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stefannaehrlich

Bürgerstiftungen sind besonders attraktiv für Stifter

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Sie können auch der richtige Partner für viele kleine Stiftungen werden. Anlässlich des am 17. Mai 2017 beginnenden Deutschen Stiftungstages appelliert die Aktive Bürgerschaft an den Gesetzgeber, die Zulegung von Stiftungen unbürokratisch zu ermöglichen

Berlin, 16. Mai 2017 – Der Begriff der „notleidenden Stiftungen“ macht seit einiger Zeit die Runde. Viele kleine Stiftungen sind aufgrund niedriger Zinsen und fehlender Unterstützung nicht mehr in der Lage, alleine ihre Zwecke zu verfolgen. Die Bund-Länder-Arbeitsgruppe Stiftungsrecht hat in ihrem Abschlussbericht vorgeschlagen, die Auflösung, Zulegung und Zusammenlegung von Stiftungen bundeseinheitlich zu regeln und zu erleichtern.

Die Stiftung Aktive Bürgerschaft spricht sich in ihrer Stellungnahme zum Bericht der Bund-Länder-Arbeitsgruppe Stiftungsrecht dafür aus, dass der Gesetzgeber hier aktiv wird.

“Bürgerstiftungen können für kleine Stiftungen attraktive Partner auf Augenhöhe sein”, sagt Dr. Stefan Nährlich, Geschäftsführer der Stiftung Aktive Bürgerschaft. “Stifterwille und Stiftungszweck bleiben so weit wie möglich bei einer Zulegung erhalten und profitieren vom Netzwerk der Bürgerstiftung. Und die Bürgerstiftungen gewinnen einen Partner zur weiteren Erfüllung ihrer breiten Stiftungszwecke.”

Die Hürden für eine Zulegung sollten möglichst niedrig gehalten und so weit wie möglich in die Verantwortung der Gremienmitglieder der betroffenen Stiftungen gelegt werden. Anstelle einer grundsätzlichen Genehmigungspflicht sollten die Stiftungsbehörden ihre Zustimmung nur in begründeten Ausnahmefällen versagen dürfen, fordert die Aktive Bürgerschaft.

Bürgerstiftungen sind attraktiv für Stifter

Seit 20 Jahren gibt es Bürgerstiftungen in Deutschland. Inzwischen sind es rund 400. Zwischen Rendsburg und Garmisch-Partenkirchen, Dresden und Aachen fördern sie auf lokaler oder regionaler Ebene gemeinnützige Projekte oder führen sie selbst durch. Etwa 50.000 Menschen engagieren sich als Stifter oder Spender oder ehrenamtlich in Gremien und Projekten. Mit mehr als 100 Millionen Euro haben Bürgerstiftungen bislang Bildungsprojekte, Integrationsmaßnahmen, Kulturveranstaltungen und andere Projekte gefördert. Ihr Stiftungskapital beträgt über 334 Millionen Euro.

Bürgerstiftungen unterstützen auch das Engagement von Stifterinnen und Stiftern und ermöglichen es ihnen, eigene Ideen unter dem Dach der Bürgerstiftung zu verwirklichen. Über 650 Treuhandstiftungen, Stiftungsfonds und auch rechtsfähige Stiftungen werden durch Bürgerstiftungen verwaltet. Jährlich wird trotz anhaltender Niedrigzinsphase an Bürgerstiftungen deutlich mehr gestiftet als gespendet.

Stiftung Aktive Bürgerschaft

Die in Berlin ansässige Stiftung Aktive Bürgerschaft ist das Kompetenzzentrum für Bürgerengagement der Genossenschaftlichen FinanzGruppe Volksbanken Raiffeisenbanken. Sie fördert bürgerschaftliches Engagement und unterstützt die Bürgerstiftungen in Deutschland bei Managementaufgaben, Projekten und der Gewinnung von Stiftern und Ehrenamtlichen. Mit dem Service-Learning-Programm sozialgenial bietet sie außerdem ihr Know-how Schulen an, um junge Menschen frühzeitig an ehrenamtliches Engagement heranzuführen.

Hintergrundinformationen

Stellungnahme der Stiftung Aktive Bürgerschaft vom April 2017 zum Bericht der Bund-Länder-Arbeitsgruppe Stiftungsrecht.

Bericht der Bund-Länder-Arbeitsgruppe „Stiftungsrecht“ an die Ständige Konferenz der Innenminister und –senatoren der Länder.

Zahlen und Fakten über die Entwicklung der Bürgerstiftungen in Deutschland

Das Buch „Wir Bürgerstifter“, herausgegeben von Stefan Nährlich und Gudrun Sonnenberg, porträtiert Menschen, die sich in einer Bürgerstiftung mit Geld und Zeit engagieren und zeigt, was sie zu ihrem Engagement bewegt.

 

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So gelingt die Integration: Ehrenamtliches Engagement für Geflüchtete ausgezeichnet

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Staatssekretärin Sawsan Chebli: “Danke an alle Bürgerstiftungen in Deutschland!”

