Baden-Württemberg: Jugendlichen fehlt Zeit für Engagement

Zeitmangel ist das größte Hindernis für Jugendliche im ländlichen Raum Baden-Württembergs, sich ehrenamtlich zu engagieren. Das hat eine Studie der Jugendstiftung Baden-Württemberg ergeben. 37 Prozent der befragten 15- bis 19-Jährigen engagierten sich bereits.

Als potenzielle Anreize nannten die Nichtengagierten an erster Stelle mehr Zeit (54 Prozent), gefolgt von finanziellen Vorteilen wie Aufwandsentschädigung, freiem Eintritt oder kostenlosem öffentlichen Nahverkehr (48 Prozent) und persönlichen Vorteile wie Zertifikaten oder Fortbildungen (46 Prozent).

Informationen über ehrenamtliches Engagement wünschten sie sich mit Abstand am häufigsten von der Schule (55 Prozent) und Social Media (44 Prozent) – die Angaben korrelierten mit den Informationsempfehlungen der Jugendlichen, die sich bereits engagierten und ebenfalls vor allem Social Media und die Schule nannten. Bei der Frage, wie sie zu ihrem Engagement gekommen waren, gaben sie Engagierten allerdings „über Familie oder Freunde“ (54 Prozent) und „direkte Ansprache vom Verein“ (30 Prozent) an.

Für die Studie wurden knapp 2000 Jugendliche aus Schulen und Berufskollegs befragt. Sie wurde im April 2026 veröffentlicht. Auftraggeber war der Kabinettsausschuss Ländlicher Raum der Landesregierung.

Zur Studie

, Ausgabe 276 April 2026, Wissen
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