Social case und business case
Unternehmen wollen mit ihrem gesellschaftlichem Engagement auch einen positiven Effekt für das Unternehmen erzielen, die Fachwelt spricht dabei vom "business case". Das ist richtig, reicht als alleiniger Maßstab für ein erfolgreiches Engagement jedoch nicht aus.
Einen "business case" bürgerschaftlichen Engagements von Unternehmen kann es nur geben, wenn es auch einen "social case", einen Nutzen für die Gesellschaft, gibt. Denn jede Art von Engagement für die Gesellschaft erfährt ihre Legitimation, Akzeptanz und Anerkennung durch den gemeinwohlförderlichen Beitrag, der mit dem Engagement geleistet werden soll, nicht aufgrund der Tatsache, dass der Engagierte (auch) etwas davon hat.
Die Beschäftigung mit dem "social case" muss daher im ureigenen Interesse von gesellschaftlich engagierten Unternehmen liegen. Anders jedoch als der "business case" ist der "social case" keine betriebsinterne Zielgröße, die durch das engagierte Unternehmen definiert werden kann. Der "social case" definiert sich unternehmensextern. Seine beiden wesentlichen Determinanten sind neben formalen Merkmalen (z. B. Gemeinnützigkeit) die Relevanz eines gesellschaftlichen Problems und die Reichweite des Lösungsbeitrags.