Berlin, 03.05.2017 – Wie gelingt Integration? Diese Frage beschäftigte heute Abend die Teilnehmer der Förderpreisverleihung der Stiftung Aktive Bürgerschaft. 400 engagierte Bürger, Politiker, Künstler, Wirtschaftsvertreter und Fachleute kamen im Forum der DZ BANK AG am Brandenburger Tor in Berlin zusammen, wo die Bürgerstiftungen Jena und Kehl für ihr Engagement für Geflüchtete mit dem Förderpreis Aktive Bürgerschaft 2017 ausgezeichnet wurden.

Die Bürgerstiftung Kehl erhielt den Preis, weil sie Partner aus der lokalen Wirtschaft dafür gewinnen konnte, ihr Projekt „Integration von Flüchtlingen – Qualifizierung junger Männer“ erfolgreich umzusetzen. Die Bürgerstiftung Jena fördert nicht nur das Engagement in der Flüchtlingsarbeit, sondern unterstützt auch Geflüchtete und Migranten darin, sich selbst ehrenamtlich zu engagieren. Beide Bürgerstiftungen erhalten ein Preisgeld von je 10.000 Euro. Für ihr Engagement und die im Wettbewerb eingereichten Ideen und Projekte wurden auch die Bürgerstiftungen aus Braunschweig, Haltern, dem Tecklenburger Land und Vorpommern gewürdigt. Sie erhalten eine Zuwendung von je 5.000 Euro. Insgesamt ist die Auszeichnung mit 40.000 Euro dotiert.

Die Staatsrätin für Zivilgesellschaft und Bürgerbeteiligung aus der Baden-Württembergischen Landesregierung, Gisela Erler, und der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) als Schirmherr der Stiftung Aktive Bürgerschaft, Uwe Fröhlich, würdigten in ihren Laudationes das Engagement der Bürgerstiftungen als vorbildhaft.

„Menschen zu helfen, selbst aktiv werden zu können, ist auch ein zutiefst genossenschaftlicher Ansatz. Wenn sich Bürgerinnen und Bürger aus eigener Initiative und ehrenamtlich für das Gemeinwesen vor Ort engagieren, verdient das unsere Unterstützung“, so Uwe Fröhlich.

Gisela Erler betonte in ihrer Laudatio: „Mit einer gelungenen Integration, die natürlich nicht von heute auf morgen zu leisten sein wird, stärken wir uns selbst. Wir belegen die Überlegenheit eines demokratischen Verfassungsstaates, der die Standards internationaler menschenrechtlicher Verträge einhält.  Und wir können neue Talente und junge Arbeitskräfte gewinnen, die wir immer dringender brauchen.“

Sawsan Chebli und Peter Frey diskutieren über Engagement und Integration

Zu den Themen Engagement und Integration führte Dr. Holger Backhaus-Maul, Vorstandsmitglied der Stiftung Aktive Bürgerschaft, eine Gesprächsrunde mit Sawsan Chebli, Staatssekretärin für Bürgerschaftliches Engagement in Berlin, und Dr. Peter Frey, Chefredakteur des ZDF. Beide sind bekannt dafür, in der Debatte um gelingende Integration deutlich Position zu beziehen.

„Die Integrationsdebatte wird uns in Politik und Gesellschaft noch jahrzehntelang begleiten. Die Bürgerstiftungen Jena und Kehl sind gelungene gesellschaftliche Beispiele für Engagement und Miteinander und werden hoffentlich durch solche Ehrungen wie den Förderpreis Aktive Bürgerschaft dazu ermutigt, ihre wichtige Arbeit weiterhin zu leisten”, meint Dr. Peter Frey zum Engagement der Preisträger.

Sawsan Chebli sagt: „Das Wichtigste ist, dass wir als Gesellschaft insgesamt das tun, was uns Tausende Freiwillige mit ihrem Engagement vorleben: offen sein für Begegnung, Anteil nehmen am Schicksal der Geflüchteten, gezielt helfen. Und dann vor allem: Chancen geben – durch Bildung und Arbeit! Wenn uns das gelingt, dann werden aus Geflüchteten Nachbarn, Kollegen, Staatsbürger unseres vielfältigen Landes. Auf dieses Ziel sollten wir gemeinsam hinarbeiten: Staat, Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Danke an alle Bürgerstiftungen in Deutschland, die dazu ihren Beitrag leisten!“

Dr. Holger Backhaus-Maul hob hervor: „Integration ist ein wechselseitiger Prozess zwischen Wohnbevölkerung und Zugewanderten, der kulturelle Bereicherung bedeutet. Bürgerstiftungen bieten hervorragende Gelegenheiten für diese wechselseitige Integration vor Ort.“

