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Gudrun Sonnenberg

Studie: Wie Rechte in Vereinen und Verbänden Einfluss nehmen

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Rechtspopulisten und Rechtsextremisten versuchen, in der organisierten Zivilgesellschaft Fuß zu fassen und diese zu beeinflussen. Zu diesem Ergebnis kommen vier Forscher der Universität Kassel um den Politologen Wolfgang Schroeder in einer Studie mit dem Titel „Bedrängte Zivilgesellschaft von rechts“. Sie haben im Auftrag der Otto-Brenner-Stiftung der IG Metall untersucht, wie Rechte versuchen, in Gewerkschaften, Kirchen, Wohlfahrtsverbänden sowie Sport- und Kulturvereinen Einfluss zu gewinnen – und wie diese reagieren. Dazu haben sie 40 Interviews mit Repräsentanten dieser Organisationen und der AfD geführt.

Demnach gehen die Rechten häufig nach einem bestimmten Schema vor: Sie würden bestehende Missstände aufgreifen und so Konflikte intensivieren und in ihrem Sinne nutzen. Gewerkschafter oder Caritas-Vertreter würden als „Arbeiterverräter“ oder als „Verräter christlicher Werte“ bezeichnet oder wegen des „Verrats am nationalen Sport und der deutschen Kultur“ sowie wegen „unzureichender Unterstützung deutscher Hilfsbedürftiger“ kritisiert. Die Reaktionen der betroffenen Organisationen seien unterschiedlich, die Organisationen schwanken zwischen Ignorieren, Auseinandersetzen, Ausschließen und Abgrenzen.

WWW.OTTO-BRENNER-STIFTUNG.DE/…
WWW.SUEDDEUTSCHE.DE/…

„Deutschlandfunk Kultur“: NGOs unter Legitimationsdruck

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NGOs stünden heute zunehmend in der Kritik, heißt es in einem Beitrag von „Deutschlandfunk Kultur“ vom 8. Juni: „Zwei Tendenzen lassen sich erkennen. Zum einen wurde neben Attac auch anderen Organisationen von Finanzämtern und Gerichten die Gemeinnützigkeit abgesprochen – zuletzt im Oktober 2019 dem Netzwerk Campact. Zum anderen stehen Nichtregierungsorganisationen, etwa die Deutsche Umwelthilfe, stärker unter parlamentarischer und medialer Kritik als früher.“

In dem sehr ausführlichen Beitrag geht es auch um die Finanzierung von NGOs und die Frage, ob der globalisierngskritischen NGO Attac zurecht die Gemeinnützigkeit aberkannt wurde.

WWW.DEUTSCHLANDFUNKKULTUR.DE/NGOS-UNTER-LEGITIMATIONSDRUCK…

„Frankfurter Rundschau“: Gemeinnützigem Sektor droht Pleitewelle

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In einem Interview vom 29. Mai in der „Frankfurter Rundschau“ warnt Andreas Rickert, dass die gemeinnützigen Organisationen in der derzeitigen Krise nicht mehr lange durchhalten werden. Rickert ist der Geschäftsführer von Phineo, einer Beratungsgesellschaft für zivilgesellchaftliche Organisationen. Die Lage sei „sehr schlecht“. Er erklärt: „Behindertenwerkstätten können ihre Produkte nicht verkaufen, Kulturzentren verlieren Einnahmen aus der Vermietung von Räumen, Sportvereine müssen die Kursgebühren erstatten. Gleichzeitig laufen Kosten für Gebäude und Personal weiter.“ Staatliche Kredite seien für die Rettung nicht ausreichend, sie könnten „bestenfalls eine Übergangslösung“ sein. Dringend nötig seien direkte Zuschüsse, die nicht zurückbezahlt werden müssen. „Wenn es die nicht gibt, wird es eine Pleitewelle geben, die schlimme Auswirkungen für die Gesellschaft hätte“, warnt Rickert.

Bild: Andreas Rickert, Quelle: Phineo

WWW.FR.DE/…

Digitalisierung: Organisationen fehlt es an Ressourcen und Wissen

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57 Prozent der Non-Profit-Organisationen in Deutschland geben an, nicht über ausreichende Ressourcen für die Anwendung neuer Tools zu verfügen, 37 Prozent erklären, dass ihr Wissen dafür nicht ausreiche und gerade mal 1,1 Prozent der Organisationen haben laut ihrer Selbsteinschätzung genug Wissen und Ressourcen. Das geht aus dem Digital-Report 2020 hervor, für den das „Haus des Stiftens“ in Zusammenarbeit mit der Universität Mannheim zwischen August 2019 und März 2020 über 5.000 Organisationen befragt hat. Der Digital Report ist die größte Studie zum Thema Digitalisierung bei Non-Profit-Organisationen in Deutschland. 

WWW.DIGITAL-REPORT.ORG/REPORT

Digitalisierung: Organisationen fehlt es an Ressourcen und Wissen

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57 Prozent der Non-Profit-Organisationen in Deutschland geben an, nicht über ausreichende Ressourcen für die Anwendung neuer Tools zu verfügen, 37 Prozent erklären, dass ihr Wissen dafür nicht ausreiche und gerade mal 1,1 Prozent der Organisationen haben laut ihrer Selbsteinschätzung genug Wissen und Ressourcen. Das geht aus dem Digital-Report 2020 hervor, für den das „Haus des Stiftens“ in Zusammenarbeit mit der Universität Mannheim zwischen August 2019 und März 2020 über 5.000 Organisationen befragt hat. Der Digital Report ist die größte Studie zum Thema Digitalisierung bei Non-Profit-Organisationen in Deutschland. 

