Förderpreis Aktive Bürgerschaft geht zum ersten Mal an Bürgerstiftungen
"Wir brauchen eine umfassende Reform unserer Gesellschaft, die sich von der Annahme löst, die Menschen seien schwach, hilflos und nur staatliches Handeln garantiere sozialen Ausgleich, ökonomischen Fortschritt und höhere Lebensqualität", erklärte Dr. Christopher Pleister, Präsident des BVR und Vorsitzender des Kuratoriums der Aktiven Bürgerschaft, bei der Preisverleihung vor rund 500 Gästen im Forum der DZ BANK. "Nicht zuletzt deshalb zeichnen wir heute Bürgerstiftungen aus, die ganz ohne staatliche Unterstützung auskommen und die durch ihre Projekte einen wichtigen Beitrag zur Förderung von Bürgerengagement leisten."
Als Schirmherr der Aktiven Bürgerschaft hat der BVR seine rund 1.500 Mitgliedsbanken dazu aufgerufen, als Corporate Citizens Bürgerstiftungen zu initiieren, zu fördern und zu unterstützen. Dazu sagte Pleister: "Mit unserem Engagement für Bürgerstiftungen, die für Eigeninitiative, Selbstverwaltung und Kooperation stehen, bauen wir auf Traditionen unserer Bankengruppe auf. Zugleich investieren wir in die Zukunft der Bürgergesellschaft, da Unternehmertum und Gemeinsinn sich nicht ausschließen, sondern ein intaktes Gemeinwesen und ein erfolgreicher Wirtschaftsstandort einander bedingen."
Neben Pleister nahmen auch prominente Gäste zu den Themen Bürgergesellschaft und Bürgerengagement Stellung. Unter der Moderation von Dr. Peter Frey, Leiter des ZDF-Hauptstadtstudios Berlin, erörterten die ehemaligen Kulturstaatsminister Dr. Michael Naumann, Herausgeber und Chefredakteur "DIE ZEIT", und Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin, Lehrstuhl für Philosophie, Universität Göttingen, die Frage "Wollen die Deutschen mehr Bürgerengagement?" Zum Thema "Wollen die Parteien mehr Bürgerengagement?" äußerten sich Klaus Wowereit (SPD), Regierender Bürgermeister von Berlin, und Dr. Jürgen Rüttgers, MdL, stellvertretender Bundesvorsitzender der CDU.