Süddeutsche Zeitung: Nur schöne Worte vom DFB

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Fußball kann wohnungslosen Menschen helfen, ihren Alltag zu bewältigen und den Schwierigkeiten schöne Momente entgegenzusetzen. Deshalb gibt es den „Homeless Worldcup“ einmal im Jahr. 2023 fand er in den USA statt. Mit dem Motto „Wir für euch“ unterstützte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) den Cup, doch die Süddeutsche Zeitung kritisierte: „Das Motto müsste eigentlich lauten: Wir für uns“. Über ein Instagram-Post hinaus habe der DFB kaum etwas für die Wohnungslosen-Mannschaft aus Deutschland getan. Als sie nach Unterstützung für die Flugtickets fragten, habe der DFB lediglich einen Satz Trikots geschickt, aber zu spät, so dass die Spieler sich auch hier selbst helfen mussten. Auf Nachfrage habe der DFB erklärt, mit dem Instagram-Post Aufmerksamkeit zu erzeugen gewollt habe. Den Beitrag verfasste Vinzent Tschirpke. Er erschien am 13. September 2023 unter dem Titel „Nicht mal die Trikots sind angekommen“.

WWW.SUEDDEUTSCHE.DE/SPORT/ODACHLOSIGKEIT-FUSSBALL-HOMELESS-WORLDCUP-DFB-1.6219312

Mittelbayerische Zeitung: Arbeitgeber schätzen Ehrenamt bei Auszubildenden

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Pünktlich sein, Verantwortung übernehmen, Teamwork: Das lernen junge Menschen im Ehrenamt – und das wissen Arbeitgeber zu schätzen, stellte Nicole Selendt in ihrem Beitrag „Firmen schätzen das Ehrenamt“ in der Mittelbayerischen Zeitung fest. Sie hatte sich bei kleinen und mittelständischen Unternehmen in der Region umgehört. „Diese Jugendlichen können erzählen, sie haben ein selbstsicheres Auftreten, gehen mit Struktur ins Gespräch“, lobte einer ihrer Gesprächspartner, und ein anderer erklärte, Jugendliche, die zuvor in einem Fußballverein, bei der Feuerwehr oder den Pfadfindern gewesen seien, brächten soziale Kompetenzen mit, die andere noch lernen müssten. Bedauerlich sei nur, dass Jugendliche immer weniger Zeit für ehrenamtliches Engagement fänden.

WWW.MITTELBAYERISCHE.DE/LOKALES/LANDKREIS-NEUMARKT/FIRMEN-SCHAETZEN-DAS-EHRENAMT-14272157 (+)

FAZ: Schäuble und Güler schlagen „Gesellschaftsjahr“ vor

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Nach zahlreichen Reaktionen auf den Vorschlag des Bundespräsidenten, einen Pflichtdienst einzuführen, haben in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) am 6. September 2023 die CDU-Bundestagsabgeordneten Serap Güler und Wolfgang Schäuble ein sogenanntes „Gesellschaftsjahr“ in die Debatte gebracht. Es solle breit angelegt werden, legten sie in ihrem Gastbeitrag „Unsere Gesellschaft geht uns alle an“ dar: Neben einem „anständig vergüteten“ Jahr nach dem Schulabschluss sollten auch Arbeitnehmer sich einmal die Woche gesellschaftlich engagieren können und Rentner steuerfrei ihren Beitrag leisten können. Bürgergeldempfänger sowie Bezieher von Asylleistungen sollten sich obligatorisch engagieren. „Nachweislich treffen vermehrt Menschen aus der Mittelschicht, oft ohne Migrationsgeschichte, im Ehrenamt aufeinander. Ein Gesellschaftsjahr ermöglicht die Begegnung zwischen Menschen aller Couleur“, so Güler und Schäuble. Das sei wichtig für den Erhalt der Demokratie, denn es gelinge nicht mehr hinreichend, Räume zu schaffen, in denen widerstreitende Interessen aufeinandertreffen und miteinander ausgehalten und ausgehandelt werden müssen.