Die Stiftung Aktive Bürgerschaft feierte ihr 20-jähriges Jubiläum

Im Rahmen der Veranstaltung blickte die Stiftung Aktive Bürgerschaft auf ihre 20-jährige Geschichte zurück. Werner Böhnke, stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der DZ BANK AG und Vorsitzender des Stiftungsrates der Stiftung Aktive Bürgerschaft, sagte einleitend in seiner Begrüßung: „Vor 20 Jahren haben tatkräftige Bürgerinnen und Bürger gemeinsam mit genossenschaftlichen Unternehmen die Aktive Bürgerschaft aus der Taufe gehoben. Wir waren damals und sind auch heute der festen Überzeugung, dass bürgerschaftliches Engagement von herausragender Bedeutung für unser Land ist. Diese Bewegung professionell zu fördern, bleibt unser zentrales Anliegen. Gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern, Wirtschaft und Wissenschaft, Gesellschaft und Politik setzen wir uns für eine Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements und der in diesem Sinne tätigen gemeinnützigen Organisationen zum Wohle unseres Landes ein.“

Dr. Peter Hanker, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Aktive Bürgerschaft, ehrte Werner Böhnke  als langjährigen und tatkräftigen Förderer der Aktiven Bürgerschaft. Eine weitere Würdigung ging an Friedemann Walther, Vorstandsvorsitzender der Bürgerstiftung Neukölln, stellvertretend für alle Mitglieder der ehrenamtlichen Jury des Förderpreises Aktive Bürgerschaft. Bei der Veranstaltung berichteten außerdem Karin Gruhlke vom Bürgerkomitee Südstadt e.V. aus Parchim in Mecklenburg-Vorpommern, die 1998 den ersten Förderpreis gewann, und Vertreter der Bürgerstiftung Berlin-Neukölln, die 2004 mit der Auszeichnung gewürdigt wurden, über die aktuellen Herausforderungen ihrer Arbeit.

Hintergrund zum Wettbewerb 2017 und zur Stiftung Aktive Bürgerschaft

Um den Förderpreis Aktive Bürgerschaft 2017 konnten sich Bürgerstiftungen aus ganz Deutschland bewerben, die den „10 Merkmalen einer Bürgerstiftung“ des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen entsprechen. Eine unabhängige Jury aus Experten der Dritte-Sektor-Forschung, Vertretern erfolgreicher Bürgerstiftungen und Engagementförderern aus dem Genossenschaftswesen ermittelte die Preisträger. Der Förderpreis Aktive Bürgerschaft zählt zu den ersten Auszeichnungen für bürgerschaftliches Engagement in Deutschland.
Die in Berlin ansässige Stiftung Aktive Bürgerschaft ist das Kompetenzzentrum für Bürgerengagement der Genossenschaftlichen FinanzGruppe Volksbanken Raiffeisenbanken. Sie fördert bürgerschaftliches Engagement und unterstützt die Bürgerstiftungen in Deutschland bei Managementaufgaben, Projekten und der Gewinnung von Stiftern und Ehrenamtlichen. Mit dem Service-Learning-Programm sozialgenial bietet sie außerdem ihr Know-how Schulen an, um junge Menschen frühzeitig an ehrenamtliches Engagement heranzuführen.

Informationen über die Preisträger, den Förderpreis und die Jury sowie über die Stiftung Aktive Bürgerschaft unter: www.aktive-buergerschaft.de/presse sowie unter www.aktive-buergerschaft.de/foerderpreis

Fotos von der Veranstaltung stehen ab 21.00 Uhr zum Download bereit: https://www.flickr.com/gp/aktive_buergerschaft/731k2L

 

 

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Kommentar: Der Zweite Engagementbericht: Ein nüchterner Blick auf die Zivilgesellschaft

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von Rudolf Speth

Jüngst ist der Zweite Engagementbericht der Bundesregierung veröffentlicht worden. Bei einer solchen Publikation merken alle auf, die sich in dem Bereich des bürgerschaftlichen Engagements bewegen, Forscher wie Praktiker. Geschrieben ist der Bericht von einer Sachverständigengruppe, bestellt wurde er von der Bundesregierung, die ihn, wie es sich für solche Berichte gehört, auch kommentiert hat. Mit seinen rund 600 Seiten ist er ein dickes Dokument der Politikberatung. So hoffen es wenigstens die Sachverständigen. Ob er tatsächlich bei der künftigen Engagementpolitik der Bundesregierung berücksichtigt wird, bleibt abzuwarten.

Zu lesen ist der Bericht in jedem Fall als ein Dokument der Beobachtung der Gesellschaft durch Experten, die sich schon lange mit dem bürgerschaftlichen Engagement und der Zivilgesellschaft beschäftigen. In dem Bericht haben sie ihre Beobachtungen von Entwicklungstrends verdichtet. Viele dieser Beobachtungen sind nachvollziehbar und werden die Diskussion langfristig beeinflussen. Da ist an erster Stelle ein Begriff zu nennen, der zunächst ganz unscheinbar daherkommt: Der Engagementbericht spricht von einer Vielfalt des Engagements. Die Gesellschaft sei vielfältiger geworden und mit ihr auch das Engagement.

