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Ingo Wilhelm

Berliner Volksbank gründet Stiftungsfonds und initiiert erstes Auftaktprojekt

150 150 Stiftung Aktive Bürgerschaft
  • Berliner Volksbank startet zum 75. Jubiläum neuen Stiftungsfonds w!r – ausgestattet mit einem Stiftungskapital von 100.000 Euro
  • Start ist ein Auftaktprojekt, das sich an Bürgerstiftungen im Geschäftsgebiet der Bank richtet – mit einer extra Spende von 50.000 Euro
  • Gemeinsamer Auftakt mit der Stiftung Aktive Bürgerschaft erfolgt zum Tag des Ehrenamtes am 5. Dezember

Berlin, 03.12.2021 – Im 75. Jahr ihres Bestehens verstärkt die Berliner Volksbank ihr gesellschaftliches Engagement für die Region Berlin und Brandenburg: Der dafür gegründete, neue Stiftungsfonds w!r – gesprochen „wir“ – geht an den Start. Ziel ist die Förderung von Projekten, die den sozialen Zusammenhalt in der Region stärken und Zukunftschancen für die Menschen in der Region eröffnen. Initial wurde der Stiftungsfonds mit einem Startkapital von 100.000 Euro ausgestattet.

„Wir wollen Initiativen von Bürgerinnen und Bürgern unterstützen, die sich in ihren Orten und Kiezen für das Gemeinwohl einsetzen. Ganz nach dem genossenschaftlichen Motto: Was einer allein nicht schafft, das schaffen viele“, so formuliert es Carsten Jung, der Vorstandsvorsitzende der Berliner Volksbank. Auch die Werte und die lokale Verbundenheit der Berliner Genossenschaftsbank trägt der neue Stiftungsfonds im Namen. Denn das „w“ von w!r steht für die Werte der Berliner Volksbank – Zusammenhalt, Verlässlichkeit und Tatkraft – das „r“ für die Region.

Das erste Projekt des Stiftungsfonds richtet sich an die acht Bürgerstiftungen im Geschäftsgebiet der Berliner Volksbank. Sie können Projektideen für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen sowie Senioren einreichen. Damit richtet sich das Auftaktprojekt an die gesellschaftlichen Gruppen, die von den sozialen Folgen der Coronavirus-Pandemie am stärksten betroffen sind. Für das Auftaktprojekt spendet die Bank weitere 50.000 Euro. Umgesetzt wird das Auftaktprojekt mit der Stiftung Aktive Bürgerschaft, dem Kompetenzzentrum für Bürgerengagement der Volksbanken Raiffeisenbanken.

Das Vermögen des Fonds wird unter dem Dach der Stiftung Aktive Bürgerschaft verwaltet. Mit ihr entscheidet die Berliner Volksbank gemeinsam über die Projekte, die aus den Erträgen des Stiftungsvermögens und aus Spenden gefördert werden. Zum Förderspektrum gehören u.a. die Jugend- und Altenhilfe, Projekte im Öffentlichen Gesundheitswesen, im Katastrophen- und Zivilschutz sowie in der Unfallverhütung.

Ganz nach dem genossenschaftlichen Grundgedanken funktioniert der Stiftungsfonds als „Hilfe zur Selbsthilfe“. Deshalb richtet sich das erste Projekt auch an die Bürgerstiftungen in der Region. Dazu erklärt Dr. Stefan Nährlich, Geschäftsführer Stiftung Aktive Bürgerschaft. „In Bürgerstiftungen finden sich Menschen zusammen, die vor Ort etwas bewegen wollen. Sie übernehmen Verantwortung für ihre Umgebung und ihre Gemeinschaft – und treiben die Themen, die ihnen wichtig sind, eigenverantwortlich voran“, ergänzt Nährlich. Aus diesem Grund startet die Ausschreibungsphase für das Auftaktprojekt auch am Tag des Ehrenamtes. Damit soll deutlich werden, dass w!r das Engagement der Menschen vor Ort in Berlin und Brandenburg unterstützt.

Ab sofort können Mitglieder, aber auch Kunden und engagierte Bürger den Stiftungsfonds mit Spenden und Zustiftungen unterstützen.

Der Vorstandsvorsitzende Carsten Jung fasst das Engagement seiner Bank zusammen: „Wir machen uns stark für unsere Region. Und das leben wir auch mit dem Auftaktprojekt unseres neuen Stiftungsfonds. Denn damit unterstützen wir Menschen und Organisationen, die sich für Berlin und Brandenburg und damit für uns alle stark machen.“

 

Stiftung Aktive Bürgerschaft
Die gemeinnützige Stiftung Aktive Bürgerschaft ist das Kompetenzzentrum für Bürgerengagement der Volksbanken Raiffeisenbanken. Sie unterstützt bundesweit die 420 Bürgerstiftungen bei Managementaufgaben, Projekten und der Gewinnung von Stiftern und Aktiven. Mit dem Service-Learning-Programm sozialgenial unterstützt sie mehr als 800 Schulen in Nordrhein-Westfalen und Hessen darin, junge Menschen frühzeitig an ehrenamtliches Engagement heranzuführen. Weitere Informationen: www.aktive-buergerschaft.de

 

Pressekontakt:
Lena Guntenhöner
Stiftung Aktive Bürgerschaft
Presse und Kommunikation
Tel. 0157 80692338
E-Mail: presse@aktive-buergerschaft.de

 

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sozialgenial hilft-Förderfonds in Höhe von 10.000 Euro aufgelegt

150 150 Stiftung Aktive Bürgerschaft

Berlin, 28.10.2021 – Die Corona-Pandemie hat viele Schülerinnen und Schüler in ihrer schulischen und persönlichen Entwicklung beeinträchtigt. Um diese negativen Folgen aufzufangen, hat die Stiftung Aktive Bürgerschaft gemeinsam mit ihren Regionalförderern, der Dortmunder Volksbank eG und der Volksbank Hellweg eG, einen Förderfonds aufgelegt. Er soll sozialgenial-Mitgliedschulen in den Regionen Hellweg sowie Dortmund und Umgebung ermutigen, ihre Projekte wieder aufzunehmen, neue zu entwickeln, und ihnen die Durchführung erleichtern.

Gefördert werden sollen insbesondere solche Projekte, die einen der folgenden Aspekte in den Mittelpunkt stellen:

  • die Stärkung der Klassen- oder Schulgemeinschaft
  • die seelische Gesundheit der Schülerinnen und Schüler
  • die persönliche und schulische Entwicklung der Schülerinnen und Schüler

Der sozialgenial hilft-Förderfonds soll eine unkomplizierte und niedrigschwellige Unterstützung ermöglichen, jetzt sofort, aber auch noch später in diesem Schuljahr. Schulen können sich daher kurzfristig bis zum 15.11.2021 oder bis zum 01.02.2022 bewerben. Über die Vergabe der Mittel wird zeitnah nach Ende der jeweiligen Bewerbungsfrist entschieden. Je sozialgenial-Projekt werden bis zu 500 Euro ausgeschüttet.

„Was kannst Du gut, was Anderen nützt?“ Ausgehend von dieser Frage setzen sich Schülerinnen und Schüler bei sozialgenial aus der Schule heraus für die Gemeinschaft ein und verknüpfen Unterricht mit Engagement. „Das fördert nicht nur das soziale Miteinander, sondern bestärkt sie auch in ihrer Selbstwirksamkeit“, erklärt Dr. Stefan Nährlich, Geschäftsführer und Mitglied des Vorstandes der Stiftung Aktive Bürgerschaft. „Ich danke unseren Regionalförderern, dass sie mit uns zusammen nach dieser schweren Zeit Schülerinnen und Schülern den Zugang zu solchen Projekten erleichtern.“

Carsten Jäger, Leiter der Unternehmenskommunikation bei der Dortmunder Volksbank, freut sich sehr, „mit dem Förderfonds einen Schritt Richtung ‚Normalität‘ unterstützen zu können. Die letzten Monate waren für uns alle nicht leicht – besonders herausfordernd war die Zeit aber für Kinder und Jugendliche. Ihnen möchten wir Mut machen. Getreu unserem genossenschaftlichen Motto ‚was einer nicht schafft, das schaffen viele‘ ist es unser oberstes Ziel, das Miteinander der Schülerinnen und Schüler zu stärken.“

Petra Golz, Leiterin Vertriebsmanagement bei der Volksbank Hellweg eG, sieht das ganz ähnlich: „Sich in der Klasse und in der Schule wohlfühlen, nette Freunde haben und mit Spaß in die Schule gehen, das sind wichtige Voraussetzungen für erfolgreiches Lernen. Gerade jetzt nach vielen Monaten Distanz- und Wechselunterricht möchten wir Angebote ermöglichen, die die Klassengemeinschaft stärken. Deshalb stellen wir Geld bereit für Projekte, die das soziale Miteinander der Schülerinnen und Schüler fördern.“

