CSR mit Unternehmenskultur verknüpfen

    Wie Unternehmen ihre Aktiväten in Corporate Social Responsibility (CSR) mit der Geschäftstätigkeit verknüpfen können, ist Thema verschiedener Tagungen in diesen Wochen. Auf den St. Galler CSR-Tagen im Februar wurde diskutiert, wie CSR und Unternehmenskultur zusammengehen können. CSR sei ein Wettbewerbsmerkmal, sagte Roland Kuntze, Vice President of Corporate Communications bei Telefónica Germany. Managementexperte Prof. Dirk Fischer befand dagegen, CSR sei für die meisten Kunden selbstverständlich und als Differenzierungsmerkmal daher ungeeignet. Sie trage aber zu einer visionären Unternehmenskultur bei und stärke die Fähigkeit zu Veränderung im Unternehmen. Aufsichtsräte sollten nicht nur Investoreninteressen vertreten, forderte der Prof. Dr. Dr. Alexander Brink, Professor für Wirtschafts- und Unternehmensethik an der Universtität in Bayreuth. Er plädierte dafür, alle relevanten Stakeholdergruppen in die Aufsichtsräte zu holen. Kritisch diskutierte das Forum über die CSR-Norm ISO 26000. Die Kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) würden zu wenig berücksichtigt in dieser Norm, sagte Prof. Ludger Heidbrink vom Kulturwissenschaftlichen Institut in Essen. Wie sich Unternehmen mit ihrem CSR untereinander und mit anderen gesellschaftlichen Akteuren vernetzen und sich CSR im Unternehmen verankern lässt, ist auch Thema auf der Jahrestagung der Bundesinitiative “Unternehmen: Partner der Jugend” (UPJ) e.V. im März. Sie hat den Titel “Verbindungen gestalten – CSR und gesellschaftliche Innovationen”. Unter anderem geht es um CSR in der Region und um Kompetenztransfer aus dem Geschäftsfeld des Unternehmens in die CSR-Aktivitäten, etwa beim Logistikkonzern DHL.

    , Ausgabe 120 Februar 2012