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gudrunsonnenberg

Bürgerstiftungen wählen Mitglieder des Koordinierungskreises

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Auf dem Bürgerstiftungskongress in Kassel im November 2019 haben die Bürgerstiftungen erstmals aus ihren Reihen Mitglieder in den Koordinierungskreis gewählt, der das Bündnis der Bürgerstiftungen Deutschlands gegenüber der Zivilgesellschaft vertritt und seine strategische Ausrichtung erarbeitet. Das Bündnis ist ein Projekt des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen und hat sich aus der vormaligen Initiative Bürgerstiftungen entwickelt.

www.buergerstiftungen.org/…
www.aktive-buergerschaft.de/…

Ochtrup: Teilnehmerzahl verdoppelt

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Das Service-Learning-Projekt in der Realschule Ochtrup (Nordrhein-Westfalen) für Neuntklässler hat im zweiten Durchgang doppelt so viele Teilnehmer wie im ersten Jahr. 45 Schülerinnen und Schüler haben sich 2019 beteiligt. Das Projekt setzt auf Eigenständigkeit. Die Schüler müssen selbst festlegen, wie viele Stunden sie sich etwa im Reitverein, in Seniorenheimen oder in der Bücherei ehrenamtlich engagieren möchten. Auch die Zahl der Anbieter solcher Einsatzorte sei gestiegen, meldeten am 15. November 2019 die Westfälischen Nachrichten. Die Realschule Ochtrup ist Mitglied im Programm “sozialgenial – Schüler engagieren sich”.

www.wn.de/…

Neue Rechtsform für „Verantwortungseigentum“ gefordert

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Eine Unternehmensform, bei der die Unternehmensgewinne nicht von privaten Eigentümern für ihre eigenen Zwecke abgeschöpft werden können, sondern im Unternehmen bleiben beziehungsweise reinvestiert werden: Das ist das Ziel der Stiftung Verantwortungseigentum i.G., die sich am 25. November 2019 in Berlin vorgestellt hat. Die von ihr erdachte GmbH „in Verantwortungseigentum“ würde ihren Gesellschaftern und ihren Erben zwar die Einlagen verzinst zurückerstatten. Die Gesellschafter dürften jedoch darüber hinaus keine Gewinne entnehmen. So soll sichergestellt werden, dass nur solche Personen Eigentümer sind, die sich dem Unternehmen verpflichtet fühlen, nicht aber auf ihre eigene Gewinnmaximierung zielende Investoren. Zielgruppe für die neue Rechtsform wären Familienunternehmen auf Nachfolgersuche und Start-ups, die sich dem Gemeinwohl verpflichten möchten. Die Initiatoren erachten Stiftungen als zu kostspielig für kleine und mittlere Unternehmen und gemeinnützige Rechtsformen als zu restriktiv. Ihr Vorschlag orientiert sich an der britischen Community Interest Company. Zum Vorstand der Stiftung Verantwortungseigentum gehören der Unternehmensberater Dr. Till Wagner und der Baumarkt-Unternehmer Thomas Bruch sowie mehr als 30 Unternehmen.

www.stiftung-verantwortungseigentum.de
www.handelsblatt.com/…

Deloitte Stiftung prämiert „Rent a jew“ und Gefangenenprojekt

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Das Projekt „Rent a jew“ der Europäischen Janusz Korczak Akademie e.V. in Hamburg vermittelt jüdische Referenten an Schulen, Vereine oder religiöse Gemeinden, um durch das persönliche Gespräch Vorurteile abzubauen: Dafür hat es den Hidden Movers Award der Deloitte Stiftung erhalten. Weiterer Preisträger ist der Verein Gefangene helfen Jugendlichen e.V.: Hier führen Inhaftierte und ehemalige Inhaftierte präventive Projekte für Jugendliche durch, die gefährdet sind, gewalttätig und kriminell zu werden und von klassischen Angeboten nicht mehr erreicht werden. Beide Preisträger erhalten 25.000 Euro, individuelle Beratung und ein Coaching.