Alle Informationen zum neuen Förderfonds haben wir hier zusammengestellt: https://www.aktive-buergerschaft.de/service-learning/sozialgenial-hilft-foerderfonds/

 

Service Learning an Schulen
Service Learning ist ein Lehr- und Lernkonzept, das Unterricht und Engagement verbindet. Schülerinnen und Schüler setzen dabei ihre Ideen für bürgerschaftliches Engagement mit gemeinnützigen Organisationen um. Sie engagieren sich ehrenamtlich, z.B. im Naturschutz, in Initiativen zur Integration von Flüchtlingen oder helfen bei der Planung und konkreten Gestaltung ihres Stadtteils. In der Schule verbinden sie ihr Engagement mit Unterrichtsinhalten in Fächern wie Biologie, Deutsch, Geografie oder Politik und Wirtschaft. Der Doppeleffekt: Junge Menschen engagieren sich frühzeitig für die Gesellschaft und erweitern ihre sozialen und fachlichen Kompetenzen. Mehr Informationen unter: www.sozialgenial.de

 

Stiftung Aktive Bürgerschaft
Die gemeinnützige Stiftung Aktive Bürgerschaft ist das Kompetenzzentrum für Bürgerengagement der genossenschaftlichen FinanzGruppe Volksbanken Raiffeisenbanken. Sie unterstützt bundesweit die 420 Bürgerstiftungen bei Managementaufgaben, Projekten und der Gewinnung von Stiftern und Aktiven. Zusammen mit dem Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) begleitet die Stiftung das Engagement der Genossenschaftlichen FinanzGruppe für Bürgerstiftungen. Mehr als vier von fünf Bürgerstiftungen profitieren vom Engagement ihrer örtlichen Volksbank oder Raiffeisenbank. Mit dem Service-Learning-Programm sozialgenial bietet die Stiftung Aktive Bürgerschaft zusammen mit der DZ BANK und weiteren Genossenschaftsbanken außerdem ihr Know-how bereits über 800 Schulen an, um junge Menschen frühzeitig an ehrenamtliches Engagement heranzuführen. Weitere Informationen: www.aktive-buergerschaft.de

 

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Lena Guntenhöner
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Tel. 0157 80692338
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Jetzt die Weichen für eine neue Engagementpolitik stellen!

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Berlin, 21.10.2021 – Weg vom Klein-Klein der Erhöhung von Pauschalen und Freigrenzen, hin zu einem großen Modernisierungs- und Zukunftsprogramm Zivilgesellschaft. Das fordert die Stiftung Aktive Bürgerschaft im Hinblick auf die künftige Engagementpolitik.

Zu ihren Vorschlägen an die neue Bundesregierung gehören: weniger Belastungen durch Bürokratie, eine faire Berücksichtigung der Vereine und Stiftungen bei Digitalisierungshilfen, mehr frei verfügbare Mittel für Gemeinnützige, eine nachhaltige Nachwuchssicherung, mehr Transparenz und eine große Reform der Abgabenordnung.

Dazu erklärt Dr. Stefan Nährlich, Geschäftsführer und Mitglied des Vorstandes der Stiftung Aktive Bürgerschaft: „Wir begrüßen, dass SPD, Grüne und FDP sich im Sondierungspapier vorgenommen haben, gesellschaftliche Innovationsprozesse zu befördern, und dabei auch eine neue Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft etablieren wollen. Auch aus unserer Sicht ist es Zeit für einen Neustart der Engagementpolitik, denn die Rahmenbedingungen für bürgerschaftliches Engagement und gemeinnützige Organisationen sind nicht mehr zeitgemäß und schon gar nicht zukunftsfähig.“

Insgesamt umfasst das Konzept der Stiftung Aktive Bürgerschaft neun Punkte. Hier geht es zur Langfassung: https://www.aktive-buergerschaft.de/buergergesellschaft/neustart-der-engagementpolitik/

1. Engagementpolitik aus einer Hand
Die Stiftung Aktive Bürgerschaft spricht sich für die Einrichtung einer oder eines Beauftragten der Bundesregierung für Ehrenamt und Zivilgesellschaft aus, analog der Beauftragten für Kultur und Medien. Daneben fordert sie die Einsetzung eines Vollausschusses Bürgerengagement im Bundestag.

2. Ordnungspolitisch handeln
Um das Verhältnis von Staat und Zivilgesellschaft neu und zeitgemäß zu definieren und zur ordnungspolitischen Grundlage einer kohärenten Engagementpolitik zu machen, schlägt die Stiftung Aktive Bürgerschaft die Einsetzung einer Enquete-Kommission oder anderen Expertengruppe vor. Das Ergebnis der Kommissionsarbeit soll auch praxisorientierte Handlungsempfehlungen zu den verschiedenen Feldern der Engagementpolitik enthalten.

3. Abgabenordnung modernisieren und vereinfachen
Die Stiftung Aktive Bürgerschaft plädiert für eine große Reform der Abgabenordnung mit dem Ziel, das Gemeinnützigkeitssteuerrecht umfassend zu modernisieren, zu vereinfachen und neu zu definieren, was Gemeinnützigkeit im Kern ausmacht.

4. Nachhaltige Nachwuchsgewinnung und Engagement für alle
Um langfristig und nachhaltig viele Menschen herkunftsunabhängig für das bürgerschaftliche Engagement zu gewinnen, setzt sich die Stiftung Aktive Bürgerschaft für sogenannte Service-Learning-Programme ein. Dabei sollen alle weiterführenden Schulen und Hochschulen ihren Schülerinnen, Schülern und Studierenden die Möglichkeit zum Engagement verbunden mit Lerninhalten anbieten.

5. Wirksamkeit des Engagements vor Ort stärken
Hierzu sind für die Stiftung Aktive Bürgerschaft vor allem Bürgerstiftungen geeignet, die vom Gesetzgeber entsprechend gefördert werden sollten. Dies kann durch eine höhere steuerliche Absetzbarkeit der Zuwendungen an Bürgerstiftungen geschehen. Auf lokaler Ebene könnten Kommunen und Wirtschaft einen besonderen Anreiz, z.B. durch Public-Private-Partnership-Funds, bieten.

6. Dem Engagement nicht im Weg stehen
Zunehmende Bürokratie gehört zu den Hauptproblemen von Engagierten. Deshalb fordert die Stiftung Aktive Bürgerschaft, künftige Gesetzesvorhaben standardmäßig auf ihre Auswirkungen auf ehrenamtliches Engagement und gemeinnützige Organisationen zu prüfen. Verbände und Fachpraxis sollten frühzeitig am Gesetzgebungsverfahren beteiligt werden. Bürokratiekosten sollten finanziell oder steuerlich anerkannt werden.

7. Zweckfreie und niedrigschwellige Förderungen zur Regel machen
Um den Zugang gemeinnütziger Organisationen zu frei verfügbaren Mitteln zu verbessern, könnten Bürgerinnen und Bürger ein bis zwei Prozent ihrer Einkommenssteuer direkt gemeinnützigen Vereinen oder Stiftungen über ihre Steuererklärung zukommen lassen. Die Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt müsste zudem als reine Förderstiftung wirken.

8. Spaltung bei der Digitalisierung verhindern
Der gemeinnützige Sektor muss nach Ansicht der Stiftung Aktive Bürgerschaft bei der Digitalisierung genauso unterstützt werden wie Staat und Wirtschaft. Das kann geschehen z.B. durch Gigabit-Gutscheine für schnelles Internet sowie durch Digital-Voucher für Weiterbildung oder spezielle IT-Lösungen.

9. Transparenzpflicht weiter umsetzen
Das bereits beschlossene Zuwendungsempfängerregister sollte bürokratiearm umgesetzt werden. Wünschenswert wäre, dass die erhöhten Transparenzpflichten mit einer größeren Handlungsfreiheit gemeinnütziger Organisationen einhergehen.

