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stefannaehrlich

20 Jahre Bürgerstiftungen: Erfolgreich und zukunftsorientiert

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Forum Aktive Bürgerschaft am 20. Mai 2016 in Berlin

Berlin, 5.2.2016 Beim Forum Aktive Bürgerschaft geht es 2016 um Bürgerstiftungen. Nicht erst bei den Herausforderungen durch die vielen Flüchtlinge im zurückliegenden Jahr haben sie gezeigt, was sie können: vor Ort helfen und Anlaufstelle sein für Menschen, die sich mit Geld, Zeit und Ideen für das Gemeinwohl in ihrer Region einsetzen wollen. Seit 1996 haben sich Bürgerstiftungen zu einer festen Größe im bürgerschaftlichen Engagement in Deutschland entwickelt. Das Forum Aktive Bürgerschaft 2016 blickt auf diese Erfolgsgeschichte zurück und nach vorn. Zusammenkommen werden Stifter, Aktive und Experten. Stifter berichten über ihre Motive und Anliegen, Bürgerstiftungen informieren mit Beispielen und Tipps über das Engagement für Flüchtlinge. Mit Werbern und Beratern wird diskutiert, wie Bürgerstiftungen weitere potentielle Stifter erreichen können. Außerdem geht es darum, vor welchen Herausforderungen die Bundesrepublik steht und welchen besonderen Beitrag Bürgerstiftungen dabei leisten können.

Forum Aktive Bürgerschaft

Das Forum Aktive Bürgerschaft findet am 20. Mai 2016 von 11 bis 17 Uhr in der DZ BANK in Berlin statt. Programm und Anmeldung: www.aktive-buergerschaft.de/ forum

Was sind Bürgerstiftungen?

Eine Bürgerstiftung ist eine unabhängige, autonom handelnde, gemeinnützige Stiftung von Bürgern für Bürger mit möglichst breitem Stiftungszweck. Sie engagiert sich nachhaltig und dauerhaft für das Gemeinwesen in einem geografisch begrenzten Raum und ist in der Regel fördernd und operativ für alle Bürger ihres definierten Einzugsgebiets tätig. Sie unterstützt mit ihrer Arbeit bürgerschaftliches Engagement. Mehr in den „10 Merkmalen einer Bürgerstiftung“ des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen: www.aktive-buergerschaft.de/buergerstiftungen/10merkmale

So kann jeder mitmachen!

Mit dem Online-Bürgerstiftungsfinder jede Bürgerstiftung mit Kontaktadresse und weiteren Informationen finden: www.aktive-buergerschaft.de/buergerstiftungsfinder Bürgerstiftung: mitStiften! Ratgeber im Taschenformat mit Tipps zum Mitmachen für Stifter, Spender, Ehrenamtliche. 2. Auflage, Berlin 2013 (als PDF online beim Bürgerstiftungsfinder)

Fakten und Trends: Report Bürgerstiftungen

Trotz Niedrigzinsen wächst das Stiftungskapital von Bürgerstiftungen stetig: Derzeit liegt es bei 305 Millionen Euro. In bisher fast 400 Orten und Regionen engagieren sich bald 50.000 Stifter und Aktive ehrenamtlich mit Zeit, Geld und Ideen für vielfältige gemeinnützige Zwecke. Alle Fakten und Trends, Schaubilder und Grafiken online: www.aktive-buergerschaft.de/reportbuergerstiftungen

Gute Beispiele: Förderpreis Aktive Bürgerschaft

Der Förderpreis Aktive Bürgerschaft wurde am 20. März 2015 zum 16. Mal verliehen. Ausgezeichnet wurden die Bürgerstiftung Stuttgart, die Bürgerstiftung Salzland-Region Schönebeck, die Bürgerstiftung Halle und die Bielefelder Bürgerstiftung. Die Bürgerstiftungen unterstützen das Engagement Ehrenamtlicher in der Flüchtlingsarbeit, haben ein Demenz-Netzwerk für ihre Region gegründet, Mittel zur nachhaltigen Finanzierung eines Kulturpatenprojektes gesammelt und helfen Menschen, ihre Anliegen mit Partnerstiftungen umzusetzen. Mehr über die Preisträger und die Veranstaltung: www.aktive-buergerschaft.de/foerderpreis

