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Gudrun Sonnenberg

Fußballstars spenden Millionen für Kampf gegen Corona-Krise

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Die beiden Fußballer Joshua Kimmich und Leon Goretzka (beide FC Bayern und deutsche Nationalmannschaft) haben die Initiative #WeKickCorona ins Leben gerufen. Auf der Plattform wekickcorona.com finden Interessierte alle Informationen, wie in Not geratene Institutionen mit Geldspenden unterstützt werden können. Gleichzeitig können sich Organisationen bewerben, wenn sie Hilfe beantragen möchten.

Goretzka und Kimmich stellten zusammen eine Million Euro zur Verfügung und animierten Kollegen wie Mats Hummels, Benedikt Höwedes oder Jonathan Tah zu Spenden. Aber nicht nur Fußballprofis können für #WeKickCorona spenden, auch hunderte private Spenden sind eingegangen. Bis Dienstag, den 31. März kamen so über vier Millionen Euro zusammen. Unter den Organisationen, denen die Fußballer bereits finanzielle Hilfe zugesagt haben, sind der Deutsche Kinderhospizverein, die Tafel oder die Caritas Altenhilfe Bochum.

Die Stiftung der Hamburger Volksbank unterstützt das Projekt gebührenfrei und sorgt dafür, dass jede Spende schnell und zielgerichtet ankommt.

Zuvor hatte bereits die deutsche Fußballnationalmannschaft angekündigt, dass sie angesichts der Corona-Krise 2,5 Millionen Euro spenden werde.

WWW.WEKICKCORONA.COM/
ANTRIEB.HAMBURG/WEKICKCORONA…

WWW.DFB.DE/…
www.spiegel.de/sport/fussball/leon-goretzka-und-joshua-kimmich-im-interview…

83 Prozent der Menschen leben in Unfreiheit

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Lediglich drei Prozent der Weltbevölkerung genießen uneingeschränkte zivilgesellschaftliche Freiheiten. Sie leben in Staaten, die die Grundrechte voll respektieren und schützen wie Deutschland und Neuseeland. 14 Prozent der Menschheit leben in Ländern, wo diese Grundrechte leicht eingeschränkt sind, etwa in Polen oder Südafrika. 

Das geht aus dem „Atlas der Zivilgesellschaft“ hervor, den die Hilfsorganisation „Brot für die Welt“ erstellt hat. Die Daten und Einschätzungen für den Atlas kommen von der internationalen Non-Profit-Organisation „Civicus“, die sich für die Rechte der Zivilgesellschaft weltweit einsetzt und ihren Hauptsitz in Südafrika hat.

Demnach leben 83 Prozent aller Menschen in Ländern, die die Grundrechte stärker beschränken (zum Beispiel Ungarn), die Zivilgesellschaft unterdrücken (zum Beispiel Russland) oder ein komplett geschlossenes Gesellschaftssystem geschaffen haben (zum Beispiel China). 

„Der Atlas der Zivilgesellschaft“ kann kostenlos heruntergeladen werden.

WWW.BROT-FUER-DIE-WELT.DE/…/ATLAS-DER-ZIVILGESELLSCHAFT/
MONITOR.CIVICUS.ORG/

 

FDP-Gutachten: Engagement in NRW Milliarden wert

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Die FDP-Landtagsfraktion von Nordrhein-Westfalen hat ein Gutachten erstellen lassen, um den monetären Wert des Ehrenamtes in ihrem Bundesland zu berechnen. Setzt man dabei den derzeit geltenden Mindestlohn von 9,19 Euro für eine Stunde Engagement an, leisten die Menschen in NRW demnach jedes Jahr Arbeit im Wert von rund 6,4 Milliarden Euro. Legt man den Bruttodurchschnittsstundenverdienst für Nordrhein-Westfalen an, steigt der Betrag auf 12,5 Milliarden Euro an. Noch höher ist der Wert, wenn man berücksichtigt, dass viele der Engagierten ihre beruflichen Qualifikationen für ihr Engagement einsetzen: 14,77 Mrd. € sind es, wenn man die Qualifizierungen der Engagierten mit branchenüblichen Entgelten des produzierenden und dienstleistenden Gewerbes in NRW ansetzt.

Rund ein Drittel der befragten Menschen ab 18 Jahren in NRW gaben an, bürgerschaftlich engagiert zu sein. 3 Stunden pro Woche wenden die Bürger in NRW durchschnittlich für ihr Engagement auf. Das Gutachten ist im Januar 2020 erschienen.

