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Gudrun Sonnenberg

Dormagen: Bürgerstiftung baut Besuchshütten vor Seniorenheimen

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Die Bürgerstiftung Dormagen hat im Mai zwei Besuchshütten an Senioreneinrichtungen errichtet. Die Holzhütten ermöglichen es den Bewohnerinnen und Bewohnern der Einrichtungen, auch während der Corona-Pandemie gefahrlos Besuch zu empfangen. Dafür verfügen sie über zwei Eingänge und sind in der Mitte durch eine Glasscheibe getrennt. Die Bürgerstiftung reagiert damit auf die steigende  Vereinsamung unter älteren Menschen aufgrund der strengen Kontaktbeschränkungen in Pflegeeinrichtungen und Seniorenzentren. Die Bürgerstiftung plant in Zusammenarbeit mit Senioreneinrichtungen den Bau weiterer Hütten und wirbt dafür um Sponsoren.

LOKALKLICK.EU/

Tech-Nothilfe für den Sozialsektor

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Die ehrenamtliche Initiative „Digital Response Deutschland“ hilft Behörden und sozialen Organisationen bei der Digitalisierung, damit sie besser für die Herausforderungen im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie gewappnet sind. Die Initiative vernetzt Technologie-Experten auf freiwilliger Basis mit deutschen Behörden und Einrichtungen, die aufgrund der Corona-Krise Unterstützung benötigen. Die Initiatoren werten die Bedürfnisse der jeweiligen Organisation aus und kombinieren sie mit den Kenntnissen der freiwilligen Helfer. Beispiele für eine mögliche Unterstützung sind der Bau einfacher Anwendungen, das Aufsetzen von Tools für ein effizientes Homeoffice oder Datenanalyse und Visualisierung.

Auch wenn auf der Webseite der Initiative vor allem die Rede davon ist, dass sich das Angebot an die Verwaltungen richtet, betont Jan-Peter Böckstiegel, einer der beiden Initiatoren, im Gespräch mit bürgerAktiv, dass man auch sozialen Einrichtungen kostenlos helfen wolle. Voraussetzung dafür sei allerdings, dass das zu lösende Problem mit Covid-19 zu tun habe.

DIGITAL-RESPONSE.DE/

USA: NGO sammelt zusammen mit Lady Gaga 128 Millionen Dollar Spenden

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Die Hilfsorganisation Global Citizen hat durch ein Online-Benefizkonzert mit Stars wie Taylor Swift, Elton John oder den Rolling Stones 127,9 Millionen US-Dollar Spenden gesammelt. Das teilte die Organisation auf ihrer Website mit. Mit-Organisatorin des Konzerts war die Pop-Sängerin Lady Gaga, die auch selbst auftrat. Aus Deutschland war die Band Milky Chance mit dem Song „Stolen Dance“ dabei.

Von den gesammelten Geldern gehen nach Aussage von Global Citizen 55,5 Millionen US-Dollar an den Solidaritätsfonds der WHO zur Bekämpfung von COVID-19 und 72,8 Millionen US-Dollar an lokale und regionale Hilfsorganisationen. Global Citizen gehört zu der New Yorker NGO Global Poverty Project, die sich weltweit für Themen wie Frauenrechte, Gesundheit, Bildung oder Ernährungssicherheit einsetzt. In Deutschland unterstützt Global Citizen das Rote Kreuz.

WWW.GLOBALCITIZEN.ORG/…
WWW.WHO.INT/…

Uni Göttingen wertet Corona-Hilfe als Studienleistung

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Soziales Engagement im Kampf gegen Covid-19 wird an der Universität Göttingen als Studienleistung anerkannt. Studierende an der Fakultät Geowissenschaften und Geographie können sich bis zu sechs ECTS-Punkte anrechnen lassen, wenn sie etwa Pflegetätigkeiten übernehmen oder ehrenamtlich bei Hilfsorganisationen mitarbeiten. Das gab die Fakultät auf ihrer Homepage bekannt.

Studierende der Fakultät Geowissenschaften und Geografie der Universität Göttingen können sich demnach bis zu sechs ECTS-Punkte anrechnen lassen, wenn sie aktuell oder in den kommenden Monaten eine soziale Tätigkeit ausüben. Für 20 Stunden Engagement zur Bewältigung von Covid-19 gibt es einen Punkt, angerechnet werden die Credits im Modul Schlüsselkompetenzen.

Auch an einigen anderen Hochschulen können sich Studierende ein Engagement als Studienleistung anerkennen lassen. Zum Beispiel besteht diese Möglichkeit an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg oder dem Karlsruher Institut für Technologie schon länger im Modul „Service Learning“.