DELOITTE-GERMANY….

Breite Kritik an der geplanten Engagementstiftung des Bundes

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Vertreter der Zivilgesellschaft haben im Deutschen Bundestag am 9. Dezember 2019 umfassende Kritik am Entwurf für die Engagementstiftung des Bundes geübt. Sie reicht von „vertaner Chance“ (Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung), über „Verdrängung bestehender Strukturen“ (Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement), bis zu „nicht ersichtliche Ausrichtung“ (Deutscher Frauenrat). Die Stiftung Aktive Bürgerschaft hat in ihrer Stellungnahme den „Paternalismus bei der Beteiligung der Zivilgesellschaft“ kritisiert. Die Argumente wurden bei einer öffentlichen Anhörung des Ausschusses für Familie, Senioren, Frauen und Jugend vorgetragen, zu der zehn Sachverständige aus Verbänden und Stiftungen geladen waren. Sie forderten „niedrigschwellige Förderprogramme“ (Deutscher LandFrauenverband), die Ausrichtung der Bundesstiftung als reine Förderstiftung (Deutscher Olympischer Sportbund) und die Streichung des Vetorechtes des Bundes gegen Entscheidungen der Vertreter aus der Zivilgesellschaft im Stiftungsrat (Diakonie Deutschland, Aktive Bürgerschaft).
Der Vorsitzende des Unterausschusses „Bürgerschaftliches Engagement“, Alexander Hoffmann (CSU), forderte am 28. November 2019 schlanke Strukturen für die geplante Stiftung und eine größtmögliche Verwendung der Stiftungsressourcen für die Engagierten vor Ort.

www.bundestag.de/ausschuesse/…
www.bundestag.de/…
www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/…

Projekt „Hauptamt stärkt Ehrenamt“ startet in 15 Landkreisen

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In 15 Landkreisen wollen das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) und der Deutsche Landkreistag erproben, wie nachhaltige Strukturen zur Stärkung und Begleitung des Ehrenamts aufgebaut und verbessert werden können. Die ausgewählten Landkreise erhalten für drei Jahre bis zu 150.000 Euro jährlich aus dem „Bundesprogramm Ländliche Entwicklung“ des BMEL. Aus den gewonnenen Erkenntnissen soll ein Praxisleitfaden erarbeitet werden, der anderen Kreisen Hilfestellung beim Aufbau oder Ausbau von hauptamtlichen Strukturen zur Stärkung des Ehrenamts gibt. Das Modellprojekt startet 2020 und wurde am 27. November 2019 von Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) und dem Hauptgeschäftsführer des Landkreistages Prof. Dr. Hans-Günter Henneke in Berlin vorgestellt.

www.bmel.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/…
www.bmel.de/DE/Laendliche-Raeume/…

Bundesfinanzminister stoppt Einschränkung des politischen Engagements

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Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) hat Überlegungen seines Ministeriums zur Reform des Gemeinnützigkeitsrechts verworfen, durch die ein politisches Engagement von Vereinen und Stiftungen zum Verlust ihrer Gemeinnützigkeit geführt hätte. Dies berichtete das Nachrichtenmagazin Der Spiegel in seiner Ausgabe vom 30. November 2019. Die Pläne aus dem Bundesministerium der Finanzen (BMF) sahen vor, dass gemeinnützige Organisationen sich nur dann politisch äußern dürfen, wenn es ihrem Vereinszweck dient. Mit der Gemeinnützigkeit sei die Beeinflussung politischer Parteien oder der staatlichen Willensbildung aber nur dann vereinbar, wenn diese Absicht „weit in den Hintergrund” trete. Dies stieß auf Kritik der Opposition. „Ein Karnevalsverein, der sich gegen einen Naziaufmarsch engagiert, würde demnach seine Gemeinnützigkeit aufs Spiel setzen“ kritisierte Sven Giegold, Europaabgeordneter von Bündnis90/Die Grünen, die Pläne des BMF.