Genossenschaftsbanken: Engagiert für Bürgerstiftung und die Region

Genossenschaftsbanken haben die Bedeutung bürgerschaftlichen Engagements frühzeitig erkannt und 1997 mit der Aktiven Bürgerschaft ein bundesweit tätiges Kompetenzzentrum für bürgerschaftliches Engagement geschaffen. Zahlreiche Volksbanken und Raiffeisenbanken in ganz Deutschland engagieren sich vor Ort für Bürgerstiftungen. Schirmherr der Stiftung Aktive Bürgerschaft ist der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken – BVR. Mehr Informationen: www.aktive-buergerschaft.de/kampagne_buergerstiftungen

 

Die Presse-Information als PDF zum Herunterladen.

Kommentar: Gut gemeint, doch keine Lösung

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von Rudolf Speth

Das Oberlandesgericht Nürnberg hat im November 2015 in einem Urteil die Haftung von ehrenamtlichen Vorständen in Vereinen und anderen zivilgesellschaftlichen Organisationen auf vorsätzliches Handeln beschränkt. Wer aus grober Fahrlässigkeit einen Schaden verursacht, der muss nun nicht mehr haften. Dies ist auf den ersten Blick eine gute Nachricht. Denn vielfach wird darüber geklagt, dass es immer schwieriger wird, Ehrenamtliche für Vorstands- und Aufsichtsämter zu gewinnen. Viel zu groß und unüberschaubar seien die mit einem solchen Amt verbundenen Risiken. Die Bundesregierung hat deshalb schon mit mehreren Gesetzen – 2009 und 2013 – die Haftung für ehrenamtlich tätige Vereinsvorstände und andere ehrenamtlich tätige Mitglieder von Vereinsorganen begrenzt. Damit sollten das Ehrenamt gestärkt und mehr Menschen dafür gewonnen werden, Vorstands- und Leitungsämter zu übernehmen.

Diese an sich erfreuliche Beschränkung der Haftung trägt jedoch nur dann dazu bei, mehr Menschen für das Ehrenamt zu gewinnen, wenn zwei weitere Dinge beachtet werden.

bürgerAktiv informiert rund um das Thema Bürgerengagement und Gemeinnützigkeit

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Berlin, 29.01.2016 – Das Haftungsrisiko für ehrenamtliche Vorstände darf man weiter begrenzen, hat das Oberlandesgericht Nürnberg entschieden. Die Bundesregierung stellte diese Woche eine neue Engagementstrategie vor. Viele Handelsunternehmen engagieren sich für Flüchtlinge, wollen aber lieber nicht darüber reden, hat eine Studie herausgefunden. Wie aus guten Vorsätzen für das neue Jahr konkrete Hilfen für soziale Projekte in einer Stadt werden können, zeigt die Bürgerstiftung in Halle. Das sind vier von rund 40 Meldungen der ersten Ausgabe von bürgerAktiv – Nachrichtendienst Bürgergesellschaft im Jahr 2016, die heute erschienen ist. bürgerAktiv informiert 11x im Jahr aktuell über die wichtigsten Ereignisse und Entwicklungen des bürgerschaftlichen Engagements in Deutschland. Die mehr als 18.000 Leserinnen und Leser von bürgerAktiv sind größtenteils ehren- und hauptamtliche Fach- und Führungskräfte in Vereinen, Verbänden, Stiftungen, Ministerien, Unternehmen und Hochschulen.

Alle Meldungen sind redaktionell bearbeitet und entsprechend der publizistischen Sorgfaltspflicht verfasst. Jede Ausgabe von bürgerAktiv umfasst rund 40 Meldungen in 12 Rubriken. Im Kommentar erläutern Engagementexperten Hintergründe und Zusammenhänge aktueller Entwicklungen. bürgerAktiv erscheint im HTML-Format für gängige E-Mail Programme und in einem Format für Mobilgeräte und Smartphones. Die Meldungen sind auch online abrufbar. Die Vorjahresausgaben seit 2001 können im Archiv als PDF-Datei heruntergeladen werden. Der Bezug von bürgerAktiv ist kostenlos. Herausgegeben wird bürgerAktiv von der Stiftung Aktive Bürgerschaft. Die gemeinnützige Stiftung ist das Kompetenzzentrum für Bürgerengagement der Volksbanken Raiffeisenbanken.