WWW.UNI-GOETTINGEN.DE/…
WWW.DASDING.DE/…
WWW.FORSCHUNG-UND-LEHRE.DE/…

SWR2: Zivilgesellschaft und Demokratie

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SWR2 hat dem Thema Zivilgesellschaft und Demokratie am 1. April 2020 einen fast einstündigen Beitrag gewidmet. Die Autoren vertreten die These, zivilgesellschaftliche Organisationen bekämen in Deutschland „zunehmend Gegenwind“ zu spüren. Das Attac-Urteil (bürgerAktiv berichtete in Ausgabe 197 Februar 2019 und Ausgabe 209 März 2020) zeige, „dass der demokratische Staat derzeit offensichtlich politische Kernanliegen einer demokratischen Zivilgesellschaft nicht für gemeinnützig und damit nicht für förderungswürdig hält. Förderungswürdig sind zwar Tier-, Heimat- und Naturschutz, nicht aber die Wahrnehmung und Verwirklichung von Grundrechten, der Einsatz für Frieden, soziale Gerechtigkeit, informationelle Selbstbestimmung, für Menschenrechte und die Gleichstellung der Geschlechter. Vor dem Attac-Urteil konnten sich Organisationen dabei auf Volksbildung als gemeinnützigen Zweck berufen. Damit ist es nun vorbei. Man kann es kaum weniger drastisch ausdrücken: Zentrale Anliegen einer demokratischen Zivilgesellschaft sind für diesen Staat nicht förderungswürdig.“

WWW.SWR.DE/…

Stefan Nährlich: Wir vermissen ein klares Signal der Politik

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Stefan Nährlich, der Geschäftführer der Stiftung Aktive Bürgerschaft, hat in einem Podcast an die Mitglieder des Familienausschuss im Bundestag appelliert, für den „Rettungsschirm Zivilgesellschaft“ zu stimmen. Die Bundestagsfraktion der Grünen hatte den Antrag eingebracht, in dem sie finanzielle Soforthilfen für gemeinnützige Organisation fordert (siehe dazu auch Rubrik Politik und Staat).

Nährlich sagt in dem Podcast der Stiftung Aktive Bürgerschaft, dass „vielerorts gemeinnützige Organisationen unter prekären Bedingungen arbeiten müssen“. Die Politik lobe sonntags das Ehrenamt und lasse es in der Krise links liegen. Bisher habe ein klares Signal der Politik an die Zivilgesellschaft gefehlt, dass man sie in der Krise nicht vergessen habe. Ein solches Signal könne nun sein, dass der Familienausschuss dem Antrag der Grünen parteiübergreifend zustimmt.

WWW.YOUTUBE.COM/…

Gemeinnützige Organisationen fordern staatliche Unterstützung

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In einem offenen Brief vom 20. April 2020 haben mehrere gemeinnützige Organisationen sowie zahlreiche Experten die Bundesregierung dazu aufgefordert, Soforthilfen für die Zivilgesellschaft in der Covid-19-Pandemie bereitzustellen. Unterzeichnet haben den Brief neun Dachverbände und Organisationen, darunter der Bundesverband Deutscher Stiftungen, der Deutsche Kulturrat und der Deutsche Naturschutzring. 

Um „einschneidend negative Folgen durch die aktuelle Lähmung des öffentlichen Lebens“ für die Zivilgesellschaft zu verhindern, sei staatliche Unterstützung notwendig, heißt es in dem Brief. Unter anderem fordern die Verfasser einen Schutzfonds für zivilgesellschaftliche Organisationen und Einrichtungen, Erleichterungen im Gemeinnützigkeits- und Stiftungsrecht, die Förderung der Digitalisierung im Dritten Sektor sowie mehr Forschung zu Pandemie und Zivilgesellschaft.

Bereits im März hatten einige Organisationen wie Phineo oder der Deutsche Fundraising Verband staatliche Hilfen für die Zivilgesellschaft gefordert (bürgerAktiv berichtete in Ausgabe 209 April 2020). Den offenen Brief von Phineo haben inzwischen rund 120 Organisationen (Stand 30. April) unterzeichnet. 

WWW.DFRV.DE/…
WWW.PHINEO.ORG/…

Kommentar: Das Schweigen der Lämmer?

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von Holger Backhaus-Maul: Vereinzelt werden Respekt und Anerkennung gegenüber der Zivilgesellschaft von Experten eingefordert, während zivilgesellschaftliche Spartenverbände wirtschaftliche Unterstützung für sich fordern. Aber das kann es doch nicht gewesen sein angesichts der kurzen „historischen“ Situation, in der jetzt über gesellschaftliche Zukunftsfragen entschieden wird. Wo bleiben die konkreten Vorschläge und die profunde Kritik der Zivilgesellschaft angesichts weitreichender gesellschaftspolitischer Entscheidungen?