 

 

Stiftung Aktive Bürgerschaft
Die gemeinnützige Stiftung Aktive Bürgerschaft ist das Kompetenzzentrum für Bürgerengagement der genossenschaftlichen FinanzGruppe Volksbanken Raiffeisenbanken. Sie unterstützt bundesweit die 420 Bürgerstiftungen bei Managementaufgaben, Projekten und der Gewinnung von Stiftern und Aktiven. Zusammen mit dem Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) begleitet die Stiftung das Engagement der Genossenschaftlichen FinanzGruppe für Bürgerstiftungen. Mehr als vier von fünf Bürgerstiftungen profitieren vom Engagement ihrer örtlichen Volksbank oder Raiffeisenbank. Mit dem Service-Learning-Programm sozialgenial bietet die Stiftung Aktive Bürgerschaft zusammen mit der DZ BANK und weiteren Genossenschaftsbanken außerdem ihr Know-how bereits über 800 Schulen an, um junge Menschen frühzeitig an ehrenamtliches Engagement heranzuführen. Weitere Informationen: www.aktive-buergerschaft.de

 

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Report Bürgerstiftungen 2021: Erstmals eine halbe Milliarde Euro Stiftungskapital

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Berlin, 30.09.2021 – Die 420 Bürgerstiftungen wachsen weiter – und das trotz der Corona-Pandemie, Krisen und anhaltend niedriger Zinsen. Ihr Stiftungskapital liegt erstmals bei mehr als einer halben Milliarde Euro. Das zeigt der „Report Bürgerstiftungen. Fakten und Trends 2021“, mit dem die Stiftung Aktive Bürgerschaft die Bürgerstiftungs-Finanzkennzahlen der Jahre 2019 und 2020 erhebt. Auch Spendeneinnahmen und Projektfördermittel sind im Vergleich zur letzten Befragung 2019 gestiegen. So haben Bürgerstiftungen seit ihren Anfängen in Deutschland vor 25 Jahren insgesamt 173 Mio. Euro Spenden eingeworben und gemeinnützige Projekte mit rund 210 Mio. Euro unterstützt.

Bundesweit aktiv in ihren Gremien und Projekten sind rund 27.000 Menschen. Mehr als 30.000 Einzelpersonen und Unternehmen haben bereits Geld an Bürgerstiftungen gestiftet. Zustiftungen spielen weiterhin eine größere Rolle als Spenden, die zeitnah und in vollem Umfang in die Projektarbeit fließen. Bei Zustiftungen dagegen bleibt das Vermögen erhalten, gearbeitet wird mit den Erträgen.

Dass nach wie vor mehr Geld gestiftet als gespendet wird, belegt für Dr. Stefan Nährlich, Geschäftsführer und Mitglied des Vorstandes der Stiftung Aktive Bürgerschaft, „die anhaltende Attraktivität des Modells und zeigt, wie groß das Vertrauen in die Bürgerstiftungen ist.“ Die meisten Zustiftungen gingen dabei an diejenigen Bürgerstiftungen, die Stiftungsfonds und Treuhandstiftungen anbieten. 867 Stiftungsfonds und Treuhandstiftungen verwalten die Bürgerstiftungen aktuell.

Bernadette Hellmann, stellvertretende Geschäftsführerin der Stiftung Aktive Bürgerschaft, freut sich über diese positive Entwicklung: „Als Mitmach-Stiftungen haben Bürgerstiftungen in 420 Orten bundesweit eine nachhaltige Infrastruktur für das Engagement aufgebaut. Sie sind zu verlässlichen und unverzichtbaren Partnerinnen für Menschen, Unternehmen und die Politik geworden.“

Auch Ulrike Reichart, Leiterin des Bündnisses der Bürgerstiftungen Deutschlands, sieht in den Ergebnissen „eine vielversprechende Nachricht für unsere Gesellschaft“. „Bürgerstiftungen wachsen und entwickeln sich seit ihren Anfängen in Deutschland vor 25 Jahren und das trotz Corona-Pandemie, Krisen und anhaltend niedriger Zinsen!“

Die erfolgreichsten Bürgerstiftungen Deutschlands

In den Kategorien Kapitalwachstum, Spendeneinnahmen und Projektfördersumme liegen die Bürgerstiftung Hannover, die BürgerStiftung Düsseldorf und die BürgerStiftung Hamburg in diesem Jahr ganz vorn. Während Hannover einen Zugewinn von 5,2 Mio. Euro beim Stiftungskapital verzeichnete, konnte Düsseldorf mit 1,8 Mio. Euro besonders viele Spenden einnehmen. Hamburg vergab mit 3,1 Mio. Euro die meisten Projektfördermittel.

Auch im ländlichen Raum mit geringer Einwohnerzahl sind Bürgerstiftungen erfolgreich. Umgerechnet 15 Euro pro Einwohner bzw. Einwohnerin vergab die Bürgerstiftung Nindorf in Dithmarschen an Projektfördermitteln. Damit belegt sie in dieser Kategorie den Spitzenplatz.

Um das Engagement der Bürgerstiftungen anschaulicher zu machen, hat die Stiftung Aktive Bürgerschaft vier von ihnen besucht. Bilder und Reportagen aus Kehl, Balve, Lilienthal und Schönebeck finden Sie hier: https://www.aktive-buergerschaft.de/was-buergerstiftungen-bewegen/

 

Report Bürgerstiftungen
Mit dem „Report Bürgerstiftungen“ erhebt die Stiftung Aktive Bürgerschaft seit 2006 die wichtigsten Indikatoren der finanziellen Entwicklung der Bürgerstiftungen und bereitet die Ergebnisse grafisch anschaulich auf. Seit 2018 findet die Erhebung der Finanzkennzahlen im jährlichen Wechsel mit einer Untersuchung von wichtigen Themen der Bürgerstiftungen statt. In der Erhebung für den Report 2021 wurden die 420 Bürgerstiftungen in Deutschland auf digitalem Wege befragt. Die Rücklaufquote lag bei 73 Prozent.
Das Faktenblatt mit den zentralen Ergebnissen finden Sie hier.
Auch in diesem Video haben wir die Ergebnisse zusammengefasst.
Seit 2019 werden die Ergebnisse des Reports gemeinsam von den beiden Support-Organisationen für Bürgerstiftungen kommuniziert, dem Bündnis der Bürgerstiftungen Deutschlands und der Stiftung Aktive Bürgerschaft.

 

Was sind Bürgerstiftungen?
Bürgerstiftungen sind lokal wirkende Stiftungen, die es inzwischen in 420 Städten und Regionen in Deutschland gibt. Ihre Kennzeichen sind die breiten Stiftungszwecke sowie ihre Unabhängigkeit von Einzelinteressen. Bei diesen Mitmach-Stiftungen kann sich jeder vor Ort engagieren – mit Geld, Zeit und Ideen. Als Bürgerstiftungen gelten Stiftungen, deren Satzungen den „10 Merkmalen einer Bürgerstiftung“ des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen entsprechen. Weitere Informationen:
www.aktive-buergerschaft.de/buergerstiftungen
www.buergerstiftungen.org/de/buergerstiftungen/was-ist-eine-buergerstiftung
Mit dem „Bürgerstiftungsfinder“ der Aktiven Bürgerschaft gelangen Stifter, Spender, Engagierte und Interessierte schnell und einfach zur Bürgerstiftung in ihrer Nähe: www.aktive-buergerschaft.de/buergerstiftungsfinder

 

Stiftung Aktive Bürgerschaft
Die gemeinnützige Stiftung Aktive Bürgerschaft ist das Kompetenzzentrum für Bürgerengagement der genossenschaftlichen FinanzGruppe Volksbanken Raiffeisenbanken. Sie unterstützt bundesweit die 420 Bürgerstiftungen bei Managementaufgaben, Projekten und der Gewinnung von Stiftern und Aktiven. Zusammen mit dem Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) begleitet die Stiftung das Engagement der Genossenschaftlichen FinanzGruppe für Bürgerstiftungen. Mehr als vier von fünf Bürgerstiftungen profitieren vom Engagement ihrer örtlichen Volksbank oder Raiffeisenbank. Mit dem Service-Learning-Programm sozialgenial bietet die Stiftung Aktive Bürgerschaft zusammen mit der DZ BANK und weiteren Genossenschaftsbanken außerdem ihr Know-how bereits mehr als 800 Schulen an, um junge Menschen frühzeitig an ehrenamtliches Engagement heranzuführen. Weitere Informationen: www.aktive-buergerschaft.de

 

Bündnis der Bürgerstiftungen Deutschlands
Das Bündnis der Bürgerstiftungen Deutschlands vertritt die Interessen der deutschen Bürgerstiftungen gegenüber der Zivilgesellschaft und der Öffentlichkeit. Es stärkt Bürgerstiftungen in ihrer Rolle als lokale Experten und Anlaufstelle des bürgerschaftlichen Engagements. Das Team des Berliner Büros informiert und berät Bürgerstiftungen, Gründungsinitiativen und Einzelpersonen und unterstützt mit einer Vielzahl an Vernetzungs- und Weiterbildungsangeboten die Bürgerstiftungsarbeit. Weitere Informationen: www.buergerstiftungen.org

 

Pressevertreter wenden sich bitte an:
Lena Guntenhöner
Stiftung Aktive Bürgerschaft
Presse und Kommunikation
Tel. 0157 80692338
E-Mail: presse@aktive-buergerschaft.de

