Warum sich Volksbanken Raiffeisenbanken für Bürgerstiftungen engagieren
„Was dem Einzelnen nicht möglich ist, das vermögen viele.“ Diese Worte von Friedrich Wilhelm Raiffeisen (1818–1888) beschreiben seit mehr als 150 Jahren die Idee der Genossenschaft und den Sinn von Kooperationen. Auch Hermann Schulze-Delitzsch (1808-1883), Gründer der Volksbanken und Sozialreformer, dessen 200. Geburtstag im Jahr 2008 begangen wurde, betonte dieses Prinzip und verdeutlichte in einem seiner bekanntesten Zitate den Vorrang von Selbsthilfe vor Staatshilfe: „Der Geist der freien Genossenschaft – ist der Geist der modernen Gesellschaft“.
Bürgerstiftungen wollen bürgerschaftliches Engagement stärken, aus eigener Kraft, durch private Initiative, in Selbstverwaltung und Selbstverantwortung. Sie tun dies in einem lokalen oder regional definierten Gebiet, zu dem sie Zugang haben, von dessen Problemen und Chancen sie Kenntnis haben, und mit Lösungsansätzen, von deren Richtigkeit sie überzeugt sind. Genossenschaftsbanken sind den Bürgerstiftungen in vielem sehr ähnlich, auch wenn sich ihre Tätigkeit auf wirtschaftliche Aktivitäten konzentriert.