Aktuelle Ausgabe von bürgerAktiv – Nachrichtendienst Bürgergesellschaft

 

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Kommentar: Die mündige Schule

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von Jutta Schröten

Im Spätherbst 2015 ist das Thema „Schule und Wirtschaft“ durch den Blätterwald gerauscht. Das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ hat sich in seiner Geschichte „Die gekaufte Schule“ (Ausgabe 45/2015) dem Engagement von Unternehmen in Schulen gewidmet, mit teils martialischem Vokabular wie Kapitulation und Kampf, Unterwandern und Infizieren. Der Beitrag kritisiert einerseits den Lobbyismus heftig und aufgeladen, um dann andererseits ein seit Jahren von der Wirtschaft gefordertes Pflichtfach Wirtschaft für Schulen zu bemängeln. Die Berichterstattung zeigt ungeachtet auch berechtigter Kritik vor allem eines: Schulleitungen und Lehrkollegien werden maßlos unterschätzt.¬ Sie kommen in dem Beitrag gar nicht zu Wort. Weder wurde eine Schulleitung interviewt noch Eltern, die in Deutschland weitgehend freie Schulwahl haben und schon gar keine engagierte Schülervertretung.

Kommentar: Der Wunsch zu helfen reicht nicht!

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von Gisela Jakob

Unzählige Bürgerinnen und Bürger engagieren sich vor Ort mit Patenschaften, Sprachkursen, Begleitung bei Behördengängen und Arztbesuchen oder mit Geld- und Sachspenden für Flüchtlinge und Asylbewerber. Ohne dass die Kommunen oder staatliche Instanzen dazu aufgerufen hätten, ist eine Bewegung zur Unterstützung für Flüchtlinge entstanden, die vorher niemand erwartet hätte. Während staatliche Instanzen überfordert sind und Verantwortlichkeiten zwischen Bund und Ländern hin und her verschoben werden, versuchen bemerkenswert viele Bürgerinnen und Bürger mit den ihnen zur Verfügung stehenden Möglichkeiten Hilfe zu leisten. Sie setzen damit ein eindeutiges Zeichen gegen brennende Flüchtlingsunterkünfte und fremdenfeindliche Äußerungen, die es ja auch gibt.

Die spontane Hilfsbereitschaft hat aber auch eine Kehrseite, die sich beim genaueren Blick auf die Situation vor Ort offenbart: Konflikte zwischen professionellen Mitarbeitern und Ehrenamtlichen, Auseinandersetzungen zwischen den verschiedenen Gruppen von Ehrenamtlichen und diverse Missverständnisse zwischen den freiwilligen Helfern und den Flüchtlingen.

Kommentar: Was sagen uns die 10 Merkmale einer Bürgerstiftung?

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von Stefan Nährlich

Seit 15 Jahren gibt es die sogenannten „10 Merkmale einer Bürgerstiftung“. Der ehemalige Leiter der Initiative Bürgerstiftungen (IBS) und heutige Professor an der Universität Cottbus Burkhard Küstermann wirft in der Jubiläumsschrift der IBS die Frage auf, ob die 10 Merkmale und damit auch das Gütesiegel, das ihre Entsprechung bescheinigt, „inhaltlich unterfüttert“ werden sollten.

Zurzeit dienen die 10 Merkmale dazu, die Satzung einer Stiftung, die sich selbst Bürgerstiftung nennt, dahingehend zu überprüfen, ob diese Satzung den 10 Merkmalen einer Bürgerstiftung entspricht. Dies ist notwendig, da der Gesetzgeber nicht definiert, was eine Bürgerstiftung ist. Entspricht die Satzung den 10 Merkmalen, nimmt die Aktive Bürgerschaft diese Bürgerstiftung in das Verzeichnis der Bürgerstiftungen in Deutschland (www.buergerstiftungsfinder.de) auf. Die Kollegen von der IBS laden ihrerseits diese Bürgerstiftungen ein, sich um das Gütesiegel zu bewerben.

Kommentar: Unternehmen als „gute Bürger“ – und dann?

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von Holger Backhaus-Maul

Die globalen Flüchtlings- und Wanderungsbewegungen haben Deutschland erreicht. Verwaltungen, Kommunen und Staat sowie vor allem Bürger zeigen sich vielerorts – allen Anfeindungen zum Trotz – überaus leistungsstark und engagiert. Eine andere Gruppe Engagierter wird dabei leicht übersehen: Unternehmen.

