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Jörg Winterbauer

„FAZ“: Wie Berlin die Arbeit von Hilfsorganisationen erschwert

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Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ berichtet darüber, dass Deutschland vorhat, den Anteil der zweckungebundenen Mittel für internationale Hilfsorganisationen für den Haushalt 2021 zu senken. Doch laut Welternährungsprogramm seien gerade jetzt flexible Mittel wichtig, die dort eingesetzt werden können, wo sich durch die Ausbreitung des Corona-Virus besonders große Not entwickelt. „Auf die bürokratischen Hürden, die oft die Anwendung von Hilfsgeldern verhindern, weist der FDP-Abgeordnete Ulrich Lechte hin, der gerade erst in der vergangenen Woche bei den aktuellen Haushaltsberatungen im Auswärtigen Ausschuss des Bundestags mit dem Versuch gescheitert ist, knapp 300 Millionen Euro aus dem Etattitel der projektgebundenen Hilfsgelder in den Titel der allgemeinen Zahlungen an internationale Hilfsorganisationen zu verschieben“, heißt es in dem Artikel.

www.faz.net/…

Nordrhein-Westfalen: Zusätzliche 24 Millionen Euro für das Ehrenamt

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Die Haushaltsmittel für das bürgerschaftliche Engagement in Nordrhein-Westfalen sollen in den nächsten vier Jahren um 24 Millionen Euro erhöht werden, davon vier Millionen Euro in 2021. Das sieht der Haushaltsplanentwurf 2021 der Landesregierung vor. In einem ersten Schritt sollen mit dem Geld auf Landesebene „Unterstützungsstrukturen“ aufgebaut werden, teilte die Landesregierung Ende September mit. Darüber hinaus stünden insbesondere die Förderung von Digitalisierungsvorhaben und Fortbildungsangeboten im Fokus.

www.land.nrw/…

Münster: Westfalen-Initiative zeichnet sozialgenial-Projekt aus

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Die Stiftung Westfalen-Initiative hat das Service-Learning-Projekt der Mathilde-Anneke-Gesamtschule im Engagement-Wettbewerb „Westfalen-Beweger“ 2020/21 als Starterprojekt ausgezeichnet. Somit erhält die Schule neben 2000 Euro Preisgeld die Chance auf weitere Mittel und Unterstützung. Unter der Fragestellung „Was kann ich gut, was anderen nützt?“ engagieren sich die Schülerinnen und Schüler des siebten Jahrgangs der Schule, um sich für ihre Mitmenschen und die Gesellschaft einzusetzen und Möglichkeiten der Teilhabe in der demokratischen Gesellschaft zu erfahren. So verschönerten Schüler zum Beispiel Hof und Garten eines Jugendzentrums, begleiteten ein geistig behindertes Kind beim therapeutischen Reiten, organisieren ein Leseprojekt in der Stadtbücherei oder trainieren geflüchtete Jugendliche im Skateboardfahren.

Das Projekt wurde zusammen mit sieben weiteren Starterprojekten gewürdigt. Bis Februar 2021 sollen die ausgewählten Projekte weiterentwickelt werden. Bis dahin ist für die Bewerbung um die Auszeichnung über insgesamt 15.000 Euro ein Abschlussbericht vorzulegen. Die Jury prüft die Projektfortschritte, zeichnet die besten Finalisten mit dem „Westfalen-Beweger“- Preis aus und verteilt die einzelnen Preisgelder über weitere insgesamt 15.000 Euro. Die Preisverleihung wird im ersten Halbjahr 2021 stattfinden.

www.westfalen-initiative.de/…

Zwei Drittel der Organisationen haben Mehrkosten durch Corona

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66 Prozent der zivilgesellschaftlichen Organisationen stellen erhebliche Mehrkosten durch Infektionsschutzmaßnahmen fest, gleichzeitig beobachten 25 Prozent von ihnen Einnahmerückgänge im Bereich Mitgliedschaften. Das sind Ergebnisse einer Erhebung, für die ZiviZ vom 20. Juli bis zum 21. August 135 Führungskräfte aus Infrastruktureinrichtungen sowie Landes- und Bundesverbänden gemeinnütziger Organisationen befragt hat. Demnach federn für 34 Prozent der Organisationen die Soforthilfen von Bund und Ländern Einnahmeausfälle ab, für 38 Prozent sind die Hilfen nicht ausreichend. Für 43 Prozent vermitteln die Informationen zu den Soforthilfen einen hohen bürokratischen Aufwand. Die Studien-Autoren empfehlen der Politik unter anderem, über weitere Programme zu beraten, zum Beispiel über Sondermittel für besonders hohe Mehrkosten durch Hygienemaßnahmen und Digitalisierung in der Verwaltungsarbeit kleiner und mittlerer Organisationen.

