Sachverständige im Ausschuss für Sport und Ehrenamt haben am 15. April 2026 im Ausschuss für Sport und Ehrenamt des Deutschen Bundestages bessere Rahmenbedingungen für freiwilliges Engagement in ländlichen Räumen gefordert. Sie sprachen sich für mehr Anerkennung für Engagierte aus, weniger Bürokratie, bessere Zugänge, hauptamtliche Unterstützung, verlässliche Finanzierung und gesicherte Begegnungsorte. Die Vertreter aus Praxis und Wissenschaft verwiesen darauf, dass Engagement zentral für Zusammenhalt, Daseinsvorsorge und Lebensqualität sei. Gleichzeitig sei das Ehrenamt vielerorts überlastet und stehe unter doppeltem Druck. Zum einen sei es auf zu wenige Schultern verteilt, zum anderen übernehme das Ehrenamt vielerorts Aufgaben, die früher Teil öffentlicher Infrastruktur gewesen seien, sagte Susann Seifert, Geschäftsführerin der „Erlebe was geht gGmbH“ in Altenburg in Thüringen. Neben ihr sprachen Heidrun Diekmann, Präsidiumsmitglied beim Deutschen Landfrauenverband, Lars Ruschmeyer, Bundesvorsitzender des Bundes der Deutschen Landjugend und Tuuli-Marja Kleiner vom Thünen-Institut für Lebensverhältnisse in ländlichen Räumen.
Ehrenamt im ländlichen Raum stärken
, Ausgabe 276 April 2026, Recht & Politik