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Michael Neumann

Kommentar: Service Learning ist die bessere soziale Dienstpflicht, Herr Bundespräsident

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Mit einer sozialen Dienstpflicht, wie von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ins Spiel gebracht, verbinden viele Menschen Zwang und verlorene Zeit. Dabei ist längst klar: Soziales Engagement kann eine persönliche Bereicherung sein. Service Learning ist die Perspektive, meint Stefan Nährlich von der Aktiven Bürgerschaft.

WWW.AKTIVE-BUERGERSCHAFT.DE/SERVICE-LEARNING-IST-DIE-BESSERE-SOZIALE-DIENSTPFLICHT-HERR-BUNDESPRAESIDENT

NRW, Schleswig-Holstein: Engagementpolitik in schwarz-grünen Koalitionsverträgen

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CDU und Bündnis 90/Die Grünen in Schleswig-Holstein wollen die Digitalisierung des Ehrenamts unterstützen, außerdem Elternzeitregelungen und Freistellungen durch Arbeitgeber, Hochschulen und Schulen fördern. Zudem heißt es im Koalitionsvertrag, den die Koalitionäre am 22. Juni veröffentlicht haben: „Wir prüfen die Möglichkeiten für die freiwillige Teilnahme an Ehrenamt und gesellschaftlichem Engagement für Schülerinnen und Schüler in höheren Klassen und wollen daraus geeignete Maßnahmen ableiten. Kooperationen zwischen Schule und Verbänden wollen wir stärken.“ Außerdem wollen sich die Koalitionäre unter anderem für mehr finanzielle Unterstützung Bundesfreiwilligendienstleistender einsetzen.

In Nordrhein-Westfalen (NRW) wollen CDU und Bündnis 90/Die Grünen für die Freiwilligendienste mehr Zielgruppen erreichen, die Träger unterstützen und prüfen, „inwieweit in den Diensten erworbene Kompetenzen als Ausbildungs- und Studienleistung anerkannt werden können“. Auch solle für die Freiwilligen der „Zugang zu Mobilität“ erleichtert und vergünstigt werden. Der Vertrag wurde am 25. Juni 2022 von den Parteitagen bestätigt.

sh-gruene.de/wp-content/uploads/2022/06/Koalitionsvertrag-2022-2027_.pdf
WWW.CDU-NRW.DE/SITES/WWW.NEU.CDU-NRW.DE/FILES/ZUKUNFTSVERTRAG_CDU-GRUNE.PDF

Stiftung&Sponsoring: Ukrainekrieg und Stiftungsrecht

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Das Finanzamt ist großzügig, wenn es um die Ukraine geht: Spenden dürfen für Hilfe auch außerhalb der eigenen Satzungszwecke gesammelt werden. Doch Obacht: Das Stiftungsrecht ist nicht geändert – die Organe rechtsfähiger Stiftungen müssen die Satzung beachten. Wer trotzdem helfen will, sollte versuchen, an die Satzung angepasste Zwecke zu finden, das eigene Vorgehen gut dokumentieren und Ausgaben präzise zuordnen. Auch sei eine rechtzeitige Rückkopplung mit der zuständigen Stiftungsbehörde sinnvoll, schreibt der Stiftungsrechtsexperte Dr. Franz Schulte in Stiftung&Sponsoring 03.22 in dem Aufsatz „Ukraine-Hilfen auch außerhalb der eigenen Stiftungszwecke“.

SUSDIGITAL.DE

Stiftung&Sponsoring: Zuwendungsregister mit Teileffekten

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Zum 1. Januar 2024 wird das Zuwendungsempfängerregister eingeführt. Es soll Bürgerinnen und Bürgern helfen, sich über Organisationen zu informieren, die sie unterstützen möchten. Das dabei angestrebte Ziel der Vereinfachung wird allerdings nur zum Teil erreicht, kritisiert Lisa Böttcher vom Deutschen Stiftungszentrum in Stiftung&Sponsoring 03.22: „So ist das Register im Zuge des JStG (Jahressteuergesetz, d. Red.) 2020 nicht mit steuerrechtlicher Publizitätswirkung ausgestattet worden“, schreibt sie in ihrem Beitrag „Das Zuwendungsregister“. Weiterhin blieben nach amtlichem Vordruck ausgestellte Zuwendungsbestätigungen notwendig. „Gerade in Krisenzeiten und Katastrophenfällen verursachen diese Nachweispflichten einen administrativen Mehraufwand und behindern die eigentliche Ausübung des Engagements.“