WWW.FAZ.NET/AKTUELL/POLITIK/INLAND/SCHAEUBLE-UND-GUELER-FUER-EIN-VERPFLICHTENDES-GESELLSCHAFTSJAHR-19152310.HTML (+)

Deutschlandfunk: Wohlfahrtsverbände – erfolgreich und trotzdem unter Druck

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750.000 Beschäftige hatten die Wohlfahrtsverbände in Deutschland bundesweit 1990, inzwischen sind es mehr als zweieinhalb Mal so viele. Der Grund für das Wachstum: Es gibt mehr Bedarf, unter anderem durch staatliche Leistungserweiterungen wie das Recht auf einen Kindergartenplatz – die der Staat dann an Wohlfahrtsorganisationen auslagert. Im Hintergrundbeitrag des Deutschlandfunks „Diakonie, AWO, Caritas – Warum Wohlfahrtsverbände wachsen“ warnte jedoch Dr. Holger Backhaus-Maul, Soziologe an der Universität Halle-Wittenberg, sich weiteren Wachstums allzu sicher zu sein. Alte sozialkulturelle Milieus in der Arbeiterschaft oder den Kirchen schwänden, so Backhaus-Maul: „Brauchen wir dann noch diese Milieuverbände, die auf ihre Tradition hinweisen?“ Arbeiterwohlfahrt, Caritas und Diakonie müssten sich in der Öffentlichkeit legitimieren. Die Probleme der Organisationen, Ehrenamtliche zu finden, geben dem Wissenschaftler recht: Wer, der kein Kirchenmitglied ist, engagiert sich dann noch freiwillig bei ihren Wohlfahrtsorganisationen? Autor des Deutschlandfunkbeitrags, der am 30. August 2023 veröffentlicht wurde, ist Nikolaus Nützel.

WWW.ARDAUDIOTHEK.DE/EPISODE/HINTERGRUND-DEUTSCHLANDFUNK/DIAKONIE-AWO-CARITAS-WARUM-WOHLFAHRTSVERBAENDE-WACHSEN/DEUTSCHLANDFUNK/94738858

taz: Springt die EU in die Soros-Lücken?

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„Eine Lücke für Rechtspopulisten“: Unter dieser Überschrift analysierten Florian Bayer und Eric Bonse in der tageszeitung (taz), was der Rückzug der Open Society Foundations (OSF) aus Europa für Folgen haben könnte. Ab 2024 will die OSF ihre Arbeit in Europa limitieren (bürgerAktiv berichtete Ausgabe 247 August 2023) und zahlreiche Mitarbeiter entlassen – von 40 Prozent weltweit ist die Rede. Die OSF wurde von dem US-Milliardär George Soros gegründet, der sie jetzt an seinen Sohn übergeben hat. Die OSF finanziert bislang mit dreistelligen Millionensummen Projekte und zivilgesellschaftliche Organisationen, die sich für Menschenrechte, Demokratie und Freiheit einsetzen. Einer der Schwerpunkte ist Osteuropa gewesen. „Der Teilrückzug dürfte auch damit zu tun haben, dass OSF-Gründer George Soros (93) die Kontrolle über seine Stiftungen an seinen Sohn Alexander (37) übergeben hat. Der will den Fokus auf die USA lenken und eine Wiederwahl Donald Trumps im November 2024 verhindern“, schrieben Bayer und Bonse und fragen: „Wird die EU (…) Soros‘ Rückzug finanziell ausgleichen?“ Der Text ist am 30. August 2023 erschienen.

TAZ.DE/TEILRUECKZUG-DER-SOROS-STIFTUNG-AUS-EU/!5953317

Heilbronner Stimme: Bürger fahren Bürger

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Mobilität auf dem Land auch unter widrigen Umständen erhalten: Wie das dank ehrenamtlichem Engagement in der Gemeinde Flein in Baden-Württemberg funktioniert, die der Bus im Stich gelassen hat, berichtete in der Heilbronner Stimme Sabine Friedrich. Neun Ruheständlerinnen und Ruheständler chauffieren hier die Mitbürger in einem Bürger-Ruf-Auto. „Die Bilanz nach sieben Monaten kann sich mit 600 Fahren sehen lassen“, schrieb Friedrich und erläuterte, wie die Ehrenamtlichen ihre Einsätze des Fahrzeugs organisieren. Neben dem eigentlich Ziel, von A nach B zu kommen, lernt man sich auch näher kennen auf den Fahrten. Der Beitrag „Keine Voranmeldung nötig: So funktioniert das Ruf-Taxi für Bürger in Flein“ ist am 24. August 2023 erschienen.