FDP.FRAKTION.NRW/…

Werbung an Schulen: „Sponsoring darf kein Einfallstor sein“

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Der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) und die Bildungsgewerkschaft „Verband Bildung und Erziehung“ (VBE) bemängeln in einem gemeinsamen Statement vom 11. März 2020, dass es an wirkungsvollen Gesetzen, Kontrollen und Transparenz fehle, um Schüler vor Werbung an Schulen zu schützen. Das sei aus einer Befragung der Kultusministerien der Bundesländer hervorgegangen.
Deshalb fordern der VZBV und der VBE in einem gemeinsamen Statement ein generelles Werbeverbot an Schulen. Klaus Müller, Vorstand des VZBV sagte, „Sponsoring darf kein Einfallstor sein.“ Unterrichtsmaterialien, Expertenbesuche, Lehrkräftefortbildungen, Wettbewerbe oder Veranstaltungen würden dafür genutzt, Werbung in Form etwa von Logos, Produkten, Marken oder Themen und Interpretationen zu platzieren.

Für die Umfrage hatten die Schulministerien in allen 16 Bundesländern einen Fragenkatalog erhalten, in dem es unter anderem um gesetzliche Regelungen zu Werbung und Sponsoring in Schulen und um aktuelle Kooperationen ging. Zwei Bundesländer, Bremen und Mecklenburg-Vorpommern, beantworteten die Fragen nicht.

WWW.VBE.DE/…
WWW.VZBV.DE/…

Stefan Nährlich fordert Krisenhilfe für Zivilgesellschaft

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Der Geschäftsführer der Stiftung Aktive Bürgerschaft, Dr. Stefan Nährlich, hat die Bundesregierung dazu aufgerufen, Vereine, Stiftungen und Verbände in der Krise zu unterstützen. „Widmen Sie die im Haushalt eingeplanten 30 Millionen Euro in einen Unterstützungsfonds für die Digitalisierung der Zivilgesellschaft um“, sagte er in einer Video-Botschaft vom 24. März 2020. Dafür könne der Aufbau der Geschäftsstelle der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt auf das nächste Jahr verschoben werden. Denn durch die erzwungene Umstellung auf die Arbeit im Home-Office entstünden zusätzliche Kosten, vielen Organisationen fehle es an Geld „für die Miete von Online-Diensten und Web-Anwendungen, für Software-Abonnements und auch für Schulungen und Weiterbildungen“.

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Anzahl der Spender sinkt

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Die Anzahl der privaten Spender ist in Deutschland seit 2005 stark gesunken. Das geht aus der „Bilanz des Helfens“ hervor, einer Studie der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK), die der Deutsche Spendenrat jährlich in Auftrag gibt und veröffentlicht. Demnach haben im Jahr 2019 nur noch 19,5 Millionen Menschen eine Geldspende getätigt, 2018 waren es noch 20,5 Millionen und im Jahr 2005, als die Erhebung des Spendenrates zum ersten Mal veröffentlicht wurde, waren es noch 34,6 Millionen Personen. Dennoch war das Spendenvolumen 2019 auf hohem Niveau: 5,1 Milliarden Euro gaben die Deutschen letztes Jahr für den guten Zweck – das fünftbeste Ergebnis seit 2005.

Das relativ gute Ergebnis kam dadurch zustande, dass die einzelnen Spender letztes Jahr laut der Studie mit durchschnittlich sieben Mal so häufig wie noch nie etwas für den guten Zweck gegeben haben und die durchschnittliche Spende mit 37 Euro weiterhin auf einem hohem Niveau lag.

Der Spendenrat untersucht nicht nur das Spendenvolumen sondern auch die Anzahl der Spender, die Spendenhäufigkeit und das Alter der Spender, während andere Analysen, wie die des Statistischen Bundesamtes, vor allem die Spendensumme erheben (siehe dazu auch die Nachricht in der Rubrik „Politik und Staat“).

WWW.SPENDENRAT.DE/…/BILANZ_DES_HELFENS_2020.PDF

Frauen haben in NGOs schlechtere Karrierechancen als Männer

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Rund 70 Prozent der Arbeitnehmer im Nichtregierungs- und Stiftungssektor sind Frauen. In den Führungsetagen hingegen haben Männer das Sagen: Nur etwa 30 Prozent der Leitungsebenen und Aufsichtsgremien sind mit Frauen besetzt. Dies zeigt die erste Studie des neu gegründeten Vereins Fair Share of Women, der „Fair Share Monitor 2020“. Allerdings ist die Datenlage der Auswertung dünn: Gerade mal 31 Organisationen hat der Verein für die Studie befragt.