Feierlicher Auftakt in das Jubiläumsjahr: “20 Jahre Aktive Bürgerschaft”

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Berlin, 28.04.2017 – Die Stiftung Aktive Bürgerschaft feiert ihr 20-jähriges Bestehen mit einem besonderen Akt: Die Fassade der vom Star-Architekten Frank O. Gehry entworfenen DZ BANK am Brandenburger Tor in Berlin schmückt ab heute für eine Woche der Schriftzug „20 Jahre Aktive Bürgerschaft“. Am 3.5.2017 verleiht die Stiftung Aktive Bürgerschaft dort ihren gleichnamigen Förderpreis an zwei Bürgerstiftungen aus Jena und Kehl. „Die DZ Bank ist der Aktiven Bürgerschaft seit 20 Jahren eng verbunden und wir freuen uns besonders, die vielen Aktiven, Freunde und Partner der Stiftung Aktive Bürgerschaft am 3. Mai in unserem Haus am Pariser Platz begrüßen zu dürfen“, so Dr. Cornelius Riese, Mitglied des Vorstands der DZ BANK AG und Mitglied im Stiftungsrat der Aktiven Bürgerschaft.

Stiftung feiert Jubiläum

Die Aktive Bürgerschaft wurde im Jahr 1997 als Kompetenzzentrum der Genossenschaftlichen Finanzgruppe gegründet, um bürgerschaftliches Engagement zu fördern. „Vor 20 Jahren haben Genossenschaftsbanken als erste Unternehmensgruppe mit der Aktiven Bürgerschaft eine zivilgesellschaftliche Organisation ins Leben gerufen“, sagt Dr. Peter Hanker, Vorstandsvorsitzender der Stiftung. „Ein Kompetenzzentrum für Bürgerengagement zu gründen und engagierte Bürgerinnen und Bürger in ihrem Engagement zu unterstützen, war eine vorausschauende und richtige Entscheidung. Auch in Zukunft braucht unser Land Engagement und Mitgestaltung seiner Bürgerinnen und Bürger, vielleicht mehr denn je“.

Um die Entwicklung bürgerschaftlichen Engagements zu fördern, setzt die Aktive Bürgerschaft gezielt Schwerpunkte und baut langfristige Programme auf.

So begann sie im Jahr 2000 ihr Programm zur Förderung von Bürgerstiftungen in  Deutschland. Heute unterstützt sie Ehrenamtliche in 400 Bürgerstiftungen bei Managementaufgaben, Projekten und der Gewinnung von Stiftern und Aktiven. Der Förderpreis Aktive Bürgerschaft, erstmals 1998 an Bürgerstiftungen verliehen, ist eine der ersten privaten Auszeichnungen in Deutschland für bürgerschaftliches Engagement. Mit ihm unterstützt die Stiftung Aktive Bürgerschaft innovative Entwicklungen bei Bürgerstiftungen und gibt einen wichtigen Impuls zur Stärkung der Anerkennungskultur.

2009 hat die Aktive Bürgerschaft das Service-Learning-Programm „sozialgenial – Schüler engagieren sich“ aufgebaut. Heute hilft die Stiftung Aktive Bürgerschaft Lehrerinnen und Lehrern an mehr als 600 Schulen in Nordrhein-Westfalen bei der Verknüpfung von Bürgerengagement und Unterricht. In diesem Jahr startet sozialgenial auch im Bundesland Hessen.

Seit 2008 informiert die Aktive Bürgerschaft mit ihrem Nachrichtendienst über Ereignisse und Entwicklungen der Bürgergesellschaft im In- und Ausland. „bürgerAktiv“ informiert 11 x pro Jahr, orientiert sich an journalistischen Standards und wird derzeit von rund 20.000 Fach- und Führungskräften aus Wirtschaft, Politik, Gesellschaft und Wissenschaft genutzt.

„In langfristigen Programmen denken und handeln zu können, kennzeichnet die Arbeit der Aktiven Bürgerschaft“, sagt Dr. Stefan Nährlich, Geschäftsführer der Stiftung. „Man braucht oft einen langen Atem, um innovative Ideen praxistauglich zu machen und mit Partnern umzusetzen“.

Hintergrund

Der gemeinnützige Verein Aktive Bürgerschaft wurde am 20. August 1997 in Münster (Westfalen) gegründet. Anfang 2002 erfolgte der Umzug nach Berlin. Am 10.12.2014 wurde die Stiftung Aktive Bürgerschaft rechtlich anerkannt. Sie setzt die Arbeit des Vereins nachhaltig fort. Die Stiftung finanziert ihre Arbeit aus Spenden der Genossenschaftlichen Finanzgruppe. Die Stiftung beschäftigt 14 Mitarbeiter in ihrer Geschäftsstelle in Berlin. Ein sechsköpfiger Vorstand verantwortet die Arbeit der Stiftung und wird unterstützt und kontrolliert durch einen 40-köpfigen Stiftungsrat. Schirmherr der Stiftung Aktive Bürgerschaft ist der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken. Die Stiftung Aktive Bürgerschaft arbeitet partnerschaftlich mit Unternehmen, Ministerien und öffentlichen Einrichtungen sowie gemeinnützigen Organisationen zusammen.