Natascha Trutzenberg
Bündnis der Bürgerstiftungen Deutschlands
Referentin Öffentlichkeitsarbeit und Umfragen
Tel. 030 897 947 – 95
E-Mail: natascha.trutzenberg@stiftungen.org

 

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100. sozialgenial-Schule in Hessen: Kultusminister Lorz lobt „herausragendes Konzept“

150 150 Stiftung Aktive Bürgerschaft

Berlin, 10.09.2021 – Im Juni wurde die Albert-Schweitzer-Schule Kassel die 100. Mitgliedschule im Service-Learning-Programm „sozialgenial – Schüler engagieren sich“ der Stiftung Aktive Bürgerschaft in Hessen. Heute erhielt sie das offizielle sozialgenial-Schulschild aus den Händen von Hessens Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz und dem Vorsitzenden des Stiftungsrates der Aktiven Bürgerschaft und Co-Vorstandsvorsitzenden der DZ BANK AG, Dr. Cornelius Riese. Zugleich informierten sich Lorz und Riese darüber, wie sozialgenial-Projekte Schülerinnen und Schüler in ihrer schulischen und persönlichen Entwicklung fördern, gerade jetzt in Zeiten von Corona. Dazu berichtete Birgit Anders von der Ursulinenschule in Fritzlar von ihren Erfahrungen mit sozialgenial.

Für Dr. Cornelius Riese „zeigen aktuell besonders die Pandemie und die Flutkatastrophe, wie wichtig ein solidarischer Zusammenhalt in unserer Gesellschaft ist. Eingebettet in den Lehrplan und Schulalltag kann Service Learning hierzu einen wichtigen Beitrag leisten. Die Kinder lernen frühzeitig, im Rahmen von sozialgenial-Projekten Verantwortung zu übernehmen. Gleichzeitig erwerben sie dabei relevante Kompetenzen für ihr späteres Berufsleben. Einfach ein Gewinn für alle!“

Auch Prof. Dr. R. Alexander Lorz ist von „sozialgenial“ überzeugt. „Mit der Stiftung Aktive Bürgerschaft bekommt die Albert-Schweitzer-Schule eine starke Partnerin an ihre Seite. Ihr herausragendes Konzept unterstützt Schulen dabei, bürgerschaftliches Engagement systematisch in die Unterrichtsinhalte verschiedener Fächer einzubinden. Schülerinnen und Schüler lernen so frühzeitig, sich für die Gesellschaft einzusetzen und erfahren Selbstwirksamkeit.“

Kooperationsvertrag verlängert

Das Hessische Kultusministerium ist seit dem Jahr 2016 Kooperationspartner der Stiftung Aktive Bürgerschaft und empfiehlt den hessischen Schulen der Sekundarstufen I und II die Mitgliedschaft bei „sozialgenial“. Kürzlich wurde der Kooperationsvertrag um weitere fünf Jahre verlängert.

Markus Crede, Schulleiter der Albert-Schweitzer-Schule, erklärte bei dem Besuch, warum seine Schule bei „sozialgenial“ mitmacht: „Das soziale Engagement für andere hat seit Jahrzehnten einen hohen Stellenwert an der Albert-Schweitzer-Schule. Dabei geht der Blick in unsere Schulgemeinde selbst, in die Nachbarschaft und bis hin nach Südamerika. Da wo Menschen Unterstützung benötigen, wollen wir unsere Schülerinnen und Schüler ermutigen, diese zu leisten. Es ergeben sich Erfahrungen, die weit über die Schulzeit hinausreichen und so wichtig für unsere Gesellschaft sind. Das Projekt sozialgenial fügt sich hierbei nahtlos ein.“

Fotos zum Download finden Sie hier.

Mit mehr als 800 Mitgliedschulen in NRW und Hessen ist „sozialgenial – Schüler engagieren sich“ das bundesweit größte Service-Learning-Programm. Seit dem Start im September 2009 haben sich etwa 120.000 Schülerinnen und Schüler in mehr als 3.000 Projekten engagiert. Wie dieses Engagement genau aussieht, erfahren Sie hier: https://www.aktive-buergerschaft.de/service-learning/sozialgenial-praxisbeispiele/

sozialgenial-Mitgliedschulen erhalten von der Stiftung Aktive Bürgerschaft die sozialgenial-Materialbox, mit der sie ihre Service-Learning-Projekte entwickeln oder weiterentwickeln können, sowie erprobte Unterrichtsvorlagen und Mustertexte aus anderen Mitgliedschulen. Im Online-Mitgliederbereich „Campus sozialgenial“ können sich Mitgliedschulen austauschen und miteinander vernetzen. Darüber hinaus bietet die Stiftung Aktive Bürgerschaft regelmäßige Austauschangebote, anerkannte Lehrerfortbildungen sowie individuelle Beratungen an. Als zusätzliche Wertschätzung erhalten teilnehmende Schülerinnen und Schüler von der Stiftung sozialgenial-Zertifikate. Lehrerinnen und Lehrer informieren wir mit dem sozialgenial-Newsletter „wissenswert“ regelmäßig über Neuigkeiten aus dem Bereich Service Learning.

Wollen auch Sie Mitgliedschule werden? Dann geht es hier entlang: https://www.aktive-buergerschaft.de/service-learning/mitgliedschule-werden/

 

Service Learning an Schulen
Service Learning ist ein Lehr- und Lernkonzept, das Unterricht und Engagement verbindet. Schülerinnen und Schüler setzen dabei ihre Ideen für bürgerschaftliches Engagement mit gemeinnützigen Organisationen um. Sie engagieren sich ehrenamtlich, z. B. im Naturschutz, in Initiativen zur Integration von Flüchtlingen oder helfen bei der Planung und konkreten Gestaltung ihres Stadtteils. In der Schule verbinden sie ihr Engagement mit Unterrichtsinhalten in Fächern wie Biologie, Deutsch, Geografie oder Politik und Wirtschaft. Der Doppeleffekt: Junge Menschen engagieren sich frühzeitig für die Gesellschaft und erweitern ihre sozialen und fachlichen Kompetenzen. Mehr Informationen unter: www.sozialgenial.de

 

Stiftung Aktive Bürgerschaft
Die gemeinnützige Stiftung Aktive Bürgerschaft ist das Kompetenzzentrum für Bürgerengagement der Volksbanken Raiffeisenbanken. Sie unterstützt bundesweit die 420 Bürgerstiftungen bei Managementaufgaben, Projekten und der Gewinnung von Stiftern und Aktiven. Mit dem Service-Learning-Programm sozialgenial unterstützt sie mehr als 800 Schulen in Nordrhein-Westfalen und Hessen darin, junge Menschen frühzeitig an ehrenamtliches Engagement heranzuführen. Weitere Informationen: www.aktive-buergerschaft.de

 

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Lena Guntenhöner
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1 Jahr „Digitale Bürgerstiftung“: Wir blicken zurück – und nach vorn

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Berlin, 02.07.2021 – 4 Durchgänge, 13 Webinare, 3 Support-Foren, 377 Teilnehmende, 12 mitwirkende Bürgerstiftungen, das ist die erfolgreiche Bilanz nach einem Jahr „Digitale Bürgerstiftung“. Die Stiftung Aktive Bürgerschaft hatte das Projekt am 2. Juli 2020 gestartet, als die Corona-Pandemie digitale Arbeitsformen auch bei Bürgerstiftungen notwendig machte. Es wurden Themen behandelt wie Videokonferenzen mit Zoom organisieren, Zusammenarbeiten im Team mit Microsoft 365, Adressen besser managen mit CiviCRM und Spenden online sammeln mit HelpDirect. Das Prinzip dahinter: Bürgerstiftungen, die bereits mit diesen digitalen Tools arbeiten, geben ihre Erfahrungen an andere Bürgerstiftungen weiter.

Christiane Biedermann, stellvertretende Geschäftsführerin bei der Stiftung Aktive Bürgerschaft, leitet das Projekt und freut sich besonders, dass von den insgesamt 415 Bürgerstiftungen bundesweit bereits 32 Prozent an einer Veranstaltung der „Digitalen Bürgerstiftung“ teilgenommen haben. Die Vorteile liegen für sie auf der Hand: „Bürgerstiftungen können sich die neue digitale Normalität zu Nutze machen, indem sie ihre Arbeitsprozesse weiter vereinfachen und digitale Geschäftsstellen schaffen. Davon profitiert die ehrenamtliche Vorstandsarbeit ebenso wie das Zusammenwirken mit Zeitstiftern, Förder- und Projektpartnern und die Nachwuchsgewinnung.“

Dank an alle Partner

Ohne die tatkräftige Unterstützung der mitwirkenden Bürgerstiftungen und der beteiligten IT-Partner GWS und Microsoft Deutschland wäre das Projekt nicht möglich gewesen. Deshalb dankt die Stiftung Aktive Bürgerschaft ganz herzlich der Bürgerstiftung Berlin, der BürgerStiftung Hamburg, der Bürgerstiftung Hannover, der Bürgerstiftung in der Glockenstadt Gescher, der Bürgerstiftung Neukölln, der Bürgerstiftung Norden, der Bürgerstiftung Nürnberg, der Bürger-Stiftung Stormarn, der Bürger-Stiftung Ostholstein, der Bürgerstiftung Wiesloch, der Schwäbisch Haller Bürgerstiftung und der Stiftung Bürger für Leipzig.