WWW.STIMME.DE/REGIONAL/LANDKREIS-HEILBRONN/NACHRICHTEN/OST/FLEIN-RUF-TAXI-BUERGERBUS-FAHRSERVICE-EHRENAMTLICHE-ART-4834102 (+)

Tagesspiegel: Drei Jahre DSEE

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Die Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt (DSEE) ist drei Jahre alt geworden. Nur wenige hätten bei ihrer Gründung einen großen Wurf erwartet, schrieb Gerd Nowakowski am 13. August 2023 auf dem Portal des Tagesspiegels. Um dann zu loben: „Aber was da in den vergangenen drei Jahren gewachsen ist, kann sich sehen lassen und hat die DSEE bundesweit zu einem wichtigen Partner für die Engagierten und die Zivilgesellschaft gemacht.“ Der Pferdefuß, dass die Stiftung kein festes Kapital hat, sondern von öffentlichen Zuwendungen aus dem Bundeshaushalt abhängt, spielt bislang keine Rolle, die Mittel fließen. Die DSEE setzte sie unter anderem für Förderungen von Vereinen und Organisationen ein, aber auch für Studien über das bürgerschaftliche Engagement. Diese „haben durchaus Debatten angestoßen oder unterstützt“, so Nowakowski in seinem Beitrag „Bilanz nach drei Jahren“.

WWW.TAGESSPIEGEL.DE/BERLIN/BILANZ-NACH-DREI-JAHREN-WAS-BIETET-DIE-BUNDESSTIFTUNG-FUR-ENGAGEMENT-UND-EHRENAMT-10295566.HTML

Spiegel: Kleiner Verein, große Wirkung

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Hier sind Profis am Werk: „Die Gesellschaft für Freiheitsrechte macht Politik mit den Mitteln des Rechts und nutzt insbesondere Verfassungsbeschwerden, um spektakuläre Urteile zu erreichen“, heißt es im Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL vom 12. August 2023. Zu den Erfolgen der Gesellschaft für Freiheitsrechte e.V. (GFF) gehören Urteile über den Schutz von Handydaten Geflüchteter gegenüber dem Staat, von gleicher Bezahlung und zu gesetzlichen Vorgaben für polizeiliche Datenauswertung. Dahinter stehen Juristinnen und Juristen, die ihren Verein als „Rechtsschutzversicherung für das Grundgesetz“ sehen. Wie sie die GFF aufgebaut haben und mit welchen Tricks und Kniffen sie die Hürden beim Bundesverfassungsgericht für Verfassungsbeschwerden zu nehmen wissen, erzählte Dietmar Hipp unter dem Titel „Die Profi-Kläger“.

WWW.SPIEGEL.DE/PANORAMA/JUSTIZ/GESELLSCHAFT-FUER-FREIHEITSRECHTE-WIE-EIN-VEREIN-MIT-KLAGEN-POLITIK-MACHT-A-ECE45982-E474-478B-BBD6-6D15A9FF66C2 (+)

Süddeutsche Zeitung: Schwund im Ehrenamt

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Neue Zahlen über die Entwicklungen im Ehrenamt hat Annette Zoch für die Süddeutsche Zeitung zusammengetragen – und sie bescheinigen einen Schwund an Helfern. Sportvereine hätten in der Pandemie gelitten, Kirchen steckten in der Krise, was das Engagement betreffe. Die Untersuchungen kommen unter anderem aus den Kirchen selbst und vom Thinktank Zivilgesellschaft in Zahlen (ZiviZ). Zoch sieht den vielerorts geäußerten Trend bestätigt, dass sich das Ehrenamt verändert: „Die Menschen sind mobiler, haben weniger Zeit, sind weniger verwurzelt an ihren Wohnorten als in vergangenen Jahrzehnten.“ Bei den Kirchen denkt man deshalb über niedrigschwelligere Engagementangebote nach, erfuhr Zoch. Der Beitrag „Wenn das Ehrenamt nachlässt“ ist am 16. August 2023 erschienen.

