Baden-Württemberg: Studie zur Monetarisierung von Ehrenamt

Mit der Debatte um Entlohnung im Freiwilligensektor befasst sich das Zentrum für zivilgesellschaftliche Entwicklung (zze) Freiburg in seiner explorativen Studie „Untersuchung zur Monetarisierung von Ehrenamt und Bürgerschaftlichem Engagement in Baden-Württemberg“. Auch wenn sich im Bereich öffentlicher und gemeinwohlorientierter Aufgaben ein zweiter Arbeitsmarkt etabliert habe, geschehe freiwilliges Engagement nach wie vor weitgehend unentgeltlich, so die Autorinnen und Autoren um Thomas Klie und Martina Wegner. Sie entwerfen ein sechsstufiges „Schema für gemeinwohlorientierte Tätigkeiten“ zwischen den Polen „Berufliche Tätigkeitsformen mit Gemeinwohlbezug“ und „Freiwillige und ehrenamtliche Tätigkeit ohne geldwerte Leistung und Bezahlung“. Für die Praxis raten sie, jeglichen Geldwertbezug transparent zu handhaben, ihn terminologisch abzubilden und von der reinen Zeitspende abzugrenzen. Die Studie, die im Auftrag des Ministeriums für Arbeit und Soziales Baden-Württemberg entstand, soll die Diskussion innerhalb des baden-württembergischen Landesnetzwerks Bürgerschaftliches Engagement fördern.

, Ausgabe 99 März 2010
Stiftung Aktive Bürgerschaft
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