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Gudrun Sonnenberg

Visionen für die digitale Zukunft

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Rechenzentren, die mit erneuerbaren Energien betrieben werden, Hardware, die bei Defekten nicht gleich entsorgt, sondern repariert wird: Solche und weitere Visionen für die digitale Welt im Jahr 2030 sind von 15 zivilgesellschaftliche Organisationen entworfen und im September 2021 veröffentlicht worden. Sie enthalten auch Forderungen nach Barrierefreiheit, Regeln für gemeinnützige Plattformen und neuen Lernformen. Beteiligt sind unter anderem der Verein „Sozialhelden“, die Free Software Foundation, Wikimedia Deutschland und der „Arbeitskreis Zukunftsfähige Digitalität“.

digitalezivilgesellschaft.org/digitalvisionen/
netzpolitik.org/2021/digitale-zivilgesellschaft-positive-visionen-statt-abwehrkaempfe/

Niedersachsen: Bürgerstiftungen veranstalten Engagement-Tag für Unternehmen

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Am 16. September 2021 hat die 15. Auflage des Aktionstages „Brücken bauen“ stattgefunden. Die Bürgerstiftungen aus Braunschweig, Wolfsburg und Salzgitter haben insgesamt rund 240 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von 25 Unternehmen aus der Region für den Einsatz in 34 sozialen Projekten vermittelt. Auf einer Online-Projektbörse konnten sich die sozialen Einrichtungen vorab vorstellen und ihre Vorhaben beschreiben. Die Unternehmen konnten sich über die Onlineplattform für Projekte anmelden. Unter den Engagierten waren auch 27 Angestellte der Volksbank Braunschweig Wolfsburg, die unter anderem Hochbeete in einem Kindergarten und einen Schulhof saniert haben.

www.bruecken-bauen-online.de/
www.buergerstiftungbraunschweig.de
www.buergerstiftung-wolfsburg.de
www.buergerstiftung-salzgitter.de
regionalheute.de/bruecken-bauen-fuer-das-ehrenamt…

Mülheim an der Ruhr: Schüler nähen Kissen für Brustkrebspatientinnen

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Bis zu acht Schülerinnen und Schüler der Städtischen Realschule Stadtmitte in Mülheim an der Ruhr stellen in der „AG Nähen“ Stoffherzen für Brustkrebspatientinnen her, die zur Druckentlastung nach einer Brust-Operation dienen und gleichzeitig als Seelentröster wirke: Das ist das sozialgenial-Projekt des Monats September 2021. Fünft- und Sechst-Klässler im offenen Ganztagsbereich der Schule haben mitgeholfen, die Kissen zu stopfen. Neben der Schulsozialarbeiterin begleiten die Obfrau der Mülheimer Gynäkologinnen und Gynäkologen sowie die Vikarin der Kirchengemeinde das Projekt. Im Unterricht ist es an die Fächer Biologie und Religion angebunden. Ziel ist es, das Projekt so auszubauen, dass in Zukunft alle Frauen in Mülheim an der Ruhr bei Diagnosestellung Brustkrebs ein Herzkissen überreicht bekommen. Für den Weltbrustkrebstag am 1. Oktober 2021 ist ein Nähmarathon geplant.

www.rs-stadtmitte.de/index.php/ganztag/ganztag-ags
www.aktive-buergerschaft.de/service-learning/sozialgenial-praxisbeispiele/

Teambank: Bankkunden zahlen ungern für Nachhaltigkeit

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Nur eine Minderheit von Bankkundinnen und -kunden ist bereit, für nachhaltige Bank- oder Versicherungsprodukte mehr Geld zu zahlen oder Einbußen bei der Rendite hinzunehmen. Das habe die repräsentative Studie „Liquidität 50Plus“ ergeben, meldete im Juli 2021 die Teambank AG. Bei den über 50-Jährigen nähmen nur 27 Prozent Abstriche hin, bei den unter 30-Jährigen dagegen 45 Prozent. Das liege weit unter der generellen Bereitschaft von rund 50 Prozent, höhere Preise für Nachhaltigkeit zu zahlen, so die Teambank. Die Studie „Liquidität 50Plus“ wird seit 2013 regelmäßig durchgeführt. 2021 wurden 3.158 Menschen zwischen 18 und 79 Jahren online befragt.

