Handlungsfelder bürgerschaftlichen Engagements (2)
Wie relevant, so lässt sich fragen, ist das gesellschaftliche Problem, zu dessen Lösung das bürgerschaftliche Engagement einen Betrag leisten will? Wie gut, so lässt sich weiter fragen, ist der Lösungsansatz, der mit dem Engagement verfolgt wird? Um brauchbare Antworten auf beide Fragen geben zu können, sind sowohl verlässliche Annahmen über gesellschaftliche Herausforderungen erforderlich als auch eine Bewertung des Engagements hinsichtlich seiner Wirkung. Die Frage der Wirkung wird an anderer Stelle behandelt werden.
Die Gesellschaft der Zukunft wird, neben einem funktionierenden Staat und einer leistungsfähigen Wirtschaft (wieder) auf mehr individueller Selbstverantwortung, privatem Engagement und gesellschaftlicher Mitverantwortung der Bürgerinnen und Bürger sowie der Unternehmen basieren. Die flexible Gestaltung einer zunehmend heterogenen und pluralistischen Gesellschaft mit ihren komplexen Wirkungszusammenhängen macht vermehrt dezentrale und subsidiäre Lösungsansätze notwendig.
Folgende vier Bereiche stellen aus unserer Sicht besondere Herausforderungen moderner Gesellschaften dar und sind deswegen auch für das bürgerschaftliche Engagement bedeutsam: Die Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen (Umwelt- und Ressourcenschutz), den Schutz demokratischer Spielregeln (Demokratie und Frieden), die Verbesserung der Teilhabebedingungen (Integration und Teilhabe) und die Stärkung der Befähigung zur Teilhabe (Werte und Bildung). Diesen vier gesellschaftlichen Herausforderungen lassen sich jeweils drei konkrete Handlungsfelder bürgerschaftlichen Engagements zuschreiben. Innerhalb dieser insgesamt zwölf Handlungsfelder können konkrete Projekte danach systematisiert werden, ob sie eher einen individuellen oder einen institutionellen Ansatz verfolgen bzw. bei der Problemlinderung oder der Ursachenbekämpfung ansetzen.