WWW.SUEDDEUTSCHE.DE/POLITIK/EHRENAMT-KIRCHE-SPORTVEREINE-UMWELTVERBAENDE-ENGAGEMENT-NACHLASSEN-1.6133233

Die Zeit: „Wir suchen Seelen“

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„Wir suchen keine Leichen, wir suchen Seelen“: Das sagt Olexij Jukow, einer der Freiwilligen in der Ukraine, die auf den Schlachtfeldern des Krieges nach den Überresten der getöteten Menschen suchen, um sie zu bergen. Wenn der Körper keine Ruhe finde, finde die Seele sie auch nicht, so Jukow. Manchmal sind die Leichen vermint. Wolfgang Bauer hat Angehörigen der Freiwilligenorganisation „Schwarze Tulpe“ begleitet und für die ZEIT eine Reportage über sie verfasst. Sie hat den Titel „Söhne und Väter, keine Feinde“ und ist am 7. August 2023 erschienen. „Die Erde der Ukraine birgt die Gebeine vieler Kriege“, schreibt Bauer. „Die Toten, die er (Jukow, d. Red.) jetzt birgt, starben vor nur wenigen Monaten, manchmal vor wenigen Tagen.“

WWW.ZEIT.DE/2023/33/ORGANISATION-SCHWARZE-TULPE-UKRAINE-KRIEG-LEICHEN-BERGEN-SOLDATEN/KOMPLETTANSICHT

Süddeutsche Zeitung: Immer nach dem Staat rufen?

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Ob Heizungsumbau oder Arbeitsteilung in der Familie: Zu viele Menschen erwarten, dass ihre Herausforderungen vom Staat geregelt werden, befand Meredith Haaf in der Süddeutschen Zeitung vom 12. August 2023. „Demokratiemüdigkeit ist einerseits Ausdruck enttäuschter Erwartungen – und ganz ehrlich, wer sich immer auf Papi verlässt, kann nur enttäuscht werden. Sie ist aber auch Ausdruck der eigenen Antriebslosigkeit“, schrieb sie. Ihre Schlussfolgerung: „Es klingt vielleicht banal, aber auch ein Ehrenamt, ein Betriebsrat, eine Genossenschaft, eine Kunstwerkstatt, ein Gemeinschaftsgarten, das alles sind Möglichkeiten, Veränderung zu schaffen und Demokratie zu erfahren, die vom Staat freundlicherweise schon längst ermöglicht werden. Anders gesagt: Do it!“, forderte sie unter der Überschrift „Daddy Deutschland“ die Leserschaft auf. Haaf ist stellvertretende Leiterin des Meinungsressorts der Süddeutschen.

WWW.SUEDDEUTSCHE.DE/PROJEKTE/ARTIKEL/GESELLSCHAFT/HEIZUNGSGESETZ-GLEICHBERECHTIGUNG-UMWELTSCHUTZ-STAAT-E065664/?REDUCED=TRUE (+)

Handelsblatt: „Greenwashing“ kann mit neuer EU-Richtlinie teuer werden

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Die EU-Richtlinie über „Green Claims“, die für irreführende Umweltwerbung, sogenanntes Greenwashing empfindliche Bußgelder einführt, wurde am 12. Juli 2023 im Handelsblatt diskutiert. Im Beitrag „Irreführende Werbung könnte für Unternehmen bald teuer werden“ ließen Katrin Terpitz, Florian Kolf und Michael Scheppe Experten zu Wort kommen, die die Regelung begrüßen, etwa den Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe (DUH). Sie befassten sich jedoch auch mit der Perspektive der betroffenen Unternehmen. „Der Entwurf der EU sieht vor, dass alle umweltbezogenen Werbeclaims vorab von einer unabhängigen Prüfstelle zertifiziert werden müssen. (…) Dieses Prozedere dürfte teuer werden“, berichteten sie. Im Streitfall liege die Beweislast nach der Neuregelung bei den Unternehmen. Vom Schweizer Lebensmittelkonzern Nestlé und dem Getränkehersteller Eckes-Granini erfuhren Terpitz, Kolf und Scheppe, dass diese ihre Produkte lieber nicht mehr als „klimaneutral“ bewerben wollten.

WWW.HANDELSBLATT.COM/UNTERNEHMEN/HANDEL-KONSUMGUETER/GREENWASHING-IRREFUEHRENDE-WERBUNG-KOENNTE-FUER-UNTERNEHMEN-BALD-TEUER-WERDEN/29246576.HTML (+)

