Bildung und Engagement von Schülern fördern

    Fünf Schulen gewinnen bundesweiten Service-Learning-Wettbewerb und präsentieren sich Bildungsförderern und Bildungspolitikern in Berlin

    Berlin, 3. Juni 2015 – Das Alice-Salomon-Berufskolleg Bochum, Bonns Fünfte Gesamtschule, das Gymnasium im Loekamp Marl (alle Nordrhein-Westfalen), die Heinrich-Heine-Gesamtschule Dreieich (Hessen) und die Oberschule Papenteich in Groß Schwülper (Niedersachsen) sind die fünf besten Schulen des bundesweiten Service-Learning-Wettbewerbs der Stiftung Aktive Bürgerschaft. Ihre Schülerinnen und Schüler engagieren sich mit einem sozialen Kaufhaus, in einer Stadtbibliothek, unterstützen Flüchtlinge beim Deutsch lernen, entdecken mit Kindern die Umwelt oder entwickeln einen Führer für regionale Produkte. In der Schule verbinden sie ihr Engagement mit Unterrichtsinhalten in verschiedenen Fächern, um damit Lern- und Bildungsziele besser zu erreichen. Dieses Konzept heißt Service Learning, das Bildung und Engagement fördert.

    Die Schulen präsentierten sich heute Bildungsförderern und Bildungspolitikern bei der Service-Learning-Förderkonferenz der Stiftung Aktive Bürgerschaft in der Vertretung des Landes Nordrhein-Westfalen beim Bund in Berlin. Werner Böhnke, Aufsichtsratsvorsitzender der WGZ BANK, Vorsitzender des Stiftungsrates der Stiftung Aktive Bürgerschaft und der Wettbewerbs-Kommission, überreichte den Delegationen der Schulen als Auszeichnung eine Urkunde.

    „Die heute prämierten fünf Schulen gehen mit gutem Beispiel voran: Service Learning ist bei ihnen nicht mehr auf einzelne Projekte beschränkt, sondern fest in den Schulalltag integriert“, würdigte Werner Böhnke die Gewinner. „Dort, wo sich die Schülerinnen und Schüler engagieren, entwickeln sie ein Bewusstsein für demokratische Werte. Service Learning verweist damit auch auf eine große Nähe zu den genossenschaftlichen Prinzipien der Selbsthilfe, Selbstverwaltung und Selbstverantwortung. Seit sechs Jahren setzen wir mit ‚sozialgenial – Schüler engagieren sich‘, Service Learning an vielen Schulen in Nordrhein-Westfalen um. Ich wünsche mir, dass die heute vorgestellten guten Beispiele viele dazu anregen, diese Initiative stetig weiter auszubauen.“

    Dr. Stefan Nährlich, Geschäftsführer der Stiftung Aktive Bürgerschaft, betonte: „Wir haben sozialgenial so konzipiert, dass alle Schulen der Sekundarstufen I und II in allen Jahrgängen es einsetzen können. In diesem Konzept entscheiden die Schulen selbst, ob sie sozialgenial als eigenes Fach oder als Methode einsetzen, ob die Teilnahme freiwillig oder verpflichtend ist und welche Lern- und Bildungsziele die Schulgemeinschaft mit Service Learning erreichen will. sozialgenial bietet einen verlässlichen und flexiblen Rahmen für gutes Service Learning.“

    Die Veranstaltung moderierte Martin Spiewak, Journalist DIE ZEIT.

    Mit dem Service-Learning-Wettbewerb will die Stiftung Aktive Bürgerschaft auf das Innovationspotenzial von Service Learning für Bildung und Engagement aufmerksam machen. An dem bundesweiten Service-Learning-Wettbewerb der Stiftung Aktive Bürgerschaft konnten Schulen der Sekundarstufen I und II teilnehmen, die das bürgerschaftliche Engagement ihrer Schüler mit dem Bildungskonzept Service Learning fördern und in ihr Schulprogramm integriert haben. Eine unabhängige Kommission mit Fachleuten aus Schulen und Schulpolitik, Wirtschaft und Wissenschaft befand über die insgesamt 57 Bewerbungen aus zehn Bundesländern.

    Der Service-Learning-Wettbewerb fand im Rahmen des Service-Learning-Programms „sozialgenial – Schüler engagieren sich“ der Stiftung Aktive Bürgerschaft statt. sozialgenial entstand auf Initiative und mit Förderung der WGZ BANK und wird unterstützt vom Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen. 64.000 Schülerinnen und Schüler engagieren sich seit 2009 an 540 Schulen in Nordrhein-Westfalen. 1.600 sozialgenial-Schulprojekte sind entstanden. Unterstützt wird der Wettbewerb von der GAD eG, Spezialist für Banken-IT in der genossenschaftlichen FinanzGruppe.

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