Vom neuen digitalen Arbeiten ist auch Theophil Graband überzeugt, Vorstandsvorsitzender der Bürgerstiftung Nürnberg, Mitglied im Stiftungsrat der Aktiven Bürgerschaft und seit dem ersten Webinar bei der „Digitalen Bürgerstiftung“ dabei: „Das persönliche Miteinander ist nach wie vor wichtig, aber es ist für Vorstandssitzungen und Projektarbeit auch sinnvoll, digital zu arbeiten. Wir sind so effizienter geworden und haben auch junge Menschen für die Bürgerstiftung gewonnen. Die Zusammenarbeit werden wir in Zukunft hybrid gestalten – mit dem Besten aus der analogen und der digitalen Welt.”

Der Blick in die Zukunft

Was so gut angekommen ist, wird natürlich fortgeführt. Der fünfte Durchgang der „Digitalen Bürgerstiftung“ startet im September. „Damit die Verantwortlichen in den Bürgerstiftungen beim Einsatz der digitalen Lösungen nicht auf sich allein gestellt sind, wollen wir die kollegiale Unterstützung mit Support-Foren und Schulungen ausbauen“, erläutert Christiane Biedermann.

Um die Digitalisierung der Zivilgesellschaft in der Breite voranzutreiben, ist für Dr. Stefan Nährlich, Geschäftsführer und Mitglied im Vorstand der Stiftung Aktive Bürgerschaft, jedoch auch die Politik gefordert. „Stiftungen und Vereine brauchen zum Beispiel Gigabit-Gutscheine für schnelles Internet und Digital-Voucher für Weiterbildung oder spezielle IT-Lösungen, wie sie der Wissenschaftliche Beirat beim Bundesministerium für Wirtschaft und Energie in seinem Gutachten vom April für Unternehmen vorgeschlagen hat.“

Weitere Informationen zur „Digitalen Bürgerstiftung“ finden Sie hier:
www.aktive-buergerschaft.de/digitale-buergerstiftung

 

Stiftung Aktive Bürgerschaft

Die gemeinnützige Stiftung Aktive Bürgerschaft ist das Kompetenzzentrum für Bürgerengagement der genossenschaftlichen FinanzGruppe Volksbanken Raiffeisenbanken. Sie unterstützt bundesweit die 415 Bürgerstiftungen bei Managementaufgaben, Projekten und der Gewinnung von Stiftern und Aktiven. Zusammen mit dem Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) begleitet die Stiftung das Engagement der Genossenschaftlichen FinanzGruppe für Bürgerstiftungen. Mehr als vier von fünf Bürgerstiftungen profitieren vom Engagement ihrer örtlichen Volksbank oder Raiffeisenbank. Mit dem Service-Learning-Programm sozialgenial bietet die Stiftung Aktive Bürgerschaft zusammen mit der DZ BANK und weiteren Genossenschaftsbanken außerdem ihr Know-how bereits über 800 Schulen an, um junge Menschen frühzeitig an ehrenamtliches Engagement heranzuführen. Weitere Informationen: www.aktive-buergerschaft.de

 

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Digitaltag 2021: Wir sind wieder dabei

150 150 Stiftung Aktive Bürgerschaft

Berlin, 15.06.2021 – Am 18. Juni 2021 findet zum zweiten Mal der bundesweite Digitaltag statt, an dem durch zahlreiche lokal organisierte Aktionen Digitalisierung erlebbar gemacht und in der Breite diskutiert werden soll. Die Stiftung Aktive Bürgerschaft beteiligt sich am Programm und lädt in der Aktionswoche vom 14. bis 21. Juni zu zwei kostenlosen Online-Veranstaltungen für Schulen und Bürgerstiftungen ein.

Am 16. Juni stellen wir von 15 bis 18 Uhr das Lehr- und Lernkonzept Service Learning vor, bei dem sich Schülerinnen und Schüler aus der Schule heraus ehrenamtlich engagieren. „Die Corona-Pandemie hat dieses Engagement natürlich erschwert, aber Engagement geht auch mit Abstand und digital”, weiß Caroline Deilmann, stellvertretende Programm-Leiterin Service Learning bei der Stiftung Aktive Bürgerschaft. Das Webinar „Mein erstes sozialgenial-Projekt – Service Learning für Einsteiger“ richtet sich an Schulleitungen, Lehrkräfte und Schulsozialarbeiter aller Schulformen der Sek. I und II in Nordrhein-Westfalen und Hessen ohne Vor-Erfahrung in diesem Bereich. Weitere Informationen finden Sie hier: https://www.aktive-buergerschaft.de/service-learning/austausch-und-weiterbildung/

Einen Tag später, am 17. Juni, öffnen wir von 16 bis 17.30 Uhr die Türen zu unserem Projekt „Digitale Bürgerstiftung”. Das „Support-Forum: Digitale Bürgerstiftung“ richtet sich an Ehren- und Hauptamtliche aus Bürgerstiftungen, die mit der Software Microsoft 365 arbeiten wollen und den kollegialen Austausch zu Anwenderfragen suchen. „Der Digitaltag möchte Wege zu digitaler Teilhabe aufzeigen, und das ist auch ein Anliegen der Stiftung Aktive Bürgerschaft. Mit der ‚Digitalen Bürgerstiftung’ laden wir Bürgerstiftungen ein, gemeinsam die Digitalisierung voranzutreiben und die Arbeitsformen und Attraktivität der lokalen Mitmach-Stiftungen zukunftssicher zu gestalten”, erläutert Christiane Biedermann, stellvertretende Geschäftsführerin bei der Stiftung Aktive Bürgerschaft, die Teilnahme am Digitaltag.

Die „Digitale Bürgerstiftung” war vor einem Jahr gestartet, als die Corona-Pandemie digitale Vorstandssitzungen und weitere Arbeitsformen auch bei Bürgerstiftungen notwendig machte. Mittlerweile hat die Stiftung Aktive Bürgerschaft die Webinar-Reihe bereits zum vierten Mal durchgeführt. Weitere Informationen unter https://www.aktive-buergerschaft.de/buergerstiftungen/digitale-buergerstiftung/

Den Digitaltag nimmt die Stiftung Aktive Bürgerschaft zudem zum Anlass, auf ein besonders gelungenes Beispiel digitalen Engagements hinzuweisen: die App der Stiftung. Mit ihr lassen sich unsere Nachrichtenmeldungen zum Thema Bürgerengagement kostenlos über Handy oder Tablet abrufen. Programmiert hat sie der 17-jährige Schüler Niklas Huthmann. Weitere Informationen finden Sie hier: https://www.aktive-buergerschaft.de/niklas-huthmann-im-interview-ueber-buergeraktiv-app/

 

Der Digitaltag

Der Digitaltag wird getragen von der Initiative „Digital für alle“, einem Bündnis von mehr als 25 Organisationen aus den Bereichen Zivilgesellschaft, Kultur, Wissenschaft, Wirtschaft, Wohlfahrt und öffentliche Hand. Erklärtes Ziel ist die Förderung der digitalen Teilhabe. Alle Menschen in Deutschland sollen in die Lage versetzt werden, sich selbstbewusst und selbstbestimmt in der digitalen Welt zu bewegen. Er fand erstmals 2020 statt. Vom lokalen Verein bis zum Bundespräsidenten waren verschiedenste Menschen bei über 1.400 Aktionen dabei. Mehr Informationen und Hintergründe zur Initiative „Digital für alle“ sowie zum Digitaltag, den Aktionen und Beteiligungsmöglichkeiten gibt es unter www.digitaltag.eu

 

Stiftung Aktive Bürgerschaft

Die gemeinnützige Stiftung Aktive Bürgerschaft ist das Kompetenzzentrum für Bürgerengagement der genossenschaftlichen FinanzGruppe Volksbanken Raiffeisenbanken. Sie unterstützt bundesweit die 415 Bürgerstiftungen bei Managementaufgaben, Projekten und der Gewinnung von Stiftern und Aktiven. Zusammen mit dem Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) begleitet die Stiftung das Engagement der Genossenschaftlichen FinanzGruppe für Bürgerstiftungen. Mehr als vier von fünf Bürgerstiftungen profitieren vom Engagement ihrer örtlichen Volksbank oder Raiffeisenbank. Mit dem Service-Learning-Programm sozialgenial bietet die Stiftung Aktive Bürgerschaft zusammen mit der DZ BANK und weiteren Genossenschaftsbanken außerdem ihr Know-how bereits über 800 Schulen an, um junge Menschen frühzeitig an ehrenamtliches Engagement heranzuführen. Weitere Informationen: www.aktive-buergerschaft.de

 

Pressevertreter wenden sich bitte an:
Lena Guntenhöner
Stiftung Aktive Bürgerschaft
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Deutscher Stiftungstag: Wie kooperiert man mit Bürgerstiftungen?