FAS: Verzweiflung bei den Klimaklebern

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Wie passen geäußerte Verzweiflung einerseits und straff organisiertes Handeln der Klimakleber andererseits zusammen? Danach fragte Julia Schaaf in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (FAS) vom 16. Juli 2023. Anlass war die Gerichtsverhandlung gegen die Aktivistin Lea Bonasera, die Anfang Juli in Berlin zu einer Geldstrafe verurteilt wurde und im Prozess durchaus wirkungsvoll mit Verzweiflung argumentierte. „Gefühle sind im Kampf gegen den Klimawandel schon lange ein wichtiges Thema“, stellte Schaaf in ihrem Bericht „Die Verzweifelten“ fest. Die Psychologin Maria-Christina Nimmerfroh erzählte im dazu gehörenden Interview „Als Aktivist haben Sie da sehr wenig zu sagen“ von ihren Recherchen aus den Schulungen der Klimakleber-Organisation. „Katastrophisierung“ sei fester Bestandteil der Narrative, mit denen die Aktivisten auf ihre Einsätze vorbereitet würden. Sie hätten wenig mitzubestimmen, würden aber wertschätzend betreut. „Das funktioniert nur, weil die Motivation des Einzelnen stark auf die Gruppe bezogen ist“, so Nimmerfroh.

WWW.FAZ.NET/AKTUELL/GESELLSCHAFT/MENSCHEN/VERZWEIFELTE-KLIMAKLEBER-SO-TICKT-DIE-LETZTE-GENERATION-19033861.HTML (+)
WWW.FAZ.NET/AKTUELL/GESELLSCHAFT/MENSCHEN/STRUKTUR-UND-LOGIK-DER-LETZTEN-GENERATION-19033853.HTML (+) 

Tagesspiegel: Transformation anregen

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Gemeinwohlorientierte Sozialunternehmen – was sind sie und wie viele? Das versuche zurzeit das Bundeswirtschaftsministerium zu präzisieren, das im September 2023 eine Strategie zur Förderung für Soziale Innovation und gemeinwohlorientierte Unternehmen vorlegen wolle, berichtete Teresa Roelcke im Tagesspiegel. Die Sozialen Unternehmen in Deutschland erwirtschafteten jährlich sieben Milliarden Euro, so Roelcke, und 20 Prozent von ihnen säßen in Berlin. Dort fand im Juli die Jahreskonferenz der Social Economy Berlin (SEB) statt. Bei unterschiedlichsten Geschäften und Rechtsformen hätten die Unternehmen eines gemeinsam: „Die Rendite steht nicht im Vordergrund“, so Roelcke. Das Ziel von SEB sei, dieses Engagement sichtbarer zu machen und Transformationen in anderen Unternehmen anzuregen. Der Beitrag „Rendite ist zweitrangig“ wurde am 11. Juli 2023 veröffentlicht.

WWW.TAGESSPIEGEL.DE/BERLIN/BERLINER-WIRTSCHAFT/RENDITE-IST-ZWEITRANGIG-20-PROZENT-DER-DEUTSCHEN-SOZIALUNTERNEHMEN-SITZEN-IN-BERLIN-10131103.HTML

Neue Westfälische: Frust bei Fridays

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Bei der Fridays-for-Future-Bewegung gibt es Nachwuchsprobleme. Das stellte Heiko Kaiser in der Neuen Westfälischen – Bielefelder Tageblatt fest. Fokus seiner Recherche war der Altkreis Halle in Nordrhein-Westfalen. Zogen im September 2022 noch 70 Kinder, Jugendliche und Erwachsene durch die Straßen, so blieb seitdem alles still. Kaiser zitiert eine Engagierte, die Resignation als Grund für die Inaktivität vermutet: „Nachdem es gelungen ist, Millionen Menschen auf die Straße zu bringen, musste man am Ende sehen, dass auch das nicht richtig gefruchtet hat.“ Ein anderer Grund: Nachwuchsprobleme – Schülerinnen und Schüler, die die Schule abschließen, hinterlassen Lücken, in die keine neuen Schüler nachrücken. Der Artikel erschien am 13. Juli 2023 unter dem Titel „Fridays for Future hat Probleme“.

WWW.NW.DE

rbb24: Viele sind nicht genug

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60.000 Ehrenamtliche kümmern sich im Berliner Sport. Das klingt viel, aber im Interview mit dem Rundfunk Berlin Brandenburg (rbb) zeigte sich der Präsident des Landessportbundes Berlin (LSB), Thomas Härtel trotzdem unzufrieden. Zwar seien die Ehrenamtlichen auch über die Corona-Zeit hinweg bei der Stange geblieben, doch habe man in dieser Zeit keine neuen Ehrenamtlichen gefunden. Jüngere Menschen seien eher an projektbezogenem oder zielgruppenspezifischem Engagement interessiert. „Ebenso haben wir Probleme den Frauenanteil zu erhöhen, weil sie durch die Ausbildung und die familiäre Belastung oft nicht die Zeit für ein Ehrenamt finden“, sagte Härtel, und er forderte mehr Unterstützung von Arbeitgebern. Das Interview führte Jonas Bürgener für das Inforadio des rbb. Es wurde am 27. Juni 2023 veröffentlicht und ist unter dem Titel „Die Vereine haben durchaus Schwierigkeiten, junge Leute zu gewinnen“ auf der rbb24-Homepage zu lesen.