www.ziviz.de/corona

Bericht: Wie Digitalisierung alle mitnehmen kann

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Die Mitglieder des Netzwerk Agenda 2030 warnen in ihrem Bericht „smart, aber fair – wie Digitalisierung alle mitnehmen kann“ davor, dass die Digitalisierung dazu beitragen kann, bestehende Ungleichheiten zu verschärfen. Gleichzeitig biete sie aber vielfältige Chancen für die Verwirklichung der Ziele für nachhaltige Entwicklung. Deshalb fordern die Organisationen des Netzwerkes mehr Kontrolle und politische Gestaltung von digitalen Entwicklungen. „Dabei müssen die Ziele für nachhaltige Entwicklung und die Menschenrechte als Grundlage dienen. Nur durch eine klare Verbindung zu den Werten, Normen und konkreten politischen Handlungsfeldern, die hier verankert sind, können wir die Digitalisierung für einen smarten und fairen Wandel der Gesellschaft nutzen“, heißt es in dem Bericht. Darin werden auch Initiativen vorgestellt, die dazu beitragen, dass alle gesellschaftlichen Gruppe von der Digitalisierung profitieren, etwa Digital-Schulungen für Senioren, ein Hilfsportal für Obdachlose oder eine App für Kleinbauern in Simbabwe.

Zu dem Netzwerk Agenda 2030 gehören zwölf Verbände und Netzwerke, darunter der Paritätische Gesamtverband, VENRO, der Deutsche Naturschutzring und das Forum Umwelt und Entwicklung. Gemeinsam setzen sie sich für die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen (UN) ein.

infothek.paritaet.org/…

Pisa-Studie: Jugendliche gut informiert, aber weniger engagiert

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Die Jugendlichen in Deutschland fühlen sich besser über global wichtige Themen informiert als der Durchschnitt der 15-Jährigen in den OECD-Staaten. Deutlich größer als ihre Altersgenossen aus anderen OECD-Staaten schätzen sie ihre Fähigkeiten ein, Aufgaben zu diesen Themen zu lösen, also beispielsweise zu erklären, warum manche Länder mehr unter dem Klimawandel leiden als andere. Das geht aus der Pisa-Studie 2018 hervor, die erstmals mit einem Fragebogen zum Thema „Global Competence“ ergänzt wurde. Die Ergebnisse dieser zusätzlichen Befragung hat die Technische Universität München im Oktober veröffentlicht. In Deutschland beantworteten rund 3.800 15-jährige Schülerinnen und Schülern im Frühjahr 2018 die Fragen, beispielsweise ob sie annehmen, dass sich ihr Verhalten auf Menschen in anderen Ländern auswirken kann, und ob sie sich an Aktivitäten für den Umweltschutz beteiligen. Demnach schätzen deutsche Jugendliche ihre Handlungsfähigkeit bezogen auf globale Themen begrenzter ein als ihre Altersgenossen im OECD-Durchschnitt und ihre Bereitschaft, sich für globale Ziele zu engagieren, ist schwächer ausgeprägt.

idw-online.de/…
www.pisa.tum.de/…

Coesfeld: Bürgerstiftung erhält Geld aus Windpark

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Die Bürgerstiftung Coesfeld (Nordrhein-Westfalen) wird künftig an den Einnahmen des Windparks beteiligt, der nahe der Stadt entsteht. 1,5 Prozent der jährlichen Erlöse gehen in den kommenden zehn Jahren an die Bürgerstiftung – abhängig vom Ertrag können so mehr als 100.000 Euro zusammenkommen. Hierfür hat die Bürgerstiftung unter ihrem Dach einen eigenen Stiftungsfonds eingerichtet. Mit der ersten Zuwendung im Jahr 2021 soll das Kapital des Fonds gefüllt werden. Mit dessen Erträgen und den weiteren Zuwendungen werden dann gemeinnützige Projekte und Initiativen in Coesfeld unterstützt.

Eine ähnliche Form der Kooperation existiert bereits in Neuenkirchen-Vörden (bürgerAktiv berichtete in Ausgabe 203 August 2019).

 www.buergerstiftung-coesfeld.de/… 
 www.wirtschaft-regional.net/…

 

Soest: Projekt gegen Cybermobbing   

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Die Bürgerstiftung Hellweg-Region (Nordrhein-Westfalen) hat zusammen mit dem Kinderschutzbund Kreisverband Soest im September 2020 das Projekt „Wir sind Fairnetzt“ zur Prävention von Cybermobbing gestartet. Ziel ist es, Schülerinnen und Schüler über Cybermobbing aufzuklären und dem Phänomen vorzubeugen. Mitarbeiter der Firma „Seilschaft“, die Erlebnispädagogik, Fortbildungen und Coachings anbietet, beraten dazu bis November 24 Klassen der fünften Jahrgangsstufe. In Übungen erfahren die Schülerinnen und Schüler, wie sich Konflikte online entwickeln können und lernen einen respektvollen Umgang im Netz miteinander. Die Bürgerstiftung hat das Ziel, das Programm ab dem kommenden Jahr dauerhaft anzubieten.

