Im gemeinnützigen Sektor wird Künstliche Intelligenz (KI) vor allem in Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit genutzt. Das hat eine Befragung unter 1235 ehrenamtlich und hauptamtlich tätigen Personen in gemeinnützigen Organisationen ergeben, die ZiviZ im Stifterverband, die WHU – Otto Beisheim School of Management und das Institut für Verbands-, Stiftungs- und Genossenschaftsmanagement (VMI) im Dezember 2025 veröffentlichten. Den Angaben zufolge sind die befragten Personen bei der KI-Nutzung meist auf sich gestellt, da nur ein kleiner Teil der Organisation Richtlinien erlassen hat. Allerdings wird durchaus in den Organisationen über KI diskutiert, teils kritisch oder ablehnend (vor allem in Kultureinrichtungen). Wer KI nutzt – vor allem in großen Organisationen – sieht in ihr auch großes Potenzial.
Als Grund, sie nicht zu nutzen, wurden vor allem mangelndes technisches Know-how, Datenschutzbedenken und Zweifel an der Qualität KI-generierter Inhalte angegeben. Nur zwei Prozent der Befragten fürchteten um ihren Arbeitsplatz. Insgesamt nutzten 73 Prozent der Befragten KI, obgleich 42 Prozent ihren Wissensstand als gering einschätzten. Die Befragung fand im Mai und Juni 2025 statt. Die Ergebnisse sind unter dem Titel „Individuell genutzt, aber strategisch vernachlässigt. Status quo und Handlungsbedarfe zu generativer KI im gemeinnützigen Sektor“ publiziert worden.