WWW.RBB24.DE/SPORT/BEITRAG/2023/06/BERLIN-LANDESSPORTBUND-INTERVIEW-THOMAS-HAERTEL-EHRENAMT-EHRENAMTSGALA.HTML

Handelsblatt: „Menschliches Engagement abseits reiner Performance“

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Ein großes Lob für das Engagement von Unternehmen bei den Special Olympic, die im Juni 2023 in Berlin stattfanden, war am 27. Juni 2023 im Handelsblatt zu lesen. „Unternehmen wie Würth, Schufa, Rewe, Toyota und Co. waren als Förderer mit Hunderten freiwilliger Helfer vor Ort. Wie rechnet sich das? Und was bringt diese Art von Engagement?“, fragte der Unternehmensberater Frank Dopheide in der Kolumne „Out of the box“, um selbst gleich mehrere Antworten zu geben: „Es verleiht den Menschen Flügel“, schrieb er, und: „Das menschliche Engagement abseits reiner Perfomance wirkt Wunder.“ Die Identifikation mit dem Unternehmen steige. Volunteering und Inklusion machten ein Unternehmen menschlicher und erfolgreicher. Der Einsatz bei den Special Olympics helfe der Führungsetage, die Menschen wieder für sich zu gewinnen.

WWW.HANDELSBLATT.COM/MEINUNG/KOLUMNEN/KOLUMNE-OUT-OF-THE-BOX-SOZIALES-ENGAGEMENT-MACHT-UNTERNEHMEN-STAERKER-/29226938.HTML (+)

shz: Unternehmensponsoring stärkt Rechte im Osten

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„Kaum ein Sport- oder Karnevalsverein, kein Stadtteil- oder Dorffest kommt ohne unternehmerische Unterstützung aus. Da wird selten hinterfragt, wer mit welcher Intention sponsert“: Das stellt der Chefredakteur der Schweriner Volkszeitung, Michael Seidel, in seinem Gastkommentar „Die neurechte Szene wäre ohne Sponsoring nicht denkbar“ fest, der am 2. Juli 2023 auf dem Portal des „sh:z Schleswig-Holsteinischer Zeitungsverlag“ und dessen Zeitungen erschienen ist. Mit Verweis auf eine Studie des Leipziger Else-Frenkel-Brunswik-Zentrums für Demokratieforschung über den Landkreis Görlitz schreibt Seidel, diverse Görlitzer Immobilienmakler, Handwerker, Baulöwen und Inkasso-Eintreiber unterstützten nicht nur „unverblümt antidemokratische Aktivitäten und Veranstaltungen. Die Protagonisten etablieren ihr Gedankengut auch in ihren Belegschaften.“ Wer glaube, die AfD und neurechte Bewegungen seien nur eine vorübergehende Protestbewegung, irre gewaltig.

WWW.SHZ.DE/DEUTSCHLAND-WELT/MEINUNG/ARTIKEL/MEINUNG-ENGAGEMENT-FUER-DIE-EXTREME-RECHTE-45033810 (+)

WDR: Von der Feuerwehr bis zum Schulfrühstück – Ehrenamt und gesellschaftlicher Zusammenhalt

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Mit Reportagen und Porträts zu ehrenamtlichem Engagement bei der Feuerwehr, in Schulen und für Geflüchtete thematisierte die WDR-Sendung „Planet Wissen“ am 9. Juni 2023 das Ehrenamt. Nebenbei konnte man von der Soziologin Dr. Julia Simonson vom Deutschen Zentrum für Altersfragen etwas über den feinen Unterschied zwischen Ehrenamt und Engagement lernen. Zu Wort kam auch der ? Ralf Fischer von der Freiwilligen Feuerwehr Schmallenberg. Zum Thema Nachwuchs sagte er: „Es macht natürlich viel Arbeit, dass man keine Nachwuchssorgen hat. (…) Ohne eine vernünftige Jugendarbeit kriegt man den Nachwuchs nicht mehr. Das muss vom Engagement der Mitglieder getragen werden.“ Heißt im Klartext: Noch eine Zusatzaufgabe für die Feuerwehrleute.

