Bildnachweis: Ralf Emmerich, Stiftung Aktive Bürgerschaft

 

 

 

 

Ausgezeichnet: Fünf Schulen gewannen den Service-Learning-Wettbewerb der Stiftung Aktive Bürgerschaft

 

Die fünf besten Service-Learning-Schulen Deutschlands dürfen sie sich jetzt nennen: Am 3. Juni 2015 wurden die ausgewählten Schulen aus Bochum, Bonn, Dreieich, Marl und Papenteich in Berlin ausgezeichnet. Gesucht waren im ersten bundesweiten Service-Learning-Wettbewerb der Stiftung Aktive Bürgerschaft Schulen der Sekundarstufen I und II, die das bürgerschaftliche Engagement ihrer Schülerinnen und Schüler mit dem Bildungskonzept Service Learning fördern und es in ihr Schulprogramm aufgenommen haben.

Werner Böhnke, Aufsichtsratsvorsitzender der WGZ BANK, Vorsitzender des Stiftungsrates der Stiftung Aktive Bürgerschaft und der Wettbewerbs-Kommission, hieß die Schülerinnen und Schüler willkommen und begrüßte das Fachpublikum zur Service-Learning-Förderkonferenz, in deren Rahmen die Urkunden übergeben wurden.

Was sie erleben beim Engagement und wie sie sich persönlich weiterentwickeln, schilderten die Schülerinnen und Schüler im Gespräch mit Martin Spiewak, DIE ZEIT. Ihre Lehrer und Schulleitungen zeigten auf, wie sie das Bildungskonzept Service Learning in den Schulprogrammen verankern, welche Bildungsziele sie mit der Verknüpfung von bürgerschaftlichem Engagement und Unterricht verfolgen und wie sie ihre Schulgemeinschaft mit Service Learning zukunftsfest machen.

Über die Perspektiven von Bildung im 21. Jahrhundert diskutierten abschließend Professor Olaf-Axel Burow und Martin Spiewak mit den Teilnehmenden.

Interessierte Bildungsförderer und Vertreter aus Politik und Gesellschaft waren im regen Austausch mit den Schülerinnen und Schülern und nahmen manchen Impuls für ihre Arbeit mit.

 

 


 

Die Service-Learning-Förderkonferenz im Video

 


 

Werner Böhnke, Aufsichtsratsvorsitzender der WGZ BANK, Vorsitzender des Stiftungsrates der Stiftung Aktive Bürgerschaft und der Wettbewerbs-Kommission, eröffnete die Service-Learning-Förderkonferenz in Berlin am 3. Juni 2015.

"Warum eine Service-Learning-Förderkonferenz? Es ist uns als Stiftung Aktive Bürgerschaft, und auch mir persönlich, ein Anliegen, auf das Innovationspotenzial von Service Learning für Bildung und Engagement aufmerksam zu machen. Kinder und Jugendliche haben mit Service Learning in ihrer Schulzeit nicht nur Gelegenheit, sich gesellschaftlich zu engagieren, sondern dies auch in anspruchsvoller und reflektierter Weise zu tun. Sie entwickeln Kompetenzen für bürgerschaftliches Engagement, Kompetenzen für ihre Bildungsbiografie und Kompetenzen für ihren Weg ins Berufsleben. Denn den Jugendlichen hilft die Verzahnung von Schule und außerschulischen Aktivitäten dabei, die Gesellschaft als etwas Positives und Gestaltendes zu begreifen und damit auch ihre eigene Rolle in ihr zu finden. Auf diesem Nährboden kann eine Kultur der Anerkennung und Wertschätzung prosperieren. Frühzeitig wird ihr Blick auf die Bürgergesellschaft geöffnet und sie erkennen, dass der Einzelne die Kraft zur Gestaltung und aktiven Mitwirkung besitzt." Manuskript der Eröffnungsrede zum Herunterladen.




 

 

 




 

 

 


 

Die fünf besten Service-Learning-Schulen in Deutschland

 

 

Ausgezeichnet wurden im bundesweiten Service-Learning-Wettbewerb der Stiftung Aktive Bürgerschaft fünf weiterführende Schulen:

 

Alice-Salomon-Berufskolleg Bochum  |  Bonns Fünfte Gesamtschule  |  Gymnasium im Loekamp Marl  |  Heinrich-Heine-Gesamtschule Dreieich  |  Oberschule Papenteich

 

 


 

Alice-Salomon-Berufskolleg Bochum (Nordrhein-Westfalen)

Ihr eigenes Umfeld aktiv mitgestalten können die Schülerinnen und Schüler am Alice-Salomon-Berufskolleg Bochum – mit einem Sozialkaufhaus oder dem Fonds "Alice hilft“. Für den Fonds werben sie bei Weihnachtsaktionen oder einem Internationalen Tag eigenständig Spenden ein. In Fächern wie Politik, Gesundheitswissenschaften und Deutsch eigenen sie sich projektorientiert die dafür nötigen theoretischen Kenntnisse an.