www.teambank.de/medien/presse/pressemitteilungen/green-banking-nachhaltigkeit-wird-das-neue-normal/

Die Zeit: „Das Problem als Bürger angehen, nicht als Konsument“

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Wer die CO2-Emissionen reduzieren will, die durch die Online-Kommunikation und Mediennutzung entstehen, sollte sich politisch engagieren, sagt Chris Adams von der Green Web Foundation im Interview mit Meike Laaf von der „Zeit“. Zwar sei nichts dagegen einzuwenden, wenn sich auf Konsumentenebene Nutzer beispielsweise bei Providern anmeldeten, die erneuerbare Energien einsetzten. Adams warnt jedoch vor individuellem Aktionismus: „Ohne ein Verständnis dafür, wo diese Energiefresser sind, konzentriert man sich sehr leicht auf die falschen Dinge. Und fühlt sich schrecklich – wegen Dingen, die in dem gesamten Prozess das kleinste Problem darstellen.“ Um die Probleme der CO2-Emissionen nachhaltig zu lösen, brauche es politische Regulierung. Adams mahnt, den gesamtgesellschaftlichen Zusammenhang zu betrachten: „Hätten wir eine künstliche Intelligenz, die ohne fossile Brennstoffe funktioniert, aber noch immer diskriminiert, dann sind wir weit davon entfernt, alle gesellschaftlichen Probleme zu lösen.“ Der Beitrag erschien am 22. September 2021 unter dem Titel „Ihr Cappuccino hat den gleichen CO₂-Fußabdruck wie zwei Stunden Zoom“.

www.zeit.de/digital/internet/2021-09/oekologischer-fussabdruck-co2-green-web-foundation-chris-adams-technik/komplettansicht

Die Zeit: Zivilgesellschaft ist fehlbar

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„Staat bedeutet in letzter Konsequenz Machtmissbrauch, Zivilgesellschaft edle Gesinnung – diese eingeübte Asymmetrie erklärt die Abneigung, Bewegungen wie ‚Querdenken‘ in den Bereich der Zivilgesellschaft aufzunehmen“, schreibt Oliver Weber unter dem Titel „Wenn gute Bürger quer denken“ in der Zeit. Die Liste der Organisationen, die auf der „dunklen“ Seite der Zivilgesellschaft stehen, werde immer länger. „Blickt man ungetrübt auf das Geschehen, muss man zugeben: Eine Demokratie kann auch an ihrer Zivilgesellschaft zugrunde gehen“, so Weber. Solange die Zivilgesellschaft als Hoffnungsträger gelte und dem Staat misstraut werde, sei mit einem weiteren Wachstum der „dunklen“ Seite zu rechnen, prognostiziert er. Der Beitrag erschien am 22. September 2021.

www.zeit.de/2021/39/querdenken-bewegung-zivilgesellschaften-demokratie-demonstration

Planet Wissen: „Mix von Motiven“

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„Bei jedem Stifter und jeder Stifterin gibt es einen Mix an Motiven, der schwer zu entwirren ist“, sagte am 8. September 2021 Stiftungsexperte Dr. Rupert Graf Strachwitz in der Planet-Wissen-Sendung des Bayerischen Rundfunks „Welt verbessern, Steuern sparen – Was ist Philanthropie?“ Altruismus, Renommee und Religion lägen der Großzügigkeit zugrunde. Die Sendung fragte nach Legimitation und Gerechtigkeit und versuchte, die selbstgestellte Frage historisch, mit Stiftungsporträts und Porträts von Superreichen zu beantworten. Im Studio halfen dabei korrigierend und mit fachlicher Expertise Strachwitz sowie Prof. Dr. Pascal Goeke von der Pädagogischen Hochschule Linz.

www.planet-wissen.de/video-welt-verbessern-steuern-sparen–was-ist-philanthropie-100.html

