Mittelstand engagiert

 

Mittelständische Unternehmen und örtliche Handwerksbetriebe sind eine wichtige Stütze für das bürgerschaftliche Engagement in Deutschland. 

Das gesellschaftliche Engagement von Unternehmen hat hierzulande eine lange Tradition und breite Verankerung. Vier von fünf mittelständischen Unternehmen engagieren sich an ihren Standorten. Vor allem in ländlichen Regionen sind Spenden und andere gesellschaftliche Aktivitäten von Genossenschaftsbanken und Sparkassen unverzichtbar für die Arbeit vieler Vereine und das ehrenamtliche Engagement vor Ort. Bei den lokal oder regional arbeitenden Bürgerstiftungen kommt jeder fünfte Euro von örtlichen Unternehmen und Betrieben. Jedes fünfte ehrenamtliche Gremienmitglied in Vorstand und Stiftungsrat von Bürgerstiftungen arbeitet als Manager in der Wirtschaft oder ist Firmeninhaber.

Zunehmende Anfragen nach Unterstützung von Vereinen und sozialen Einrichtungen auf der einen Seite und stärkere ökonomische Restriktionen auf der anderen Seite stellen auch das Spenden, Stiften und ehrenamtliche Engagement des Mittelstands auf den Prüfstand. Vielfach wird nach neuen Konzepten für das gesellschaftliche Engagement gesucht und die Rolle des eigenen Unternehmens in der Gesellschaft reflektiert.


 

 

 

 

Für die Bürgerstiftung Hellweg-Region aus Soest machen sich örtliche Unternehmer als Stifter, mit ihrem ehrenamtlichen Engagement in den Gremien und mit Partnerstiftungen stark:

"Ich bin seit 40 Jahren Unternehmer, und wenn mich jemand fragt, was wichtig ist für den Erfolg, dann kann ich nur sagen: Man muss in der Lage sein, sich etwas zu erarbeiten. Deshalb fördere ich die Musikschule in Soest. Ein Instrument zu lernen macht Freude, ist aber auch mit viel Mühe verbunden, das weiß ich aus eigener Erfahrung!“ Manfred Gebhardt, Inhaber Gebhardt Stahl GmbH.

"Unternehmertum besteht nicht nur darin, Profit zu machen und Unternehmen zu leiten und zu führen, sondern Unternehmen und Manager haben auch ein Stück gesellschaftliche Verpflichtung." Dr. Hermann Janning, Mitbegründer Computergroßhandel Actebis.

"Etwas Neues, etwas Zukunftsweisendes, das auch dazu dient, sich weiterzuentwickeln – da mache ich gerne mit. Außerdem bringt es auch eine Zufriedenheit, wenn man nicht nur beruflich stark ist, sondern auch im sozialen Bereich etwas leisten kann." Hans-Günter Trockels, Geschäftsführer Großkonditorei Kuchenmeister.

Online Lesetipp von Bernadette Hellmann: Bürgerstiftungen und Unternehmen. In: CSRlexicon. Hrsg. CSR NEWS 2014. Mehr zum Thema Bürgerstiftungen finden Sie hier.





 

In den neuen Bundesländern hat sich das inhabergeführtes Familienunternehmen KATHI früh mit einer zeitgemäßen Form des gesellschaftlichen Engagements auseinandergesetzt.

"Auf mein Betreiben erstellten wir 2003 erstmals ein Budget für Corporate Citizenship, wobei sich vor allem die strategische Planung als knifflig erwies. Die gängige Formel, „tue Gutes und rede darüber“, bot nur eine grobe Richtlinie. In welchen gesellschaftlichen Bereichen und mit welchen Zielen sollte KATHI tätig werden? Ulrike Petermann, Mitglied der Geschäftsleitung der KATHI R. Thiele GmbH. Heute Leiterin der Unternehmenskommunikation der Pfeifferschen Stiftungen.

Lesetipp Ulrike Petermann: Gesellschaftliche Verantwortung am Beispiel von KATHI. In: Corporate Citizenship in Deutschland. Gesellschaftliches Engagement von Unternehmen. Bilanz und Perspektiven, 2., erweiterte und aktualisierte Auflage, 2010. Der Band Corporate Citizenship in Deutschland bei Amazon.

Mehr zum Engagement des Mittelstandes in Sachsen-Anhalt finden Sie im Forschungsbericht Gesellschaftliches und ökologisches Engagement (2014) der Universität Halle-Wittenberg. Projektleitung: Holger Backhaus-Maul in Zusammenarbeit mit Martin Kunze.




