Pressestimmen: Bürgergesellschaft


- eine Auswahl -


Karriere ohne monetären Profit


Nur engagierte Profis schaffen es, bei Non-Profit-Organisationen ganz nach oben zu kommen. Wer aber zu einem Non-Profit-Unternehmen wechselt, beispielsweise bei Unicef, tut es nicht des Geldes wegen. Hier steht die Arbeit im Vordergrund.


(...) Stefan Nährlich, Geschäftsführer des Vereins Aktive Bürgerschaft, betont, besonders gefragt seien Akademiker, die sich in betriebswirtschaftlichen Fragen auskennen: "Gerade für die Führungsebene werden Managementqualifikationen, die auch im Zuge eines Aufbaustudiums erworben werden können, immer wichtiger." (...)

Karriere ohne monetären Profit. Von Tina Stadlmeyer, Financial Times Deutschland Online, 20.11.2009


Weniger Staat - stehen wir vor einer Renaissance des gesellschaftlichen Engagements?


Diskussion zum Thema "Weniger Staat - stehen wir vor einer Renaissance des gesellschaftlichen Engagements?" mit Dr. Stefan Nährlich, Aktive Bürgerschaft, Erhard Eppler (SPD), u.a. Autor des Buches "Auslaufmodell Staat?", Oswald Metzger (Bündnis 90/Die Grünen), Mitglied des Landtags Baden-Württemberg und Politik-Berater und Reinhard K. Sprenger, Berater für Personal-Entwicklung, Autor des Buches "Der dressierte Bürger. Warum wir weniger Staat und mehr Selbstvertrauen brauchen“. Moderation: Michael Gerwarth

Weniger Staat – stehen wir vor einer Renaissance des gesellschaftlichen Engagements?, Deutschlandradio Kultur, 31.03.2007


Zuwandererkarrieren - Wie kann Bürgerengagement Integration unterstützen?


Diskussion zum Thema "Zuwandererkarrieren - Wie kann Bürgerengagement Integration unterstützen?" mit Dr. Kurt Anschütz, Bürgerstiftung Neukölln, Berlin, Prof. Dr. Klaus J. Bade, Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS) Osnabrück, Otto Schily, MdB, Bundesminister a.D., Prof. Dr. Pakize Schuchert-Güler, Fachhochschule für Wirtschaft, Berlin, und Dr. Adam Soboczynski, Autor und Redakteur DIE ZEIT. Moderation: Maybrit Illner, ZDF

Zuwandererkarrieren - Wie kann Bürgerengagement Integration unterstützen? PHOENIX, Vor Ort, 21.03.2007 (Live-Übertragung der Podiumsrunde im Rahmen der Verleihung des Förderpreises Aktive Bürgerschaft am 21.03.2007 in Berlin)


Der seufzende Kleinbürger


Neue Manieren, neue Bürgerlichkeit, neuer Familiensinn, neuer Patriotismus - alles neu im deutschen Feuilleton. Das Problem ist allerdings alt, es ist der Quälgeist der Republik, der da laut denkt und seine Ängste formuliert.

Es war wieder einer dieser Tage, an denen man stolz sein muss auf dieses Land. Es regnete nicht, die Sonne blinzelte gelegentlich durch das Glasdach der DZ Bank am Brandenburger Tor, über 500 festlich gekleidete Gäste lauschten den Reden der Sängerin, des Regisseurs und der Ministerin; Bürger aus Wiesbaden, Ahrensburg und Lingen bekamen Lob und Geld, das Damenorchester Salomé swingte, es gab Sekt und Schnittchen, es war ein Tag, an dem jeder im mächtigen Forum der Bank spürte, was dieses Land groß und stark macht. Der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken hatte geladen, um die vorbildlichsten Bürger der Nation zu ehren, jene Bürgerstiftungen auszuzeichnen, die mit Einfallsreichtum und Ausdauer "die Gesellschaft im Kleinen verändern", die Geld sammeln, um Projekte in Kommunen, an Schulen oder in der Kultur zu initiieren. Ein guter Zweck, eine humane Bank, eine schöne Idee, ein gepflegtes Fest, eine emanzipierte Kapelle, ein mutiges Bauwerk und dann noch ein deutscher Weltbürger und Oscar-Preisträger als Laudator, der vom Bürgersinn der Deutschen schwärmte - was für ein schöner Tag, was für ein schönes Land. (...)

Seit 1996 in Gütersloh die erste deutsche Bürgerstiftung gegründet wurde, sind so oder ähnlich in vielen Städten Bürgerstiftungen entstanden, initiiert nicht von Unternehmen, sondern von Bürgern, die ihre Stadt, ihre Kommune bürgerfreundlicher gestalten wollen. Das reicht noch nicht, um von neuer Bürgerlichkeit zu schwärmen, richtig ist auch, dass den Wohlfahrtsverbänden, den Kirchen, den Parteien, allen möglichen gemeinnützigen Institutionen die Bürger weglaufen, aber - so war auf diesem ermutigenden Fest nahe dem Brandenburger Tor zu hören - in keinem anderen Land wachsen Zahl und Vermögen von Bürgerstiftungen so schnell wie bei uns.

Wir haben's geahnt, wir sind die besten Kleinbürger der Welt. 

Der seufzende Kleinbürger. Von Cordt Schnibben, DER SPIEGEL, 24/2006, 12.06.2006