Arbeitsmarktintegration: Blockaden wegen Sprache und Bürokratie

    Komplizierte bürokratische Verfahren seien neben den Sprachproblemen die Haupthindernisse für die Beschäftigung und Qualifizierung von Flüchtlingen, lautet das Fazit einer Studie, für die die Unternehmensberatung Roland Berger und das Unternehmensnetzwerk “Wir zusammen” 132 Unternehmen befragt haben. Vor allem die Unsicherheiten beim Aufenthaltsstatus und die Anerkennung von Qualifikationen blockieren demnach die Integration in den Arbeitsmarkt. Zudem erschwerten aufwändige und uneinheitliche behördliche Regelungen die Einstellung von Flüchtlingen. Auch die Industrie- und Handelskammern bezeichnen die Zusammenarbeit mit den Ausländerbehörden als schwierig. Es fehlten klare Zuständigkeiten und Planungssicherheit, kritisierten sie in der Zwischenbilanz ihres Integrationsprogramms “Ankommen in Deutschland”, für das sie 2016 rund 20 Millionen Euro ausgegeben haben.

    , Ausgabe 173 November-Dezember 2016