 

 

 

 

Als tief mit der Region verwurzeltes Unternehmen übernimmt die Volksbank Mittelhessen gesellschaftliche Verantwortung in vielen Bereichen des öffentlichen Lebens.

„Unsere Gesellschaft steht vor komplexen Herausforderungen, die nur in partnerschaftlichem Miteinander bewältigt werden können. Jeder muss seine Erfahrungen, persönlichen Stärken und Potenziale einbringen und mit denen anderer verbinden. Deshalb engagieren wir uns in unterschiedlichen Netzwerken und schaffen Möglichkeiten für Menschen und Unternehmen, Mitverantwortung für die Region zu tragen. Als Genossenschaftsbank haben wir den Auftrag und die Möglichkeit dazu, unsere Mitglieder und damit die Region, in der sie leben und arbeiten, mit unterschiedlichen Maßnahmen zu fördern. Der Begriff mitverantwortung umschreibt den Ursprung und die Intention des gesellschaftlichen Engagements der Volksbank Mittelhessen.“ Dr. Peter Hanker, Vorstandssprecher Volksbank Mittelhessen eG

Online-Lesetipp: Blog mitverantwortung der Volksbank Mittelhessen eG. Mehr zum Engagement der Genossenschaftsbanken in Deutschland finden Sie im Bericht über das gesellschaftliche Engagement der Genossenschaftlichen FinanzGruppe Volksbanken Raiffeisenbanken.

Download von Peter Hanker: Gesellschaftliches Engagement. Volksbanken und Raiffeisenbanken: Gut für Stadt und Land?




 

 

 

 

Bildungspartner: Unternehmen vor Ort engagieren sich für und mit sozialgenial-Schulen: zum Beispiel unterstützt die Firma Garten- und Landschaftsbau Honnert Schülerinnen und Schüler der Sekundarschule Möhnesee darin, das „Grüne Klassenzimmer“, ein Areal im Arnsberger Wald am Möhnesee, zu pflegen. Für Spaziergänger ist das dortige Kneipp-Tretbecken ein beliebtes Ziel. Reinigung und Pflege des Tretbeckens übernehmen die Schüler der Sekundarschule Möhnesee. Landschaftsgärtner Honnert berät sie dazu bei fachlichen Fragen.

Fundstücke: Eine Vorleseaktion im Tresorraum der Volksbank Warstein: Lehrer, Eltern und Schüler der Hauptschule Warstein lasen in Zweierteams an ungewöhnlichen Orten vor. Sie machten auf Orte der Berufswelt und den Bezug zur Schule aufmerksam und auf die Bedeutung des Lesens für die Allgemeinbildung und regten zum Lesen. Die Volksbank-Filiale Warstein unterstützte das Projekt und bot den Tresorraum als Leseort an. Die Volksbank stellt den Schalterraum für Ausstellungen der engagierten Schüler zur Verfügung.




 

 

 

 

Im Rahmen des Ersten Engagementberichts der Bundesregierung wurde eine Bestandsaufnahme zur Lage, der Situation und Entwicklung des bürgerschaftlichen Engagements in Deutschland vorgenommen. Nachhaltige engagementpolitische Perspektiven für einen mittelfristigen Zeitraum von 10 bis 15 Jahren wurden heraus gearbeitet. Der Schwerpunkt des ersten Berichts lag auf dem Thema "Bürgerschaftliches Engagement von Unternehmen".

Download: Erster Engagementbericht der Bundesregierung. Köln, Berlin im November 2011. Veröffentlicht August 2012.

„Mit dem Ersten Engagementbericht der Bundesregierung besteht nunmehr die Chance, die gesellschaftliche Rolle von Unternehmen zu thematisieren. Während das BMAS unter dem Leitbegriff Corporate Social Responsibility der betriebs- und volkswirtschaftlichen Dimension der gesellschaftlichen Rolle von Unternehmen nachgeht, rückt das BMFSFJ im Ersten Engagementbericht das Unternehmensengagement als Corporate Citizen und damit die Gesellschaft in den Mittelpunkt. Die gesellschaftlichen Effekte unternehmerischen Engagements wurden in der Vergangenheit der Sozialen Marktwirtschaft als gegeben angenommen, aber in der Tat ist nicht jede unternehmerische Aktivität zugleich auch gesellschaftlich sinnvoll und zweckmäßig.“ Holger Backhaus-Maul, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Mitglied der Sachverständigenkommission und Vorstandsmitglied Aktive Bürgerschaft.




 

 

 

 

 

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