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Berlin, 10.06.2021 – Im Rahmen des Deutschen Stiftungstages lädt die Stiftung Aktive Bürgerschaft am 11. Juni 2021 gemeinsam mit dem Bündnis der Bürgerstiftungen Deutschlands zur Online-Veranstaltung „Ein Ziel, viele Partner! Wie kooperiert man mit Bürgerstiftungen?“ ein. Von 9.45 Uhr bis 10.15 Uhr zeigen wir die vielfältigen Möglichkeiten für andere Stiftungen, aber auch für Unternehmen, Verwaltung und Privatpersonen, mit Bürgerstiftungen zusammenzuarbeiten. Konkrete Beispiele und Erfahrungen liefern Vertreterinnen der Bürgerstiftung Hellweg-Region und der Wiesbaden Stiftung.

Bernadette Hellmann, stellvertretende Geschäftsführerin bei der Stiftung Aktive Bürgerschaft, berät seit 2004 bundesweit Bürgerstiftungen und kennt deren Erfolgsrezept: „Bürgerstiftungen wissen, was vor Ort gebraucht wird, und entwickeln Lösungen in wichtigen Zukunftsfeldern wie Bildung, Umweltschutz oder Integration. Als Mitmach-Stiftungen sind sie darauf angelegt, mit Partnern zu kooperieren. Für Privatpersonen, Stiftungen und Unternehmen ist attraktiv, dass sie gemeinsam mit der Bürgerstiftung mehr erreichen können. Sei es, indem sie eine eigene Stiftung unter dem Dach der Bürgerstiftung gründen oder gemeinsam Projekte umsetzen.“

Die Bürgerstiftung Hellweg-Region verfügt mit 10 Stiftungsfonds und 17 Treuhandstiftungen über zahlreiche Kooperationen und versteht sich als Partner für Stifterinnen und Stifter. Für die stellvertretende Vorsitzende Stephanie Hackelsberger liegt der Vorteil klar auf der Hand: „Ein vielfältiges Miteinander kann so viel erreichen. Wir fördern, vernetzen, schieben an – gemeinsam statt allein!“

Der Deutsche Stiftungstag 2021 steht unter dem Motto „Gemeinsam Zusammenhalt gestalten!“ und findet vom 7. bis 11. Juni erstmals als reiner Digital-Kongress statt. Er ist Europas größter Stiftungskongress für Stifterinnen und Stifter, Geschäftsführer und Stiftungsmitarbeiter sowie Multiplikatoren und ein Ort des kollegialen Austauschs, der Vernetzung und Weiterbildung. Mehr Informationen finden Sie hier: https://www.stiftungen.org/startseite.html

Hier geht es zur Veranstaltung » Ein Ziel, viele Partner! Wie kooperiert man mit Bürgerstiftungen? (stiftungstag.org)

 

Bürgerstiftungen

Bürgerstiftungen sind lokal wirkende Stiftungen, die es inzwischen in 415 Städten und Regionen in Deutschland gibt. Ihre Kennzeichen sind die breiten Stiftungszwecke sowie ihre Unabhängigkeit von Einzelinteressen. Bei diesen Mitmach-Stiftungen kann sich jeder vor Ort engagieren – mit Geld, Zeit und Ideen. Mit dem „Bürgerstiftungsfinder” der Aktiven Bürgerschaft gelangen Stifter, Spender, Engagierte und Interessierte schnell und einfach zur Bürgerstiftung in ihrer Nähe:
www.aktive-buergerschaft.de/buergerstiftungsfinder

Wie die Stiftung Aktive Bürgerschaft Bürgerstiftungen konkret unterstützt, erfahren Sie hier: https://www.aktive-buergerschaft.de/buergerstiftungen/unsere-angebote/

 

Stiftung Aktive Bürgerschaft

Die gemeinnützige Stiftung Aktive Bürgerschaft ist das Kompetenzzentrum für Bürgerengagement der genossenschaftlichen FinanzGruppe Volksbanken Raiffeisenbanken. Sie unterstützt bundesweit die 415 Bürgerstiftungen bei Managementaufgaben, Projekten und der Gewinnung von Stiftern und Aktiven. Zusammen mit dem Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) begleitet die Stiftung das Engagement der Genossenschaftlichen FinanzGruppe für Bürgerstiftungen. Mehr als vier von fünf Bürgerstiftungen profitieren vom Engagement ihrer örtlichen Volksbank oder Raiffeisenbank. Mit dem Service-Learning-Programm sozialgenial bietet die Stiftung Aktive Bürgerschaft zusammen mit der DZ BANK und weiteren Genossenschaftsbanken außerdem ihr Know-how bereits über 800 Schulen an, um junge Menschen frühzeitig an ehrenamtliches Engagement heranzuführen. Weitere Informationen: www.aktive-buergerschaft.de

 

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Stiftung Aktive Bürgerschaft freut sich über 100. sozialgenial-Mitgliedschule in Hessen

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Berlin, 07.06.2021 – Die Stiftung Aktive Bürgerschaft hat in Hessen die Marke von 100 Mitgliedschulen in ihrem Service-Learning-Programm „sozialgenial – Schüler engagieren sich“ geknackt. Sie alle verbinden Unterrichtsinhalte mit bürgerschaftlichem Engagement der Schülerinnen und Schüler und profitieren von den zahlreichen Unterstützungsangeboten der Stiftung. Der neueste Zugang ist die Albert-Schweitzer-Schule Kassel.

Das Hessische Kultusministerium ist seit dem Jahr 2017 Kooperationspartner der Stiftung Aktive Bürgerschaft und empfiehlt den Sekundarstufen I und II an hessischen Schulen die Mitgliedschaft bei „sozialgenial“. „sozialgenial leistet einen wichtigen Beitrag für bürgerschaftliches Engagement, Eigeninitiative und Solidarität und hilft, die Bildungs- und Berufschancen junger Menschen zu verbessern. Deshalb freut es mich sich sehr, dass inzwischen 100 Schulen aus ganz Hessen mitmachen“, so Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz.

Auch Dr. Cornelius Riese, Vorsitzender des Stiftungsrates der Aktiven Bürgerschaft und Co-Vorstandsvorsitzender der DZ BANK AG, war von Beginn an ein Fan des Programms. „Bildung und Engagement sind Themen, die mir sehr am Herzen liegen, weil sie eine Gesellschaft widerstandsfähiger gegen trennende Strömungen machen. Bei sozialgenial greifen sie ideal ineinander: Junge Menschen tun etwas für andere und erwerben dabei gleichzeitig praktisches Wissen. Deshalb freut sich die DZ BANK, neben anderen Genossenschaftsbanken das Programm zu fördern.“

Der neueste Zugang, die Albert-Schweitzer-Schule Kassel, ist aus voller Überzeugung Mitglied geworden, wie Schulsozialpädagogin Franziska Balle deutlich macht: „Junge Menschen können sich im Rahmen bürgerschaftlichen Engagements als selbstwirksam, wichtig und kompetent erleben. Sie können ihre ganz individuellen Fähigkeiten einbringen und so mit kleinen Dingen Großes bewirken. All das sind sehr wichtige Aspekte in der individuellen Persönlichkeitsentwicklung, die wir als Schule aktiv fördern möchten.“

Mit mehr als 800 Mitgliedschulen in NRW und Hessen ist „sozialgenial“ das bundesweit größte Service-Learning-Programm. Seit dem Projektstart im September 2009 haben sich etwa 120.000 Schülerinnen und Schüler in mehr als 3.000 Projekten engagiert. Wie dieses Engagement genau aussieht, erfahren Sie hier: https://www.aktive-buergerschaft.de/service-learning/sozialgenial-praxisbeispiele/

sozialgenial-Mitgliedschulen erhalten von der Stiftung Aktive Bürgerschaft die sozialgenial-Materialbox, mit der sie ihre Service-Learning-Projekte entwickeln oder weiterentwickeln können, sowie erprobte Unterrichtsvorlagen und Mustertexte aus anderen Mitgliedschulen. Im Online-Mitgliederbereich „Campus sozialgenial“ können sich Mitgliedschulen austauschen und miteinander vernetzen. Darüber hinaus bietet die Stiftung Aktive Bürgerschaft regelmäßige Austauschangebote, anerkannte Lehrerfortbildungen sowie individuelle Beratungen an. Als zusätzliche Wertschätzung erhalten teilnehmende Schülerinnen und Schüler von der Stiftung sozialgenial-Zertifikate. Lehrerinnen und Lehrer informieren wir mit dem sozialgenial-Newsletter „wissenswert“ regelmäßig über Neuigkeiten aus dem Bereich Service Learning.