Hinweis an die Medienvertreter

Anfragen zu Fotos, Informationen zu den Bürgerstiftungen und Interviewpartnern können an Nora Loewenberg unter 030 / 24 000 884 gerichtet werden. Während der Förderpreisverleihung besteht die Möglichkeit zu Bild-, Video- und Tonaufnahmen.

 

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Kommentar: Im selben Boot – Gesellschaftliche Teilhabe von Engagierten und Geflüchteten

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von Holger Backhaus-Maul

„Simsala BIM“ in Zeiten von Flucht und Zuwanderung: Innerhalb kürzester Zeit – quasi herbeigezaubert – ist das Berliner Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung der Humboldt-Universität zu Berlin (BIM) zu einem der vielversprechendsten neuen Forschungsinstitute in Deutschland geworden. Soeben hat das Institut seinen umfangreichen Forschungsbericht („Solidarität im Wandel?“) vorgelegt, der einen interessanten Überblick über die Breite und Tiefe der Untersuchungen des BIM zu Fragen von Integration und Migration gibt. Besondere Aufmerksamkeit verdienen dabei zwei aufeinander aufbauende quantitative Studien zur ehrenamtlichen Flüchtlingsarbeit aus den Jahren 2015 und 2016, die jetzt mit einer ergänzenden qualitativen Teilstudie über die Vorstellungen und Erfahrungen von Engagierten in Flüchtlingsinitiativen komplettiert wurden.

Fünf Schulen gewinnen den zweiten Service-Learning-Wettbewerb der Stiftung Aktive Bürgerschaft

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Berlin, 31. März 2017 – Service Learning ist ein Bildungskonzept, das bürgerschaftliches Engagement und Unterricht verbindet. Es fördert sowohl Bildung als auch Bürgerengagement. Dieses Bildungskonzept fest im Schulalltag zu verankern, zeichnet alle fünf Schulen aus, die den Service-Learning-Wettbewerb der Stiftung Aktive Bürgerschaft gewonnen haben.

So bietet die Ernst-Reuter-Schule in Karlsruhe (Baden-Württemberg) Service Learning als Projektfach an, mit dem Ziel, bei den Schülerinnen und Schülern durch eine Kombination aus Erkunden der eigenen Fähigkeiten und Engagement das Bewusstsein für die eigenen Wirkungsmöglichkeiten zu stärken.

Die Heinz-Nixdorf-Gesamtschule in Paderborn (Nordrhein-Westfalen) stärkt im entsprechenden Wahlpflichtfach unter anderem die Kommunikationsfähigkeiten der teilnehmenden Schülerinnen und Schüler, um sie optimal auf das Engagement etwa im Kindergarten oder in einer Förderschule vorzubereiten.

An der Integrierten Gesamtschule Kreyenbrück in Oldenburg (Niedersachsen) ist das Wahlpflichtfach “Lernen durch Engagement” mit dem Fachunterricht verzahnt; ihre Einsatzorte finden die rund 150 teilnehmenden Schülerinnen und Schüler anschließend bei einer beträchtlichen Zahl kooperierender Einrichtungen im Stadtteil, wie Sportvereinen oder einer Fahrradwerkstatt.

Die Regenbogenschule in Stolberg (Nordrhein-Westfalen), eine Förderschule mit dem Schwerpunkt auf der Förderung geistiger Entwicklung, ermöglicht ihren Schülern unter anderem Einsätze in der Kinderstation eines örtlichen Krankenhauses und die Produktion und den Verkauf selbstgenähter Stofftaschen zugunsten von Flüchtlingen.

Das Städtische Johannes-Sturmius-Gymnasium Schleiden (Nordrhein-Westfalen) will ökologisches, politisches und historisches Bewusstsein schärfen. Seine Schüler befassten sich unter anderem in verschiedenen anspruchsvollen Projektkursen mit der nationalsozialistischen Ordensburg Vogelsang, die in der Region liegt.

„Mit dem Service-Learning-Wettbewerb wollen wir auf das Innovationspotenzial von Service Learning für Bildung und Engagement aufmerksam machen,“ sagte Dr. Stefan Nährlich, Geschäftsführer der Stiftung Aktive Bürgerschaft. „Wir unterstützen Lehrerinnen und Lehrer bei der Umsetzung von Service Learning und begrüßen die Entwicklung, dass immer mehr Schulen den Schritt von einzelnen Projekten zu einem systematischen und nachhaltigen Einsatz gehen.“

Die Auswahl traf eine unabhängige Fachkommission am 26. Januar 2017. Beworben hatten sich bundesweit 35 Schulen. Die fünf Gewinner nehmen am 31. Mai 2017 an der Service-Learning-Förderkonferenz 2017 teil und präsentieren ihre Konzepte und ihre Praxis dem dortigen Fachpublikum. Die Veranstaltung findet am 31. Mai 2017 von 11.00 – 15.00 Uhr in Berlin statt. Die Teilnahme ist nur auf Einladung möglich.

