können Sie druckfähig herunterladen und kostenfrei mit der Angabe der Quelle verwenden. Bitte schicken Sie uns ein Belegexemplar. Herzlichen Dank!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ansprechpartner

 

Christiane Biedermann, Programm-Leiterin Bürgerstiftungen
E-Mail: christiane.biedermann@aktive-buergerschaft.de
Telefon: 030 2400088-12; Fax -19


 

 

 

 

 

 

 

 

Dr. Stefan Nährlich, Geschäftsführer
E-Mail: stefan.naehrlich@aktive-buergerschaft.de
Telefon: 030 2400088-11; Fax -19