Wollen auch Sie Mitgliedschule werden? Dann geht es hier entlang: https://www.aktive-buergerschaft.de/service-learning/mitgliedschule-werden/

 

Service Learning an Schulen
Service Learning ist ein Lehr- und Lernkonzept, das Unterricht und Engagement verbindet. Schülerinnen und Schüler setzen dabei ihre Ideen für bürgerschaftliches Engagement mit gemeinnützigen Organisationen um. Sie engagieren sich ehrenamtlich, z. B. im Naturschutz, in Initiativen zur Integration von Flüchtlingen oder helfen bei der Planung und konkreten Gestaltung ihres Stadtteils. In der Schule verbinden sie ihr Engagement mit Unterrichtsinhalten in Fächern wie Biologie, Deutsch, Geografie oder Politik und Wirtschaft. Der Doppeleffekt: Junge Menschen engagieren sich frühzeitig für die Gesellschaft und erweitern ihre sozialen und fachlichen Kompetenzen. Mehr Informationen unter: www.sozialgenial.de

Stiftung Aktive Bürgerschaft
Die gemeinnützige Stiftung Aktive Bürgerschaft ist das Kompetenzzentrum für Bürgerengagement der genossenschaftlichen FinanzGruppe Volksbanken Raiffeisenbanken. Sie unterstützt bundesweit die 415 Bürgerstiftungen bei Managementaufgaben, Projekten und der Gewinnung von Stiftern und Aktiven. Zusammen mit dem Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) begleitet die Stiftung das Engagement der Genossenschaftlichen FinanzGruppe für Bürgerstiftungen. Mehr als vier von fünf Bürgerstiftungen profitieren vom Engagement ihrer örtlichen Volksbank oder Raiffeisenbank. Mit dem Service-Learning-Programm sozialgenial bietet die Stiftung Aktive Bürgerschaft zusammen mit der DZ BANK und weiteren Genossenschaftsbanken außerdem ihr Know-how bereits über 800 Schulen an, um junge Menschen frühzeitig an ehrenamtliches Engagement heranzuführen. Weitere Informationen: www.aktive-buergerschaft.de

 

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Förderpreis Aktive Bürgerschaft 2021 verliehen: Das sind die Hauptpreisträger

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Berlin, 07.05.2021 – Die Bürgerstiftung Barnim Uckermark, die Parkschule Essen sowie die Journalisten Christoph Piening und Svaantje Schröder gehören zu den Hauptpreisträgern des Förderpreises Aktive Bürgerschaft 2021. Sie erhalten damit je 5.000 Euro, 15 weitere Preisträger wurden mit Anerkennungspreisen im Wert von je 1.000 Euro ausgezeichnet. Die Preisverleihung in der DZ BANK Berlin fand aufgrund der Corona-Pandemie ohne Gäste statt, den Livestream sahen zeitweise 169 Menschen.

Die Hauptpreise überreichte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, der in seiner Laudatio von „herausragenden Projekten“ sprach, die die Jury aus über 200 Bewerbungen ausgewählt habe. Jede von ihnen verdiene „höchste Wertschätzung, steht doch dahinter Engagement und Einsatz für andere“, so Spahn weiter. „Der Förderpreis Aktive Bürgerschaft hebt diese Projekte mehr ins Licht der Öffentlichkeit, er hilft auch, weitere Freiwillige zum Mitmachen zu motivieren und so kann ich der Stiftung Aktive Bürgerschaft nur danken für die Vergabe des Preises und für die langjährige Förderung bürgerschaftlichen Engagements.“

Die Bürgerstiftung Barnim Uckermark hatte 40 Wandlitzer Bürgerinnen und Bürger dabei unterstützt, ein ehemaliges DDR-Ferienheim-Grundstück zu kaufen und so vor weiterer Bebauung zu schützen. Sie kooperierte dafür mit erfahrenen Partnern, akquirierte Spenden und öffentliche Fördermittel und gab der Initiative insgesamt ein organisatorisches und rechtliches Dach. Gemeinsam erhielten Bürger und Bürgerstiftung schließlich den Zuschlag für das Gelände, das nun renaturiert wird. Die Jury überzeugte an diesem Projekt vor allem das Thema Nachhaltigkeit, das sich auch in der Umsetzung wiederfindet. Dadurch, dass die sogenannte Naturwaldzelle dauerhaft angelegt sei, wirke sie strukturverändernd, hieß es zur Begründung. Auch habe die Bürgerstiftung ihre Stärke, nämlich ein starkes Netzwerk von Menschen und Organisationen zu schaffen, die wiederum ihre jeweiligen Kompetenzen und Mittel einbringen, beispielhaft ausgespielt.

„Menschen und Institutionen, die sich wie die Preisträger des Förderpreises Aktive Bürgerschaft aus eigener Initiative und unentgeltlich um Bildung, Umweltschutz, Integration, gute Nachbarschaft und vieles mehr kümmern, verdienen unseren Respekt und unsere Aufmerksamkeit“, so Dr. Cornelius Riese, der Vorsitzende des Stiftungsrates der Aktiven Bürgerschaft und Co-Vorstandsvorsitzende der DZ BANK AG in seiner Ansprache. „Bürgerliches Engagement lebt von Leidenschaft und Kreativität. Viele Ehrenamtliche haben dies in den vergangenen Monaten der Pandemie unter erschwerten Bedingungen erneut hervorragend gelebt. Ein herzliches Dankeschön auch an Herrn Bundesminister Spahn, der es heute trotz aktuellem Pandemiegeschehens möglich gemacht hat, unsere Hauptpreisträger zu ehren.“

Der Hauptpreis in der Kategorie Medien ging an die fünfteilige ZDF-Dokumentation „Aschenberg – Ein Stadtteil gibt nicht auf“ von Christoph Piening und Svaantje Schröder. Sie begleitet über einen Zeitraum von zehn Monaten Menschen auf dem Aschenberg, einem Problemstadtteil von Fulda. Diese engagieren sich in der Hausgemeinschaft, im Fußball- oder Karnevalsverein oder nehmen Angebote der Arbeiterwohlfahrt in Anspruch. Die Institutionen haben wiederum selbst mit Problemen zu kämpfen, es wird aber auch deutlich, wie wichtig sie für den Einzelnen sind und wie sehr sie zum Gemeinschaftsgefühl des Stadtteils beitragen.

Dr. Peter Hanker, der Vorstandsvorsitzende der Stiftung Aktive Bürgerschaft und Sprecher des Vorstandes der Volksbank Mittelhessen, gehörte der 14-köpfigen Jury an, welche die Aschenberg-Reihe als „journalistisches Meisterwerk“, „unglaublich beeindruckend“ und „monumental“ gelobt hatte. „Die Protagonisten stehen exemplarisch für viele Menschen in ähnlichen Lebensumständen, dadurch erhält sie geradezu einen Milieustudiencharakter“, begründete er die Entscheidung. „Außerdem haben uns Kameraführung und Schnitt außerordentlich beeindruckt.“

Als dritter Hauptpreisträger wurde die Parkschule Essen für ihr Projekt „Engagiert im Quartier“ geehrt, das Förderschülerinnen und Förderschüler in eine ganz neue Rolle bringt und sie dadurch bestärkt. Denn während sie selbst oft Hilfe benötigen, sind in diesem Projekt sie es, die andere unterstützen. Durch ihr Engagement in sozialen Einrichtungen und Organisationen lernen sie, vorurteilsfrei auf Menschen zuzugehen und einen respektvollen Umgang miteinander zu pflegen – Kompetenzen, die sie für die soziale und berufliche Teilhabe am gesellschaftlichen Leben brauchen. Für wen und was sie sich in ihrem Projekt engagieren, wird vorher gemeinsam entschieden. Genauso werden mögliche Schwierigkeiten, z.B. im Umgang mit alten Menschen oder Menschen mit Behinderung, thematisiert und Situationen geprobt, um sicherer zu sein für den Einsatz außerhalb des gewohnten Schulumfeldes. Das Projekt wurde durchgeführt in Kooperation mit der Ehrenamt Agentur Essen e.V. Die Jury begründete ihre Entscheidung vor allem mit dem emanzipierenden Konzept, durch welches die Schülerinnen und Schüler viel Selbstwirksamkeit erfahren und damit in ihrer Entwicklung gestärkt werden.

