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Gudrun Sonnenberg

Interview: „Der Zusammenhalt wird stärker werden“

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Landauf, landab wird gegenwärtig der Niedergang des gesellschaftlichen Zusammenhalts diagnostiziert. Doch Prof. Dr. Nicole Deitelhoff, geschäftsführende Sprecherin des Forschungsinstituts Gesellschaftlicher Zusammenhalt (FGZ), ist optimistisch, dass sich die Wahrnehmung wieder umkehrt. Dabei spielt auch das bürgerschaftliche Engagement eine Rolle.

von Dr. Stefan Nährlich (Stiftung Aktive Bürgerschaft)

Neue Telefonnummern

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Die Telefonnummern der Aktiven Bürgerschaft haben sich geändert. Die Zentrale ist jetzt unter 0157 80 69 23 3-0 zu erreichen. Weitere Informationen zu den Durchwahlen der einzelnen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gibt es auf der Team-Seite der Homepage.

www.aktive-buergerschaft.de/team

Neue Kolleginnen in der Aktiven Bürgerschaft

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Mit Jaisana Ryskeldieva und Martina Pohle haben im August 2021 zwei neue Kolleginnen im Team der Stiftung Aktive Bürgerschaft angefangen. Jaisana Ryskeldieva, die zuvor als Verwaltungsmitarbeiterin in verschiedenen Organisationen tätig war, wird für das Office Management zuständig sein. Die gelernte Buchhalterin Martina Pohle übernimmt die Buchhaltung von Ljuba Kuhn, die wir in die Elternzeit verabschieden.

www.aktive-buergerschaft.de/team

Spendeneingang nach Flutkatastrophe „atemberaubend“

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Das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) schätzt, dass die Spenden für die Opfer der Flutkatastrophe im Westen Deutschland sich auf 500 bis 600 Millionen Euro belaufen werden. Das sagte DZI-Geschäftsführer Burkhard Wilke in einem Gespräch mit der „Wirtschaftswoche“ (siehe auch Presseschau). Anfang August zählte das DZI bereits 360 Millionen Euro. Gegenüber bürgerAktiv gab die „Aktion Deutschland hilft“, die mit der ARD zusammenarbeitet, am 26. August 2021 einen Spendenstand von 187 Millionen Euro an. Das Aktionsbündnis Katastrophenhilfe bezifferte der Wirtschaftswoche zufolge am 17. August 2021 die eingegangene Summe auf 85 Millionen Euro.

Die Organisationen seien phasenweise mit der Erfassung der Summen nicht mehr nachgekommen, so Dr. Max Mälzer, Geschäftsführer des Deutschen Spendenrats e.V., auf Nachfrage von bürgerAktiv. Sie hätten binnen Monatsfrist mehr eingenommen als sonst in einem ganzen Jahr. Mälzer nannte die Rückmeldungen aus den Hilfsorganisationen „atemberaubend“.

Neben den Spenden an Bündnisse gehen viele Spenden direkt an die einzelnen Organisationen. Der bisherige Spitzenwert in Deutschland beim Spendenaufkommen lag bei 670 Millionen Euro nach dem Tsunami in Asien. Davor wurden innerdeutsch rund 350 Millionen Euro für die Geschädigten der Flut an Donau und Elbe 2002 gespendet.

WWW.WIWO.DE/…
www.faz.net/…

Bürgerstiftungen zahlen sechsstellige Summen an Flutopfer aus

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Mehrere Bürgerstiftungen haben inzwischen Hilfsgelder aus Sonderfonds an die Geschädigten der Flutkatastrophe in Bayern, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz ausgezahlt.

Die BürgerStiftung Düsseldorf (Nordrhein-Westfalen) hat rund 533.000 Euro gesammelt und bereits ausgezahlt. Mit dem Geld werden Personen unterstützt, die in Folge des Hochwassers in existenzielle Not geraten sind. Für den Fonds hatten sowohl zahlreiche Bürgerinnen und Bürger als auch Unternehmen aus Düsseldorf gespendet.
140.000 Euro hat die Bürgerstiftung Herdecke (Nordrhein-Westfalen) für ihre Fluthilfe gesammelt. Mit dem Geld wurden bereits in über 40 Fällen die ersten Betroffenen unterstützt, beispielsweise durch die Finanzierung eines Ersatzes für defekte Waschmaschinen oder Kühlschränke.