Digitale Gewalt ist ein Thema von großer Relevanz für Kinder und Jugendliche: Die Kinderrechtsorganisation Plan International hat zum Welt-Mädchentag am 11. Oktober mehr als 14.000 Mädchen und junge Frauen im Alter von 15 bis 24 Jahren in 22 Ländern befragt – 1.003 davon in Deutschland. Das Ergebnis: 58 Prozent der befragten Mädchen und jungen Frauen erleben Bedrohungen, Beleidigungen und Diskriminierungen in den sozialen Medien. In Deutschland sind es sogar 70 Prozent.

www.buergerstiftung-hellweg.de/…/wir-sind-fairnetzt/ 
www.seilschaft.de/…fairnetzt
www.plan.de/freedom-online
blog.campact.de/…

Anhörung im Thüringer Landtag: Soll Ehrenamt in die Verfassung?

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Die Pläne mehrerer Landtagsfraktionen, die Förderung des Ehrenamtes als Staatsziel in der Thüringer Verfassung zu verankern, sind bei betroffenen Organisationen und Vereinen auf breite Zustimmung gestoßen. Es sei sinnvoll, in der Verfassung niederzuschreiben, dass der Staat das Ehrenamt besonders fördere, sagte der Präsident des Landessportbundes, Stefan Hügel, bei einer öffentlichen Anhörung im Thüringer Landtag am 11. September 2020. Der Vizepräsident des Kulturrats Thüringen, Gideon Haut, begrüßte das Vorhaben ebenfalls. Er warnte allerdings, die Verfassungsänderung dürfe nicht dazu führen, dass noch mehr Ehrenamtliche als bislang die Aufgaben von hauptamtlichen Mitarbeitern übernehmen müssten, weil für Letztere kein Geld vorhanden sei. In Museen sei dies zum Beispiel der Fall.

Sowohl Hügel als auch Haut und der Vorsitzende des Vorstands der Thüringer Ehrenamtsstiftung, Frank Krätzschmar, kritisierten mehrfach überbordende Bürokratie und die Fördermittelvergabe von Land und Kommunen in Thüringen. Dass Förderungen zum Beispiel in der Regel für höchstens ein Jahr bewilligt würden, führe dazu, dass Vereine am Ende des Jahres nicht wüssten, wie es für sie im nächsten Jahr weitergehe.

Sowohl Rot-Rot-Grün als auch die CDU und die AfD haben jeweils Gesetzesentwürfe vorgelegt, mit denen die Förderung des Ehrenamtes als Staatsziel in die Verfassung des Landes aufgenommen werden soll. Auch andere Länder haben die Förderung des Ehrenamtes in der Verfassung festgeschrieben so etwa Bayern, Baden-Württemberg und zuletzt Hessen. Rechtsprofessor Winfried Kluth hat damals in einem Kommentar für die Stiftung Aktive Bürgerschaft eingeordnet, was eine solche Regelung bewirken kann.

www.sueddeutsche.de/…

Mann läuft 400 Kilometer in fünf Tagen, um Spenden zu sammeln

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Der 34-jährige Hamburger Berufsfeuerwehrmann Mario Schnepf ist in fünf Tagen fast 400 Kilometer gelaufen, um auf das Schicksal von Familien mit todkranken Kindern hinzuweisen und Spenden für die gemeinnützige Deutsche Kinderhospiz- und Familienstiftung zu sammeln, berichtet die Deutsche Kinderhospiz- und Familienstiftung in einer Pressemitteilung. Über 20.000 Euro seien so zusammengekommen. Schnepf startete demnach am 21. September um 10 Uhr in Hamburg und erreichte am 26. September die Thüringer Stadt Sömmerda in Thüringen, wo er um zehn Uhr den 3. Run4Kids Benefizlauf eröffnete. Während des Laufs trug Schnepf seine 25 Kilogramm schwere Einsatzkleidung, inklusive Schutzhelm und Stiefel. „Ich bin fix und fertig, aber auch extrem glücklich und dankbar. Dieser Trip war eine echte Herausforderung und ich gebe zu, dass ich mir öfters die Frage nach dem Warum gestellt habe. Aber jetzt stellt sich diese Frage nicht mehr“, sagte Schnepf, nachdem er angekommen war.

www.presseportal.de/…