Eine größer angelegte Studie zu dem Thema hat allerdings 2017 die Politikwissenschaftlerin Annette Zimmer im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend durchgeführt. Und auch sie kam zu ähnlichen Ergebnissen: Demnach seien über 75 Prozent der Belegschaft von Non-Profit-Organisationen weiblich. Auf Führungsebene seien Frauen jedoch „kaum beteiligt“.

HTTPS://WWW.FAIRSHAREWL.ORG/…
HTTPS://WWW.ZEIT.DE/…
HTTPS://WWW.BMFSFJ.DE/…

„NDR Kultur“: Zivilgesellschaft muss trotz Corona-Krise wachsam bleiben

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Ulrich Kühn, der Leiter der Literaturredaktion von „NDR Kultur“, warnt, dass wir als „derangierte Gesellschaft“ aus der Krise aufwachen, wenn wir nicht aufpassen. Die Zivilgesellschaft sei jetzt besonders gefragt: „Was hilft, Corona zu stoppen, soll getan werden und verdient Unterstützung. Aber bei vollem Bewusstsein. Wenn Freiheitsrechte eingeschränkt werden, haben wir Grund zu sprechen. Wenn die Bundeswehr ins Zivile greift, und sei es mit helfender Hand, haben wir Grund zu sprechen. Wenn Öffentlichkeit außer Kraft ist, bis auf Grundfunktionen: Müssten wir nicht über uns erschrecken, wenn wir das, stöhnend vielleicht, als die ‚neue Normalität’ begrüßten?“

WWW.NDR.DE/…

„Deutschlandfunk“: Mit Stiftungen gegen Immobilien-Spekulation

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Gemeinnützige Stiftungen können dabei helfen, dass Mieten nicht unverhältnismäßig stark steigen, indem sie Grundstücke kaufen und so vor Spekulanten schützen. Der Deutschlandfunk hat dem Thema am 3. März 2020 einen ausführlichen Beitrag gewidmet:

„André Sacharow gehört zu einer Gruppe Berliner Bürger, die etwas aufbauen will, das es in Deutschland bislang noch nicht gibt: einen sogenannten Community Land Trust. Eine griffige deutsche Übersetzung dafür gibt es nicht. Man kann aber sagen: Es handelt sich um eine gemeinnützige Organisation, die bezahlbaren Wohnraum und Gewerbeflächen entwickelt und verwaltet.“

In dem Artikel wird erklärt, wie diese Stiftungen zu günstigeren Mieten beitragen können: „Weil Grund und Boden gerade in Großstädten so teuer geworden sind, sollen das Grundstück, auf dem ein Gebäude steht, und das Gebäude selbst zwei unterschiedlichen Eigentümern gehören. Die Stiftung von Sacharow und seinen Mitstreitern erwirbt das Grundstück. Das darauf stehende Haus könnte beispielsweise eine Genossenschaft kaufen. Für die Nutzung des Grundstücks zahlen die Besitzer des Gebäudes Miete – einen sogenannten Erbpachtzins.

Der Vorteil für beide Seiten: Sie müssen deutlich weniger Geld investieren. Und weil der Hausbesitzer viel geringere Ausgaben hat, kann er seine Wohnungen oder Gewerbeflächen zu günstigeren Preisen vermieten. Wohnen und ein Gewerbe zu betreiben, könnte auf diese Weise auch in attraktiven Großstadtlagen wieder bezahlbar werden.“

WWW.DEUTSCHLANDFUNKKULTUR.DE…

„FAZ“: Ein Verein erobert den Stadtraum

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Die FAZ berichtet am 15.03.2020 kritisch über den Bonner Verein „Stiftung für Kunst und Kultur“, der an prominenten Orten der Stadt auffällige Kunstwerke aufstellt. Das wird in der ehemaligen Bundeshauptstadt kontrovers diskutiert: „Für (Tony) Craggs sechs Meter hohe Skulptur ‚Mean Average‘ auf dem Remigiusplatz musste ein Brunnen weichen. Es spricht viel dafür, dass Smerling sein Projekt der Okkupation des Stadtraums durch den privaten Geschmack wie geplant wird durchziehen können. Durch professionelle Bearbeitung der Öffentlichkeit hat er die Stadtverwaltung in eine Defensive manövriert, aus der sie nur schwer wieder herausfinden wird.“

WWW.FAZ.NET/…