Zusammenhalten, aufeinander verlassen, Gemeinschaft: So begründeten fünf freiwillige Feuerwehrleute im Gruppeninterview mit der ZEIT, dass sie jederzeit alles stehen und liegen lassen, um Brände zu bekämpfen, Katastrophenhilfe zu leisten oder Unfallopfer zu retten. Dem guten Gefühl, helfen zu können, standen die zeitlichen Herausforderungen gegenüber und auch die psychische Belastung, wenn in einem Einsatz nicht allen Betroffenen geholfen werden kann. Der einzige Feuerwehrmann in der Runde, der nicht schon als Kind zur freiwilligen Feuerwehr stieß, hat türkische Wurzeln und berichtete von der Irritation seines Umfelds darüber, dass er kein Geld verdient mit seinen Einsätzen. Alle waren sich einig, dass Rechtsextremismus bislang Einzelfälle seien. Alle wünschten sich mehr Wertschätzung und für Ausbildung und Ausrüstung nicht betteln zu müssen. Uneinigkeit bestand in der Geschlechterfrage: Kann man Frauen auch zu körperlich sehr herausfordernden Arbeiten schicken? Das Gespräch „Die Menschen, die du nicht retten kannst, vergisst du nie“ erschien in der ZEIT vom 11. September 2025. Die Fragen stellten Stefanie Flamm und Alana Tongers.
Die ZEIT: Freiwillige Feuerwehrleute im Gespräch
, Ausgabe 270 September 2025