100 Jahre Bürgerstiftungen

 

Woher Bürgerstiftungen kommen und wie sie sich international verbreitet haben

 

Vor gut 100 Jahren erfand Frederick Goff (1858 - 1923) in Cleveland, Ohio, die erste Bürgerstiftung. Er wollte mit einer unabhängigen lokalen Stiftung von Bürgern für Bürger stifterisches Engagement besser gestalten. Als Anwalt und Bankier verwaltete Goff zahlreiche Nachlässe und Treuhandstiftungen. Eigentlich eine schöne Aufgabe, doch bereiteten ihm die „toten Hände der Vergangenheit“ schlaflose Nächte. So bezeichnete er die Wünsche vieler Stifter, die Jahrzehnte nach deren Tod obsolet geworden waren oder nicht mehr dem aktuellen Bedarf entsprachen. Mit der Bürgerstiftung entwickelte Goff ein ewigkeitstaugliches Stiftungsmodell. Seine Idee: Handelnde Akteure und Problemlagen vor Ort verändern sich, die Bürgerstiftung bleibt dauerhaft bestehen. Alle Bürgerinnen und Bürger können zustiften. Die orts- und sachkundigsten von ihnen stellen in den Gremien sicher, dass die finanziellen Mittel sinnvoll eingesetzt und drängende Probleme angegangen werden – auch in künftigen Generationen. 100 Jahre später verwaltet die Cleveland Foundation ein Vermögen von fast 2 Milliarden US-Dollar. Weltweit existieren über 1.800 Bürgerstiftungen in mehr als 50 Ländern.

Unsere Serie im "Diskurs Bürgerstiftungen" erzählt, wie Bürgerstiftungen entstanden sind und sich seither weltweit verbreitet haben. Der Blick über den Tellerrand bietet nicht nur interessante Geschichten, er gibt auch Hinweise darauf, wie die Bürgerstiftungen hierzulande ihre Zukunft aktiv gestalten können. Die Teile der Serie stellen vor, wie die Bürgerstiftungen in den USA erfunden wurden, wie sie sich in Kanada, im Vereinigen Königreich und in Ägypten verbreitet haben und welche Rückschlüsse die US-amerikanischen Bürgerstiftungen heute aus ihrer 100-jährigen Entwicklung ziehen.




Die Serie können Sie hier herunterladen.


 

 

 

 

Die erste Bürgerstiftung der Welt heute: Eine Reportage

 

Die Journalistin Petra Krimphove besuchte in den USA die älteste Bürgerstiftung der Welt. Sie sprach mit dem Präsidenten und weiteren Mitarbeitern der Cleveland Foundation anlässlich des 100. Geburtstages der Bürgerstiftung.


 

„Ich sehe jeden Tag, welchen Unterschied wir machen“

Die „Cleveland Foundation“ feiert am 2. Januar 2014 ihren 100. Geburtstag. Bisher hat sie fast zwei Milliarden US-Dollar in das Wohl ihrer Stadt investiert. Ein Besuch bei der ältesten Bürgerstiftung der Welt.

Von Petra Krimphove

Cleveland gehört nicht zu den Orten, deren Erwähnung Amerikanern ein Lächeln auf das Gesicht zaubert. Wie das 150 Kilometer entfernte Detroit kämpft die einstige Handelsmetropole im Nordosten der USA gegen ihren wirtschaftlichen Niedergang und die Abwanderung ihrer Bevölkerung. Von den 921.000 Einwohnern, die in Cleveland 1950 gezählt wurden, waren 2010 noch ganze 395.000 übrig.

Dabei boomte hier am Südufer des Lake Erie in Ohio bis Mitte des 20. Jahrhunderts die Eisen- und Stahlproduktion. John D. Rockefellers Imperium „Standard Oil“ begann 1870 hier mit einer Erdölraffinerie. Die örtliche Handelskammer war die größte der USA.

Das ist Geschichte. Rockefeller zog nach New York. Mit der Globalisierung wanderte die Stahlproduktion nach Asien. Die einst so starke Autoindustrie war nicht mehr konkurrenzfähig. Wer immer es sich leisten konnte, zog in die umliegenden Bezirke. Im Zentrum wuchsen derweil die sozialen Probleme und die Kriminalitätsrate. Ganze Stadtteile verwahrlosten. Heute zählt Cleveland gemessen am Durchschnittseinkommen zu den ärmsten Städten der USA.

Die vollständige Reportage können Sie hier als Sonderausgabe des Rundbriefes "mitStiften" herunterladen und lesen.

 

 

 

 

100 Jahre Cleveland Foundation

 

Wie Bürgerstiftungen im Wandel der Zeit ihrer Idee treu bleiben

 

Seit 100 Jahren setzt sich die weltweit erste Bürgerstiftung dafür ein, die Wünsche ihrer Stifter mit den Erfordernissen des lokalen Gemeinwesens zusammenzubringen. Die Cleveland Foundation hat in den USA und weltweit viele Nachahmer gefunden. Nicht immer jedoch ist es einfach, der Anfangsidee treu zu bleiben.

Bernadette Hellmann: Wie Bürgerstiftungen im Wandel der Zeit ihrer Idee treu bleiben. In: Stiftung & Sponsoring 1/2014, S. 13-15.

Hier können Sie mit freundlicher Genehmigung des Verlags den Artikel lesen und herunterladen.


 

Happy Birthday, Cleveland Foundation!

„Happy Birthday, Cleveland Foundation!“, gratulierte die Aktive Bürgerschaft der ersten Bürgerstiftung weltweit mit einem offenen Brief.

Offener Brief deutsch
Offener Brief englisch

 

 

 

 

USP gesucht...

 

Bürgerstiftungen auf dem Weg zur strategischen Positionierung

 

Die erste Bürgerstiftung der Welt feiert ihren 100. Geburtstag. In Deutschland gibt es Bürgerstiftungen seit 18 Jahren. Ihre Entwicklung ist auch eine Suche nach ihrem Alleinstellungsmerkmal – ihrem Unique Selling Point (USP). Was aber ist der USP der Bürgerstiftungen? Warum sollen sich potenzielle Stifter, Spender oder Ehrenamtliche überhaupt mit ihnen beschäftigen?

Stefan Nährlich: USP gesucht... Bürgerstiftungen auf dem Weg zur strategischen Positionierung. In: Stiftung und Sponsoring, Nr. 2, S. 12-13.

Hier können Sie mit freundlicher Genehmigung des Verlags den Artikel lesen und herunterladen.

 

 

 

 

Alles über Bürgerstiftungen  +++  Mitstiften  +++  Gründen  +++  Weiterbilden und Vernetzen +++  Informieren  +++  Menschen und Geschichten  +++  Fakten und Trends +++  Unsere Angebote  +++  Bürgerstiftungsfinder  +++  Rundbrief  +++ Termine +++ Ansprechpartner