Dewitz: VAUDE übernimmt Verantwortung


"(...) Betrachtet man Corporate Citizenship in Deutschland, fällt besonders ein Aspekt auf: Die mangelnde Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Die Betreuungssituation ist noch stark ausbaufähig und von einem bedarfsgerechten Angebot ist Deutschland weit entfernt. So sind beispielsweise die Öffnungszeiten von vielen Betreuungseinrichtungen sehr unzureichend. Für junge Familien ist es also nach wie vor ein großes Problem, den turbulenten Familienalltag und die beruflichen Herausforderungen unter einen Hut zu bringen. Das konventionelle Betreuungsangebot entspricht nicht den Bedürfnissen junger Eltern, die im Beruf stehen. Da die gegenwärtige Betreuungsstruktur nicht in der Lage ist, die erforderliche Unterstützung zu leisten, mündet für viele Frauen die Frage 'Kind oder Karriere' in einen Verzicht auf Kinder.

"VAUDE entschied sich, das Problem selbst zu lösen und schlug dabei einen neuen Weg ein: 2001 gründete das Unternehmen ein betriebseigenes Kinderhaus, das tatsächlich auf die Situation berufstätiger Familien eingeht. (...)"


Quelle:

Aktive Bürgerschaft: Corporate Citizenship in Deutschland. Gesellschaftliches Engagement von Unternehmen. Bilanz und Perspektiven. 2., erweiterte und aktualisierte Auflage, 2010.


Antje von Dewitz, Dr. oec., Dipl.-Kulturwirtin (Universität Passau), Geschäftsführung des Bergsport- und Outdoorunternehmens VAUDE.