Die Schülerinnen und Schüler lernen, Verantwortung zu übernehmen: Mit Service Learning verpflichtet sich das Berufskolleg im Schulprogramm, die Bildungsziele Selbstständigkeit, bürgerschaftliches Engagement, Resilienz und Stärken, interkulturelle Kompetenz und Projektlernen zu erreichen.

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Bonns Fünfte Gesamtschule (Nordrhein-Westfalen)

Bürgerschaftliches Engagement als Bildungsziel verspricht Bonns Fünfte und macht es frühzeitig möglich: Bereits im 7. und 8. Schuljahr engagieren sich die 13- bis 14-Jährigen im Service-Learning-Projekt „Abenteuer Helfen“ – in der Stadtbücherei, im Kindergarten oder für lokale Hilfsorganisationen. Ihr Engagement verbinden die Schülerinnen und Schüler mit Fächern wie Arbeits- oder Gesellschaftslehre, Deutsch oder Praktische Philosophie; in den Naturwissenschaften machen sie sich vorbereitend und begleitend zu einem Projekt im Seniorenheim etwa mit dem biologischen Alterungsprozess vertraut.

Bonns Fünfte Gesamtschule hat Service Learning schon vor ihrer Gründung 2011 in das Schulprogramm aufgenommen und entwickelt seither systematisch die Verbindung von bürgerschaftlichem Engagement und Unterricht. Die Schüler sollen Einblick in gesellschaftliche Zusammenhänge bekommen und die praktische, lebensnahe Seite des Lernstoffes kennen lernen. Im Schulprogramm verankert sind Bildungsziele wie die Erfahrung von Selbstwirksamkeit und Persönlichkeitsbildung sowie eine erste berufliche Orientierung. Die Schüler folgen der Leitfrage „was kann ich gut?“ und erstellen im Lauf des zweijährigen Service-Learning-Projekts ein eigenes Kompetenzportfolio.

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Gymnasium im Loekamp Marl (Nordrhein-Westfalen)

Gesellschaftliche Teilhabe und Verantwortung lernen die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums im Loekamp Marl in gleich drei Jahrgängen – unter anderem in einem abiturrelevanten Projektkurs. Dort verbinden die 11.-Klässler wissenschaftliches und problemlösungsorientiertes Lernen in Fächern wie Geografie, Pädagogik, Politik oder Sozialwissenschaften: Sie sammeln Erfahrungen mit sozialem Engagement, fragen nach dessen gesellschaftlicher Relevanz und überlegen, ob eine soziale Tätigkeit eine Perspektive für sie persönlich sein könnte. Der Abiturkurs entstand aus einem von zwei Differenzierungskursen im Jahrgang 8. Dort fragen sich die engagierten Jüngeren in Unterrichtsfächern wie Geografie, Kunst und Religion: „Was tun wir für die Schwachen? Ist unsere Welt gerecht?“.

Das Gymnasium im Loekamp versteht sich als lernende Schule, das seine Schülerinnen und Schüler zur Gestaltung der Zukunft befähigen möchte. Sie sollen Verantwortung für sich wie für die Gesellschaft übernehmen und einüben. Mit dieser Zielstellung hat das Gymnasium Service Learning im Schulprogramm verankert.

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Heinrich-Heine-Gesamtschule Dreieich (Hessen)

Pizzabacken mit Inklusionsschülern, naturwissenschaftliche Experimente mit Grundschülern, die Gestaltung eines Lese- und Bewegungsraums in einem Seniorenheim: Die 9.- und 10.-Klässler im Realschulzweig der Gesamtschule in Dreieich planen und organisieren in einem wöchentlich dreistündigen Wahlpflichtfach eigenständig gemeinnützige Projekte.

Service Learning ist im Schulprogramm der Heinrich-Heine-Gesamtschule als Unterrichtsfach im Wahlpflichtbereich explizit genannt: Die Schülerinnen und Schüler sollen das im Unterricht erworbene methodische und fachliche Wissen in authentischen Problemkontexten umsetzen. Ziel ist es, ihre sozialen Kompetenzen zu stärken und die demokratische Verantwortungsübernahme auszubauen.

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Oberschule Papenteich in Groß Schwülper (Niedersachsen)

Fachwissen und Engagement vor Ort verbinden erfolgreich die 9.- und 10.-Klässler der Oberschule Papenteich: In ihrem Wahlpflichtkurs entwickelten sie einen Mobilitätsführer für Menschen mit Beeinträchtigungen und einen Regionalen Spezialitätenführer. Die zur Auswahl stehenden, zugleich für alle Schüler verpflichtenden Profilbereiche Wirtschaft, Technik sowie Gesundheit & Soziales werden mit je vier Wochenstunden unterrichtet. Fächerübergreifend wird Unterrichtsstoff aus Naturwissenschaften, Politik oder Informatik eingesetzt.

