Die Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt (DSEE) will Drittmittel bei Stiftungen, Unternehmen und privaten Förderern einwerben und damit ihre bestehenden Förderstrukturen ergänzen. Das bestätigte sie am 24. April 2026 auf Nachfrage der Stiftung Aktive Bürgerschaft. Die Strategie beinhalte einen Passus zur „Vermeidung von Konkurrenzsituationen“, hieß es weiter. Drittmittelfinanzierte Projekte dürften bestehende Strukturen nicht verdrängen, schwächen oder in Konkurrenz zu Förderungen treten, die unmittelbar zivilgesellschaftlichen Akteurinnen und Akteuren zugutekommen könnten. Ziel der Drittmittelstrategie sei es, zusätzliche Ressourcen für das Engagement zu erschließen und neue Partner für die Förderung des Ehrenamts zu gewinnen.
Die Strategie wurde bei der Sitzung des Stiftungsrates der DSEE am 16. April 2026 beschlossen. Er tagte erstmals unter der Leitung von Christiane Schenderlein (CDU), der Staatsministerin für Sport und Ehrenamt, die den ständigen Vorsitz des Gremiums durch Organisationserlass des Bundeskanzlers und eine Änderung am DSEE-Gesetz zum 2. April 2026 übernommen hat. Schenderlein sagte, die DSEE wolle die Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft, den Bundesländern und der Wirtschaft ausbauen, eine spürbare Entlastung von unnötigen bürokratischen Aufgaben für die Engagierten erreichen und den Fokus auf Nachwuchsgewinnung vor allem im ländlichen und strukturschwachen Raum legen.