Kommentar: Der Wunsch zu helfen reicht nicht

    Menschen zu helfen, die monatelang auf der Flucht waren, Angehörige verloren und Schreckliches erlebt haben, ist ein zutiefst menschliches Bedürfnis, mit dem in Deutschland dieser Tage viele Bürgerinnen und Bürger auf Flüchtlinge zugehen. Es sind viele, die helfen wollen, und ihre Hilfe wird gebraucht. Doch gerade weil die Lage so dramatisch ist, braucht es auch besondere Fähigkeiten und Voraussetzungen für die Hilfe. Die Bürger müssen zumindest grundlegende Informationen über den Umgang mit traumatisierten Menschen erhalten, und es ist wichtig, dass die Hilfe dort ankommt, wo sie wirklich gebraucht wird. Was fehlt, ist ein professionelles Freiwilligenmanagement, meint unsere Kommentatorin Gisela Jakob, Professorin für Erziehungswissenschaften an der Hochschule Darmstadt.

    Ausgabe 159 August 2015