WWW1.WDR.DE/MEDIATHEK/VIDEO/SENDUNGEN/PLANET-WISSEN-WDR/VIDEO-EHRENAMT–WIE-FREIWILLIGES-ENGAGEMENT-UNSERE-GESELLSCHAFT-ZUSAMMENHAELT-100.AMP

Spiegel online: Es lebe der Verein

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Vom Rentner am Limo-Stand über die buchführende Gattin bis zum Übungsleiter der Kinder: Ihnen allen singt Markus Deggerich ein Loblied mit dem Titel „Ein Liebesbrief an alle Ehrenamtlichen im Verein“, der in der Familien-Kolumne am 17. Juni 2023 auf Spiegel online erschienen ist. „Ja klar, in der Vereinsmeierei treiben sich auch viele Vollpfosten rum, aber ich bin dennoch überzeugt, dass die Vorteile und Volltreffer überwiegen, vor allem für junge Menschen. Werte wie Verlässlichkeit einzuüben, den guten Umgang mit Niederlagen lernen (und mit Siegen, was genauso schwer ist), zu begreifen, dass man sich fast alles beibringen oder verbessern kann – durch Übung, selbst ohne Talent: magisch!“, schwärmt Deggerich und gesteht: „Ich persönlich tauge mit meiner lädierten Gesundheit nicht mal mehr zum Wasserträger. Also hole ich Bier und pflege den olympischen Gedanken: Dabei sein ist alles. Ich weiß, dass die alten Freunde mich nur noch aus Mitleid mitspielen lassen, so zwei bis drei Minuten. Na und?“

WWW.SPIEGEL.DE/FAMILIE/FAMILIENNEWSLETTER-EIN-LIEBESBRIEF-AN-ALLE-EHRENAMTLICHEN-IM-VEREIN-A-3F094B23-52DA-46DD-A32D-578B1E55F8A2

Deutschlandfunk: Wie Freiwilligendienste wirken

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Nach der Wirksamkeit von Freiwilligendiensten fragte Renate Dobratz im Feature „Klima, Krisen, Pflichtdebatte: Was bringen Freiwilligendienste?“, das am 13. Juni 2023 im Podcast „Zeitfragen“ des Deutschlandfunks gesendet wurde. Sie interviewte und begleitete Teilnehmende im Freiwilligen Ökologischen Jahr bzw. Sozialen Jahr zu Einsätzen, die von Gruppenerlebnissen, Lernerfolgen und Selbstwerteffekten berichteten. „Der Beruf macht einen zufrieden und vollständig“, sagt beispielsweise eine Freiwillige über ihre Erfahrungen in der Pflege im Altenheim. Mangels Unterstützung aus der Regierung und angesichts des Mangels an Plätzen sei nicht mit einer baldigen Einführung eines Pflichtdienstes zu rechnen, schätzt Dobratz.

WWW.DEUTSCHLANDFUNKKULTUR.DE/KLIMA-KRISEN-UND-DIE-PFLICHTDEBATTE-WIE-WIRKSAM-SIND-FREIWILLIGENDIENSTE-DLF-KULTUR-E1406131-100.HTML

Süddeutsche: Nicht immer gleich die Feuerwehr rufen

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Freiwillige Feuerleute bei Neueinstellungen bevorzugen, damit man genug Einsatzkräfte im Ort hat: Das ist einer der Vorschläge von zwei Feuerwehrkommandanten aus Garching und Unterföhring in Bayern, die in der Süddeutschen Zeitung interviewt worden sind. Irmengard Gnau befragte sie zu Nachwuchssorgen und aktuellen Entwicklungen bei der Feuerwehr. Sie erfuhr: „Das klassische Brandereignis geht zurück. Das verschiebt sich stattdessen eher in den technischen Bereich. Und da habe ich den Eindruck, dass viele Menschen heute immer unbeholfener werden“ – so Kommandant Florian Klietsch. „Wenn Wasser im Keller steht, das mit drei Wischmobs zusammengekehrt wäre – rufe ich die Feuerwehr.“ Dächten mehr Menschen vor dem Anruf noch einmal nach, ob sie sich nicht auch selbst helfen könnten, würde das die Überlastung auch reduzieren. Das Interview erschien am 8. Juni 2023 unter dem Titel „Im Dienste der Allgemeinheit“. (+)

WWW.SUEDDEUTSCHE.DE/MUENCHEN/LANDKREISMUENCHEN/FREIWILLIGE-FEUERWEHR-UNTERFOEHRING-GARCHING-BRANDSCHUTZ-EHRENAMT-1.5911711?REDUCED=TRUE

Radio Bremen: 200 Jahre Kunstverein in Bremen – und weiter?