WWW.AKTIVE-BUERGERSCHAFT.DE/DAS-SCHWEIGEN-DER-LAEMMER/

Empfehlungen für starke digitale Zivilgesellschaft

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Mehrere zivilgesellschaftliche Organisationen, die sich für eine unabhängige digitale Infrastruktur und freien Zugang zu Wissen einsetzen, haben am 1. April 2020 ihre Vorschläge für eine Stärkung der „digitalen Zivilgesellschaft“ vorgestellt. Zu den Erstunterzeichnern des Aufrufs gehören unter anderen der Chaos Computer Club, die Free Software Foundation Europe und Wikimedia Deutschland. Darin fordern sie: „Der Aufbau eines gemeinwohlorientierten digitalen Ökosystems muss endlich politische Priorität bekommen!“

Um besser auf zukünftige Krisensituationen vorbereitet zu sein, müsse die Arbeit zivilgesellschaftlicher Organisationen im digitalen Bereich gestärkt werden. Um dies zu erreichen, schlagen die Verfasser vor, eine Stiftung öffentlichen Rechts einzurichten, die Entwicklung, Wartung und Bereitstellung digitaler Technologien für die Gesellschaft fördert. Außerdem empfehlen sie der Politik, sich noch weiter für Vorschläge aus der Gesellschaft zu öffnen sowie kontinuierlich in die Entwicklung und Instandhaltung digitaler Infrastruktur und den Aufbau widerstandsfähiger Netze zu investieren.

DIGITALEZIVILGESELLSCHAFT.ORG/

Länder beschließen Hilfsprogramme für gemeinnützige Organisationen

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Mehrere Bundesländer haben wegen der Corona-Krise Soforthilfen für Vereine und teilweise auch andere gemeinnützige Organisationen beschlossen oder angekündigt.

So hat Thüringen am 15. April 2020 eine Richtlinie über Zahlungen an gemeinnützige Einrichtungen zur Minderung von finanziellen Notlagen infolge der Corona-Pandemie 2020 erlassen. Das Programm richtet sich an gemeinnützige Thüringer Einrichtungen aus den Bereichen Jugend, Soziales, Kunst und Kultur, Bildung, Sport und Medien, die von der Soforthilfe des Bundes und des Freistaats Thüringen bislang nicht erfasst werden.

In Hessen sollen Sport-, Kultur sowie anderweitig gesellschaftlich engagierte Vereine ab Mai bis zu 10.000 Euro Unterstützung erhalten. Bedingung dafür ist, dass der Verein nicht von der öffentlichen Hand getragen wird.

In Nordrhein-Westfalen haben die Regierungsfraktionen (CDU und FDP) am 23. April 2020 angekündigt, ein Soforthilfeprogramm aufzulegen, um den Brauchtums-, Heimats- und Traditionsvereinen zu helfen.

Im Saarland kündigten die Regierungsfraktionen (SPD und CDU) am 24. April einen Rettungsschirm für Vereine an.

In Mecklenburg-Vorpommern hat das Kabinett am 21. April die Einrichtung eines Sozialfonds in Höhe von 20 Millionen Euro beschlossen. Das Hilfsprogramm richtet sich an ehrenamtlich Engagierte, gemeinnützige Organisationen, Vereine und soziale Einrichtungen der Daseinsvorsorge und Wohlfahrtspflege. Gelder aus dem Sozialfonds sollen unter anderem an Familienzentren, Tafeln, Frauenhäuser, Schullandheime, Freizeitzentren und Sportvereine gehen. 

In Rheinland-Pfalz können gemeinnützige Vereine und Organisationen, die über keine anderen wirtschaftlichen Hilfen verfügen und einen seit März entstandenen Liquiditätsengpass nachweisen können, einen Zuschuss von bis zu 12.000 Euro beantragen. 

Die Landesregierung von Schleswig-Holstein hat am 8. April ein Soforthilfepaket über rund 30 Millionen Euro für die Kultur geschnürt. Die Unterstützung richtet sich an gemeinnützige juristische Personen aus den Bereichen Kultur, Weiterbildung, Minderheiten und Volksgruppen. Bislang konnten nur öffentlich-rechtliche Einrichtungen die Hilfsmittel vom Bund beantragen, das Landesprogramm schließt nun auch ehrenamtlich getragene Kulturpartner ein.

Sachsen hat am 7. April ein Maßnahmenpaket insbesondere für die Bereiche Soziales, Kultur und Sport sowie Umwelt und Landwirtschaft beschlossen, um die Folgen der Corona-Krise abzumildern. Es hat ein Volumen von rund 55 Millionen Euro. Der Maßnahmenplan richtet sich vorrangig an Vereine und Privatpersonen, die nicht auf die Unterstützung durch Bundes- oder Landeshilfen sowie kommunaler Träger zurückgreifen können.

WWW.LANDTAG.NRW.DE/…
WWW.NDR.DE/…
WWW.SUEDDEUTSCHE.DE/…
WWW.MEDIENSERVICE.SACHSEN.DE/…
SCHLESWIG-HOLSTEIN.DE/…
BILDUNG.THUERINGEN.DE/…
WWW.HESSEN.DE/…
WWW.CDU-FRAKTION-SAAR.DE/…

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