SUSDIGITAL.DE

FJSB: Politische Polarisierung und gesellschaftliche Spaltung

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Gegenmobilisierung kann „Aufmerksamkeit für gesellschaftliche Konflikte schaffen und die Agenda der Politik beeinflussen. Dadurch besteht die Möglichkeit, dass Konflikte den Weg von der Straße in die demokratischen Institutionen finden“, schreibt Dr. Sebastian Hellmeier vom Wissenschaftszentrum Berlin (WZB) in seiner Betrachtung „Polarisierung auf der Straße – Die politischen Folgen der Dynamiken von Protest und Gegenprotest“. Sie ist im Schwerpunkt des Forschungsjournals Soziale Bewegungen (FJSB) 35/2022 erschienen, der sich mit politischer Polarisierung und gespaltener Gesellschaft befasst. Weitere Beiträge beschreiben das Phänomen in seinen Erscheinungsformen und –orten, etwa den sozialen Medien. Auf der Suche nach Lösungen schreiben im Beitrag „Verständigung statt Polarisierung“ Prof. Dr. Jürgen Maes und Dr. Mathias Jaudas (Bundeswehr Universität München) sowie Prof. Dr. Elisabeth Kals und Dr. Isabel T. Strubel (Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt): „Wenn einige Einsichten des psychologischen Mediationsmodells mehr Platz im politischen Leben finden würden, könnte die Politik in ihrem Bemühen um Verständlichkeit, Verständnis, Ausgleich und kooperative Problemlösungen auch zum Vorbild für eine polarisierte Gesellschaft werden, mehr aufeinander zu als aufeinander los zu gehen.“

FORSCHUNGSJOURNAL.DE/HEFTE/2022-HEFT2-GESPALTENE-GESELLSCHAFT-POLITISCHE-POLARISIERUNG

Der Standard: „Marktwirtschaft statt Mimimi, bitte“

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„Firmen, die Medikamente und Babynahrung herstellen, können und sollen Russland natürlich keinesfalls sofort verlassen. Wie wichtig es ist, die russische Bevölkerung mit Gucci-Handtaschen und Kitkat-Schokoriegeln zu versorgen, steht auf einem anderen Blatt“: So ordnete der Unternehmensethiker Prof. Dr. Markus Scholz im Interview mit der österreichischen Zeitung Standard die Politik westlicher Unternehmen in Russland ein. Das Interview „Wirtschaftsethiker: ‚Fraglich, wie wichtig es ist, Russland mit Gucci-Handtaschen zu versorgen‘“ führte am 14. Juni 2022 Andreas Danzer mit Scholz und Prof. Dr. Thomas Beschorner, Wirtschaftsethiker. „Negative ökonomische Konsequenzen in politisch instabilen Kontexten müssen einfach getragen werden. In diesem Fall also: Marktwirtschaft statt Mimimi, bitte“, urteilte Beschorner am Schluss des Gesprächs.

WWW.DERSTANDARD.DE/STORY/2000136533281/WIRTSCHAFTSETHIKER-FRAGLICH-WIE-WICHTIG-ES-IST-RUSSLAND-MIT-GUCCI-HANDTASCHEN

Münster: Lernen, engagieren, Respekt erfahren – ein Jahr sozialgenial vor Ort

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Erste entwickeln sie ein Verständnis für soziale Notlagen, dann ihr persönliches Engagement: In ihrer sozialgenial-AG planen und organisieren Schülerinnen und Schüler der Mathilde Anneke Gesamtschule in Münster eine Zusammenkunft mit Seniorinnen und Senioren, lernen von einem ehemaligen Obdachlosen über das Leben auf der Straße, beschäftigen sich mit Mikroplastik und vielen anderen Themen. Dann setzen sie die Erkenntnisse in verschiedenen Einrichtungen in der Stadt in gesellschaftliches Engagement um. Die Aktive Bürgerschaft hat sie im Schuljahr 2021/22 in den verschiedenen Phasen besucht und ihre Beobachtungen aufgeschrieben.