Zu dem Wettbewerb lud die Stiftung Aktive Bürgerschaft im Rahmen ihres Service-Learning-Programms „sozialgenial – Schüler engagieren sich“ ein. sozialgenial entstand 2009 auf Initiative der WGZ BANK (heute DZ BANK) und wird gefördert von der DZ BANK und weiteren Genossenschaftsbanken. Das Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen unterstützt sozialgenial seit dem Programmstart. Seither engagieren sich 80.000 Schülerinnen und Schüler an 600 Schulen in 2.000 sozialgenial-Schulprojekten. Seit 2017 gibt es sozialgenial auch in Hessen mit Unterstützung des Landes.

Die Heinz-Nixdorf-Gesamtschule in Paderborn, die Regenbogenschule in Stolberg und das Städtische Johannes-Sturmius-Gymnasium Schleiden sind Mitglieder im Programm sozialgenial der Stiftung Aktive Bürgerschaft.

Weitere Informationen über die Gewinnerschulen und den Service-Learning-Wettbewerb: www.sozialgenial.de/service-learning-wettbewerb

 

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Gastkommentar: Zivilgesellschaft gegen Trump

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von Stefan Toepler

Vor nahezu 200 Jahren beschwor Alexis de Tocqueville in seiner Studie Demokratie in Amerika (1835) die besondere Rolle von Vereinen in der Verteidigung der amerikanischen Demokratie gegen die Tyrannei. Bis dato war diese gern zitierte Einschätzung allerdings eher von theoretischer Natur, da die amerikanische Demokratie bislang gegen autoritäre Tendenzen gefeit schien. Mit Donald Trumps Machtübernahme jedoch scheint de Tocquevilles These jetzt der empirischen Überprüfung ausgesetzt zu sein: Die amerikanische Zivilgesellschaft ist gefordert, in der Verteidigung von gesellschaftlichen Werten und gesellschaftspolitischen Fortschritten Stellung zu beziehen.

Während Trump zentrale Akteure der demokratischen Grundordnung – die freie Presse und unabhängige Gerichte – zu delegitimieren versucht, sind Zivilgesellschaft und der Nonprofit-Sektor noch weitgehend aus der Schusslinie geblieben. Für den Nonprofit-Sektor steht dennoch einiges auf dem Spiel: Trump plant eine Steuerreform, die das jährliche Spendenaufkommen um 5-9 Prozent reduzieren könnte. Eine Abschaffung der Erbschaftssteuer zöge weitere signifikante Einbußen nach sich. Steuersenkungen bei gleichzeitigem Anzug der Staatsausgaben für Militär, Infrastruktur und Mauerbau würden zu drastischen Sparmaßnahmen in anderen Bereichen des Bundeshaushalts führen, gerade im Sozial-, Gesundheits- und Bildungsbereich, wo viele der Bundesmittel letztendlich Nonprofit Organisationen zugutekommen.

“Wir Bürgerstifter” – dreizehn Menschen im Porträt, die sich mit Geld und Sachkunde engagieren

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Berlin, 07.02.2017 – Wie viel Chemie verträgt ein Kinderkörper? Eine existenzielle Frage, wenn kleine Kinder schwer krank sind. Die behandelnden Ärzte sind auf sich gestellt, denn die Studien über die Verträglichkeit von Medikamenten werden an Erwachsenen durchgeführt. Die Pharmazeutin Véronica Scholz beschließt: Ich engagiere mich. Sie finanziert Studien, in denen Klinikärzte ihre Erfahrungen aus der Behandlung von Frühchen festhalten – über ihre Stiftung PharmHuman, die die Braunschweigerin kurz nach ihrer Pensionierung unter dem Dach der Bürgerstiftung Braunschweig gegründet hat.

Bernhard Pech lebt in Dresden. Nach der Wende übernahm er das Kombinat, in dem er zu DDR-Zeiten gearbeitet hatte, und wurde Bauunternehmer. Man muss zupacken, resümiert er, aber dafür braucht man auch die eine oder andere Chance. Mit seiner Stiftung greift er Menschen unter die Arme, denen es an solchen Chancen mangelt. Der alleinerziehenden Mutter, die ohne Führerschein keinen Job findet, bezahlt er die Fahrstunden, und den geflüchteten Kindern den Deutschunterricht. Bei der Projektauswahl hilft die Expertise der Bürgerstiftung Dresden, unter deren Dach Pech seine Stiftung gegründet hat.

Dies sind zwei Beispiele aus dem Buch „Wir Bürgerstifter“. Es porträtiert Menschen, die sich in der noch recht jungen Form der Bürgerstiftung mit Geld und Zeit engagieren. Sie erzählen, warum und wie sie zur Bürgerstiftung kamen und was sie mit ihrem jeweiligen Projekt oder Engagement erreichen wollen. Es sind Menschen, die aus Beruf und Lebenserfahrung heraus sehr genau wissen, was sie tun. Der Bankvorstandsvorsitzende, der Armut kennt, der Kinderarzt, in dessen Praxis junge Eltern ihre Ratlosigkeit offenbaren, die Bürgermeisterin, die sich um ihre Gemeinde sorgt. Oder der Millionenerbe, der ein neues Finanzierungskonzept ausprobieren will.

