Bangladesch: Arbeitgeber fordern bessere Arbeitsbedingungen

    Der Gesamtverband der deutschen Textil- und Modeindustrie und der Handelsverband Deutschland haben zusammen mit deutschen Gewerkschaften die Regierung von Bangladesch aufgefordert, mehr für die Einhaltung der Arbeitnehmerrechte in ihrem Land zu tun. Sie kritisierten in einem gemeinsamen Aufruf, dass Gewerkschaftsmitglieder entlassen und verhaftet wurden, und wiesen darauf hin, dass die Zollpräferenzen zwischen der Europäischen Union und Bangladesch von der Einhaltung der Standards der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) abhingen, berichtete die tageszeitung (taz) im Februar 2017. Bangladesch ist der zweitgrößte Textilproduzent der Welt, und die Textilindustrie produziert 80 Prozent der Exporte des Landes. Die Regierung sagte inzwischen nach zahlreichen Protesten den Berichten zufolge zu, inhaftierte Gewerkschafter freizulassen und entlassene Arbeiter wieder einzustellen. Die Arbeitgeberverbände sind auch Mitglieder im vor zwei Jahren gegründeten Textilbündnis des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), dessen Mitglieder sich für nachhaltige Produktion einsetzen wollen.

    , Ausgabe 175 Februar 2017