"Das ist der Bambi für Bürgerstiftungen!"


Von Bernadette Hellmann, Christiane Biedermann und Elena Philipp, Aktive Bürgerschaft e.V.

"Das ist der Bambi für Bürgerstiftungen!", sagt Prof. Klaus Juncker von der Stiftung* Bürger für Münster. Mit dem Bambi meint er den mit 15.000 Euro dotierten ersten Preis des Förderpreises Aktive Bürgerschaft 2008, mit dem die Stiftung für ihr Projekt "Verantwortung lernen!" ausgezeichnet wurde. Zwei zweite Preise und je 5.000 Euro gingen an die Bürgerstiftung Pfalz und die Bürgerstiftung Weimar.

Zur Preisverleihung am 28. Februar 2008 waren 500 Gäste aus ganz Deutschland in das Forum der DZ BANK am Brandenburger Tor in Berlin gekommen. Im Mittelpunkt standen Bürgerstiftungen, die junge Menschen dafür begeistern, sich für das Gemeinwohl einzusetzen. Ziel des Wettbewerbs sei es, so Dr. Peter Hanker, Vorstandsvorsitzender Aktive Bürgerschaft, die "Bürgerstiftungen darin zu bestärken, junge Menschen nicht in erster Linie als Förderempfänger zu sehen, sondern diese als Partner und Experten für die Bedürfnisse Jugendlicher in ihre Arbeit einzubinden und mit ihnen gemeinsam Ideen in die Tat umzusetzen."

Entsprechend stand der Festakt ganz im Zeichen der Jugend. Für die Musik sorgten sieben Jugendliche in gelben Bauarbeiterhosen: die Hamburger Band Hot Schrott. Ihre Instrumente sind ausrangierte Einkaufswagen, Blechkanister und Plastikfässer vom Schrottplatz. Mit abgesägten Besenstielen trommelten die Jugendlichen den Rhythmus, der sich direkt auf das Publikum übertrug.

Die Preisträger aus Münster, Weimar und der Pfalz waren gemeinsam mit vielen engagierten Jugendlichen nach Berlin gereist, um den Förderpreis entgegen zu nehmen. Bundesjustizministerin Brigitte Zypries hielt die Laudatio auf die Sieger des Wettbewerbs. Dies sei der schönste Anlass, den man sich für eine Rede wünschen könne, freute sie sich. Anlässlich des zehnten Wettbewerbs um den Förderpreis betonte die Ministerin: "Dieser Preis ist so wichtig, weil er dreierlei leistet: Er ehrt diejenigen, die sich in hervorragender Weise gesellschaftlich engagieren, er fördert deren Arbeit mit einem ansehnlichen Preisgeld, und er regt an zu neuem Engagement, denn die ausgezeichneten Beispiele sollten bundesweit Schule machen."


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