Die Bürgerstiftung Mainz (Rheinland-Pfalz) sammelte rund 448.000 Euro. Die Mainzer Volksbank, auf deren Crowdfunding-Plattform die Fundraising-Aktion lief, hat ihrerseits weitere 224.000 Euro gespendet. Unterstützung erhielt die Bürgerstiftung auch aus Baden-Württemberg: Die Bürgerstiftung Kehl sammelte 27.000 Euro für die Aktion. Die Spenden werden über die betroffenen Landkreise sowie Städte und Kommunen eins zu eins an die Geschädigten weitergegeben.

Bürgerstiftungen hatten unmittelbar nach dem Hochwasser Sonderfonds eingerichtet und zu Spenden für die besonders stark betroffenen Ortschaften in Bayern, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz aufgerufen. (bürgerAktiv berichtete in Ausgabe 224).

www.buergerstiftung-duesseldorf.de/aktuelles/detail/sonderfonds-fuer-hochwasseropfer/
www.buergerstiftung-herdecke.de/index.html
www.buergerstiftung-mainz.de/…
www.aktive-buergerschaft.de/buergerstiftungen/hochwasserhilfe/

Gießen: Neue Stiftung unter dem Dach der Bürgerstiftung

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Die Bürgerstiftung Mittelhessen hat im Juli 2021 einen neuen Stiftungsfonds unter ihrem Dach gegründet: die Inge-Krämer-Stiftung mit einem Kapital von 50.000 Euro. Aus ihren Erträgen und zusätzlichen Spenden werden künftig gemeinnützige Projekte der Kirchengemeinden sowie der Hospiz- und Palliativmedizin im Landkreis Gießen gefördert. Gegründet wurde der Stiftungsfonds vom Sohn der Namensgeberin. Er will auf diese Weise das gemeinnützige Engagement seiner verstorbenen Mutter weiterführen.

www.bstmh.de/

Afghanistan: Verzweiflung bei Helfern

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„Ich habe ständig Kontakt mit ihnen. Jeder ruft mich an. Manche weinen am Telefon und fragen, wie es mit uns wird. Und das alles zu hören und auszuhalten, ist wirklich schwer.“ Das berichtete Qais Nezkai, ein afghanischer Übersetzer, der inzwischen in Magdeburg lebt, aus seiner Arbeit im ehrenamtlichen „Patenschaftsnetzwerk Afghanische Ortskräfte“, unter anderem dem Mitteldeutschen Rundfunk (MDR). Die Organisation kümmert sich um Menschen, die für oder mit der Bundeswehr in Afghanistan gearbeitet haben und bereits nach Deutschland kommen konnten oder noch darauf hoffen. Sie hatte in Kabul ein „Safe House“ eingerichtet, in dem sich nach der Einnahme Kabuls durch die radikalislamischen Taliban die Ortskräfte zunächst versteckten, doch musste es dann aufgelöst werden. In dem privaten gemeinnützigen Netzwerk engagieren sich unter anderem ehemalige Bundeswehrangehörige. Dem Westdeutschen Rundfunk (WDR) sagte der Vorsitzende Marcus Grotian am 16. August 2021, nur rund 20 Prozent hätten es geschafft, das Land zu verlassen. Der Verein geht von 3000 der Bürokratie nach Antragsberechtigen und weiteren 4000 Menschen aus, die mit der Bundeswehr indirekt zusammengearbeitet haben.