WWW.DIGITAL-REPORT.ORG/REPORT

„Der digitale Zugang zum Engagement wird immer wichtiger“

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Die Jugendforscherin Wibke Riekmann erklärt, was gemeinnützige Organisationen tun können, um junge Menschen zu gewinnen und welche Rolle die Digitalisierung dabei spielt. Fridays for Future zeige, unter welchen Bedingungen sie sich gerne engagieren.

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Berlin kündigt Hilfspaket für gemeinnützige Organisationen an

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Der Berliner Senat will gemeinnützige Organisationen in der Corona-Krise unterstützen. Dazu seien drei Programme in Vorbereitung, kündigte die Staatssekretärin für bürgerschaftliches Engagement, Sawsan Chebli, am 27. Mai 2020 an.

Geplant sei ein Soforthilfeprogramm, um vor allem kleine Initiativen und Vereine, die bislang keine anderen Hilfen erhalten haben, vor existenzbedrohenden finanziellen Problemen zu bewahren. Außerdem soll es ein Förderprogramm für „Corona-bedingtes Engagement“ geben. Ein drittes Programm soll gemeinnützigen Organisationen bei der Digitalisierung helfen.

www.berlin.de/…
www.sueddeutsche.de/…

Hessische Schule rettet Bienen

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In der Corona-Krise ist nicht nur der Schulbetrieb eingeschränkt, auch viele Service-Learning-Projekte können nicht fortgeführt werden. An der Schule am Sportpark Erbach in Hessen hätte das vermutlich das Ende der schuleigenen Imkerei bedeutet. Doch der betreuende Schulsozialarbeiter, Imker und Fachwart für Obstbaumpflege Alexander Carrasco Torres hat eine Möglichkeit gefunden, gemeinsam mit den acht beteiligten Schülern die Bienen zu retten. So hat er sich nur einzeln, und nicht in der kompletten Gruppe, mit ihnen getroffen und dabei auf Schutzmaßnahmen geachtet. Neben der Arbeit an den Bienenstöcken gehört zum Imkerei-Konzept der Schule auch die Pflege von nahe gelegenen Apfelbäumen und Streuobstwiesen, für deren Bestäubung die Bienen einen wesentlichen Beitrag leisten. So lernen die beteiligten Jugendlichen zurzeit das alte Handwerk Sensen und Dengeln kennen. Das Service-Learning-Projekt ist jahrgangsübergreifend angelegt. In Jahrgang neun steht im Biologie-Unterricht das Thema „Globale Umweltfragen“ auf dem Lehrplan. Was sie dort über Abläufe in globalen Ökosystemen und biologische Vielfalt lernen, geben die Schüler als Multiplikatoren an ihre Mitschüler im Bienenprojekt weiter, in dem das Thema einen praktischen Bezug bekommt. schule-am-sportpark.de

Bundesfinanzministerium erweitert Steuerregeln für Corona-Hilfen 

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Gemeinnützige Organisationen können ihren Beschäftigten das Kurzarbeitergeld aus eigenen Mitteln bis zu einer Höhe von insgesamt 80 Prozent des bisherigen Entgelts aufstocken, ohne dass dadurch die Gemeinnützigkeit aberkannt wird. Voraussetzung ist, dass die Aufstockung einheitlich für alle Arbeitnehmer erfolgt. Wer mehr aufstocken will, muss die Marktüblichkeit und Angemessenheit begründen. Zudem werde es gemeinnützigkeitsrechtlich nicht beanstandet, wenn die Ehrenamts- oder Übungsleiterpauschalen weiterhin geleistet werde, obwohl eine Ausübung der Tätigkeit aufgrund der Corona-Krise nicht oder teilweise nicht möglich ist, heißt es im BMF-Schreiben vom 26. Mai 2020. Damit ergänzt das BMF sein Schreiben vom 9. April 2020 (bürgerAktiv berichtete in Ausgabe April 210).

WWW.BUNDESFINANZMINISTERIUM.DE/CONTENT/DE/

Drei Bundesländer wollen Zukunftsprogramm für Zivilgesellschaft 

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Die Länder Berlin, Bremen und Rheinland-Pfalz wollen, dass die Bundesregierung ein Programm erarbeitet, um gemeinnützigen Organisationen dabei zu helfen, die Folgen der Corona-Pandemie zu bewältigen und sich zukunftssicher aufzustellen. Den entsprechenden Antrag haben die drei Länder am 12. Mai 2020 im Bundesrat eingebracht. Um die Hilfen von Bund und Ländern aufeinander abzustimmen und koordiniert umzusetzen, schlagen die drei Länder ein Gipfeltreffen von Bund, Ländern und Zivilgesellschaft in den nächsten Wochen vor. Der Antrag wurde an den Aus­schuss für In­ne­re An­ge­le­gen­hei­ten des Bundesrates überwiesen. 

www.bundesrat.de/

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