Für die Projektverantwortlichen werden die Schülerinnen und Schüler dadurch nicht nur an ehrenamtliches Engagement herangeführt, „sie erleben die positiven Effekte – gesellschaftlich und individuell – auch ganz unmittelbar selbst“. Sie sind sicher: „Das Projekt machen wir auf jeden Fall weiter. Wir werden es in Klasse 6 oder 7 regelmäßig anbieten und ins Schulprogramm aufnehmen.“

Die Anerkennungspreise

Neben den Hauptpreisen wurden bei der Veranstaltung 15 Anerkennungspreise vergeben, vier jeweils in den Kategorien Bürgerstiftungen und Schulen, fünf in der Kategorie Medien sowie zwei in der Kategorie Genossenschaftsbanken. Dabei wurde berücksichtigt, dass die Bewerberzahlen in den Kategorien unterschiedlich hoch ausgefallen sind.

Anerkennungspreisträger in der Kategorie Bürgerstiftungen sind die Bürgerstiftung Hannover mit ihrem Projekt „ZwischenMenschlich – Paten für Senioren“, die Bürgerstiftung Köln mit dem Jugendfilmpreis „Typisch K: Wie bunt ist dein Köln?“, die Bürgerstiftung Kreis Ravensburg mit ihrem Projekt „Ehrenamt im Weinberg fürs Hospiz“ sowie die Bürgerstiftung Vechta mit „Wir helfen Vechta“.

Anerkennungspreisträger in der Kategorie Schulen sind die Erich-Kästner-Schule in Bürstadt mit dem Projekt „Netzhelden“, das Schloss Hagerhof mit dem Projekt „Bad Honnef summt“, die Staatliche Berufsschule III Bamberg Business School mit dem „Serviceprojekt E-Mobilität“ sowie die Ursulinenschule in Fritzlar mit „sozialgenial – Persönlichkeit stärken, Engagement fördern“.

Anerkennungspreisträger in der Kategorie Medien sind Hannelore Crolly mit dem Artikel „Und dann kommt die Pflicht zum Feuerwehrdienst“ (Welt), Christoph Kürbel und Malcolm Ohanwe mit ihrem Video „Unter Neonazis: Als Journalist auf Volkslehrer-Kundgebung“, Ansbert Kneip mit seiner Reportage „Rucola ist ein Mittelschichtsalat“ (Spiegel), Markus Metz und Georg Seeßlen mit ihrem Radio-Feature „Zivilgesellschaft und Demokratie“ (SWR 2) sowie Christiane Zwick mit ihrer Radio-Reportage „Gerechtigkeit üben“ (NDR Info).

Anerkennungspreisträger in der Kategorie Genossenschaftsbanken sind die Volksbank Kraichgau eG in Baden-Württemberg mit ihrem „Fonds-Nachhaltigkeit“ sowie die VR Bank Südpfalz eG in Rheinland-Pfalz mit dem Projekt „#hilfdeinemverein“.

Diskussion zu Engagement und Corona

Abgerundet wurde das Veranstaltungsprogramm von einer Talkrunde zum Thema „Bürgerengagement in herausfordernden Zeiten“. Neben Vertretern der Bürgerstiftung Barnim Uckermark und der Parkschule Essen nahmen daran auch die Sprecherin für Bürgerschaftliches Engagement der Grünen-Bundestagsfraktion, Dr. Anna Christmann, sowie Dr. Stefan Nährlich, Geschäftsführer und Mitglied im Vorstand der Stiftung Aktive Bürgerschaft, teil.

Für Christmann war klar: „Engagement und Ehrenamt halten in der Pandemie den Laden zusammen. Aber es gibt auch große Herausforderungen: Deswegen müssen sie noch deutlich mehr politische Unterstützung erfahren. Dringender denn je brauchen wir ein Zukunftsprogramm für den Neustart der Zivilgesellschaft, damit die Digitalisierung bürgerschaftlichen Engagements vorankommt und Nachwuchsgewinnung, zum Beispiel durch Service Learning, gelingt. Packen wir es an!“

Konkrete Vorschläge zur Digitalisierung machte Dr. Stefan Nährlich. „Stiftungen und Vereine brauchen zum Beispiel Gigabit-Gutscheine für schnelles Internet und Digital-Voucher für Weiterbildung oder spezielle IT-Lösungen wie sie der Wissenschaftliche Beirat beim Bundesministerium für Wirtschaft und Energie in seinem Gutachten vom April für Unternehmen vorgeschlagen hat.“

Die aufgezeichnete Preisverleihung finden Sie unter folgendem Link: https://youtu.be/GBt6iH76FGM

Fotos der Preisverleihung stehen zum Download bereit unter Pressefotos Förderpreis Aktive Bürgerschaft 2021.

Hier finden Sie das offizielle Bildmotiv der Veranstaltung.

 

Förderpreis Aktive Bürgerschaft
Den Förderpreis der Stiftung Aktive Bürgerschaft gibt es seit 1998, er wird alle zwei Jahre verliehen. Der Förderpreis 2021 ist mit insgesamt 30.000 Euro dotiert, er wurde in den vier Kategorien „Bürgerstiftungen“, „Genossenschaftsbanken“, „Schulen“ und „Medien“ vergeben. Bewerben konnten sich bundesweit Bürgerstiftungen, welche die „10 Merkmale einer Bürgerstiftung“ des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen erfüllen, gesellschaftlich engagierte Genossenschaftsbanken, die Mitglied im Bundesverband Deutscher Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) sind, Schulen der Sekundarstufen I und II, die das Lehr- und Lernkonzept Service Learning umsetzen, sowie Journalisten, die über bürgerschaftliches Engagement berichtet haben. Weitere Informationen zum Förderpreis, zu den Preisträgern und ihren Projekten sowie zur Jury finden Sie hier: www.aktive-buergerschaft.de/foerderpreis

Bürgerstiftungen
Bürgerstiftungen sind lokal wirkende Stiftungen, die es inzwischen in 415 Städten und Regionen in Deutschland gibt. Ihre Kennzeichen sind die breiten Stiftungszwecke sowie ihre Unabhängigkeit von Einzelinteressen. Bei diesen Mitmach-Stiftungen kann sich jeder vor Ort engagieren – mit Geld, Zeit und Ideen. Mit dem „Bürgerstiftungsfinder” der Aktiven Bürgerschaft gelangen Stifter, Spender, Engagierte und Interessierte schnell und einfach zur Bürgerstiftung in ihrer Nähe: www.aktive-buergerschaft.de/buergerstiftungsfinder

Service Learning an Schulen
Service Learning ist ein Lehr-/Lernkonzept, das Unterricht und Engagement verbindet. Schülerinnen und Schüler setzen dabei ihre Ideen für bürgerschaftliches Engagement mit gemeinnützigen Organisationen um. Sie engagieren sich ehrenamtlich, z. B. im Naturschutz, in Initiativen zur Integration von Flüchtlingen oder helfen bei der Planung und konkreten Gestaltung ihres Stadtteils. In der Schule verbinden sie ihr Engagement mit Unterrichtsinhalten in Fächern wie Biologie, Deutsch, Geografie oder Politik und Wirtschaft. Der Doppeleffekt: Junge Menschen übernehmen Verantwortung in unserer Demokratie und lernen mehr und motivierter im Unterricht.
Service-Learning-Projekte gibt es an Schulen in ganz Deutschland. Das größte Service-Learning-Programm mit über 800 Mitgliedschulen in Nordrhein-Westfalen und Hessen ist „sozialgenial – Schüler engagieren sich“ der Stiftung Aktive Bürgerschaft. Mehr Informationen unter: www.sozialgenial.de

Stiftung Aktive Bürgerschaft
Die gemeinnützige Stiftung Aktive Bürgerschaft ist das Kompetenzzentrum für Bürgerengagement der Volksbanken Raiffeisenbanken. Sie unterstützt bundesweit die 415 Bürgerstiftungen bei Managementaufgaben, Projekten und der Gewinnung von Stiftern und Aktiven. Mit dem Service-Learning-Programm sozialgenial unterstützt sie mehr als 800 Schulen in Nordrhein-Westfalen und Hessen darin, junge Menschen frühzeitig an ehrenamtliches Engagement heranzuführen. Weitere Informationen: www.aktive-buergerschaft.de

 

Pressevertreter wenden sich bitte an:
Lena Guntenhöner
Stiftung Aktive Bürgerschaft
Presse und Kommunikation
Tel. 030 2400088-22
E-Mail: presse@aktive-buergerschaft.de

 

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