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gudrunsonnenberg

USA: Steuerreform droht Spenden zu senken

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Die Steuerreform, die US-Präsident Donald Trump im Dezember 2017 durchgesetzt hat, könnte sich mindernd auf das Spendenaufkommen auswirken. Der Grund: Die Steuerfreibeträge werden auf 12.700 US-Dollar pro Jahr verdoppelt, sodass das Absetzen der Spenden die Steuerlast für Kleinverdiener erst ab einer höheren Schwelle reduziert. Die Vergünstigungen laufen für private Steuerzahler in zehn Jahren wieder aus, sie bleiben nur für die Unternehmen auf Dauer bestehen. Prognostiziert wird, dass der Staat durch die Reform in den kommenden zehn Jahren eine Billion US-Dollar an Einnahmen verlieren wird, was sich auf die Sozialleistungen auswirken könnte.

www.fastcompany.com/40499097/philanthropy-in-2017-saw-the-rise-of-trump-powered-giving
www.faz.net/aktuell/wirtschaft/steuerreform-in-den-usa-die-wichtigsten-fragen-und-antworten-15351951.html
www.handelsblatt.com/politik/international/us-steuerreform-zehn-ueberraschungen-im-trump-gesetz/20766522.html
www.cof.org/news/council-foundations-statement-passage-tax-cuts-and-jobs-act

Gastkommentar: Die Angst um die Spenden

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Sind die Befürchtungen gerechtfertigt, dass aufgrund der geringeren Absetzbarkeit infolge der Trumpschen Steuerreform die Spenden in den USA zurückgehen werden? Dr. Thomas Adam, Professor für Transnationale Geschichte an der University of Texas at Arlington, schlüsselt in seinem Gastkommentar für bürgerAktiv auf, wie die Änderungen im Einzelnen aussehen. Tatsächlich wird sich Spenden für viele Amerikaner finanziell betrachtet weniger lohnen. Doch wie wichtig ist dieser Aspekt für die Spender?

www.www.aktive-buergerschaft.de/kommentar-trumps-steuerreform-und-die-angst-um-die-spenden/

Zentralisierung in Polen

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Ein “Nationales Institut der Freiheit” soll künftig in Polen entscheiden, welche Nichtregierungsorganisation öffentliche Mittel erhält. Ein entsprechendes Gesetz wurde im Oktober 2017 verabschiedet. Es beinhaltet eine Zentralisierung: Vorher waren einzelne Ministerien zuständig oder auch Kommunen. Das neue Institut könnte sogar über Vergabe von Mitteln des Europäischen Sozialfonds mitentscheiden. Nichtregierungsorganisationen in Polen befürchten nun, dass Organisationen, die andere Ziele verfolgen als die nationalkonservative Regierung – beispielsweise Frauenorganisationen – keine Fördergelder mehr bekommen. Denn das Institut kontrollieren soll ein Komitee aus Politikern der Regierungspartei.

www.fluter.de/neues-gesetz-gefaehrdet-ngos-in-polen
www.bpb.de/internationales/europa/polen/260105/die-polnische-regierung-und-die-nichtregierungsorganisationen-21-11-2017

Ungarn: Mehr Kontrolle

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Die ungarische Regierung hat ein Gesetzespaket vorgelegt, das zivilgesellschaftliche Organisationen trifft, wenn sie zu einer nicht näher definierten “illegalen Migration” beitragen: Sie müssen sich gerichtlich registrieren, Strafsteuern von 25 Prozent auf Einnahmen aus dem Ausland zahlen und ihnen könnte der Zutritt zu einer acht Kilometer breiten Zone an der Schengen-Außengrenze verboten werden. Über diese Pläne berichtete das Nachrichtenmagazin Der Spiegel am 24. Januar 2018. Der Gesetzentwurf trägt den Titel “Stop Soros”: Der in Ungarn geborene US-Milliardär George Soros fördere eine “Invasion” illegaler Migranten, behauptet der ungarische Regierungschef Viktor Orbán.

www.spiegel.de/politik/ausland/gesetzentwurf-in-ungarn-schikanen-gegen-fluechtlingshelfer-a-1189198.html

Großbritannien: Gemeinnützige verlieren 250 Millionen Pfund wegen Brexit

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Den gemeinnützigen Organisationen Großbritanniens droht der Verlust von 258 Millionen Pfund nach dem Austritt Großbritanniens aus der EU. So hoch seien 2015 die Zuwendungen aus EU-Mitteln an britische Nonprofit-Organisationen gewesen, hat im November 2017 die britische Fundraising-Beratung “Directory of Social Change” hochgerechnet.

www.theguardian.com/voluntary-sector-network/2017/dec/07/charities-lose-at-least-258m-after-brexit-no-government-strategy

Völkerkundemuseum: Soap in Heidelberg

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Drehbuchautoren, denen der Stoff auszugehen droht, könnten in Heidelberg fündig werden, sofern ihre Serie Intrigen, öffentliche Schlammschlachten und Machtspiele beinhalten soll. All das nämlich findet sich in den Auseinandersetzungen um das Völkerkundemuseum Heidelberg, dessen Betreiber, die von Portheim Stiftung, seit Jahrzehnten unter Geldsorgen leidet und nun mit der Stadt um Zuschüsse kämpft. Bleiben sie aus, droht der Stiftung irgendwann das Aus, dann fällt sie an die Stadt, ebenso wie das Barockpalais, in dem das Museum residiert – eine malerische Kulisse gibt es also auch. Des Weiteren ist in den Medien über Gerichtsverhandlungen, Tagesordnungsstreits, Blockaden des Kuratoriums, Absetzung seines Vorsitzenden, geheime Papiere, öffentliche Anschuldigungen und vielen fernsehreifen Peinlichkeiten zu lesen. Wer die Lektüre wagt, möge mit Kopfschütteln und Seufzen rechnen.

www.swr.de/swr2/kultur-info/-/id=9597116/nufhh0/index.html
www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/streit-um-voelkerkundemuseum-erhobenen-hauptes-15346885-p4.html