In allen Branchen und Größenklassen engagieren sich Unternehmen mit Geld-, Sach- und Dienstleistungen, allen voran die Deutschland prägenden kleinen und mittleren Unternehmen. So stellen Unternehmen Geld- und Sachleistungen für Non-Profit-Organisationen zur Verfügung, die Geflüchteten und Zugewanderten zugutekommen. Insbesondere aber engagieren sich Unternehmen mittels Dienstleistungen, wie etwa vereinfachten Zugängen zu Bankkonten und zum Internet sowie vor allem Angeboten von Praktika-, Ausbildungs- und Arbeitsplätzen. Bemerkenswert viele Unternehmen ermutigen zudem ihre Mitarbeitenden, sich mit Unterstützung des Unternehmens zu engagieren („corporate volunteering“). Diese Unternehmen wiederum können auf Kenntnisse und Erfahrungen zurückgreifen, die sie in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten mit eigenen Aktivitäten und Programmen als „gute Bürger“ („good corporate citizen“) gemacht haben.

Insgesamt betrachtet verdient dieses Unternehmensengagement Anerkennung; zumal wenn man bedenkt, dass wortführende Unternehmen und ihre Verbände früher angesichts drohender gesellschaftlicher Aufgaben schlicht nach „dem Staat“ gerufen und sich selbst in Enthaltsamkeit geübt haben.

Von wegen Niedrigzinsen

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Die Stiftung Aktive Bürgerschaft zeichnet mit ihrem „Report Bürgerstiftungen. Fakten und Trends 2015“ positive Zahlen

Berlin, 23.09.2015 – Trotz Niedrigzinsen wächst das Stiftungskapital von Bürgerstiftungen stetig: Derzeit liegt es bei 305 Millionen Euro. Für Stifter und Spender sind Bürgerstiftungen weiterhin attraktiv. So gab es im Jahr 2014 genau 29,2 Millionen Euro an Zustiftungen und 12 Millionen Euro Spendeneinnahmen. Und die Prognosen sind günstig: So könnte im besten Falle 2024 das Stiftungskapital die Marke von 900 Millionen Euro überschreiten, bei Hochrechnung des bisherigen Wachstums würden rund 600 Millionen Euro erreicht. Dies ist das Ergebnis des „Report Bürgerstiftungen. Fakten und Trends 2015“, den die Stiftung Aktive Bürgerschaft alljährlich zum Tag der Stiftungen am 1. Oktober 2015 publiziert. „Das vieldiskutierte Problem der Niedrigzinsen gleichen die Bürgerstiftungen durch Spendeneinnahmen aus und halten damit ihre Förderausgaben stabil. Und: Es wird immer noch viel mehr an Bürgerstiftungen gestiftet als gespendet. Für Menschen, die in ihrer Stadt und in ihrer Region etwas fördern, bewirken und sich engagieren wollen, sind Bürgerstiftungen die beste Option“, sagt Dr. Stefan Nährlich, Geschäftsführer der Stiftung Aktive Bürgerschaft. 30.000 Stifter und 15.000 Ehrenamtliche engagieren sich in diesem Bereich.

Zum zehnten Mal gibt die Stiftung Aktive Bürgerschaft, die seit bald 20 Jahren Experte, Berater und Unterstützer in puncto Bürgerstiftungen ist, aktuelle Zahlen dazu heraus. Die achtseitige Publikation (vormals „Länderspiegel Bürgerstiftungen“) bereitet diese Fakten sowie Grafiken anschaulich auf. Im Internet sind die detaillierten Erläuterungen zu der Umfrage sowie Grafiken zur Publikation „Report Bürgerstiftungen. Fakten und Trends 2015“ und zu den Benchmarks der derzeit Top10 Bürgerstiftungen eingestellt.

Methodik: Für den „Report Bürgerstiftungen. Fakten und Trends 2015“ wurden alle 387 Bürgerstiftungen in Deutschland, die bis zum 30.06.2015 gegründet wurden, befragt. Der Rücklauf lag bei 80 %. Stichtag der Finanzdaten war der 31.12.2014. Diese Bürgerstiftungen arbeiten gemäß den „10 Merkmalen einer Bürgerstiftung“ des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen.