Die Stifterinnen und Stifter engagieren sich mit großer Selbstverständlichkeit. Ihr Engagement gibt der Zivilgesellschaft einen Rückhalt, den sie in diesen Tagen braucht. Das Buch enthält dreizehn Porträts und Informationen über die vielfältigen Möglichkeiten, sich bei einer Bürgerstiftung zu engagieren. Wer sich von den Beispielen inspirieren lässt, findet in dem Buch auch Antworten auf die Fragen, wie er oder sie selbst Bürgerstifter oder Bürgerstifterin werden kann und ob es in der näheren Umgebung auch eine Bürgerstiftung gibt.

Die vorgestellten Bürgerstifter engagieren sich bei den Bürgerstiftungen Berlin-Lichtenberg, Braunschweig, Dresden, Hamburg, Hannover, Hellweg Region (Soest), Mittelhessen (Gießen), Nürnberg, Pfalz (Klingenmünster), Schwäbisch Hall, Wiesloch.

Wer sich von den Beispielen inspirieren lässt, findet in dem Buch auch Antworten auf die Fragen, wie er oder sie selbst Bürgerstifter oder Bürgerstifterin werden kann und ob es in der näheren Umgebung auch eine Bürgerstiftung gibt.

Zum Hintergrund: Die rund 400 Bürgerstiftungen in Deutschland haben bislang mehr als 100 Millionen Euro für die Förderung gemeinnütziger Projekte ausgegeben. Über 334 Millionen Euro bilden das gemeinsame Stiftungskapital der Bürgerstiftungen in Deutschland.

Wir Bürgerstifter. Herausgegeben von Stefan Nährlich und Gudrun Sonnenberg. Erschienen im DG Verlag Wiesbaden, 2017. ISBN: 978-3-87151-190-5. Hardcover, Umfang 160 Seiten, 12,90 Euro.

Buch direkt beim DG Verlag oder bei Amazon bestellen.

Dr. Stefan Nährlich ist Wirtschaftswissenschaftler und Geschäftsführer der Stiftung Aktive Bürgerschaft. Er arbeitet seit 25 Jahren über bürgerschaftliches Engagement und gemeinnützige Organisationen. Nebenher lehrt er in einem Weiterbildungsstudiengang an der Universität Münster.

Gudrun Sonnenberg ist Politologin und Journalistin. Sie arbeitet in Berlin als Autorin, Redakteurin und Dozentin. In der Stiftung Aktive Bürgerschaft leitet sie die Redaktion des Nachrichtendienstes bürgerAktiv und porträtiert regelmäßig engagierte Bürger und ihre Projekte.

Stiftung Aktive Bürgerschaft

Die gemeinnützige Stiftung Aktive Bürgerschaft ist das Kompetenzzentrum für Bürgerengagement der Volksbanken Raiffeisenbanken. Sie unterstützt bundesweit die 400 Bürgerstiftungen bei Managementaufgaben, Projekten und der Gewinnung von Stiftern und Aktiven. Mit dem Service-Learning-Programm sozialgenial bietet sie außerdem ihr Know-how Schulen an, um junge Menschen frühzeitig an ehrenamtliches Engagement heranzuführen. Weitere Informationen: www.aktive-buergerschaft.de

 

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Gastkommentar: Reiche an den Pranger – nützlich oder schädlich?

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von Marita Haibach

Die weltweite soziale Ungerechtigkeit, so die Hilfsorganisation Oxfam in ihrem im Januar 2017 veröffentlichten Bericht „An Economy for the 99 Percent“, sei deutlich dramatischer als bisher bekannt und nehme weiter zu. Die acht reichsten Männer der Welt, so heißt es weiter, besitzen mehr als die gesamte ärmere Hälfte der Welt, das eine reichste Prozent der Weltbevölkerung hat mehr als die restlichen 99 Prozent zusammen. Offenkundig macht die Hilfsorganisation nun eine Tradition daraus, am Anfang eines Jahres – im Vorfeld des Weltwirtschaftstreffens in Davos – die Kluft zwischen Arm und Reich mittels knackiger Zahlen öffentlich anzuprangern; der erste Bericht in diese Richtung wurde Anfang 2016 veröffentlicht.

Doch was und wem nützt das öffentliche Brandmarken von Reichtum und der Schere zwischen Arm und Reich?

Förderpreis Aktive Bürgerschaft 2017

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Bürgerstiftungen aus Jena (Thüringen) und Kehl (Baden Württemberg) werden für ihr Engagement für Geflüchtete ausgezeichnet

Berlin, 30.01.2017 – Die Gewinner des 17. bundesweiten Wettbewerbs um den Förderpreis Aktive Bürgerschaft stehen fest: Die Bürgerstiftung Jena fördert das Engagement in der Flüchtlingsarbeit und unterstützt darüber hinaus Geflüchtete und Migranten darin, sich ehrenamtlich zu engagieren. Die Bürgerstiftung Kehl hat durch die Gewinnung von Partnern aus der lokalen Wirtschaft ihr Projekt „Integration von Flüchtlingen – Qualifizierung junger Männer“ erfolgreich umgesetzt.

