Zum sechsten Mal verlieh die Aktive Bürgerschaft ihren bundesweiten Förderpreis
Von Christiane Biedermann und Karin Müller, Aktive Bürgerschaft e.V.
Um die Bürgergesellschaft zu stärken, vergibt die Aktive Bürgerschaft seit 1998 ihren Förderpreis an gemeinnützige Organisationen, die mit wegweisenden Beispielen aktiv Verantwortung für das soziale und kulturelle Leben vor Ort übernehmen. Mehr als 1.000 Vereine, Stiftungen und Bürgerstiftungen aus ganz Deutschland nahmen bislang an dem Wettbewerb teil. Um die relativ junge Stiftungsform der Bürgerstiftung zu unterstützen und in der Öffentlichkeit bekannter zu machen, zeichnete die Aktive Bürgerschaft in diesem Jahr zum zweiten Mal Bürgerstiftungen und Gründungsinitiativen aus. 63 Bürgerstiftungen, Stiftungen und Gründungsinitiativen bewarben sich mit ihren Konzepten, Ideen und Projekten um den mit 15.000 Euro dotierten Förderpreis.
„Change instead of charity: Wir wollen verändern und nicht einfach nur wohltätig sein,“ dies sei die Rolle der Bürgerstiftung, so Johanna von Hammerstein, Geschäftsführerin der Bürgerstiftung Hamburg, die am 18.02.2004 in Berlin mit dem 1. Preis des Förderpreises Aktive Bürgerschaft 2003 ausgezeichnet wurde. Für die fünf Jahre alte Bürgerstiftung, so Hammerstein in der Frankfurter Rundschau vom 18.02.2004, sei der Förderpreis eine Anerkennung, die nach Jahren hohen Engagements gut tue und motiviere, die Arbeit mit Elan fortzusetzen.
Aus Westfalen waren knapp 20 Vertreter der Bürgerstiftung Dülmen nach Berlin gekommen, um ihren Preis entgegen zu nehmen. Für die vor vier Jahren gegründete Stiftung war nach Worten von Klaus Hüls, Vorstand der Bürgerstiftung nicht schwer, eine halbe Million Euro Stiftungskapital zusammenzubekommen. Der Förderpreis sei ein besonderer Ansporn, Stifter für die anvisierte Summe von zwei Millionen Euro zu gewinnen, so Hüls.
Der 3. Preis ging an die Gründungsinitiative Bürgerstiftung Neukölln. Denn Berlin braucht nachahmenswerte Beispiele, die zeigen, wie sich Bürger für den sozialen Zusammenhalt in ihrem Stadtteil einsetzen können. Genau das hat die Neuköllner Gründungsinitiative vor. Sie will Bürgerengagement stärken und die vielen ethnischen Gruppen unterstützen, sagte Dr. Annemarie Hörning-Pfeffer von der Bürgerstiftung i.G.