Arte/NDR: „Am Aktivismus von Greenpeace scheiden sich die Geister“

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Per Gleitschirm ins Stadion, mit dem Schlauchboot gegen Walfänger: „Am Aktivismus von Greenpeace scheiden sich die Geister. Schon immer“, sagt die Sprecherin der NDR-Dokumentation „Von der Ökobewegung zum Konzern“, die der Fernsehsender Arte am 2. September 2021 in seine Mediathek gestellt hat. Der Beitrag blickt hinter die Kulissen und stellt fest, auch intern wurde und wird heftig diskutiert. Während Greenpeace-Mitgründer Paul Watson die Greenpeace-Aktionen gegen den Walfang „unterwürfig“ nennt und mit seiner eigenen Organisation „Sea Shepherd“ gewaltsam gegen illegalen Wal- und Delfinfang vorgeht, betont Jennifer Morgan, seit 2016 Geschäftsführerin von Greenpeace International: „Gewaltfreiheit ist unser Prinzip.“ Die Dokumentation ist aus Anlass des 50-jährigen Gründungsjubiläums von Greenpeace produziert worden.

WWW.ARTE.TV/DE/VIDEOS/098391-000-A/VON-DER-OEKOBEWEGUNG-ZUM-KONZERN/

npoR: Licht und Schatten im Anwendungserlass zur Abgabenordnung

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Der neue Anwendungserlass zur Abgabenordnung bietet für Dr. Christian Kirchhain einigen Anlass zu lobenden Ausführungen in der „npoR – Zeitschrift für das Recht der Non Profit Organisationen“. So begrüßte er etwa die Abschnitte zur Zweckidentität zwischen einer Geber- und einer Empfängerkörperschaft, die Erweiterungen in der Akzeptanz von Dienstleistungen und Nutzungsüberlassungen als Bestandteil von Förderung oder den Paradigmenwechsel, dass auch reine Holdings an der Spitze eines gemeinnützigen Konzerns gemeinnützig sein können. Handlungsbedarf für die weitere Überarbeitung – die er für den Herbst 2021 erwartet – sieht Kirchhain dagegen noch beim Rahmen politischer Betätigungen gemeinnütziger Körperschaften sowie bei der Präzisierung des Wettbewerbsbegriffs: Hier stehe aus, die Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs anzuwenden – „völlig unverständlich“ findet Kirchhain – und die Finanzverwaltung müsse klarstellen, „dass ein ‚Wettbewerb‘ nur vorliegt, wenn kommerzielle, auf Gewinnerzielung ausgerichtete Unternehmen aus der zu beurteilenden Tätigkeit bei realistischer Beurteilung eine Rendite erwarten können“. Der Beitrag erschien unter dem Titel „Der neue Anwendungserlass zur Abgabenordnung: viel Licht, ein großer Schatten“ in npoR Heft 5/2021. (Siehe auch Rubrik Politik.)

rsw.beck.de/zeitschriften/npor/npor

Zu teuer

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In Bildung zu investieren, ist eine gute Sache. Dennoch hat der Bundesfinanzhof (BFH) einer staatlich anerkannten Privatschule im Rheinland die Gemeinnützigkeit entzogen, berichtete Spiegel online am 16. September 2021. Begründung des BFH: Wer hier in die Bildung seiner Kinder investiert, investiert zu viel – jedenfalls aus Sicht der Allgemeinheit, deren Mitglieder sich die hohen Gebühren der Schule nicht leisten können. Mit monatlichen Kosten zwischen 950 und 1450 Euro zuzüglich Verpflegung, Material und Veranstaltungen lägen die Kosten für 80 Prozent der deutschen Haushalte unterhalb des Machbaren, so der BFH. Da hilft es auch nicht, dass für Kinder aus Familien mit einem Haushaltsnettoeinkommen unter 5000 Euro ein Vollstipendium beantragt werden kann: „Bei einer Stipendiatenquote von weniger als zehn Prozent ist daher die Annahme gerechtfertigt, dass die Schülerschaft sich nicht als Ausschnitt der Allgemeinheit darstellt“, zitierte der Spiegel aus dem Urteil des BFH (AZ: V R 31/19).

www.spiegel.de/…