Der Förderpreis Aktive Bürgerschaft zählt zu den ersten Auszeichnungen für bürgerschaftliches Engagement in Deutschland. Seit 1998 wird er an gemeinnützige Organisationen verliehen, seit 2003 speziell an Bürgerstiftungen. Der Preis ist mit insgesamt 40.000 Euro dotiert und wird am 3. Mai 2017 von 17.00 bis 19.00 Uhr im Forum der DZ BANK am Brandenburger Tor in Berlin verliehen.

„Mit dem Förderpreis will die Stiftung Aktive Bürgerschaft das Engagement der Bürgerstiftungen für die Gesellschaft würdigen und Nachahmer anregen, sich mit Bürgerstiftungen für ihre Stadt oder ihre Region zu engagieren“, so Dr. Stefan Nährlich, Geschäftsführer der Stiftung Aktive Bürgerschaft.

Eine unabhängige Jury ermittelte die beiden Preisträger und vier Finalisten. Die Preisträger erhalten ein Preisgeld von jeweils 10.000 Euro, die Finalisten eine Zuwendung von jeweils 5.000 Euro. Der Jury gehören Expertinnen und Experten aus der Dritte-Sektor-Forschung, Vertreter erfolgreicher Bürgerstiftungen und langjährige Förderer von Bürgerengagement aus dem Genossenschaftswesn an.

Die Begründung der Jury:

„Die Bürgerstiftung Jena erhält den Förderpreis Aktive Bürgerschaft 2017 in der Kategorie ‚Gesellschaft mitgestalten‘ für ihr Engagement für Geflüchtete. Die Jury würdigt besonders, dass die Bürgerstiftung Jena nicht nur das Engagement für, sondern auch von Geflüchteten selbst fördert. Sie berät, bildet und unterstützt Flüchtlinge ebenso wie bereits länger hier lebende Einwanderer dabei, sich mit ihren Kompetenzen und Qualifikationen in gemeinnützigen Einrichtungen in Jena zu engagieren. Auch in der Bürgerstiftung selbst sind Menschen mit Migrationshintergrund aktiv. Zum Beispiel als ehrenamtliche Berater, Kulturbotschafterinnen oder bei der Vermittlung von Freiwilligen. Die Bürgerstiftung bereichert mit ihrem vorbildhaften Einsatz das Zusammenleben in Jena und trägt zur Öffnung der Stadtgesellschaft bei.“

„Die Bürgerstiftung Kehl erhält den Förderpreis Aktive Bürgerschaft 2017 in der Kategorie ‚Geld- und Zeitstifter gewinnen‘ für das erfolgreiche Fundraising zur Förderung ihres Projektes ‚Integration von Flüchtlingen – Qualifizierung junger Männer‘. Die Jury hebt besonders die Gewinnung von Partnern aus der lokalen Wirtschaft hervor. Mit großem persönlichem Einsatz ist es der Bürgerstiftung gelungen, den jungen Flüchtlingen den Einstieg in eine betriebliche Ausbildung zu ermöglichen. Die Bürgerstiftung Kehl weist den Weg für eine Integration, von der nicht nur die Geflüchteten, sondern auch die ortsansässigen Unternehmen und somit die gesamte Region nachhaltig profitieren.“

Werner Böhnke, Vorsitzender des Stiftungsrates der Stiftung Aktive Bürgerschaft und der Jury

Die Ideen und Projekte der Finalisten

Niedrige Kapitalmarktzinsen erschweren die Arbeit vieler Stiftungen. Die Bürgerstiftung Braunschweig (Niedersachsen) entwickelt ein Konzept, um mit Immobilien bessere und nachhaltige Renditen zu erzielen.

Die Bürgerstiftung „Halterner für Halterner“ (Nordrhein-Westfalen) hat mit dem Jubiläumsprojekt „Bürgerstiftung in aller Munde“ eine beispielhafte Fundraisingmaßnahme umgesetzt.

Für ihr Präventionsprojekt „Wir für Kinder“ hat die Bürgerstiftung Tecklenburger Land (Nordrhein-Westfalen) ein nachhaltiges Programm ehrenamtlich Engagierter etabliert.

Die Bürgerstiftung Vorpommern (Mecklenburg-Vorpommern) will mit der Errichtung einer „Geschäftsstelle Plus“ die Sichtbarkeit der Bürgerstiftung im Stadtbild erhöhen und gleichzeitig mit einem Ladengeschäft weitere Zielgruppen ansprechen.

Die Stiftung wird die Finalisten bei der konkreten Umsetzung ihrer eingereichten Ideen unterstützen. Die Ideen und guten Beispiele werden allen Bürgerstiftungen zugänglich gemacht.

Foto-Hinweis: Die Aktive Bürgerschaft wird in diesem Jahr 20 Jahre alt. Bei der Preisverleihung am 3. Mai 2017 danken wir allen aktuellen und ehemaligen Juroren und schmücken die Fassade der DZ BANK am Pariser Platz mit drei Meter großen Buchstaben „20 Jahre Aktive Bürgerschaft“.

 

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