Service Learning


Service Learning ist ein modernes Bildungskonzept. Es verbindet Unterrichtsinhalte und Bürgerengagement. Schüler engagieren sich aus der Schule heraus für das Gemeinwohl außerhalb der Schule. So werden soziale und kognitive Kompetenzen ebenso wie Lernerfolge gefördert; die Bildungs- und Berufschancen von Schülern werden verbessert. Die Schüler engagieren sich vor Ort für ein Thema mit gesellschaftlichem Nutzen, häufig sind sie dafür in gemeinnützigen Organisationen aktiv. Für die Projekte bedarf es keines eigenständigen Unterrichtsfachs, vielmehr sind sie Teil des Unterrichts und daher mit den Kapazitäten des Stundenplans vereinbar.


Spenden


Spenden sind freiwillige finanzielle oder geldwerte Leistungen von Banken, Unternehmen oder Personen, die sie erbringen, ohne eine konkrete Gegenleistung von der gemeinnützigen Organisation zu erwarten.


Sponsoring


Sponsoring wird üblicherweise als die Gewährung von Geld oder geldwerten Vorteilen (Sachzuwendungen) zur Förderung von Personen oder Organisationen in sportlichen, kulturellen, kirchlichen, wissenschaftlichen, sozialen, ökologischen oder ähnlichen gesellschaftspolitischen Bereichen verstanden, mit der regelmäßig auch eigene unternehmensbezogene Ziele der Werbung und Öffentlichkeitsarbeit auf Seiten des Sponsors verfolgt werden. Häufig beruhen dessen Leistungen auf einem Vertrag mit dem Leistungsempfänger.


Sozialkapital


(1) Sozialkapital lässt sich als Kapital des Vertrauens charakterisieren, das im Allgemeinen positive Wirkungen auf Individuen und Gesellschaften hat. Der Sozialkapitalansatz von Robert Putnam basiert auf den drei Elementen Vertrauen, Verlässlichkeit in ein ausgewogenes Geben und Nehmen und Einbindung in soziale Netzwerke durch bürgerschaftliches Engagement. Erklärt wird die Funktion von Sozialkapital damit, dass Individuen durch ein Engagement z. B. in Vereinen eine Kultur der Gegenseitigkeit und des Miteinanders erlernen, diese Erfahrungen und Verhaltensweisen generalisieren und auf alle gesellschaftlichen Bereiche ausdehnen, und sich dadurch zum guten Nachbarn, Staatsbürger und vertrauenswürdigen Geschäftspartner entwickeln. Solcherart positive Funktionen von Sozialkapital werden mit dem Begriff des bridging social capital bezeichnet, während das Vertrauen, das in antidemokratischen, geschlossenen und ausgrenzenden sozialen Gruppen entsteht, als bonding social capital bezeichnet wird.

(2) Andere Sozialkapitalansätze von Pierre Bourdieu; James Coleman.


Subsidiarität


Das Prinzip der Subsidiarität entstammt der katholischen Soziallehre und ist ein Gestaltungsprinzip der Sozialpolitik. Es verlangt einerseits, dass kein Sozialgebilde Aufgaben an sich ziehen soll, die der Einzelne oder das kleinere Sozialgebilde aus eigener Kraft und Verantwortung mindestens gleich gut lösen können wie die größere Einheit. Andererseits sollen die größeren Sozialgebilde den kleineren die Hilfe und Förderung zukommen lassen, die sie brauchen, um ihre Aufgaben erfüllen zu können. Das Subsidiaritätsprinzip soll die Entfaltung der personalen Kräfte ermöglichen. Nach diesem Prinzip verdient Selbsthilfe den Vorzug vor Fremdhilfe.