Informationen zum Presseportal: 

Hier finden Sie das PDF des „Report Bürgerstiftungen. Fakten und Trends 2015“, zum Download die wichtigsten Grafiken mit den oben genannten Zahlen, den Prognosen, wo und wie viele Bürgerstiftungen es gibt sowie welche Volksbanken Raiffeisenbanken sich für sie engagieren. Und Beispiele von Stiftern und Ehrenamtlichen aus Bürgerstiftungen, die sich in verschiedensten Bereichen engagieren – sei es als Lesepaten, Flüchtlingshelfer oder Demenzbetreuer.

Länderkorrespondenten finden spezielle Zahlen zu den einzelnen Bundesländern (Zugang zu Bürgerstiftungen, durchschnittliches Stiftungskapital und durchschnittliche Spendeneinnahmen) ebenfalls dort: www.aktive-buergerschaft.de/presse/reportbuergerstiftungen.

Sie suchen eine Bürgerstiftung in Ihrer Region? Dann schauen Sie einfach unter www.aktive-buergerschaft.de/buergerstiftungsfinder.

Stiftung Aktive Bürgerschaft – Wer wir sind:

Die 1997 als Verein gegründete Aktive Bürgerschaft ist seit 01.01.2015 eine Stiftung. Unter dem Motto „Gutes besser tun“ macht die Stiftung Aktive Bürgerschaft innovative Engagementkonzepte praxistauglich und setzt sie mit Partnern bundes- oder landesweit um. Im Bürgerstiftungs-Programm mitStiften unterstützt sie bundesweit rund 380 Bürgerstiftungen bei Managementaufgaben, Projekten und der Gewinnung von Stiftern und Aktiven. Seit 2006 erhebt sie valide Daten über die Entwicklung der Bürgerstiftungen in Deutschland. Mit dem Service-Learning-Programm sozialgenial bietet sie außerdem ihr Know-how Schulen an, um junge Menschen frühzeitig an ehrenamtliches Engagement heranzuführen. Die gemeinnützige Stiftung Aktive Bürgerschaft wird als Kompetenzzentrum für Bürgerengagement der Volksbanken Raiffeisenbanken von der Genossenschaftlichen FinanzGruppe getragen.

Kommentar: Der Nährboden der Demokratie

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von Rudolf Speth

Die Allianz “Rechtssicherheit für politische Willensbildung“ macht auf ein gravierendes Problem aufmerksam: Die Finanzämter können einer Organisation den Status der Gemeinnützigkeit aberkennen, wenn diese sich politisch äußert und ‒ in der Auffassung der Finanzbehörden ‒ sich an der politischen Willensbildung beteiligt. Deshalb schlägt die Allianz vor, das Gemeinnützigkeitsrecht, und darin die Abgabenordnung, so zu verändern, dass die politische Betätigung auch als gemeinnütziger Zweck anerkannt wird.

Gegenwärtig droht beispielsweise Umweltorganisationen der Entzug der Gemeinnützigkeit, wenn sie zu Demonstrationen aufrufen. Von den Finanzämtern wird auch nicht gerne gesehen, wenn der „Schutz der Menschenrechte“ als Organisationszweck aufgelistet und damit die Gemeinnützigkeit beantragt wird. Auf den Punkt gebracht bedeutet dies: Gemeinnützige Organisationen dürfen sich nicht an der politischen Willensbildung beteiligen.

Kommentar: Giving Pledge – ein neuer schicker Club für Superreiche

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von Elena Philipp

Superreiche verpflichten sich dem Gemeinwohl: Im Juni 2010 traten die US-amerikanischen Milliardäre Bill und Melinda Gates sowie Warren Buffett mit dem Vorschlag an ihre Milliardärs-Kollegen heran, mehr als die Hälfte ihres Vermögens für wohltätige Zwecke zu spenden, während der eigenen Lebenszeit oder testamentarisch. Die Giving Pledge unterzeichneten bei ihrem Start 40 vermögende US-Bürger. Jetzt, nach fünf Jahren Laufzeit, haben sich 137 Superreiche aus 14 Nationen öffentlich zum Gates-Buffett-Aufruf bekannt – vorwiegend US-Amerikaner, darunter Tycoons wie David Rockefeller, aber auch die neuen Tech-Gurus wie Facebook-Gründer Mark Zuckerberg oder Tesla-Innovator Elon Musk. Ein Deutscher ist auch dabei, SAP-Miteigentümer Hasso Plattner.