Die Oberschule Papenteich arbeitet unter dem Leitsatz: „Wir bringen unsere Schülerinnen und Schüler ins Leben, indem wir das Leben in die Schule holen.“ Service Learning wird systematisch umgesetzt und ist im Schulprogramm der Baustein für die Umsetzung handlungsorientierten Unterrichts. Vorrangiges Lernziel ist die Selbstwirksamkeit.

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Service-Learning-Wettbewerb

 

 

Mehr als Engagement: Service Learning

Die Stiftung Aktive Bürgerschaft zeichnete die besten Service-Learning-Schulen in Deutschland aus


Schülerinnen und Schüler engagieren sich mit einem sozialen Kaufhaus, in einer Stadtbibliothek, unterstützen Flüchtlinge beim Deutschlernen, entdecken mit Kindern die Umwelt oder entwickeln einen Führer für regionale Produkte. In der Schule verbinden sie ihr Engagement mit Unterrichtsinhalten in Fächern wie Gesundheitswissenschaften, Praktische Philosophie, Politik, Kunst und Wirtschaft, um damit Lern- und Bildungsziele besser zu erreichen. Dieses Konzept heißt Service Learning – mit dem Doppeleffekt: Nicht nur Bildung, sondern auch Engagement wird gefördert.


Gesucht wurden im ersten Service-Learning-Wettbewerb der Stiftung Aktive Bürgerschaft Schulen in Deutschland, die das bürgerschaftliche Engagement ihrer Schülerinnen und Schüler mit dem Bildungskonzept Service Learning fördern und in ihr Schulprogramm aufgenommen haben. Teilnehmen an dem Wettbewerb konnten alle Schulen der Sekundarstufen I und II in Deutschland. Mit dem Wettbewerb will die Stiftung Aktive Bürgerschaft auf das Innovationspotenzial von Service Learning für Bildung und Engagement aufmerksam machen. Der Wettbewerb wurde unterstützt von der GAD eG, Spezialist für Banken-IT in der Genossenschaftlichen FinanzGruppe.


Eine unabhängige Kommission mit Fachleuten aus Schulen und Schulpolitik, Wirtschaft und Wissenschaft hat über die Auswahl entschieden.


Die Gewinner hat die Stiftung Aktive Bürgerschaft nach Berlin eingeladen. Dort präsentierten sie bei der Service-Learning-Förderkonferenz am 3. Juni 2015 einem renommierten Fachpublikum, wie sie Service Learning an ihrer Schule umsetzen, welche Erfahrungen sie sammeln und wohin sie sich entwickeln wollen. Werner Böhnke, Aufsichtsratsvorsitzender der WGZ BANK, Vorsitzender des Stiftungsrates der Stiftung Aktive Bürgerschaft und der Wettbewerbs-Kommission, überreichte den Delegationen der Schulen als Auszeichnung eine Urkunde.


 

 

Die Mitglieder der Kommission:

 

Birgit Berendes
Schulleiterin der Sekundarschule Möhnesee

Werner Böhnke
Aufsichtsratsvorsitzender der WGZ BANK, Vorsitzender des Stiftungsrates der Stiftung Aktive Bürgerschaft

Dr. Christian Henke
Geschäftsführer Bildungsrecht und Bildungspolitik der Handwerkskammer Düsseldorf

Prof. Dr. Gisela Jakob
Fachbereich Gesellschaftswissenschaften und Soziale Arbeit der Hochschule Darmstadt

Dr. Alfred Locklair
Geschäftsführer der WGZ Immobilien und Treuhand GmbH, stellv. Vorstandsvorsitzender der Stiftung Aktive Bürgerschaft

Sylvia Löhrmann
Ministerin für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen

Dr. Stefan Nährlich
Geschäftsführer der Stiftung Aktive Bürgerschaft

Dr. Jutta Schröten
Programm-Leiterin Service Learning der Stiftung Aktive Bürgerschaft

Tanja Schuhen
Lehrerin am Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium Wiehl

Claus-Dieter Toben
Stellv. Vorstandsvorsitzender der Fiducia & GAD IT AG

 

 

 

 

 

 

 

 

Haben Sie Fragen? Sprechen Sie mich gerne an:

 

„Dr.

Dr. Jutta Schröten, Programm-Leiterin Service Learning
E-Mail: jutta.schroeten@aktive-buergerschaft.de
Telefon: 0251 982920-11; Fax -19
Mobil: 0176 96956736


 

 

 

 

 

 

 

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