www.spiegel.de/…
taz.de/…

Debatte über Allgemeine Dienstpflicht

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Politiker haben über den Vorschlag der CDU-Vorsitzenden Annegret Kramp-Karrenbauer diskutiert, eine allgemeine Dienstpflicht für junge Menschen in Deutschland einzuführen. Kramp-Karrenbauer selbst sagte gegenüber der Berliner Morgenpost, für sie sei es „ein zutiefst bürgerlicher Gedanke, seinem Land und der Gesellschaft etwas zurückgeben zu wollen.“ Dagegen kritisierte der familienpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Sönke Rix, den Vorschlag und sagte: „Das Engagement junger Menschen soll auch weiterhin freiwillig und selbstbestimmt sein.“ Zustimmung dagegen kam vom ehemaligen Bundesvorsitzenden der SPD Sigmar Gabriel. Er schrieb auf dem Kurznachrichtendienst Twitter: „Was ist so schlimm an der Idee eines gesellschaftlichen Pflichtjahrs? 70 Jahre (oder mehr) tut die Gesellschaft was für uns. Warum nicht 1 Jahr etwas für die Gesellschaft tun? Jeder sucht sich was aus: von Bundeswehr bis Hausaufgabenhilfe. Demokratie lebt von Rechten & Pflichten.“

www.cdu.de/…
www.morgenpost.de/…
www.sueddeutsche.de/…
twitter.com/sigmargabriel/…

Deutscher Engagementpreis ehrt Obdachlose, Tierschützer, Demokraten

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Das Berliner Projekt „Obdachlose zeigen Schülern ihr Berlin“ des Vereins vonquerstadtein e.V. ist am 5. Dezember 2019 mit dem Deutschen Engagementpreis ausgezeichnet worden, den das Bündnis für Gemeinnützigkeit und Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey (SPD) verleihen. Weitere Preisträger waren Schülerinnen, die sich gegen Mikroplastik engagieren, die CDS GmbH, die Mitarbeiter mit körperlichen Einschränkungen beschäftigt, die Ostritzer Friedensfestinitiative, das Duisburger Stadtentwicklungsprojekt „Tausche Bildung für Wohnen e.V.“ und der Verein „ichbinhier“, der sich gegen Hass im Internet einsetzt. Den Publikumspreis erhielt „Soko Tierschutz e.V.“ Im Bündnis für Gemeinnützigkeit sind Organisationen der Zivilgesellschaft zusammengeschlossen. Der Preis wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, der Deutschen Fernsehlotterie und der Deutsche Bahn Stiftung gefördert.

www.deutscher-engagementpreis.de

Süddeutsche: Kritik an Kürzung bei Demokratieförderung

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Das Bundesfamilienministerium gibt im Programm „Demokratie leben“ mehr Geld an Kommunen und weniger Geld direkt an Modellprojekte. Außerdem wurde die maximale Fördersumme pro Projekt erhöht, sodass weniger Organisationen bedacht werden und voraussichtlich 140 Organisationen leer ausgehen. „Erstaunlich ist, dass andere Bundesprogramme viel geräuschloser über sehr lange Zeiträume laufen, trotz Modellcharakterzwang“, analysierte Henrike Roßbach in der Süddeutschen Zeitung, und nannte als Beispiel die Modellprogramme für Mehrgenerationenhäuser: „Fakt aber ist, dass die Häuser im Großen und Ganzen alle noch stehen – und mehr werden. Vielleicht hat das auch damit zu tun, dass sie politisch nicht gerade brisant sind. Bei der Extremismusprävention dagegen wird jede Million mehr oder weniger zu einem politischen Signal.“ Der Beitrag hat den Titel „Fast 140 Demokratie-Initiativen gehen leer aus“ und erschien am 26. November 2019.

www.sueddeutsche.de/…