WWW.AKTIVE-BUERGERSCHAFT.DE/SOZIALGENIAL-AN-DER-MATHILDE-ANNEKE-SCHULE

Marienheide: „Move it“ – Fähigkeiten trainieren, Probleme lösen, anderen helfen

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Eintauchen in andere Lebenswelten, dabei Einblicke in soziales Engagement bekommen und berufsorientierte Erfahrungen sammeln – das ist das Ziel von „Move it“, dem sozialgenial-Projekt des Monats Juni 2022: Im Zertifikatskurs „Move it“ an der Gesamtschule Marienheide (Nordrhein-Westfalen) unterstützen Schülerinnen und Schüler Menschen aus anderen Lebenssituationen, etwa Senioren, Menschen mit Behinderung oder Kids im Kindergartenalter. Sie verbringen Zeit mit ihnen. Wie die Gestaltung aussieht, bleibt den Schülern überlassen: spazieren gehen, beim Einkaufen helfen, gemeinsam spielen oder basteln. Fünf Schüler haben zum Beispiel eine Handy-Sprechstunde für Senioren in einem Mehrgenerationenhaus entwickelt, um der älteren Generation zu zeigen, wie sie mit ihrem Smartphone Telefonnummern speichern, E-Mails schreiben und Fotos machen können.

Der Zertifikatskurs „Move it“ wird im erweiterten Wahlpflichtbereich in den Jahrgängen 9 und 10 angeboten. Zertifikatskurse dienen dem Erwerb zusätzlicher Qualifikationen. Bei „Move it“ sollen die Schülerinnen und Schüler ihre eigenen Stärken und Talente besser kennenlernen und soziale Fähigkeiten trainieren, die ihnen auch im beruflichen Leben nützlich sein werden: Probleme konstruktiv lösen können zum Beispiel. Das Ganze verbunden mit außerschulischem sozialem Engagement, damit auch andere davon profitieren.

WWW.AKTIVE-BUERGERSCHAFT.DE/MOVE-IT-VORSPRUNG-DURCH-ENGAGEMENT

Münster: Temporäres Kulturhaus für Kinder und Jugendliche

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Die Stiftung Bürger für Münster (Nordrhein-Westfalen) hat im Juni 2022 ein temporäres Kinder-Jugend-Kulturhaus eröffnet. Rund 60 kostenfreie Aktionen und Veranstaltungen haben Kulturschaffende gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen durchgeführt. Das Programm reichte vom Graffiti-Street-Art-Workshop über Hörspielproduktionen bis hin zur Gestaltung eines virtuellen Raums. Das Kulturhaus ist Teil des Projekts „Voll geflashed! Was bewegt dich? Beweg die Stadt!“, das auf eine Initiative von Kulturschaffenden aus Münster zurückgeht. Ziel ist, Kunst und Kultur für Kinder und Jugendliche nach den Einschränkungen in den letzten zwei Jahren wieder erlebbar zu machen. Die Bürgerstiftung übernahm die Organisation und warb Sponsoren ein. Die Räume für das Kulturhaus stellte die Volksbank Münster kostenfrei zur Verfügung.

www.stiftungbuergerfuermuenster.de
VOLLGEFLASHED.KINDER-JUGEND-KULTURHAUS.DE
WWW.WN.DE/MUENSTER/VOLL-GEFLASHED-IN-MUNSTERS-MITTE-2571634

Hamburg: Bürgerstiftung bietet Know-how und Infrastruktur für Ehrenamtliche

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Die BürgerStiftung Hamburg stellt seit Juni 2022 Initiativen und Vereinen, die keine eigenen Räumlichkeiten besitzen, eine Infrastruktur zur Verfügung: Im Haus des Engagements können Ehrenamtliche Schreibtische, Besprechungs- und Veranstaltungsräume nutzen. Gefördert wird das Projekt, das die Bürgerstiftung zusammen mit dem Aktivoli-Landesnetzwerk Hamburg durchführt, von der Stadt Hamburg.

Langfristiges Ziel ist es, das Engagementhaus zum zentralen Kompetenzzentrum für das Thema Engagement in Hamburg aufzubauen. In dem Haus ist auch das Engagement Dock der Bürgerstiftung untergebracht. Seit Februar 2022 berät die Bürgerstiftung dort kleinere und mittlere ehrenamtliche Organisationen zu Verwaltungsaufgaben, der Entwicklung von Organisationsstrukturen und Förderanträgen.

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