Die Frauenhilfsorganisation Medica Mondiale berichtete, rund 300 Frauen, die sich in einer von der Bundesregierung geförderten Partnerorganisation für Frauenrechte eingesetzt hätten, hielten sich in Kabul auf und hofften ebenfalls auf Ausreise. Die Zukunft des Engagements von Hilfsorganisationen in Afghanistan – beispielsweise auch des Afghanischen Frauenvereins und seiner ehrenamtlich organisierten Bildungsförderung – ist völlig ungewiss.

www.patenschaftsnetzwerk.de
www.afghanischer-frauenverein.de/…
www.mdr.de/…
www1.wdr.de/…
www.rbb24.de/…

Gütersloh: Schüler pflanzen Bäume fürs Klima

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Das sozialgenial-Projekt des Monats August kommt von der sozialgenial-Arbeitsgruppe „Klima und Umwelt“ an der Anne-Frank-Gesamtschule in Gütersloh. Ihr Ziel ist es, das Umwelt- und Klimabewusstsein an der Schule zu stärken und die Schule insgesamt klima- und umweltfreundlicher zu machen. Zu den Aktionen, die die 15 Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 5 bis 13 dazu planen, gehört, Bäume zu pflanzen. Einen geeigneten Kooperationspartner haben sie in der Bürgerstiftung Gütersloh mit deren Projekt „BürgerWald Gütersloh“ gefunden. Um Bäume anschaffen zu können, rufen sie nun gemeinsam zu Spenden auf, im Herbst sollen dann die ersten Spatenstiche erfolgen. Im Unterricht ist die AG der Schülerinnen und Schüler an die Fächer Biologie, Naturwissenschaften, MINT und Sozialwissenschaften angebunden.

afs-gt.de/klima-und-umwelt-baumpflanzaktion/

„Süddeutsche Zeitung“: Kümmert sich Frau Merkel?

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Was auf die acht Bürgerdialoge der Bundeskanzlerin folgte, hat die Süddeutsche Zeitung recherchiert. „Die Bilanz fällt durchwachsen aus“, berichtete Nico Fried. Merkel habe 2020 und 2021 Auszubildende, Kulturschaffende Pflegende, Polizisten, Eltern, Studierende und viele mehr getroffen, ausgesucht von mit deren Themen befassten Organisationen. Ein Familienvater, der sich einen politischen Familiengipfel wünschte, sei enttäuscht worden, die Forderung einer Studentin, die Bewilligung der Überbrückungshilfen für Studierende zu erleichtern, sei dagegen erfüllt worden. Merkel habe vieles weitergeben, so Fried. Doch sei in vielen Fällen der Bund nicht zuständig oder Änderungen politisch nicht durchsetzbar gewesen. Der Bericht erschien unter dem Titel „Makel auf Merkels Vermächtnis“ am 21. August 2021.

www.sueddeutsche.de

„Die Stiftung“: Wie Gemeinnützige Einfluss nehmen können

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Wie erreichen gemeinnützige Organisationen größtmöglichen Einfluss in der Politik? Dieser Frage geht der Artikel „Laute Stimme für die Stimmlosen“ in „Die Stiftung“ nach (Ausgabe 4 | August 2021). Zunächst unterscheidet Autor Jannis Benezeder Lobbying vom sogenannten Advocacy: Während Lobbyisten den Fokus auf politische Entscheidungsträger legten, könne Advocacy-Arbeit auch den Umweg über die Öffentlichkeit nehmen. Kampagnen, Studien und unabhängige Daten, Pressearbeit, politische Anhörungen oder Gespräche zwischen Betroffenen und Politikern seien dabei die Mittel der Wahl. Letztendlich brauche es jedoch genauso politische Verbündete, um die eigenen Ziele voranzubringen. Benezeder nennt als Akteure, die darin bereits erfolgreich waren, Michael Herbst von der Christoffel-Blindenmission (CBM) und Frank Mischo von der Kindernothilfe. Beide seien sich einig: Im Alleingang gehe gar nichts. In Netzwerken verbreitere man nicht nur sein eigenes Wissen, sie seien auch wirkmächtiger – wenngleich auf Kosten der eigenen Sichtbarkeit.

www.die-stiftung.de/magazin/