NRW, Schleswig-Holstein, Saarland: Engagement in den Koalitionsverträgen

    Die neue Regierung in Nordrhein-Westfalen will vor allem Kinder und Jugendliche motivieren, sich ehrenamtlich zu engagieren, und dafür an den Schulen die zeitlichen Freiräume erhalten sowie die ehrenamtlichen Einsätze auf dem Zeugnis vermerken. Die Koalition aus CDU und FDP will umgekehrt auch privates Bildungsengagement etwa von Stiftungen an Schulen fördern. Außerdem sollen mehr junge Menschen für den Bundesfreiwilligendienst und das freiwillige soziale und ökologische Jahr gewonnen werden, ist im Koalitionsvertrag zu lesen.
    In Schleswig-Holstein hat die Koalition aus CDU, Bündnis 90/Die Grünen und FDP vereinbart, ehrenamtliches Engagement im Alter durch die Förderung generationsübergreifender Modelle zu unterstützen. Sie will sich dafür einsetzen, dass ehrenamtliches Engagement bei der Vergabe von Ausbildungs- und Studienplätzen berücksichtigt wird. Die Ehrenamtskarte soll attraktiver und bekannter werden, heißt es im Koalitionsvertrag außerdem.
    Im Saarland haben CDU und SPD festgehalten, Engagement durch Bürokratieabbau zu fördern. Die Koalition will eine Ehrenamtskarte einführen, und die Anrechnung von Aufwandsentschädigungen auf Sozialleistungen müsse abgeschafft werden, heißt es im Koalitionsvertrag.

    , Ausgabe 179 Juni 2017