taz: Brasilien – Probleme und Proteste bleiben

    Über die Proteste und sozialen Probleme Brasiliens und die Fußballweltmeisterschaft hat der Südamerika-Korrespondent Andreas Behn der tageszeitung (taz) im Juli berichtet. Auch an den Spieltagen habe es Demonstrationen gegeben, die Polizei sei dabei stets “massiv präsent” gewesen und habe oft ohne Vorankündigung Tränengas und Pfefferspray eingesetzt, schrieb er am 3. Juli 2014 unter dem Titel “Ohne Standards auf der Copacabana”. Viele Demonstranten hätten darauf mit phantasievollen Aktionen wie Fußballspielen auf Straßenkreuzungen oder Musikperformances reagiert. Im Interview “Wir sind kein Fußballland mehr” sagte der brasilianische Aktivist Ferreira Almeida zu Behn, das unrühmliche Ausscheiden der brasilianischen Mannschaft bei der Weltmeisterschaft habe die Einstellungen der Menschen zu allen Problemen verändert: “So wie unser Fußball demaskiert wurde, werden jetzt auch andere Dinge hinterfragt.” Das Interview erschien am 15. Juli 2014.

    , Ausgabe 147 Juli 2014