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Eine vermutlich „sehr, sehr kleine Einrichtung“ wäre die Kunsthalle Bremen, wenn ihr Träger, der „Kunstverein in Bremen“ sie nicht förderte: Das sagte die Bremer Kulturstaatsrätin Carmen Emigholz in der Sendung „buten un binnen“ von Radio Bremen vom 22. April 2023. Denn wohlhabende Mitglieder des Vereins kaufen Kunst für die Sammlung an und unterstützen Ausstellungsprojekte. Dem Interview voraus ging ein Beitrag von Anna Berkhout über das 200-jährige Jubiläum des Kunstvereins. In der Rückschau eine Erfolgsgeschichte – doch werden sich auch für die Zukunft hochrangige Mäzene finden? Der Kunstverein gehört mit 10.000 Mitgliedern zu den größten in Deutschland.

WWW.BUTENUNBINNEN.DE/VIDEOS/KUNSTHALLE-MUSEUM-BREMEN-KUNSTVEREIN-100.HTML

FR: Freiwillige tauchen nach Müll im Roten Meer

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Es war der Anblick eines kleinen Oktopusses, der in einer scharfkantigen Dose hauste statt in einer Muschelschale oder einem Schneckenhaus, der die Tauchenden Seif Al Madanat und Beisan Al Sharif in Jordanien dazu brachte, eine „Clean Up“-Hilfsaktion für das Rote ins Leben zu rufen: Rund 150 freiwillige Taucher aus 40 Ländern haben sich bis jetzt beteiligt und insgesamt über fünf Tonnen Abfall aus dem Wasser geholt, von der Türklinke über den Joghurtbecher bis zum Wasserkanister. Annika Brohm ist mit zu einem Einsatz gefahren. „Mohammed, mit zwölf Jahren diesmal der jüngste Teilnehmer, ist gemeinsam mit seinen Eltern angereist“, berichtete sie in der Frankfurter Rundschau. „Genau das sei es, sagt Al Sharif, was sie von Anfang an erreichen wollten: eine Gemeinschaft für alle schaffen, die das Meer lieben und schützen wollen. Unabhängig von Alter und Herkunft.“ Brohms Reportage „Rotes Meer: Aufräumen unter Wasser“ ist am 4. Mai 2023 erschienen.

WWW.FR.DE/PANORAMA/ROTES-MEER-AUFRAEUMEN-UNTER-WASSER-92255078.HTML

RBB 24 Inforadio: „Schwierige Erwartungshaltung“ an das politische Ehrenamt

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Gestalten, anpacken, mit vielen unterschiedlichen Menschen zu tun haben: Das habe ihn in seinem politischen Ehrenamt als Bezirksbürgermeister in Köln begeistert, sagte am 20. Mai 2023 Marco Pagano in der Sendung „Matthay fragt“ im RBB 24 Inforadio. Dass er das Amt nach 15 Jahren aufgab, habe mit der wachsenden Respektlosigkeit gegenüber den Kommunalpolitikern zu tun: „Wie mit einem umgegangen wird, was die Erwartungshaltungen sind, das ist schon schwierig.“ Zudem seien „mit viel Hingabe erarbeitete Beschlüsse“ oftmals von der Verwaltung nicht umgesetzt worden. Manche kommunalen Gremien – vor allem in größeren Städten – sollten professionalisiert werden, schlug Pagano vor, da der Zeitaufwand den Rahmen eines Ehrenamtes sprenge. Pagano ist Sozialdemokrat. Über seine Erfahrungen hat er ein Buch veröffentlicht. Das RBB-Interview „Politisches Ehrenamt: Engagement ohne Dank?“ führte Sabina Matthay.

WWW.INFORADIO.DE/RUBRIKEN/DEBATTE/MATTHAY-FRAGT/2023/05/GEMEINWESEN-ENGAGEMENT-POLITISCHES-EHRENAMT-MARCO-PAGANO.HTML 

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