Bürgerstiftungen ziehen Konsequenzen aus Finanzkrise

    Die anhaltende Niedrigzinsphase in Folge der Finanzkrise betrifft auch die deutschen Bürgerstiftungen. Wie der “Länderspiegel Bürgerstiftungen 2009” von Aktive Bürgerschaft zeigt, konnten die deutschen Bürgerstiftungen im Jahr 2008 ihr Vermögen trotz der Finanzkrise um 21,7 Millionen Euro erhöhen. Nur etwa einem Dutzend der Bürgerstiftungen gelang es nicht, Wertverluste des Stiftungskapitals durch Zustiftungen mindestens auszugleichen. Dennoch ziehen Bürgerstiftungen vielerorts Konsequenzen für die Zukunft. Michael Eckstein, Vorstand der Bürgerstiftung Region Ahrensburg, sagt: “Wir haben daraus die Lehre gezogen, mehr projektgebundene Spenden einzuwerben und neue Fundraising-Aktionen zu starten.” Angelika Kell und Thomas Golzer, Vorstände der Stiftung “Bürger für Leipzig”, kommentieren: “Mit der Krise haben wir verstanden, dass wir uns viel stärker selbst um unser Anlagevermögen kümmern müssen, wissen, was im Portfolio ist und wie sich die Anlagen entwickeln.” Ausführliche Statements der Bürgerstiftungen finden sich in der aktuellen Ausgabe von “mitStiften – Der Rundbrief Bürgerstiftungen” von Aktive Bürgerschaft.

    , Ausgabe 101 Mai 2010